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Full Circle Magazine 40 erschienen

Am Freitag ist die 40. Ausgabe des englischsprachigen Magazins Full Circle Magazine erschienen. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem

  • Command and Conquer: Surfen in der Shell
  • Anleitungen: Python-Programmierung – Teil 14, Virtualisierung – Teil 3, ADSL-Modem als Switch
  • Review: SOFA Statistics
  • Interviews: Robert Ancell, Aron Xu, Martin Owens, Mackenzie Morgan
  • Ubuntu Games: Aquaria
  • Top 5: Fotoverwaltungsprogramme
  • News, Leserbriefe und mehr

Links: Webseite, Forum und Wiki

Hervorheben möchte ich zum einen die Umfrage, bei der die FullCircle-Redaktion etwas über die Lesegewohnheiten erfahren möchte. Zum anderen hat das Magazin ein neues Logo, welches an ein (von oben gesehen) sich drehendes Ufo erinnert. Ich glaube, FCM will damit auch unterstreichen, dass es nicht mehr nur Ubuntu abdecken will.

Bash-History ändern

Es gibt dazu zwar einen Foreneintrag bei ubuntuusers.de, aber ich kann es ja auch im Blog niederschreiben.

Es gibt in der Bash die schöne Funktion per [Strg]+[R] einen vorherigen Befehl zu suchen. Man gibt danach einfach die Anfangsbuchstaben des Befehls ein oder einfach nur einen Teil davon, wenn man sich nicht an alles erinnert. Die Suche nach gre findet also auch Befehlsaufrufe mit egrep.

Noch etwas einfacher finde ich aber die Suche mittels der Pfeiltaste nach oben. Man gibt den Anfang eines vorherigen Befehls ein und drückt dann die Pfeiltaste nach oben. Der Befehl wird dann – soweit in der Bash-History gespeichert – mit dem letzten Vorkommen ersetzt. Auf die Art kann man häufig benutzte Befehle schnell eingeben.

Per Standard ist die Funktion leider inaktiv, es reicht aber aus, die folgenden Zeilen in die .bashrc einzutragen:

bind '"\e[A"':history-search-backward
bind '"\e[B"':history-search-forward

Vom Blog ausgesperrt

Am Samstag hat sich Serendipity etwas geleistet, was ich schon sehr frech fand. Als ich mich normal anmelden wollte, erschien nur die Meldung:

You can no longer login with an old-style MD5 hash to prevent MD5-Hostage abuse. Please ask the Administrator to set you a new password.

Ich hatte diese Meldung schon ein- oder zweimal, aber ignoriert, weil nach einem Neuladen der Seite der Login ging. Nun war die Meldung aber nicht mehr wegzubekommen.

Im Netz gibt es dazu immerhin einen Eintrag im S9Y-Board. Ich habe das Skript kopiert, hochgeladen, ausgeführt. Resultat:

UPDATE serendipity_ SET password = 'df376dc3cc4a8313236d03f1e5b5572f7b291fd4', hashtype=1 WHERE username = 'admin'

/ Table 'deesaster_serendipity2.serendipity_' doesn't existPassword sent.

Dirk wies mich (und Garvin) dann darauf hin, dass der Tabellenname fehlt. Ich habe das Skript also abgeändert in:

<?php
$username = "admin";
$password = "newpassword";
include 'serendipity_config.inc.php';
echo serendipity_db_query("UPDATE {$serendipity['dbPrefix']}authors SET password = '" . serendipity_hash($password) . "', hashtype=1 WHERE username = '" . serendipity_db_escape_string($username) . "'");
echo "Password sent.";

Damit funktioniert die Passwortänderung und ich konnte meinen Blog (seit ca. 30 Minuten) wieder bedienen.

Mir stellt sich die Frage, wie so etwas sein kann? Ich habe nun das Gefühl, dass Serendipity mich unter Kontrolle hat und nicht umgekehrt. Es kann nicht sein, dass ich plötzlich von einem Tag auf den anderen (am Freitag konnte ich noch bloggen) aus meinem Blog ausgesperrt werde. Als Version setze ich auch eine recht aktuelle (wenn auch nicht die neueste) Version 1.5.3 ein.

In Zukunft werde ich vorerst Freunden S9Y nicht mehr empfehlen, bis das Thema nicht wirklich geklärt ist.

Call for Papers für die Ubucon verlängert

Die Anmeldung zur Ubucon ist ja seit Mitte Juli möglich; der Call for Papers, also der Aufruf nach Vorträgen und Workshops, bereits seit März dieses Jahres.

Eigentlich lief die Frist zur Einreichung von Vorträgen am 15. August ab, wurde aber nun bis zum 15. September verlängert. Gründe werden keine genannt, ich rate einfach mal, dass es noch zu wenig Vorträge gibt. Das wäre natürlich schade, wobei ich als Teilnehmer auch nichts dagegen habe, wenn nicht immer gleichzeitig vier Vorträge laufen, an denen ich dann auch noch interessiert bin. Gegebenenfalls liegt ein zu geringe Teilnahme (das wird man dann an den Besucherzahlen sehen) auch an der gewählten Örtlichkeit im östlichsten Winkel Deutschlands (Leipzig).

Kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle aber an das PR-Team der Ubucon: Mich wundert etwas, dass ich weder auf der Ubucon-Seite noch auf Ikhaya (in meinen Augen immer noch die deutschsprachige Anlaufstelle für Ubuntu-relevante News) etwas von der Verlängerung lesen kann. Gerade dort hätte ich die Information gesucht. Jungs und Mädels, wenn nur einzelne Stellen darüber berichten, kann das Wort nicht von der Masse verbreitet werden. Zum Glück lese ich ja die News beim Linux-Magazin.

Also wer noch etwas vortragen will, sollte sich schnell anmelden und seinen Vortrag einreichen. Meinen Vortrag stelle ich die kommende Tage auch endlich online.

Nachtrag zum Programmierwettbewerb bei Linux-Magazin

Der Programmierwettbewerb beim Linux-Magazin, über den ich berichtete, scheint sehr erfolgreich zu sein. Fast 1000 Teilnehmer haben ihre Bots bereits testen lassen. Der Server wurde aufgrund des Ansturms auch neu geschrieben, da der alte oft überlastet war.

Es gibt ja einige Leute. die bereits teilnehmen. Mich hätte es zwar auch interessiert, aber ich bin ja mit einem eigenen Programmierwettbewerb für freiesMagazin beschäftigt.

Und auch, wenn ich mir mehr Teilnehmer als beim letzten Wettbewerb wünsche, wären 1000 der Overkill. Da müsste ich dann wohl zwei Jahre Urlaub einreichen, um das alles testen zu können. ;) Dennoch freue ich mich darauf, wenn das Progrämmchen endlich fertig ist und auf die Menschheit losgelassen werden kann …

Free Music Charts August 2010

Diese Woche hat darkerradio wieder die Free Music Charts des Monats August vorgestellt.

Die Musik wird im Podcast ausführlich vorgestellt und die Top 15 des aktuellen Monats plus die Neuvorstellungen abgespielt. Auf der Webseite kann (und soll) jeder Hörer seine fünf Lieblingssongs wählen, damit die Charts nächsten Monat wieder mit guter Musik gefüllt sind.

Es gibt bei den gespielten Liedern viele gute Stücke zu hören. Alle Lieder unterliegen einer bestimmten Creative-Commons-Lizenz und können meist bei Jamendo heruntergeladen werden. Der Stil reicht dabei im übrigen von Electro über Pop, Rock, Metal und sonstige Musikrichtungen. Wenn was Gutes dabei ist, kann man den Künstlern auch eine Vergütung zukommen lassen.

Winter Wood

Titel Winter Wood
Autor Steve Augarde
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Corgi, 2009
Seitenanzahl 504

Vor einem Jahr traf die zwölfjährige Midge auf die kleinen Leute, die im Wald lebten. Damals hatte sie keine guten Erfahrungen gesammelt, da einige Mitglieder des Ickri-Stammes sie töten wollten. Nun steht es um die einzelne Stämme der Various nicht besser. Zwischen Ickri und Tinkler entsteht ein Machtkampf. Die beiden Stammeshäupter wollen in Besitz des Touchstones, welcher von den Ickri gehütet wird, und des Orbis kommen, welchen Midges Groß-Groß-Tante Celandine für die Tinkler aufbewahren sollte. Midge soll den Orbis nun wieder beschaffen, damit die Various wieder ins Elysium zurückkehren können. Dabei hat sie keine Ahnung, wo und ob Celandine überhaupt noch lebt. Und selbst dann ist ungewiss, ob sie das Relikt nach über 80 Jahren noch hat.

„Winter Wood“ ist der abschließende Teil der Various-Trilogie und schließt die Verbindung zwischen Midge und Celandine. Das Buch liest sich gewohnt gut, enthält viel Spannung und einige interessante Wendungen.

Sprachlich ist das Buch meistens gut verständlich, auch wenn die Various einen sehr eigenen Slang haben, in den man aber mit der Zeit hineinfindet.

Von meiner Seite gibt es eine klare Empfehlung für das Buch. Man sollte die ersten beiden Teile aber unbedingt gelesen haben, bevor man sich an „Winter Wood“ macht.

Zwetschgenkuchen

Rezept Zwetschgenkuchen
Zutaten 2 kg Zwetschgen
250 g Quark
8 EL Öl
8 EL Milch
8 EL Zucker
1 Ei
1 Päckchen Backpukver
500 g Mehl
etwas Semmelmehl, Zimmt und Zucker
Zeit 2 Stunden

Eigentlich gehört ein Hefeteig unter Zwetschgenkuchen. Dieser ist aber aufwändig und ein Quarkölteig tut es auch. Daher Quark, Öl, Milch, Zucker und das Ei in einer Schüssel gut verrühren. Dann das Mehl und das Backpulver zugeben und alles gut verkneten. Entweder mit Knethaken oder mit den Händen – wem das klebrige Zeug nix ausmacht. Den Teig dann auf einem (am besten hohen) Blech ausrollen oder man nimmt eine Springform.

Die Zwetschgen entsteinen und längs halbieren. Die halbe Zwetschge dann noch einmal längs einschneiden, sodass man zwei Viertel erhält, die noch ein Stück zusammenhängen.

Den Teig mit etwas Semmelmehl bestreuen (der soll später den Saft aufsaugen) und dann die Zwetschgenhälften geordnet auf den Teig stellen. Das ganze dann je nach Wunsch ordentlich mit Zimt und Zucker (vorher in einer Tasse mischen) bestreuen.

Der Kuchen wird im Ofen bei 180° C ca. 45 Minuten gebacken, ggf. auch etwas länger, wenn der Boden noch nicht gut aussieht.

Achtung: Die Zwetschgen lassen sehr viel Saft. Wer ein zu niedrigeres (oder einfach nur ein undichtes) Blech nimmt, dem wird der Saft überlaufen und dann schön den Backofenboden versauen.

Zwetschgenkuchen

Estragonsenf-Putenschnitzel mit Möhren

Ein sehr einfaches und schnelles Gericht mit einem komplizierten Namen …

Rezept Estragonsenf-Putenschnitzel mit Möhren (3 Personen)
Zutaten 3 flache Putenschnitzel
5 Möhren
1 Grapefruit
150 g Creme fraiche
3 TL Senf
Estragon (gerebelt), Senf, Pfeffer
Margarine, Alufolie
Zeit 30 min

Die Möhren putzen. Dann zwei Möhren mit einem Hobel in sehr feine Scheiben schneiden (ggf. einfach raspeln). Die restlichen drei Möhren mit dem Messer in etwas gröbere Scheiben schneiden (ggf. halbieren oder vierteln, wenn die Möhre zu dick ist).

In einer kleinen Schüssel 2 ½ TL Senf mit 4 TL Creme fraiche verrühren. Etwas Estragon (es geht auch frischer gehackter), Salz und Pfeffer dazu geben. Das Ganze gut verrühren.

Die Putenschnitzel flach klopfen und jeweils halbieren, sodass man sechs Schnitzelchen erhält, von denen jeweils zwei gut aufeinander passen.

Drei große Stück Alufolie abreißen und die Mitte etwas mit Margarine einschmieren. Auf diesen Fleck jeweils ein Schnitzel der obigen drei Paare legen. Darauf mit einem Löffel jeweils 1/6 der Senf-Creme-fraiche-Mischung geben und verstreichen. Darauf die feinen Möhrenscheibchen legen, gerne auch zweilagig. Darauf dann die restliche Senf-Mischung verstreichen und das passende Schnitzel als Deckel legen. Man sollte nun also eine Art „Schnitzel-Sandwich“ haben mit den Schichten Schnitzel, Senf-Mischung, Möhrenscheiben, Senf-Mischung, Schnitzel.

Die Grapefruit in recht dicke Scheiben (so ca. 1 cm) schneiden, die Schale entfernen und jeweils eine Scheibe auf das Schnitzel-Sandwich legen. Dann die Alufolie rundherum nach oben leicht zusammendrücken, sodass kleine „Geschenkpakete“ entstehen.

Die drei Aluhäufchen auf einem Backblech bei 200 Grad ca. 20 Minuten garen lassen.

Währenddessen die restlichen Möhren in einen kleinen Topf mit etwas Gemüsebrühe geben und kochen, bis die Möhren bissfest sind. Dann die restliche Creme fraiche, den restlichen halben Teelöffel Senf und noch etwas Estragon und Salz dazu geben. Alles gut verrühren, aufkochen und ggf. andicken.

Ich habe mir dazu Kroketten gemacht.

Estragonsenf-Schnitzel

Radtour durch Hessen

Radtour – Vorbereitung

Planung ist das A und O einer guten Tour – jedenfalls könnte man das denken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwar gut ist, vorher zu schauen, wo man langfährt, dennoch sollte man sich Ausweichrouten parat halten, die man spontan einschlägt.

Geplant habe ich die Routen zuvor mittels OpenRouteService.org bzw. dem neuen Routing von OpenStreetMap. Dabei erreichten beide Dienste aber nie optimale Ergebnisse. Ich habe daher sehr oft Wegpunkte auf Radwege gesetzt, die ich unbedingt nutzen wollte. Die einschalte OSM-Radkarte war dabei sehr hilfreich. Zusätzlich hatte ich nebenbei immer mein Navi dabei liegen, weil mir nur dieses auch die Beschaffenheit der Wege anzeigt. Ich finde es schade, dass keiner der beiden Dienste das kann. (QLandkarteGT gibt es leider erst in Ubuntu 10.04, welches ich noch nicht installiert habe. Das kann das nämlich auch.)

Nach dem Export der GPX-Tracks habe ich mir diese auch noch einmal im Höhenprofil über GPS Visualizer angeschaut, um zu prüfen, ob nicht aus Versehen einige unüberwindbare Achttausender auf dem Weg liegen. ;)

Zum Schluss habe ich mir zur groben Übersicht noch die Teilstücke der OSM-Karte, die ich brauchte, über bigmap ausgedruckt und den Weg per Hand grob eingezeichnet. So hatte ich unterwegs immer eine schnelle Übersicht und musste nicht auf dem Navi endlos hinauszoomen.

Neben meinem Garmin Oregon 450 und den o.g. ausgedruckten OSM-Karten hatte ich natürlich auch noch einige normale Radkarten dabei. Ich habe mich auf die Empfehlung eines Freundes für die ADFC-Radkarten vom Bielefelder Verlag entschieden. Hier haben nämlich exakt zwei Karten ausgereicht, um das Gebiet vom Start (bei Stuttgart) bis zum Ziel (bei Kassel) zu umfassen.

Radtour – Tag 1

Losgefahren bin ich am Sonntag, den 8. August, gegen 9 Uhr. Es hat zwar leicht genieselt, aber es gibt ja Schlimmeres (siehe unten).

Start
So ging's los mit leichtem Gepäck.

Die erste Enttäuschung erlebte ich auf dem Hardtsteinweg bei Sonnenberg, denn hier zeigte sich ein Nachteil meines Navigationsgerätes. Dieses zeigt zwar bei der Planung an, welche Beschaffenheit ein Weg hat – aber nur, wenn der Weg keinen Namen hat. Ich ging irgendwie davon aus, dass Wege mit eingetragenen Namen einigermaßen gut befahrbar sind. Leider war der Hardtsteinweg ein echter Waldweg und nach dem Regen sehr matschig.

Gegen Mittag tauchte die Sonne wieder auf und ich konnte die Weinhänge von Mühlhausen und Roßwag genießen. Nördlich von Roßwag gibt es auch einen schönen Aussichtspunkt, an dem gut Rast machen kann.

Ich hab aber noch ein Weilchen gewartet und erst in Sternenfels am Sandbauernmuseum etwas gegessen. Im Wasserturm auf dem Berg finden sich einige Informationen darüber. Den Turm kann man auch bis ganz nach oben gehen, um die Aussicht zu genießen.

Sternenfels
Steintafeln im Wasserturm von Sternenfels.

Leider zogen dann Wolken auf und ab ca. 13 Uhr regnete es in etwa eine Stunde lang. Aus dem Grund habe ich auch nirgends mehr angehalten, auch wenn es in der Nähe von Mühlbach ein paar Hügelgräber gibt, die ich mir gerne angeschaut hätte.

Die dritte Rast gab es dann – nachdem die Kleidung wieder trocken war – im Burgrestaurant Steinsberg in Weiler. Auch hier gibt es wieder einen schönen Turm, von dem man die Aussicht genießen kann.

Steinsberg
Die Burg bei Weiler.

Gegen 16 Uhr bin ich dann in Neckargemünd angekommen. Direkt an der Hauptstraße habe ich ein Bett&Bike-Schild gesehen, was zur Café-Pension Filsinger gehörte, in dem ich preisgünstig für 38 Euro ein Dreibettzimmer ergattern konnte. Der Service in der Pension ist erstklassig, kann ich also nur empfehlen.

Wer ein schönes Plätzchen sucht, findet an der Mündung der Elsenz, wo diese in den Neckar fließt einige Parkbänke. Ein kurzer Lauf durch die Altstadt lohnt sich auch. Zum Essen war ich in der „Alten Scheune“, die ich ebenfalls empfehlen kann. Von allen Städtchen und Orten hat mir Neckargemünd eindeutig am besten gefallen.

Zurückgelegt habe ich an dem Tag gute 95 km.

Radtour – Tag 2

Am Montag ging es pünktlich 9 Uhr wieder los nach Heidelberg und dann von dort aus Richtung Norden die Bergstraße entlang. Der Radweg an der Straße lässt sich zwar gut fahren, aber ständig neben den Autos ist echt nicht das Wahre.

Heidelberg
Irgendein Gebäude am Neckar in Heidelberg.

Die erste Rast habe ich im Schlosspark in Weinheim gemacht. Im Exotenhaus findet man zahlreiche exotische Vogelarten, die man anschauen kann. Den Weg zur Burgruine habe ich aber nicht auf mich genommen, da die Tour mit über 100 Kilometer noch eine Weile gehen sollte.

Schlosspark Weinheim
Der Schlosspark in Weinheim.

Okay, ein bisschen Aussicht musste sein, also habe ich die zweite Pause auf dem Schloßberg von Heppenheim bei der Starkenburg eingelegt. Oben war es zwar schön, die Hochfahrt war aber eine Katastrophe. Der Weg hinauf führt nur über grobe Pflastersteine, die sich sehr bescheiden fahren lassen. Ab der Mitte gibt es zwar einen geteerten Weg, dennoch habe ich das Rad fast bis hinauf nur geschoben.

Starkenburg
Die Starkenburg bei Heppenheim.

Eigentlich war angedacht, dass ich an dem Tag durch Darmstadt bis nach Langen (Hessen) fahre. Da am nächsten Tag aber ein kleiner Hügel auf mich wartete (siehe unten), bin ich in Pfungstadt westlich abgebogen und weiter bis nach Hochheim am Main in der Nähe von Mainz gefahren.

Das Städtchen hat viele verwinkelte Gassen, die man sich ruhig einmal ansehen kann. Nachteilig ist, dass der Ort in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens liegt und man damit ca. jede Stunde ein Flugzeug landen oder starten hört. Untergekommen bin ich im Hotel Rheingauer Tor für 50 Euro die Nacht, was ganz okay war.

Von Neckargmünd bis Hochheim waren es dann auch stolze 115 km, am nächsten Tag sollten es dafür weniger werden.

Radtour – Tag 3

Am Dienstag stand der Limes-Radweg auf dem Programm. Diesen habe ich bei Wildpark/Engenhahn das erste Mal befahren, zuvor stand aber ein Rast am Jagdschloss Platte an. Dort gibt es auch ein kleines Restaurant mit Biergarten.

Der Limes-Radweg führt schön durch den Taunus, was einiges an Auf und Ab bedeutet. Prinzipiell ist das nicht falsch. Wenn der offizielle Radweg aber nur aus groben Schottersteinen besteht und das bei einer großen Steigung, finde ich das sehr fragwürdig. Ich weiß nicht, wer es schafft, den Radweg ab Glashütte zum Feldberg mit dem Rad zu fahren, ich habe jedenfalls einige Kilometer geschoben.

Feldbergkastell
Ein römisches Kastell am Limes (Nähe Feldberg).

Glücklicherweise gab es recht weit oben das Gasthaus Rotes Kreuz, an dem ich erst einmal Halt machen musste. Danach habe ich mein Rad bis zum Feldberg hoch weiter geschoben. Der Feldberg ist sehr schön, aber ich empfehle jeden besser die Hochtaunusstraße zu fahren anstatt irgendeinen Weg durch den Wald.

Auf dem weiteren Limes-Weg bin ich dann vor der Saalburg noch östlich abgebogen, weil ich nach Bad Homburg wollte. Laut Karte gibt es einen schönen Weg (die Elisabethenschneise), der geradewegs bis in die Stadt führt. Leider ist der Name Programm und die Schneise ist wirklich nur ein gerader Pfad quer durchs Gehölz. Teilweise kann man ihn zwar befahren, ich musste aber sehr oft rechts und links ausweichen. Leider scheint es in der Gegend aber wirklich keinen einzigen geteerten Weg zu geben, den ich hätte nehmen können. Einzig die L3004 wäre eine gute Lösung gewesen, was ich aber zu spät gesehen habe.

Feldberg
Aussicht vom Feldberg.

In Bad Homburg habe ich mich mit Freunden getroffen und Minigolf gespielt. Danach bin ich Abends weiter nach Bad Nauheim, weil ich dort bei einer Freundin übernachten konnte.

Eigentlich waren für den Tag nur 85 Kilometer angesetzt, es sind im Endeffekt aber 105 km daraus geworden.

Radtour – Tag 4

Der vierte Tag war wohl der ereignisloseste. Das Land Richtung Norden ist recht flach, es gibt landschaftlich kaum etwas zu sehen. Halt gemacht habe ich einmal an einem See bei Bellersheim und dann später noch einmal an einer Grillhütte hinter Laubach.

Ansonsten ging die Fahrt ohne große Vorkommnisse weiter bis nach Alsfeld. Man merkte an der Stelle langsam auch, dass OpenStreetMap noch Hilfe braucht. Nicht alle Wege in Nordhessen sind eingetragen, in Alsfeld fehlen einige Hotels und andere wichtige Läden oder Restaurants.

Aber auch der Bett&Bike-Katalog war veraltet, sodass die Pension, in der ich übernachten wollte, gar keine Radgäste mehr aufnimmt. Dafür konnte ich dann aber im Hotel Klingelhöffer unterkommen, die sogar einen Schuppen für mein Rad hatten.

Wetter
Dieses Wetter zog glücklicherweise an mir vorbei.

Weil ich noch etwas Zeit hatte, bin ich Abends durch die Altstadt gelaufen, denn diese ist auch in Alsfeld sehr schön. Begeistert war ich vom Buchladen am Rathaus (der genauso heißt), in dem man schön stöbern kann, da die Bücher hier wirklich gestapelt vom Boden bis zur Decke reichen und nicht fein säuberlich in irgendwelche Regale einsortiert sind.

Die Strecke an dem Tag hat nur 85 km beansprucht, was aber abzusehen war, da ich den Tag davor ja etwas mehr gefahren bin.

Radtour – Tag 5

Am letzten Tag der Tour bin ich gegen 9 Uhr in Alsfeld losgefahren. Der Radweg verläuft eigentlich immer an der B254 entlang. Kurz halt gemacht habe ich am Silbersee in Frielendorf.

Silbersee
Der Silbersee in Frielendorf.

Gegen 12 Uhr und 50 km später bin ich dann am Ziel angekommen. Am nächsten Tag auf dem Weg zum Bahnhof hat sich aber wieder gezeigt, dass die OpenStreetMap-Karten in Nordhessen verbesserungswürdig sind. Bei meinen Eltern im Ort ist gerade einmal die Hauptstraße eingezeichnet gewesen, der Radweg fehlte ganz (ist inzwischen aber in OSM drin). Ein kleines Örtchen, durch das ich gefahren bin, war (und ist) aber nicht einmal in der Karte verzeichnet. (Interessanterweise kann man nach dem Ort aber suchen und er wird auch gefunden. Es werden dort aber keine Straßen und auch keine Häuser angezeigt.)

Am Samstag waren es dann mit dem Weg zum Bahnhof noch einmal um die 20 Kilometer.

Radtour – Fazit

Die Radtour hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich mir bei meinem Spaziergang den Feldberg hoch die Achillessehne etwas entzündet habe (und danach etwas vorsichtiger fahren musste). Die 420 Kilometer in den fünf Tagen waren ein gutes Pensum, wie ich finde. Nicht zu viel, nicht zu wenig. So musste ich mich nicht abhetzen und konnte mir zwischendurch auch mal die ein oder andere Sehenswürdigkeit anschauen.

Nächstes Jahr werde ich eine solche Tour sicherlich wiederholen. Mal schauen, wo ich dann hinfahre.

Hier nochmal die gesamte Tour im Überblick:

Radtour
(Bild stammt von OpenRouteService.org, Lizenz CC-BY-SA-2.0)