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Weltengänger

Ein neues Buch von Sergej Lukianenko, dem Autor der Wächter-Reihe. Juchhe! :)

Titel Weltengänger
Autor Sergej Lukianenko
Sprache Deutsch
Genre Fantasy
Herausgeber Heyne, 2007
Seitenanzahl 590

Kirill Maximow kommt eines Abends nach Hause, um seine Wohnung von einer hysterischen Frau besetzt zu finden, die auch noch die Frechheit hat, zu behaupten, sie wohne da schon drei Jahre. An der Arbeit will niemand Kirill kennen und auch seine Freunde vergessen, wer er ist. Selbst seine Eltern erkennen den eigenen Sohn nicht wieder. Am Boden zerstört erhält Kirill einen Anruf, der ihm zu einem alten Turm führt. Hier liegt seine Zukunft ...

Seit "Wächter des Tages" gehört Lukianenko zu meinen Lieblingsschriftstellern. Könnte ich Russisch, würde ich die Bücher gerne im Original lesen, aber bis dahin muss ich mich mit der (bis auf ein oder zwei Stellen) gelungenen Übersetzung abfinden. Die Geschichte um einen Mann, der aus dem Leben seiner Mitmenschen gelöscht wird, klingt von vornherein spannend und ist es auch. Man fiebert jede Zeile im Buch mit, was Kirill als Nächstes erwartet und wer hinter all dem steckt. Ich versuche hier nicht zu viel zu verraten.

Zuerst: Kirill wird Zöllner. Richtig gelesen, er nimmt Geld von Leuten, die Waren über die Grenze transportieren wollen. Die Grenze ist hier aber sein Turm, der ein Durchgang zu verschiedenen Welten ist, viele ähnlich unserer Erde. Fünf Türen führen aus dem Turm heraus und jede neue Welt ist aufregend, neu und manchmal auch gefährlich. Vor allem die Frage, wer hinter diese Sache steckt, treibt Kirill an, sich nicht einfach seiner auferlegten Rolle zu beugen, sondern zu forschen und zu zweifeln. Erst am Ende wird klar, was es mit den Türmen auf sich hat, aber - um die Spannung etwas vorweg zu nehmen - der Cliffhanger am Ende lässt auf den zweiten Teil Weltenträumer hoffen.

Ich habe das Buch vorgestern Abend begonnen und es heute Nachmittag beendet. Die Bestellung bei Bookzilla für den Nachfolger ging vorhin raus und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung nächstes Wochenende zu verschlingen.

The Moonstone

Titel The Moonstone
Autor Wilkie Collins
Sprache Englisch
Genre Krimi
Herausgeber Penguin Books, 1994
Seitenanzahl 464

Der Mondstein ist ein gelbfarbiger nicht ganz faustgroßer Diamant, der bei der britischen Besetzung Indiens aus der Statue des Mondgottes geraubt wurde, um 1848 in die Hände der jungen und hübschen Rachel Verinder zu fallen, die diesen zu ihrem achtzehnten Geburtstag geschenkt bekommt. Keine 24 Stunden später ist der Diamant aber aus ihrem Zimmer verschwunden und Franklin Blake, der in Rachel verliebt ist, schaltet energisch den berühmten Inspektor Cuff von Scotland Yard ein. Verdächtig sind drei Inder, die die Gegend unsicher machen, aber auch das Dienstmädchen Rosanna hat etwas zu verbergen.

Wilkie Collins gilt als Erfinder des Detektivromans und zeigt mit dem Buch sehr eindrucksvoll, dass er das Metier versteht. Zahlreiche Wendungen, Geheimnisse, Verdächtigungen und Offenbarungen lassen die über 400 Seiten ziemlich schnell vergehen, wobei - natürlich - bis zum Ende des Buches offen bleibt, wer den Diamanten nun wirklich gestohlen hat.

Die Erzählung findet als Retrospektive statt, zwei Jahre, nachdem der Diamant verschwundet ist. Einige der involvierten Personen, wie der Diener und Hausverwalter Gabriel Betteredge, der Anwalt Mathew Bruff sowie die oben erwähnten Franklin Blake und Inspektor Cuff geben ihre Sicht der Geschehnisse am Abend des Diebstahls bis zur Lösung des Rätsels wieder. Vor allem Betteredge ist dabei ein angenehmer Erzähler.

Wie erwähnt bleibt die Geschichte bis zum Ende offen und spannend. Die Auflösung des Diebstahls selbst fand ich zwar nicht so überwältigend, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich hätte eher erwartet, dass ... Ach, man verrät sowas ja nicht. ;)

Falls jemand Krimis mag, dann unbedingt zugreifen. Das Buch gibt es natürlich auch auf Deutsch unter dem Titel Der Monddiamant.

The Handmaid's Tale

Titel The Handmaid's Taler
Autor Margaret Atwood
Sprache Englisch
Genre Drama
Herausgeber Vintage, 1996
Seitenanzahl 324

Die Republik Gilead (Nein, nicht die von Stephen Kings "Dunkler Turm"-Reihe!) bietet ledigen Frauen nur wenige Möglichkeiten: Entweder sie arbeiten als Hausmagd in den Häusern reicher Paare oder - falls sie fruchtbar sind - werden als Brutmaschinen von den gut situierten Frauen missbraucht, die selbst keine Kinder kriegen können. Die Geschichte wird von Offred, einer so genannten "Handmaid", erzählt.

Ich bin etwas unschlüssig, wie ich die Geschichte fand. Das Endzeitzenario, welches in Amerika Anfang des 21. Jahrhunderts spielt, klingt natürlich spannend, nur blieben leider bis zum Ende Fragen offen. Was genau ist passiert, dass aus den USA die Republik Gilead wurde? Es gibt nur vage Erklärungen, die mit einem religiösen Hintergrund den Sex zum Lustgewinn wieder tabuisiert und strafbar machten. Nacheinander werden erst die ledigen Frauen, dann die weiblichen Lebenspartner und zum Schluss mehrfach verheiratete Frauen ihrer gesellschaftlichen Stellung entmachtet und zu Dienern gemacht. Wie das Ganze vor sich ging, bleibt unklar. Ebenfalls unklar bleibt, ob ein Virus, eine biologische Waffe oder Umweltgifte an der globalen Unfruchtbarkeit der Menschheit schuld sind. Die wenigen Frauen, die gebären können, haben zwar einen hohen Stand in der Gesellschaft, werden aber dennoch zu ihrem Schicksal gezwungen. Nur der Tod am Strick wäre die Alternative.

Interessant ist der Ansatz, am Ende des Buches ein wissenschaftliches Symposium abhalten zu lassen, auf denen einer der Referenten die Erzählung von Offred analysiert und in Frage stellt. Fast 200 Jahre später hat sich die Gesellschaft wieder verändert. Wie, erfährt man leider nicht. Aber allein die Tatsache, dass über die Geschichte geredet wird, lässt mich das zumindest annehmen. Immerhin gibt es hier einige Hinweise auf die damalige Gesellschaft und wie es vielleicht zu dieser Form der Sklaverei gekommen ist. Aber teilweise sind das auch nur Vermutungen der Forscher.

Insgesamt hat mir die Thematik des Buches sehr gefallen. Schaut man sich z.B. die sinkenden Geburtenraten in Deutschland an, dann zeigt die Geschichte sehr gut auf, wohin das führen könnte, wenn man nicht aufpasst. Vom Stil her hat mich das Buch aber nicht so sehr begeistert.

The Doomsday Machine

Nach The Extraordinary and Unusual Adventures of Horatio Lyle und The Obsidian Dagger das dritte Buch von Catherine Webb um Ex-Polizist und Wissenschaftler Horatio Lyle.

Titel The Doomsday Machine
Autor Catherine Webb
Sprache Englisch
Genre Krimi
Herausgeber Atom, 2007
Seitenanzahl 309

Fast nahtlos geht es mit dem dritten Abenteuer Horatio Lyles weiter. Gerade noch einmal den Tseiqin, einer Art Übermenschen, entkommen, erfährt Lyle, dass jemand eine Maschine baut, die dieses Problem ein für alle Mal lösen soll. Wird die "Doomsday Machine" in Betrieb genommen, würden alle Tseiqin sterben. Waren die Wunden, die Lyle von diesen Wesen zugefügt wurden, genug, damit er nicht eingreift? Oder ist er als Wissenschaftler gar fasziniert von diesem Monstrum der Technik?

Das dritte Buch ist in meinen Augen der beste Teil dieser Trilogie. Es gibt viele und vor allem witzige Dialoge, zu denen vor allem Tess beiträgt. Aber natürlich sind auch Lyles Bemerkungen nicht ohne und die Entscheidung, ob er mehrere tausend ggf. unschuldige (?) fremdartige Wesen dem Tode ausliefert, nimmt einige spannende Wendungen. Natürlich sind auch wieder Bigwig Thomas und Schoßhund Tate mit von der Partie.

Sprachlich sehr einfach gehalten und damit leicht verständlich, hat Catherine Webb einen guten Abschluss der Trilogie gefunden, die jedem Krimi-Fan nur empfohlen werden kann.

Falling Angels

Meine letzte Rezension ist nun schon wieder anderthalb Monate her, Zeit mal wieder etwas zu schreiben. Untätig war ich in diesen sechs Wochen aber keineswegs.

Titel Falling Angels
Autor Tracy Chevalier
Sprache Englisch
Genre Historiendrama
Herausgeber Harper Collins, 2006
Seitenanzahl 401

Lavinia Waterhouse und Maude Coleman sind fünf Jahre jung, als sie sich 1901 auf einem Friedhof das erste Mal treffen. Die Töchter aus der oberen Mittelschicht in London werden mehr oder weniger sofort beste Freundinnen und erleben den Umbruch der damaligen Zeit weg von der viktorianischen Tradition hin zur Edward'schen Zeit, der mit dem Tod Queen Victorias 1901 eingeläutet wurde. In den knapp 10 Jahren, die das Buch beschreibt und mit dem Tod von King Edward 1910 enden, erleben die beiden Freundinnen viel Glück, aber auch viel Leid zusammen.

Durch Girl with a Pearl Earring bin ich auf die Schriftstellerin Tracy Chevalier aufmerksam geworden und die meisten ihrer bisherigen Bücher haben mir sehr gut gefallen. Auch wenn "Falling Angels" thematisch nicht gerade ansprechend klingt, gibt es einen guten Einblick in die neunjährige Regierungszeit von King Edward von 1901 bis 1910. In diese Zeit der Umbrüche wurden beide Mädchen mit ihren Familien sehr gut integriert. Vor allem, dass eine Familie an der alten viktorianischen Tradition festhält und die andere eher moderneren Zeiten entgegen strebt, sorgt für viel Stoff.

Die Erzählung findet aus der Ich-Perspektive statt, wechselt aber zwischen den beiden Mädchen, ihren Eltern und anderen Personen, sodass man oft auch einen zweiten Blick auf die Geschehnisse erhält. Dies hat mir ja bereits bei The Glass Books of the Dream Eaters gut gefallen.

Insgesamt war es eine nette Lektüre, die mich aber auch nicht vom Hocker gehauen hat. Dennoch kein schlechtes Buch.

Wochenrückblick KW 39

Distributionen

Elive

Development Release: Elive 1.9.02 (Unstable)

Mit der Entwicklerversion 1.9.2 bereitet man sich bei Elive langsam auf die nächste große finale Version vor. Laut Aussagen müssen noch ein paar Dinge wie Stabilitätstests und Übersetzungen umgesetzt werden. Die Änderungen der neuen Version sind aber minimal, so wurde ein Bug im Terminal behoben und Thunar stellt nun auch Thumbnails von RAW-Bildern bereit. Vor allem der Installer hat an neuen Funktionen dazu gewonnen. So gibt es nun einen Upgrade-Modus zum Aktualisieren einer früheren Version, einen Migrate-Moduse zum Migrieren eines Linux-Systems zu Elive und einen integrierte Überprüfung, ob alle Dateien bei der Installation korrekt überspielt wurden

Gentoo

Gentoo ändert Veröffentlichungsstrategie

Gentoo ändert seinen Strategie und wird zu einer Rolling-Release-Distribution, was bedeutet, dass es nicht alle paar Monate eine finale Version gibt, sondern dass es nur eine Version gibt, die durch Updates aktuell gehalten wird. Die Gentoo-Entwickler entschlossen sich aus Zeit- und Personalmanagel zu diesem Schritt. Allein die letzte Version 2008.0 sei unter großem Druck entstanden, der zu unnötigem Stress führte. Das Gentoo-Projekt sucht weiterhin fähige Entwickler und Tester.

Weitere Berichte: Gentoo-Projekt storniert Version 2008.1, Gentoo überdenkt Veröffentlichungspolitik, Gentoo Linux Cancels Distribution

gOS

gOS 3.0 goes gold

gOS wurde in der finalen Version 3.0 mit dem Codenamen "Gadgets" veröffentlicht. Der Codename suggeriert, dass das System stark auf Google Gadgets ausgelegt ist, daneben aber auch Google Mail, Calendar, Reader, News, Picasa und diverse andere Google-Anwendungen integriert hat. gOS zielt speziell auf OEMs ab, die das System auf ihren Netbooks und Touchscreen-Geräten vorinstallieren wollen. Endbenutzer können sich das System aber natürlich auch herunterladen und auch auf einem Desktop-PC installieren.

Weitere Berichte: Distribution Release: gOS 3.0 "Gadgets", gOS 3.0 veröffentlicht

Mandriva

Development Release: Mandriva Linux 2009 RC2

Noch zwei Wochen und Mandriva Linux 2009 wird offiziell veröffentlicht. Auf dem Weg dahin gab es nun den zweiten (und letzten) Release Candidate mit Codename "Sophie". Wie üblich für einen Release Candidate dient die Version eher zum Bugfixen, damit die letzten Fehler bis zum Final Release behoben werden können. So gibt es wenige große Änderungen, verbessert wurde aber unter anderem die Startzeit des Systems und die Unterstützung von Netbook-Hardware (u.a. für die WLAN-Chips). Treiberunterstützung gibt es auch für Intels Grafikchip G41. Als Desktopumgebung ist das brandneue GNOME 2.24 dabei oder KDE 4.0.1, wobei das Theme von letzterem nun komplett an Mandriva angepasst ist. Erstmals wird auch zum Test-Upgrade von Mandriva Linux 2008 aufgerufen, wobei KDE3-Nutzer nicht mittels der CD bzw. DVD auf die neue Version aktualisieren sollen, da KDE3 aus Platzgründen nicht mehr auf den Medien gelandet ist.

Weitere Berichte: Mandriva Linux 2009 RC 2

sidux

Distribution Release: sidux 2008-03

Gut eine Woche nach der ersten Preview-Version wurde sidux 2008-03 "Ourea" mit leichter Verspätung veröffentlicht, geändert hat sich seit dem nicht mehr viel. Die neue sidux-Version steht als CDs "KDE-lite" oder "XFCE" und als DVD "KDE-full" zum Download für 32-Bit- und 64-Bit-Rechner bereit.

Weitere Berichte: Sidux 2008-03 erschienen

Ubuntu

Ubuntu 7.04 reaches end-of-life

Wie geplant läuft die Unterstützung für Ubuntu 7.04 "Feisty Fawn" mit dem Erscheinen der kommenden Ubuntu-Version 8.10 "Intrepid Ibex" aus. Am 19. Oktober 2008 verliert Ubuntu 7.04 damit seinen Status und erhält keine Sicherheitsaktualisierungen mehr. Allen Benutzern wird geraten, auf eine neue Ubuntu-Version zu wechseln. Dies geht entweder per Neuinstallation oder per Upgrade auf Version 7.10 und dann, wenn gewünscht, auf Ubuntu 8.04.

Mobil

Netbooks, UMPCs und MIDs

Details der Netbooks von Samsung und Toshiba

Toshiba hat für sein erstes Netbook NB100, welches bereits letzte Woche angekündigt wurde, nun die Daten herausgegeben. So gehören eine Intel-Atom-CPU, WLAN, LAN-, USB- und VGA-Anschlüsse zum guten Ton, an Speicher wurden 512 MB RAM und 80 GB für die Festplatte spendiert. Als Betriebbsystem kommt zum einen Ubuntu Netbook Remix zum Einsatz, mit dem das Netbook für 400 Euro erhältlich sein wird, zum anderen gibt es noch eine Windows-XP-Version, die den doppelten Speicher und eine größere Festplatte mitbringt und damit 450 Euro kostet. Nur die Standardgarantie von einem Jahr, die Toshiba auf die Geräte gibt, ist definitiv zu kurz.

Samsung setzt dagegen nur auf Windows XP und reizt mit seinem Gerät die von Microsoft auferlegten Grenzen auf. So besitzt das Netbook NC10 eine 160 GB große Festplatte und 1 GB Speicher, der Rest ist Standard: Intel-Atom-CPU mit 1,6 Ghz, Atheros-WLAN, Gigabit-Ethernet, Bluetooth 2.0 und drei USB-Anschlüsse. Für die Grafik steht nur ein VGA-Anschluss zur Verfügung. Das Samsung-Gerät soll 400 Euro kosten.

Weitere Berichte: Samsung bringt im Oktober Langlauf-Netbook

Mobiltelefone

Latest LiMo phone touted for voice clarification

Mit dem FOMA P706ie veröffentlicht Panasonic ein weiteres LiMo-konformes Mobiltelefon. Das Gerät bietet On-Demand-Media-Streaming, Video-Konferenz, HSDPA-Übertragung (High-Speed Downlink Packet Access) und Roaming. Der Klang und vor allem die Stimmqualität sollen zum Vorgängermodell verbessert worden sein. Das FOMA P706ie hat dazu ein 3-Zoll-QVGA-Display, eine 2-Megapixel-Kamera und 2 GB oder 8 GB Memory Card.

Erste Details zu HTCs Android-Smartphone

Diese Woche wurde das erste Smartphone mit Googles Android-Mobilsystem von HTC vorgestellt. Das T-Mobile G1 hat ein HVGA-Display mit 480x320 Pixeln und über 65.000 Farben. Der Akku soll mit einer Ladung für 5 Stunden Telefonat oder 140 Stunden Stand-by reichen. Das Smartphone, auch "HTC Dream" genannt, bringt wahrscheinlich 1 GB SD-Speicher mit, als Obergrenze gelten 8 GB. Bluetooth-Kopfhörer werden leider nicht unterstützt, einen normalen Anschluss gibt es aber natürlich. Ob es tragisch ist, dass die 3,1-Megapixel-Kamera keine Videos aufnehmen kann, sei dahingestellt. Praktischer ist sicherlich die ausziehbare Tastatur. Als Software setzt Android natürlich hauptsächlich auf Google-Produkte, die alle leicht aufzurufen sein sollen. In Zusammenspiel von Google Maps mit GPS lässt sich so sicher ein einfaches Navigationsgerät erstellen. Was etwas kontrovers sein dürfte: Also einziger E-Mail-Dienst ist angeblich nur Google Mail zugelassen und zusätzlich muss der Käufer über ein Google-Mail-Konto verfügen, um das Gerät überhaupt nutzen zu können. Das könnte (nach Chrome) ein zweiter Schuss ins Bein werden, da diese Einschränkungen schon sehr unverschämt sind. Das Gerät wird von T-Mobile USA vertrieben und soll 2009 auch nach Deutschland kommen. Der Konzern plant auch bereits weitere Modelle zu veröffentlichen. Und natürlich gibt es auch schon die ersten Vergleiche mit Apples iPhone.

Weitere Berichte: Android-Handy kommt 2009 nach Deutschland, Android debuts, What Android Could Bring to Your Phone, Erstes Android-Smartphone vorgestellt, T-Mobile G1: Der Vorbote einer großen Android-Offensive, The Android phone is here! So what?

Andere Hardware

Eee-Box: Der Desktop-Eee-PC hat in der Linux-Version doppelt so viel RAM

Asus baut seine Eee-Reihe weiter aus und hat einen Desktop-PC namens Eee-Box vorgestellt, der von der Größe eher an ein Thinclient erinnert. Das Modell B202 wird mit einem Intel-Atom-Chipsatz mit 1,6 GHz und 1 GB bzw. 2 GB RAM ausgeliefert und soll mit Windows für 269 Euro und Linux für 259 Euro ab Oktober erhältlich sein. Die 160-GB-Festplatte nimmt die Daten auf, der Intel-945-GSE-Chipsatz sorgt über den DVI-Ausgang für ein Bild. Daneben gibt es Anschlüsse für S/PDIF, USB, Ethernet und integriertes WLAN.

Weitere Berichte: Asus' Eee-Box kommt im Oktober ab 259 Euro

Fit-PC Slim brings Windows, Linux to CherryPal form factor

Ein weiterer kleiner Desktop-PC kommt von Compulab, die den "Fit-PC Slim" vorgestellt haben. Im Inneren befindet sich eine 500-MHz-AMD-Geode-CPU, 256 MB oder 512 MB RAM, ein 2,5-Zoll-Festplatteneinschub und Anschlüsse für Netzwerk, USB, VGA und Audio. Optional kann man ab Werk gleich eine 60-GB-Festplatte einbauen lassen und auch WiFi wird optional angeboten. Als Betriebssystem kommt Windows XP oder ein unbekanntes Linux zum Einsatz, wobei unklar ist, wo deren Daten gespeichert werden, wenn keine SD oder HD verbaut ist. Die Kosten variieren je nach Ausstattung zwischen 220 und 335 US-Dollar. Vor allem aber der geringe Verbrauch von 4-6 Watt machen das lüfterlose Gerät attraktiv.

Software

Google stellt Android-SDK fertig

Zusammen mit dem "T-Mobile G1" hat Google die finale Version 1.0 seines Android-SDK (Software Development Kit) veröffentlicht. Die Spezifikation zu Version 0.9 hat sich leider so sehr verändert, dass Android-Entwickler gezwungen sind, ihre Anwendungen neu zu erstellen (also kompilieren) und ggf. an das neue Interface anpassen müssen.

Linux und Open Source

IBM stellt Mitarbeit in der ISO in Frage

Nachdem sich die Länder Brasilien, Indien, Südafrika, Ecuador und Kuba offen gegen die Entscheidungen der ISO geäußert haben, zieht nun auch eine erste große Firma nach. Da IBM gegen die Standardisierung von OOXML war und das Microsoft-Dateiformat für sehr fehlerhaft hält, überdenke man im allgemeinen die Integration offener Standards im Unternehmen. Dabei wolle man auch die Mitgliedschaft in der ISO überdenken. Natürlich hat die ISO noch zahlreiche weitere Mitglieder, aber sollte IBM aussteigen, wäre dies ein starkes Signal, ggf. auch für andere Firmen nachzuziehen.

Weitere Berichte: IBM: Es geht auch ohne ISO, IBM takes a stand against bad standards

Tropic Thunder

Drei super Schauspieler, ein Film. Ob das gut geht?

Actionstar Tugg Speedman (Ben Stiller), Komiker Jeff Portnoy (Jack Black) und der fünffache Oscar-Gewinner und Charakterdarsteller Kirk Lazarus (Robert Downey Jr.) sollen den Kriegsfilm "Tropic Thunder" zusammen drehen. In der Szene, als der Held (Speedman) am Sterben ist und seine Gefühle seinem Kumpel (Lazarus) offenbaren soll, unterbricht Speedman ständig die aufwändige Szene, weil er mit der schauspielerischen Leistung seines Kollegen, der im wahrsten Sinne Rotz und Wasser heult, nicht zufrieden ist. Weil der Regisseur Damien Cockburn (Steve Coogan) sich darüber extrem aufregt und der Special-Effects-Mensch sein Herumgeschreie für ein bestimmtes Zeichen hält, werden 4 Millionen Dollar durch eine riesige Explosion in den Sand gesetzt.

Um die drei Darsteller (zusammen mit den Jungschauspielern Alpa Chino (Brandon T. Jackson) und Kevin Sandusky (Jay Baruchel)) besser zusammenzuschweißen, setzt der Regisseur die fünf im vietnamesischen Dschungel aus, um sie mit Kameras zu überwachen und so deren echte Emotionen und Ängste einzufangen. Doch leider geht dabei etwas schief, sodass die fünf in einen echten Krieg geraten.

Die Einleitungsfrage trifft natürlich sowohl auf den Film als auch auf den Film im Film zu. Spielen Speedman, Portnoy und Lazarus eher gegeneinander, passen Stiller, Black und Downey Jr. sehr gut auf ihre Rollen. Vor allem Robert Downey Jr. als Schwarzer (der sich als Lazarus im Film einer OP unterzog, um die echte Hautfarbe seines Charakters anzunehmen) ist klasse und geht in der Rolle voll auf. Daneben gibt es aber auch noch jede Menge andere Stars, die im Film größere oder kleinere Rollen übernehmen, darunter zum Beispiel Tom Cruise als Filmstudio-Boss Les Grossman (dem seine Rolle viel Spaß gemacht hat, wie es schien), Matthew McConaughey als Speedmans Agent und Nick Nolte als angeblicher Kriegsveteran John "Four Leaf" Tayback. Zusätzlich gibt es auch zahlreiche Gaststars, die sich selbst spielen, u.a. Tyra Banks, Jon Voight, Jennifer Love Hewitt, Jason Bateman, Alicia Silverstone und Tobey Maguire.

Die Komik im Film wandert sehr stark und nutzt die volle Skala von gehobenem Sprachwitz über Slapstick bis hin zu Unter-Gürtellinien-Niveau. Hier muss man den Humor natürlich mögen, an einigen Stellen hat mich die Satire aber an Streifen wie Hot Shots erinnert, der für mich als einer der besten Parodiefilm gilt. Ingesamt hat man viel zu lachen, die Verschrobenheiten der Darsteller tragen sehr dazu bei.

Wer sich also einen Abend lang sehr gut amüsieren will, kann sich den Film ohne Zögern anschauen. Der Humor ist klasse, die Schauspieler witzig und es passt alles zusammen.

Wochenrückblick KW 38

Distributionen

Foresight Linux

Distribution Release: Foresight Linux 1.0 "Kid's"

Nachdem letzte Woche die Mobilversion von Foresight Linux veröffentlicht wurde, folgt diese Woche eine spezielle Ausgabe für die jüngeren Linux-Nutzer. Die Kids-Edition enthält die GNOME-Oberfläche und bringt einige Lern- und Spielsoftware mit, darunter unter anderem Tux Paint, Tux Typing und GCompris sowie die Spiele SuperTux, SuperTuxKart, FooBilliard und Super Maryo Chronicles. Daneben gibt es auch Unterhaltungs- und Verbindungssoftware wie Firefox, Pidgin, Banshee und Totem. Über die herkömmlichen Foresight-GNOME-Quellen kann man zusätzliche Software leicht nachinstallieren.

Mandriva

Netbook version of Mandriva thinks small

Netbooks sind immer mehr im Kommen und so müssen sich auch die Distributoren anpassen, denn die Kleingeräte haben zum einen ein kleineres Display als ihre Desktop-Kollegen und die Hardwareausstattung ist auch etwas spartanischer. Nach Foresight Linux hat Mandriva Linux diese Woche ihr "Mandriva Mini" veröffentlicht, welches zum Einsatz auf Netbooks gedacht ist. Es gibt zwar noch keine Screenshots, die Version soll aber ähnlich wie die Mandriva-Version auf Intels Classmate-PC aussehen. Die Distribution gibt es nicht öffentlich, sondern ist nur für Original Equipment Manufacturers (OEMs) und Original Design Manufacturers (ODMs) gedacht, die Mandriva bei der Anpassung und Installation auch unterstützen will.

Weitere Berichte: Mandriva Mini vorgestellt

openSUSE

Development Release: openSUSE 11.1 Beta 1

Die erste Beta-Version von openSUSE ist erschienen. Gegenüber Stand 11.0 gibt es einige Neuigkeiten und Veränderungen. Natürlich wurden die neuesten Versionen der Desktop-Umgebungen GNOME und KDE sowie des Kernels eingebracht. Auch einige Anwendungen wie Ekiga, Empathy, PulseAudio und Amarok wurden aktualisiert. Der GNOME-Dateimanager Nautilus hat nun Tab-Unterstützung und unter KDE 4.1 sind die Compositing-Effekte per Standard aktiviert. Daneben wurden einige YaST-Module wie Druckerkonfiguration, Partitionierung und Sicherheitseinstellungen überarbeitet bzw. neu geschrieben. Alle Änderungen und bekannte Fehler findet man in den Release Notes.

Weitere Berichte: OpenSuse 11.1 Beta1

Pardus

Distribution Release: Pardus Linux 2008.1

Pardus Linux 2008.1 "Hyaena Hyaena" wurde als erstes Update der 2008er-Serie von Pardus veröffentlicht. Es enthält alle Bugfixes und Neuheiten, die seit Erscheinen von Pardus Linux 2008 Ende Juni veröffentlicht wurden. Neu ist unter anderem der überarbeitete Network Manager und natürlich wurden zahlreiche Anwendungen aktualisiert und fehlerbereinigt. Pardus Linux 2008.1 gibt es in zwei Live-CD-Ausführung mit KDE 3 oder mit KDE 4; inzwischen werden auch 11 Sprachen bei der Installation unterstützt.

PC-BSD

BSD Release: PC-BSD 7.0

Das BSD-Derivat PC-BSD ist in Version 7.0, Codename "Fibonacci", erschienen. Bei der Version wurde auf FreeBSD 7-STABLE und das neueste KDE 4.1.1 zurückgegriffen, sodass den Anwender zu einen eine schönere Oberfläche erwartet, aber auch die Hardwareunterstützung und die Geschwindigkeit dank FreeBSD verbessert wurde. Über das PBI-Verzeichnis können Anwender zahlreiche Softwarepakete herunterladen und installieren.

Weitere Berichte: PC-BSD 7.0 veröffentlicht, PC-BSD 7.0 mit ZFS und KDE 4.1.1

sidux

Development Release: sidux 2008-03 Pre 1

Die erste Vorschauversion von sidux 2008-03 "Ourea" steht zum Testen für 32-Bit- und 64-Bit-Systeme bereit. Die neue Version hat wenig Neuerungen, vor allem die Änderungen aus Kernel 2.6.26.5 wurden eingebaut. Dadurch erhielt man eine bessere Unterstützung von Netbooks und neueren Chipsätzen. Natürlich gab es aber auch viele Bugfixes und kleinere Änderungen an einzelnen Paketen. Eine ausführliche Liste der Änderungen findet man in den Release Notes.

Ubuntu

Development Release: Ubuntu 8.10 Alpha 6

Mit einem Tag Verspätung ist die sechste und letzte Alpha-Version von Ubuntu 8.10 erschienen. Aktualisiert wurde vor allem auf die neueste GNOME-Version 2.24 RC1, die später in der Finalversion 2.24 eingebaut werden soll. Nicht wundern sollte man sich über die angezeigte EULA bei Firefox, diese wurde noch nicht wieder ausgebaut.

Weitere Berichte: Sechste Testversion von Ubuntu 8.10 freigegeben, Sechste Alphaversion von Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" veröffentlicht

Workbench

Workbench Linux distro is a workhorse for software developers

Auf Basis von Xubuntu hat ein Entwickler eine Distribution namens WorkBench erstellt, die vor allem für andere Entwickler interessant sein könnte. Die Distribution wurde mit den Entwicklungsumgebungen Anjuta, Eclipse, Netbeans, MonoDevelop und Lazarus ausgestattet, daneben gibt es noch Geany als Texteditor oder Subversion für die Versionskontrolle. Aber auch an Webentwickler wurde gedacht, für die die Programme gPHPEdit, Bluefish, KompoZer und Cssed Editor verfügbar sind. Die Live-DVD steht mit 1,4 GB zum Download bereit und kann auch auf die Festplatte installiert werden.

Mobil

Netbooks, UMPCs und MIDs

Weitere Netbooks in Sicht

Langsam hat fast jeder Notebook- und PC-Hersteller ein Netbook am Markt. Letzte Woche folgte Toshiba, die ab November in Mexiko ein Netbook verkaufen wollen, welches Intels Atom-Prozessor mit 1,6 GHz integriert hat. Mit einem 8,9-Zoll-Display, 1 GB RAM und 120 Gb Festplatte liegt das namenlose Netbook im normalen Bereich, Unterstützung für LAN, WLAN und USB gibt es natürlich auch. Als System wird Windows XP eingesetzt, das Netbook soll Ende des Jahres auch in Deutschland erhältlich sein. Gerüchte ranken sich auch um Samsung, die ein 10,2-Zoll-Netbook in Südkorea herausbringen wollen. Außer der Atom-CPU und einer 80- bis 160-GB-Festplatten sind kaum Details zu dem Gerät bekannt.

Computerhersteller Olidata bringt 7-Zoll-Netbook für Kinder

Wie es scheint, erhält der XO-Laptop Konkurrenz. Olidata aus Italien hat ein speziell für Kinder angepasstes 7-Zoll-Netbook namens "JumPC" auf dem Markt gebracht. Mit der Software des norwegischen Herstellers Easybits sollen vor allem sicheres Surfen gewährleistet werden. Darunter fällt auch "Parental Control", mit dem Eltern bestimmte Webseiten sperren oder die Dauer der Benutzung einstellen können. Als Basis-System dient Windows XP, im Inneren ist eine Intel-Celeron-CPU mit 900 MHz und 2 GB-Flash-Speicher verbaut. Dazu gibt es WLAN, USB und eine Webcam.

Netbook sports 320GB hard disk

Aus Tschechien kommt ein neues Netbook, welches mit Windows XP ausgeliefert wird, aber zu Linux kompatibel sein soll. Hersteller Eltrinex geht bei der Hardware einen neuen Weg, da ein externes DVD-Laufwerk zur festen Ausstattung gehört. Bei der CPU setzt der Hersteller auf den C7-M-ULV-Prozessor von Via, die Festplatte umfasst 320 GB, dazu gibt es 1 GB RAM. Der "MobilePC" hat daneben ein 10,2-Zoll-Display, LAN- und WLAN-Unterstützung, zwei USB-Anschlüsse und einen VGA-Ausgang.

Netbook Aspire One ab November mit 3G-Support

Ab Mitte November bietet Acer sein Aspire One auch mit HSDPA/UMTS-, EDGE/GPRS- und WLAN-Modul an. In Zusammenarbeit mit T-Mobile kostet das Gerät nur einen Euro, wobei man aber einen Web'n'walk-Connect-Vertrag abschließen muss, sodass die Gesamtkosten über die zwei Jahre Vertragslaufzeit bei ca. 480 Euro liegen. Ob und zu welchem Preis das Gerät auch ohne Vertrag erhältlich sein wird, ist noch unklar.

Mobiltelefone

Open source phone goes to college

OpenMoko hat einen Kurs an der nationalen Tsing-Hua-Universität in Taiwan gestartet, um den Studenten das Design und die Programmierung von Mobilgeräten näher zu bringen. Das so genannten OpenLab-Projekt sei aber nur der erste Schritt für ein größer angelegtes Ausbildungsprogramm, so OpenMoko. Die Kurse sollen unter einer Creative-Commons-ShareAlike-Lizenz veröffentlicht werden.

First Android phone to launch next week

T-Mobile USA, Google und HTC wollen nächste Woche das erste Mobiltelefon mit Googles Android-System vorstellen, welches dann ab Oktober im Handel erhältlich sein soll. Das "HTC Dream" soll nach den Angaben eine Größe von 130x80 mm haben und sowohl einen Touchscreen als auch eine ausziehbare Tastatur besitzen. Erste inoffizielle Bilder des Handys gibt es auf der Newsseite von LinuxDevices.com zu sehen.

Weitere Berichte: Präsentation für das erste Android-Smartphone angekündigt, Erstes Android-Handy wird am Dienstag in den USA vorgestellt, Breaking News: Googlephone to Debut on September 23

Andere Hardware

Linux ebook does 9K pages per charge

Der chinesische Hersteller Jinke Electronics hat eine aktualisierte Version seines Ebook-Readers "Hanlin eReader V3" herausgebracht, welcher dank E-Inks EPD-Modul ("Electronic Paper Display") angeblich nur einmal pro Monat aufgeladen werden muss. Auf dem 6-Zoll-Display mit 800x600 Bildpunkten lassen sich die formate PDF, DOC, MP3, HTML, TXT, CHM, PNG, TIF, GIF, JPG, PPT, EPUB und LIT anzeigen, die über eine SD-Karte oder USB eingespielt werden können.

Weitere Berichte: Energieeffizienter Ebook-Reader nutzt Linux

Cortex-A8 gaming handheld runs Linux

Pandora ist eine 330-Dollar-teure mobile Spielekonsole, die ab November erhältlich sein soll. Auf einem ARM Cortex-A8-Prozessor läuft Angstrom Linux, das kleine 4,3-Zoll-Display liefert eine Auflösung von 800x480 Pixeln. Als Grafikchip kommt Imagination Technologies PowerVR SGX GPU zum Einsatz. Dazu gibt es 128 MB RAM, 256 MB internen Flashspeicher, WLAN, USB und eine QWERTY-Tastatur neben diversen anderen Anschlüssen. Auch ein TV- und A/V-Out-Anschluss sind vorhanden. Die Leistung des Geräts soll sehr hoch sein, sodass eine PlayStation1-Emulation ohne Weiteres möglich ist, N64-Unterstützung ist aber noch ungewiss. Spiele wie Quake3 oder intensives Browsen mit Firefox3 seien aber kein Problem.

Second-generation tablet PC runs Linux

Von Nova Mobility Solutions kommt ein Tablet-PC mit 1,1-GHz-Atom-Prozessor, 1 GB RAM und einem 7-Zoll-Touchscreen mit 800x480 Bildpunkten. Zur Speicherung der Daten dienen zwei Laufwerkseinschübe für DiskOnModules oder eine Festplatte. Auch per MicroSD-Slot können Daten auf das Gerät übertragen werden. Integriert sind WiFi, Bluetooth und GPS.

Software

ASUS Eee PC 901 / Intel Atom: Linux Distribution Comparison

Phoronix.com haben sich dem Asus EeePC 901 angenommen und darauf verschiedene Distributionen getestet. Zum Einsatz kamen das vorinstallierte Xandros Linux sowie Fedora 10 Alpha, Ubuntu 8.10 Alpha 4 und Mandriva 2009 Beta 2. In verschiedenen Tests der Phoronix Test Suite wurde die Leistung gemessen, wobei am Schluss eindeutig Ubuntu gewonnen hat. Nur beim Zugriff auf die SSD lag Xandros vorne.

Weitere Berichte: Phoronix vergleicht Distributionen auf Eee-PC 901

Linux und Open Source

Linux-Desktop für Unternehmen

Über einer Live-DVD wollen Red Hat und IBM Unternehmen den Linux-Desktop schmackhaft machen, die das System ohne Installation testen wollen. Der Open Collaboration Client enthält u.a. die Programme Lotus Notes, Symphony und Sametime und basiert auf Red Hats Enterprise Linux Desktop 5.2.

Weitere Berichte: Linux-Live-DVD für Unternehmen

Wikipedia als Lexikon in einem Band erschienen

Für knapp 20 Euro kann nun jeder die Wikipedia im Buchformat kaufen. Die 1000-Seiten-starke Enzyklopädie enthält ca. 20.000 Stichworte, deren Texte aus den 800.000 Artikeln der deutschen Wikipedia ausgewählt wurden, wobei meistens die Einleitung der Artikel als Vorlage genutzt wurde. Gemäß der GNU Free Documentation License wurde am Ende auf 27 Seiten alle 90.000 Autoren namentlich erwähnt.

Mozilla löst EULA-Streit

Nachdem Mozilla mit seinen EULA-Forderungen die Ubuntu-Gemeinschaft in Aufruhr versetzte, beugte man sich nun dem Widerstand und entfernt die EULA wieder. Zuerst war nur angedacht, den Inhalt der EULA anzupassen, da man den falschen Text benutzt habe. Dies wurde aber auch nicht besser von der Community aufgenommen, sodass am Ende der EULA-Hinweis wieder ganz wegfiel. Dennoch wolle man auf den Hinweis nicht ganz verzichten und plant laut Mozilla-Chefin Mitchell Baker einen Hinweis im ersten Tab-Fenster, den man aber nicht extra bestätigen muss. In meinen Augen ein sehr guter Kompromiss, so werden die Benutzer wirklich informiert und nicht gegängelt. Schön ist, dass die Newsseiten das Thema alle aufgenommen haben und so darüber auch außerhalb der Ubuntu-Community informierten: Mozilla reagiert auf Firefox-EULA-Debatte, Mozilla reagiert auf EULA-Diskussion, Mozilla gesteht Fehler ein, Ubuntu-Firefox EULA dustup reignites OSS licensing debate, Mozilla korrigiert EULA, Ärger um Firefox-EULA, Firefox dank Kritik ohne EULA, Firefox für Linux ohne zwangsweise Lizenzanzeige, Firefox für Linux ohne EULA, Mozilla ändert Firefox-EULA-Anzeige, The Latest on the Firefox EULA Matter, Mozilla removes EULA from Linux Firefox

Wanted

Nein, ich suche nichts und niemanden. Aber so hieß der Film, in dem ich gestern war ...

Der junge Account Manager Wesley Allan Gibson (James McAvoy) ist sowohl im Beruf als auch im Privatleben ein echter Verlierer. Seine übergewichtige Vorgesetzte macht ihm täglich das Leben zur Hölle und sein "bester" Freund vögelt hinterrücks seine - wenn auch nervige - Freundin. Alles gerät aus den Fugen, als er in einer Schießerei gerät, bei dem die hübsche Fox (Angelina Jolie) ihm das Leben rettet. Wesley selbst soll der Sohn eines vor kurzem ermordeten Mitglieds einer Assassinengilde sein und darüber hinaus über ein extrem gutes Reaktionsvermögen verfügen. Das alles wirft ihn etwas aus der Bahn und er wird von der Gilde namens "Die Bruderschaft" ausgebildet, um den Mörder seines Vaters zur Strecke zu bringen.

Machen wir es kurz: Story nicht gut, Film super. :) Und nun noch einmal ausführlicher ... Die Story von Wanted ist echt an den Haaren herbeigezogen. Eine Gemeinschaft von Webern, die durch einen geheimnisvollen Webstuhl gesagt bekommt, welcher böse Mensch als nächstes vom Schicksal bzw. von einer großkalibrigen Waffe aus dem Verkehr gezogen werden soll? Sorry, das klingt lachhaft. Aber: Genau das tut man in dem Film, denn er nimmt sich glücklicherweise nicht ernst. Die Stunts sind einfach unrealistisch und werden alle mit einem Augenzwinkern absolviert. Klasse!

Was für den ein oder anderen wichtig sein könnte: Der Film ist erst ab 18 freigegeben. Ich hatte mich etwas gewundert, als ich das Plakat am Kinoeingang mit der Aufschrift sah, nach fünf Minuten im Film und dem ersten Gehirn an der Wand war mir aber der Grund dann doch klar. Der Film ist sehr blutig und spielt mit der Gewalt, stellt sie aber überspitzt da. Zusätzlich steht die Bruderschaft allein im Vordergrund, alle "normalen" Menschen rundherum sind nur nettes Beiwerk und wenn dann eben mal ein paar Hundert Hops gehen, dann ist das eben so. Der Body Count ist wahrscheinlich höher als bei Rambo und Co., aber auch hier wird dieses Detail eigentlich komplett ausgeblendet. Wenn ich nicht irre, sieht man nur ein Nicht-Assassinen-Mitglied im Film sterben.

Einige Dejavu-Erlebnisse hatte ich auch im Film, so erinnerten mich Szenen an Matrix, Equilibrium, Brain Dead, Max Payne und - Star Wars. Aber meistens war es gut geklaut. ;)

Der Regisseur Timur Bekmambetov ist im westlichen Land eher unbekannt, hat aber unter anderem durch die Verfilmungen von "Wächter der Nacht" ("Nightwatch") und "Wächter des Tages" ("Daywatch") von Sergej Lukianenko auf sich aufmerksam gemacht. Schön fand ich dabei, dass der mir sympathische Hauptdarsteller der beiden Filme, Konstantin Khabensky (als Anton Gorodetsky), auch in "Wanted" untergekommen ist - auch wenn er nur einen Russen spielt, der Wodka trinkt. ;) Der Score stammt von Danny Elfman (Batman, Spiderman) und einige gute Songs sind auch dabei, u.A. von Nine Inch Nails.

Es lohnt sich auf alle Fälle den Film anzuschauen, wenn man sich nicht soviel aus Blut macht und gerne über abstruse und klasse gemachte Stunts lacht bzw. staunt.