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Buch: The Lovely Bones

Titel The Lovely Bones
Autor Alice Sebold
Sprache Englisch
Genre Drama
Herausgeber Picador, 2009
Seitenanzahl 328

Susie Salmon (wie der Fisch) ist 14 Jahre jung, als sie von ihrem Nachbar George Harvey in einem Erdloch vergewaltigt und getötet wird. Von ihrem eigenen Himmel aus beobachtet Susie, wie ihre Familie und Freunde mit dem Verlust umgehen. Ihre ein Jahr jüngere Schwester Lindsey sperrt nach außen hin jegliches Gefühl aus und ihr kleiner Bruder Buckley versteht gar nicht, was passiert ist. Susies Eltern dagegen verkraften beide den Tod ihrer ältesten Tochter nicht, gehen aber unterschiedlich mit den Ereignissen um. Susies Vater Jack sucht den Mörder auf eigene Faust, während Susies Mutter Abigail ihr Heil in einer Affäre sucht.

Alice Sebold gelingt mit „The Lovely Bones“ (auf deutsch: „In meinem Himmel“) eine sehr gute Mischung aus Geistergeschichte und Drama. Das Geisterhafte hält sich dezent im Hintergrund und stört die Geschichte nicht á la Poltergeist und Co. Susie hat einfach noch nicht mit ihrer Welt abgeschlossen und möchte miterleben, wie ihre Geschwister und ihre Freunde aufwachsen. Ab und zu blitzt dann doch mal ihre Geistergestalt in der realen Welt auf, aber die wird mit dem Folgesatz gleich wieder weggewischt. Einzig am Ende verschwimmen die Grenzen etwas (für meinen Geschmack etwas zu sehr), aber diese 10 Seiten machen das Buch nicht schlecht.

Was mich als Einziges wirklich störte, ist ein logischer Fehler (denke ich): Nachdem Susies Vater Jack den Nachbar George Harvey verdächtigte, befragt die Polizei ihn und stellt Untersuchungen an. Ohne Erfolg! Nachdem Harvey sich dann aus dem Staub macht, kommt heraus, dass zu dem Namen gar niemand existierte und dass er auch nicht verheiratet war (wie er bei einer Befragung mitteilte). Wie, bitte schön, kann das der Polizei denn entgehen? Wenn jemand nicht einmal in einem Geburtenregister auftaucht und auch nachweisbar nicht verheiratet war, dann sollte das doch festzustellen sein, bevor derjenige flüchtet.

Nun ja, das ist auch das einzige Manko im Buch. Ansonsten ist die Geschichte wunderbar erzählt, man leidet mit Susies Familie mit und kann jede Seite mitfühlen. Wer also Dramen mit einem leicht übersinnlichen Touch mag, ist mit „The Lovely Bones“ sehr gut beraten.

Im übrigen gibt es auch eine (ich denke gute) Verfilmung des Buches, in der Saoirse Ronan (die schon in Abbitte großartig war) Susie Salmon spielt. Laut der Kritik ist der Film ganz gut, weswegen ich ihn mal auf meine Sehliste setzen werde.

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