Skip to content

Sintel

Titel Sintel
Genre Animation, 2010
Sprecher Halina Reijn, Thom Hoffman
Regisseur Colin Levy
Länge 15 min
Trailer Englisch

Lange hat es gedauert, bis der Open-Source-Film Sintel der Blender Foundation fertig war. Und noch länger hat es gedauert, ehe die vorbestellbaren DVDs versandt wurde. Nun liegt ein Exemplar zur Rezension vor.

Sintel-Cover

Titelbild für das Magazin „3D World“. (C) Blender Foundation (CC-BY-3.0)

Ein paar Hintergrundinformationen

Blender ist ein Open-Source-Programm zur Erstellung von 3-D-Modellen. Mit Hilfe der Software wurden in

der Vergangenheit bereits großartige, freie Filme wie Elephants Dream und Big Buck Bunny erstellt.

Im Mai 2009 rief das Blender-Projekt erneut zum Mitmachen auf. Unter dem Codenamen Durian (Die Blender-Projekte erhalten immer Früchte als Codename.) wurde nur die Informationen gestreut, dass es sich um einen Film für junge Erwachsene handelt, welches in einem Fantasy-Szenario spielt und ein Mädchen als Protagonistin hat.

Ende Juni stand dann das vorläufige Team fest und der Vorverkauf der DVDs startete Ende Juli. Bis dato war immer noch nicht bekannt, um was es sich bei Durian für einen Film handeln wird. Die Macher waren also stark auf die Unterstützung der Community angewiesen, ohne zu verraten, um was es geht. Die Rechnung ging am Ende auf, es gab 1700 Vorbestellungen bis zum Stichtag 15. September 2009. Wer bis dahin die DVD vorbestellte, wurde am Ende des Films in den „Credits“ erwähnt. Daneben wurde das Projekt aber auch von der Niederländischen Filmförderung und Firmen wie DivX finanziell unterstützt.

Ende Oktober 2009 wurde der offizielle Name des Filmes bekannt gegeben: Sintel. Auch die finale Charakterzeichnungen der gleichnamigen Heldin wurden damals veröffentlicht. Allgemein ist positiv zu erwähnen, dass das Durian-Team die ganze Produktionszeit über ihr Publikum immer gut informiert hielt. In den anderthalb Jahren von Ankündigung bis zur Auslieferung der DVDs gab es im Blog fast 200 Postings, die Konzeptzeichnungen, Animationen und kleine Vorschauen auf den Film zur Verfügung stellten.

Auch wenn es im Blog der Entwickler immer Updates gab, waren alle auf den offiziellen Sintel-Trailer gespannt, der im Mai 2010 veröffentlicht wurde. Die Reaktionen darauf waren meist positiv und der Premiere auf dem Niederländischen Filmfestival Ende September 2010 stand nur wenig im Weg.

Am 1. Oktober 2010 war es soweit: Sintel wurde veröffentlicht. Auf der Downloadseite kann man sich den Film auf YouTube anschauen oder direkt als DivX, MP4 oder OGV herunterladen. Dabei stehen auch Untertitel für verschieden Sprachen zur Verfügung. Auf YouTube hatte der Film nach einem Monat fast die Zwei-Millionen-Marke erreicht. Ein echter Erfolg für die Macher des Films.

Am 23. Oktober 2010 waren dann auch die DVDs versandfertig und wurden an die bis dahin 3300 Vorbesteller ausgeliefert, sodass diese auch endlich in den Genuss des Filmes kommen konnten (soweit sie wirklich solange warten wollten).

Sintel-Portrait

Konzeptzeichnung: Sintel. (C) Blender Foundation (CC-BY-3.0)

Der Film

Wie oben bereits erwähnt, richtet sich Sintel eher an junge Erwachsene und ist dadurch auch wesentlich düsterer als die Vorgängerfilme Elephants Dream und Big Buck Bunny.

Sintel ist ein junges Mädchen, welches in den Slums der Stadt Ishtar aufwächst. Eines Tages trifft sie auf ein verletztes Drachenbaby, welches Sintel gesund pflegt. Die zwei sind nicht mehr zu trennen, bis ein großer Drache erscheint und den kleinen Scales getauften Drachen entführt. Mutig tritt Sintel die lange Reise an, um Scales zu retten.

Der 15-minütige Kurzfilm schafft es trotz der kurzen Laufzeit eine epische Geschichte zu erzählen, indem er sich auf die wichtigen Dinge wie Charaktere konzentriert. Auch wenn Sintel im Film von Ishtar aus durch die Wüste und Dschungel bis hin zu schneebedeckten Bergen reist, sind diese Szenen meist sehr kurz und hätten ansonsten den Rahmen des Projektes gesprengt.

Im Film gibt es nur zwei Darsteller mit Sprechrollen: Zum einen natürlich Sintel, die von Halina Reijn gesprochen wird. Daneben gibt es noch einen Schamanen, gesprochen von Thom Hoffman, auf den Sintel am Anfang des Films trifft. Beide beherrschen ihre Rollen überaus gut und sowohl die schönen, wie auch die traurigen Momente des Films werden emotional zum Zuschauer herübergebracht.

Dadurch, dass es wenig Sprechpassagen gibt, ist die Musik zur Untermalung im Film natürlich umso wichtiger. Jan Morgenstern hat mit dem Score (so bezeichnet man untermalende Musik in einem Film ohne Gesang) hervorragende Arbeit geleistet, wovon sich jeder selbst überzeugen kann, da die Musik als EP zum Download bereit steht. Ebenso herausragend ist das offizielle Lied zum Film, welches im Abspann zu hören ist. Die deutsche Sängerin Helena Fix steuert den Song „I Move On“ bei, den man ebenfalls auf YouTube finden kann.

Ganz im Zeichen von Freier Software wird sowohl der Film als auch die Musik unter Freien Lizenzen veröffentlicht. Der Film (und das meiste

dazugehörige Material wie Bilder, Screenshots etc.) unterliegt dabei der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-3.0, das heißt man kann Sintel auch kommerziell vertreiben und den Film verändern, solange die Blender Foundation als Urheber genannt wird. Die Musik ist etwas restriktiver und wird unter der CC-BY-NC-ND-3.0 vertrieben. Mit der Lizenz darf man die Musik des Films frei verteilen, solange man Jan Morgenstern als Urheber angibt, eine kommerzielle Verwertung oder Remixe der Musik sind dabei nicht erlaubt (wobei vor allem die zweite Einschränkung sehr schade ist).

Sintel-Konzept

Konzeptzeichnung: Babydrache Scales. (C) Blender Foundation (CC-BY-3.0)

DVD-Ausstattung

Die DVD-Box von Sintel enthält 4 DVDs. Die erste DVD enthält die NTSC-Version des Film, die für amerikanische Fernseher geeignet ist. In Europa nutzt man in der Regel die PAL-Version, die auf der zweiten DVD zu finden ist. Der Film ist auf der DVD mit Untertiteln für Englisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch, Französisch, Portugiesisch und Holländisch ausgestattet.

Als Extras findet man eine einstündige Dokumentation zum Film, in der die Macher die Entstehungsgeschichte von Sintel erzählen und über die Monate hin die Entwicklung mit Videobotschaften kommentiert haben. Daneben ist der Film auch mit zahlreichen Kommentarspuren ausgestattet, auf denen sowohl der Regisseur Colin Levy, als auch Drehbuchautorin Esther Wouda und viele andere aus dem Team zu Wort kommen. Zu guter Letzt gibt es noch drei Outtakes, die es nicht in den Film geschafft haben bzw. deren Szenen im Film verändert wurden.

Mehr Bonusmaterial findet man auf der dritten DVD. Im Ordner blender findet man eine angepasste Blender-Version, mit der Sintel erstellt wurde. Eine offizielle Version soll es dazu später aber noch auf der Webseite zum Download geben.

Der extras-Ordner enthält einige sehr interessante Filme und Grafiken. So findet man dort eine Split-Darstellung des Films, bei der Storyboard, Layout, Animation und Rendering dargestellt sind. So sieht man, wie sich der Film im Laufe der Zeit entwickelt hat. Ebenso gibt es das komplette Storyboard anzuschauen und sehr viele Konzeptzeichnungen. Was viele Blender-Fans freuen wird, sind die Tutorials, die die Entwickler zur Verfügung stellen. In etwa vier Stunden Laufzeit wird erklärt, wie man die Animationen oder Texturen für Sintel gestaltet hat. Für HD-Fans findet sich im Ordner "movie" der Film auch noch einmal in höher aufgelösten Versionen mit bis zu 2048 Pixeln.

Die vierte DVD enthält die Blender-Daten, mit dem Sintel erstellt wurde. Da nicht alles auf die DVD gepasst hat, sind auch noch einige Blender-Daten auf der PAL-DVD zu finden.

Sintel-DVDs

4 DVDs findet man in der DVD-Hülle.

Fazit

Sintel ist ein herausragender Animationsfilm, der den Stand der Technik von Blender zeigt, sich aber auch nicht vor anderen großen Studios wie Pixar und Disney verstecken muss, zumal die finanziellen Mittel kleiner sind. Bei der Produktion haben alle Beteiligten großartige Leistungen erbracht, die am Ende zu einem wirklich freien Film führten.

Lohnt sich der Kauf der DVD? Um das Blender-Projekt zu unterstützten selbstverständlich. Aber auch so erhält man für 34 Euro eine pralle Sammlung mit Zusatzmaterial, die man sich so im Netz erst einmal zusammensuchen müsste. Auch wenn die Bandbreite etwas schwach ist und man den Film trotzdem in HD sehen möchte, empfiehlt sich ein Kauf.

Sintel-Frame

Einzelner Frame aus dem Film. (C) Blender Foundation (CC-BY-3.0)

Full Circle Magazine 42 erschienen

Gestern ist die 42. Ausgabe des englischsprachigen Magazins Full Circle Magazine erschienen. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem

  • Command and Conquer: Kommandozeilenhelfer
  • Python-Programmierung – Teil 16: Unterschiede zwischen Python 2.x und 3.x
  • freiesMagazin-Programmierwetbewerb: Right2Live
  • Virtualisierung – Teil 5: Arch Linux
  • Fotos organisieren mit Shotwell
  • Review: moonOS und Kubuntu 10.10
  • Interviews: André Gondim, Vid Ayer
  • Ubuntu Games: Penumbra Overture
  • Top 5: GNOME-Alternativen
  • News, Leserbriefe und mehr

Links: Webseite, Forum und Wiki

Danke noch einmal an FCM-Chefredakteur Ronny, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, den Wettbewerb auch den englischsprachigen Lesern nähe zu bringen. Mal schauen, ob sich dadurch mehr Teilnehmer finden.

Update: Umfrage zum freiesMagazin-Programmierwettbewerb

Bei freiesMagazin gibt es eine Umfrage zum aktuellen Programmierwettbewerb, über den ich auch berichtet habe.

Nach einiger Überlegung habe ich mich gefragt, ob die Türen wirklich einen taktischen Mehrwert zum Spiel beitragen oder die Regeln nur verkomplizieren, wodurch natürlich unnötiger Programmieraufwand für die Teilnehmer entsteht. Vor allem das „schräg“ durch Türen laufen, zu denen man den Schlüssel nicht hat, ist eine etwas kompliziertere Angelegenheit.

Wenn sich die Teilnehmer (und vor allem potentiellen Teilnehmer, die sich durch die Regel abgeschreckt fühlten) gegen Türen und Schlüssel aussprechen, streiche ich die Funktion bzw. gibt es dann einfach keine Karten mit Türen und Schlüsseln im Wettbewebr. Glücklicherweise muss ich dafür keine Zeile Code anfassen und auch die Leute, die bereits angefangen haben zu programmieren, können das einfach ignorieren.

Wenn es natürlich viele Leute gibt, die diese Elemente taktisch nutzen (Verstecken in Räumen, Türen blockieren etc.), muss ich schauen, was ich mache. Wahrscheinlich bleibt dann alles so, wie es ist – und ich freue mich, dass jemand die Funktion sinnvoll einsetzt. ;)

Update: Die Umfrage ist nun beendet und als Ergebnis wurden die Türen und Schlüssel entfernt. Die „Gegner“ der Funktion waren in der Mehrheit und vielleicht bringt das ja auch den einen oder anderen neuen Beitrag dazu.

Scott Pilgrim vs. the World

Titel Scott Pilgrim vs. the World
Genre Geekfilm, 2010
Darsteller Michael Cera, Mary Elizabeth Winstead, Ellen Wong, Kieran Culkin
Regisseur Edgar Wright
Länge 112 min
Trailer Englisch, Deutsch

Der 22-jährige Scott Pilgrim (Michael Cera) hat den Trennungsschmerz von seiner Ex Envy Adams (Brie Larson) nach einem Jahr fast überstanden und sucht sich als „Zwischenlösung“ die 5 Jahre jüngere Knives Chau (Ellen Wong) aus. Die beiden haben viel gemeinsam, aber so richtig ist es keine Liebe für ihn. Da begegnet Scott seiner Traumfrau Ramona Flowers (Mary Elizabeth Winstead). Leider hat die sieben Ex-Freunde, die sich geschworen haben, jedem späteren Liebhaber Ramonas das Leben schwer zu machen. Also muss Scott alle Sieben im Kampf bezwingen, um Ramona für sich gewinnen zu können.

„Scott Pilgrim“ ist DER Film für alle Computerspiel-Geeks und Nerds. Der gesamte Streifen ist als ein großes Computerspiel aufgezogen mit Zwischensequenzen zwischen den Boss-Kämpfen. Die Story lässt sich zwar wirklich in einem Satz zusammenfassen und es gibt keine großen Wendungen im Film, dennoch wird man für fast zwei Stunden extrem gut unterhalten. Es sei angesagt, dass Scott in einer Parallelwelt lebt, in der einige Leute (oder alle?) Superkräfte haben. Dies erklärt dann auch die extrem gut choreographierten Kämpfe.

Michael Cera mimt einen super Geek, der eigentlich nur seine Band zum Leben hat. Mit seiner „Ich weiß nicht genau“-Einstellung trifft er den Nerv einer ganzen Generation. Mary Elizabeth Winstead ist eine zauberhafte Ramona Flowers, die selbst auch ihre ganzen Ex-Freunde erst einmal bewältigen muss. Klasse ist auch Scotts schwuler Zimmerkumpane Wallace Wells (Kieran Kulkin), der Scott immer mit guten Sprüchen beiseite steht.

Die Bosskämpfe der sieben Ex-Freunde unterscheiden sich alle stark, sodass man nicht denkt „Oh nein, noch ein Kampf.“ Ganz im Gegenteil freut man sich darauf, was der Regisseur Edgar Wright als nächstes für Kreatives auf die Leinwand bringt. Dass es so bunt zugeht, ist im Übrigen der Comicvorlage von Bryan Lee O'Malley geschuldet. Der Film arbeitet sehr stark mit Split-Screens, Wischeffekten und einigen aus Computerspielen bekannten Effekten.

Mein Tipp daher: Unbedingt ansehen! Ob die deutsche Übersetzung mit dem englischen Original mithalten kann, weiß ich nicht. Das erfahre ich erst in einem halben Jahr, wenn die DVD auf meinem Schreibtisch liegt. ;)

Update: Ich hab mir eben den deutschen Trailer angeschaut und … nein, bitte schaut nicht die deutsche Übersetzung. *g*

Fanta-Kleckskuchen

Heute mal wieder was Süßes ...

Rezept Fanta-Kleckskuchen
Zutaten Teig:
4 Eier
250 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
125 ml Öl
150 ml Fanta
250 g Weizenmehl
1 Pk. Backpulver
Lebensmittelfarbe nach Wunsch, Backkakao
Belag:
600 ml Schlagsahne
3 Pk. Sahnesteif
5 Pk. Vanillezucker
500 g Schmand
3 kl. Dosen Mandarinen
Zimt+Zucker
Zeit 120 min

Die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel cremig rühren. Das Öl und die Fanta dazugeben und wieder rühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver vermischen und in die Schüssel geben. Wieder gut durchrühren.

Da ich nur zwei Schüsseln einsauen wollte, bin ich für die Farbkleckse wie folgt vorgegangen: Aus der Schüssel etwas Teig auf einem Backblech groß klecksen. Dann etwas Teig in einer zweite Schüssel umfüllen und diese mit der hellsten Lebensmittelfarbe einfärben (also nicht mit Kakao anfangen!). Die fertige Masse mit einem Löffel ebenfalls auf das Blech klecksen. Die Schüssel gut auskratzen und dann mit der zweiten Farbe weitermachen. Ich habe mich für die Farben Gelb, Rot, Grün, Blau und Braun entschieden.

Kleckskuchen 1

Das vollgekleckste Blech dann bei 180° für 25 Minuten im Backofen backen. Danach herausnehmen und abkühlen lassen.

Kleckskuchen 2

Für den Belag die Sahne in einer Schüssel schlagen und mit Sahnesteif und Vanillezucker festigen. Dann den Schmand unterrühren. Die Mandarinen aus der Dose abtropfen lassen und mit einem Löffel unter die Masse heben. Diese dann auf den erkalteten Kuchen streichen.

In einer kleinen Schüssel etwas Zimt und Zucker mischen. Mit einem Löffel kleine Wellen auf den Kuchen zaubern (also einfach nach Belieben Löcher reindrücken) und Zimt-Zucker darüber streuen. Den fertigen Kuchen sollte man am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Kleckskuchen 3

Kleckskuchen 4

Gefälschte Abmahnmails im Umlauf

Heutzutage wird man ja leichter für irgendwie Urheberrechtsverletzungen abgemahnt als man „nicht schuldig“ sagen kann. Derzeit macht sich das jemand zunutze und verschickt im Namen von Rechtsanwalt Florian Gieße Abmahnmails. Dass solche E-Mails gültig sein können, hat das LG Hamburg Anfang des Jahres klar gemacht. Im aktuellen Fall handelt es sich um eine Fälschung, wie auch die Kanzlei Giese darauf hinweist.

Wer also eine E-Mail bekommt, in der er 100 Euro per Ukash überweisen soll, bitte die E-Mail löschen und kein Geld überweisen. Dass es sich bei der E-Mail um Spam handelt, erkennt man zum einen daran, dass man sie ggf. mehrfach über verschiedene Mailkonten bekommt und zum anderen, dass die Antwortadresse so etwas wie blenchesjln1@renaissancechicagons.com ist (also nicht ansatzweise dem eigentlichen Absender entspricht).

„Film“ von der Ubucon 2010

Volkmar hat auf der Ubucon 2010 fleißig gefilmt und den „Film“ nun veröffentlicht. Film in Anführungszeichen, weil die Kamera 'nen kleinen Hau weg hatte und somit nur Standbilder produzierte. Effektiv ist der Film nun also eine Slideshow mit Musik, aber dennoch ganz nett anzuschauen. :)

Das Video steht auf YouTube und auch in der Dropbox per OGV-Download bereit.

(Ich könnte ja jetzt wieder Spielverderber sein und von wegen Persönlichkeitsrecht und Recht am eigenen Bild anfangen, aber naja. Da nirgends mein Name auftaucht, weiß auch niemand [der mich nicht persönlich kennt], ob und wo ich zu sehen bin.)

Free Music Charts Oktober 2010

Diese Woche hat darkerradio wieder die Free Music Charts des Monats Oktober vorgestellt.

Die Musik wird im Podcast ausführlich vorgestellt und die Top 15 des aktuellen Monats plus die Neuvorstellungen abgespielt. Auf der Webseite kann (und soll) jeder Hörer seine fünf Lieblingssongs wählen, damit die Charts nächsten Monat wieder mit guter Musik gefüllt sind.

Es gibt bei den gespielten Liedern viele gute Stücke zu hören. Alle Lieder unterliegen einer bestimmten Creative-Commons-Lizenz und können meist bei Jamendo heruntergeladen werden. Der Stil reicht dabei im übrigen von Electro über Pop, Rock, Metal und sonstige Musikrichtungen. Wenn was Gutes dabei ist, kann man den Künstlern auch eine Vergütung zukommen lassen.

Update: Rückblick: Ubucon 2010 in Leipzig

Die diesjährige Ubucon 2010 fand in der schönen ostdeutschen Stadt Leipzig statt. Sehr zentral gelegen im Seminargebäude der Universität konnte das deutschsprachige Publikum über 40 Vorträge und Workshops besuchen und mitunter selbst mitgestalten. Der Artikel gibt einen kleinen Einblick in das Geschehen vor und hinter den Kulissen.

Freitag, 15.10.2010

Offiziell begann die Ubucon am Freitag, den 15.10.2010, gegen 16 Uhr mit der Begrüßung der Teilnehmer. Natürlich mussten alle Helfer vorher die Räume einrichten, für Essen und Getränke sorgen und die Anmeldeschilder vorbereiten, damit man den Ansturm an Zuhörern gewachsen war. Dieser war am Freitag aber noch relativ zurückhaltend, schließlich gab es bis auf die Begrüßung und die Lightning Talks kein wirklich offizielles Programm.

Dass es am Freitag keine Vorträge gab, lag daran, dass die Besucherzahlen am Freitag Nachmittag im Vergleich zu Samstag oder Sonntag grundsätzlich sehr gering ausfallen. Die Veranstalter fänden es schade, wenn ein Referent vor fast leerem Saal einen Vortrag hält. Bei der Argumentation beißt sicht die Katze aber natürlich selbst in den Schwanz, denn ohne den Anreiz eines Vortrages am Freitag ist es klar, dass auch keine Zuhörer kommen.

Die „Lightning Talks“ haben ihren Namen leider nicht verdient. Zum einen gab es laut dem Vorstandsvorsitzenden Dirk Deimeke des Ubuntu Deutschland e.V. keinerlei Einreichung für die Blitzvorträge. Immerhin ein Freiwilliger hat sich mit Thomas Jensch gefunden, der über seine Arbeit bei der Free Software Foundation berichtete.

Ab 18 Uhr gab es eine sehr gute Stadtführung, die von Ellen geleitet wurde. Bei der circa anderhalbstündige Wanderung durch die Leipziger Innenstadt erfuhr man sehr viel über die Geschichte und die diversen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Tour endete im Frizz Karli, in dem sich später alle bereits angereisten Teilnehmer zum Social Event trafen.

Leipzig Neues Rathaus

Das neue Rathaus in Leipzig bei Abenddämmerung.

Samstag, 16.10.2010

Die Arbeit der Helfer begann am Freitag gegen 8:30 Uhr, denn nun wurde ein großer Teil der 253 im Vorfeld angemeldeten Besucher erwartet. So musste auch der Schrei der ersten Gäste nach Kaffee etwas gedämpft werden, da die (Kaffee)Mühlen leider etwas langsam mahlten.

Gegen 9 Uhr starteten die ersten „richtigen“ Vorträge. Der vierstündige Workshop über Python von Stefan Schwarzer und auch der Vortrag über Hardwareproblematik von Christian Perle waren sehr gut besucht. Etwas anders sahen die Hardwareprobleme bei dem Vortrag „Installation und Einrichtung von Ubuntu“ von Thomas Laube aus, denn es fehlte ein Beamerkabel. So konnte der Referent die Installation nur schwer an seinem Rechner vorführen, was dem Vortrag nicht zugute kam.

Einen Einblick in Gambas gab es um 10 Uhr von Hans Lehmann. Mit einer Stunde war der Vortrag leider nur eine sehr kurze Einführung und gab mehr einen Überblick über das, was man mit Gambas prinzipiell machen kann, als wirklich die Sprache vorzustellen. Vor allem für alle programmierwütigen Zuhörer, die Gambas gar nicht kannte, war es eine kleine Enttäuschung, kaum eine Zeile Code zu sehen. Der Name der Veranstaltung war also leider nicht Programm.

Danach hatte ich keine große Wahl als mich in die praktische Einführung in Tcl zu setzen, da ich den Workshop leitete. Die Besucherzahl war mir sieben Teilnehmer sehr übersichtlich, dafür konnte aber auch auf spezielle Fragen und Probleme eingegangen werden. Die Teilnehmer lernten in den zwei Stunden die grundlegenden Tcl-Befehle und -Konstrukte kennen.

Nach der Mittagspause stand für mich kein interessantes Programm an, weswegen ich von Vortrag zu Vortrag sprang und zwischendurch am Anmeldestand mit aushalf. Vor allem die nicht gut funktionierende Internetverbindung (entweder war keine Anmeldung möglich oder die Verbindung wurde schnell wieder getrennt) sorgte bei einigen Messeteilnehmer für etwas Frust, wodurch auch ich mir die Zeit nicht mit (Internet)Arbeit vertreiben konnte.

Auch RadioTux war auf der Ubucon und zeichnete dort vor Live-Publikum die 109. Folge auf. Prinzipiell war es interessant zu sehen, wie (geordnet chaotisch) so eine Sendung abläuft. Schade war aber, dass die Zuhörer so wenig einbezogen wurden. Auch RadioTux arbeitet sicher nicht oft mit echtem Publikum, da wäre eine Integration der Zuhörer in die Sendung schon schön gewesen. Bis auf das Klatschen am Anfang und etwas Zeichensprache während des Sendung war keine Interaktion mit den Moderatoren möglich.

Ab 17 Uhr sollte eigentlich ein Vortrag von Pofacs-Macher Mario Heide über Audacity folgen. Dieser musste leider am Vortag wegen persönlicher Gründe absagen. Was daran extrem blöd war, ist die Tatsache, dass die Organisatoren bereits am Morgen wussten, dass der Vortrag ausfällt, die Zuhörer des Vortrags aber nicht darüber informierten. Diese mussten sich selbst erst informieren, ob der Vortrag ausfällt bzw. sind nach einiger Zeit ohne Referent einfach gegangen.

Ab 18 Uhr gab es ein abschließendes Quiz. Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es viele Zuhörer (circa 20), den Fragen in einem Mann-gegen-Mann-Wettbewerb (bzw. am Ende auch Frau-gegen-Frau) wollten sich aber nur Wenige stellen. So konnten auch diesmal wieder einige Preise nicht verteilt werden. Das Quiz war gut gemacht: Die zwei Kontrahenten konnten sich abwechselnd eines aus drei zufälligen Themengebieten (wie „Rund um Ubuntu“, „System“, „GNOME“ etc.)aussuchen. Die Frage, die danach erschien, musste (mehr oder weniger) korrekt beantwortet werden. Einzig der Schwierigkeitsgrad der Fragen variierte zu stark. Wurde man einmal gefragt, wie das Linux-Maskottchen aussieht, war die nächste Frage, welches die aktuelle Entwickler-Kernelversion ist.

Das Social Event sollte außerhalb der Innenstadt im Beyerhaus stattfinden, welches den Ansprüchen einiger Besucher (unter anderem meinen) aber nicht genügte (sowohl von der Atmosphäre als auch von der Bedienung). Aus dem Grund haben sich bereits nach wenigen Minuten einige Grüppchen herausgelöst und bessere Lokalitäten wie z.B. das Barfusz, das Spizz (beide in der Innenstadt) oder das Volkshaus gesucht, um den Abend zu verbringen.

Leipzig Altes Rathaus

Das alte Rathaus

Sonntag, 17.10.2010

Der Sonntag begann wie der Samstag mit neuen Teilnehmer, die sich die Vorträge anhören wollten. Einer dieser Vorträge war die „Ubuntu Basis-Installation“. Da der Referent Timo Denissen seine Stimme verloren hatte, durfte ich als Ersatz den Vortrag halten. Vor fünf Teilnehmern wurde die Installation des aktuellen Ubuntu 10.10 „Maverick Meerkat“ gezeigt und dabei Hinweise gegeben, was es alles zu beachten gibt. Dabei zeigte sich auch, dass ich „zu blöd“ bin, das Homeverzeichnis zu verschlüsseln.

Update von Vicki: Parallel dazu begann um 9 Uhr auch ein Vortrag für alle engagierten Papis und andere Nerds, die schon immer mal den Computerraum ihrer Schule neu organisieren wollten. Der Referent Ansgar Jazdzewski berichtete von einem Projekt der LUG Wernigerode, die einen Computerraum mit 14 übers Netzwerk zu bootenden Fat-Clients eingerichtet hat. Bestechend an der Idee: Einfache Wartbarkeit, geringere Kosten und natürlich die frühe Sozialisation der Schüler mit Freier Software. In naher Zukunft soll ein How-to auf der LUG-Webseite Lust zum Nachmachen wecken.

Kurz nach 10 Uhr stand der Vortrag „Soziale Netzwerke und Kommunikation“ von Alexander Heidenreich auf dem Plan, der gut besucht war. Thematisch richtete er sich vor allem an Anfänger. So wurde erklärt, wie man das E-Mailprogramm Evolution einrichtet, wie man den Instant-Messenger Empathy nutzt und wie man sich per Gwibber zu Kurznachrichtendiensten verbindet. Das System, an dem die Beispiele gezeigt wurden, war leider komplett auf Englisch, sodass vor allem Anfänger, die der Sprache nicht mächtig sind, Probleme haben werden, die Beispiele zu verstehen. Daneben besitzt der Großteil der Teilnehmer sicherlich eine deutsche Installation, sodass das Hören einer bestimmten Option gar nichts brachte, um sich später daran zu erinnern, wie es funktionierte (außer man merkte sich den Screenshot und die Position der Option).

Danach wollte ich eigentlich in „Einblick in die Welt von OpenOffice“ gehen, musste aufgrund von Besorgungen aber meine „Vertreterin“ Vicki in die Veranstaltung schicken (die daraufhin in der Stunde mehr aufgeschrieben hat, als ich in den gesamten drei Tagen). Daniel Stoni erzählte über den Einsatz der freien Office-Suite in Firmen, aber auch wo die Probleme bei Privatanwendern liegen (hier wurde vor allem die Kompatibilität mit Microsoft-Office-Dokumenten und -Funktionen genannt). Eine Chance für OpenOffice.org sind in Zukunft die anfallenden Lizenzkosten, die Unternehmen sowie Behörden dazu bringen, über den Einsatz von kostenlosen und freien Office-Produkten nachzudenken. Am Ende ging der Referent auch noch speziell auf OpenOffice.org Switzerland ein und erzählte Einiges zu den aktuellen Umstrukturierungen (z.B. dass aus OpenOffice.org LibreOffice wird).

Während des Vortrages schaute ich kurz in den jährlich stattfindenden Tux-Bastelkurs rein, der vor allem von den ganz jungen Teilnehmern gut besucht war, sodass zu der Zeit auch Eltern eine Chance hatten, sich Vorträge anzuhören. Versorgt wurde die Gruppe mit Leipziger Lerchen. Das traditionsreiche Marzipangebäck der Stadt sollte unbedingt jeder kosten, der in Leizig Halt macht. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass die Qualität (und der Preis) der Lerchen sehr stark variiert. Die maschinell gefertigten Gebäckstücke können nicht mit den handgefertigten mithalten. Meine Empfehlung: Bäckerei Kleinert am Brühl in der Nähe des Bahnhofs.

Als letztes habe ich mir den Ubuntu-unabhängigen Vortrag „Wie präsentiere ich mein Projekt den Medien“ von Kristian Kißling (Chefredakteur der Zeitung Ubuntu User) angehört. Er gab Tipps, wie man sein Projekt in News oder Artikeln vorstellt und wie man allgemein in einer Redaktion arbeitet. (Dies war teilweise ähnlich zur Arbeit bei freiesMagazin, wobei die Arbeitszeiten gewiss andere sind.)

Das für 14 Uhr geplante Closing Event wurde etwas vorgezogen, damit alle Teilnehmer sich schneller auf den Heimweg machen konnten. Nach einer kurzen Ansprache von Dirk Deimeke zur gelungenen Veranstaltung wurde ein extra für die Tagung erstellte Torte angeschnitten, die marktschreierähnlich unter die Leute gebracht wurde. (Der Buttergehalt der Torte war leider etwas zu hoch, sodass ich bis zum nächsten Tag nichts mehr Essen wollte/konnte.)

Danach war noch Aufräumen angesagt, sodass die Uni-Räume in etwa so aussahen, wie man sie vorgefunden hatte. Gegen 15 Uhr löste sich die Gruppe komplett auf.

Ubucon Kuchen

Der Kuchen war keine Lüge.

Fazit

Die Ubucon hat wieder viel Spaß gemacht. Es war sehr schön, alte und neue Gesichter zu sehen, denn dies war und ist für mich auch wichtiger als das Hören von irgendwelchen Vorträgen. Auch ein Teil des freiesMagazin-Teams hat sich auf der Veranstaltung getroffen, um kleinere Dinge zu besprechen.

Aus organisatorischer Sicht gab es kleinere Haken (siehe oben), insgesamt lief das meiste aber gut über die Bühne, sodass die ca. 250 Besucher der Veranstaltung (ca. 50 mehr als letztes Jahr) gut mit Brötchen und Trinken versorgt wurden. Das Versorgungspaket ist aber auch ein Kritikpunkt meinerseits, denn auf der Webseite zur Anmeldung geht nicht hervor, dass die 10 Euro sich nicht auf das Hören der Vorträge bezieht, sondern auf die Verpflegung. Meines Wissens war dies keinem Teilnehmer klar, zumal auch den Nachzüglern, die sich vor Ort anmeldeten, Geld abgenommen wurde, ohne sie vor eine Wahl zu stellen.

Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist der extra auf der Anmeldeseite hervorgehobene Satz „Mit dem Geld wird sozial Schwächeren der Zugang zur Ubucon erleichtert.“ Für mich liest sich das so, dass mit einer Mehrüberweisung von 10 Euro einer zusätzlichen anderen Person das Versorgungspaket ermöglicht wurde. Leider konnte mir niemand sagen, was wirklich mit dem Geld passiert ist und wie viele bzw. ob überhaupt jemand diese Hilfe in Anspruch genommen hat. Gegebenenfalls „versickern“ die Mehrüberweisungen in den Spendenkassen des Vereins, wozu sie nicht gedacht waren.

Wo die Ubucon nächstes Jahr stattfindet, ist noch nicht beschlossen. Insgesamt kann man Leipzig aber ein gutes Zeugnis ausstellen, da sowohl der Bahnhof, als auch die Hotels und das Seminargebäude der Universität sehr zentral in der Innenstadt zusammenliegen. Einzig zum Innenstadtringrand hin findet man viele Baustellen und nicht mehr ganz so schöne Gebäude, die das ansonsten schöne Stadtbild etwas trüben.

Die Wand des alten Kaufhauses.

Die Wand des alten Kaufhauses als „Wahrzeichen“ der Stadt.

Wer an der Veranstaltung teilgenommen hat (oder ggf. wollte, aber nicht konnte), kann sein Feedback an feedback [AT] ubucon [PUNKT] de schicken. Ich bin nächstes Jahr auf alle Fälle wieder mit neuen Vorträgen dabei.

PS: Ach, wieso gibt es keine Bilder mit lebenden Dingen (gemeinhin Menschen genannt)? Grund ist das Recht am eigenen Bild. Es gibt mit § 23 KunstUrhG, Abschnitt (1), Satz 3 zwar eine Ausnahme (Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;), ob das so aber auf die Ubucon angewendet werden kann, ist mir rechtlich nicht ganz klar. Und da ich zu faul bin, alle von mir abgelichteten Personen nach der Erlaubnis zu fragen, gibt es also keine Menschen zu sehen.

Amberville

Titel Amberville
Autor Tim Davys
Sprache Englisch
Genre Krimi
Herausgeber Black Swan, 2009
Seitenanzahl 400

Eric Bär hat ein erfolgreiches Leben im Stadtteil Amberville mit seinem Job bei der Werbeagentur „Wolle und Wolle“ und seiner Frau Emma Hase. Die Idylle wird eines Tages vom Unterweltboss Nicholas Taube und seinen Gorillas gestört, der einen Gefallen einfordern will. Erics alter Arbeitgeber steht auf einer Todesliste und Eric soll dafür sorgen, dass der Name verschwindet. Der Bär trommelt seine alte Gang bestehend aus Tom-Tom Krähe, Sam Gazelle und Schlange Malek zusammen und macht sich auf die Suche. Und irgendwie spielt auch Erics Zwillingsbruder Teddy Bär eine Rolle in dieser Intrige ...

Was aus obiger Beschreibung nicht hervorgeht (und das Ganze fälschlicherweise mehr als Fabel erscheinen lässt): Amberville bzw. die ganze Stadt Mollisan ist von Stofftieren bevölkert. Ignoriert man das, hat der schwedische Autor Tim Davys einen fast perfekten Unterweltkrimi abgeliefert, der auch von Menschen gespielt werden könnte. Es gibt zahlreiche Wendungen bis zur Auflösung, wer hinter der Todesliste steckt, die für immer neue Spannungen sorgen.

Einzig der philosophische Teil kommt im Buch zu kurz: Die Stofftiere sterben nicht, sondern landen nur auf einer Art Todesliste, wenn sie alt sind. Nachts werden die Kandidaten dann von den so genannten Chauffeuren abgeholt und irgendwohin fortgebracht. Andersherum vermehren sich die Stofftiere auch nicht, sondern müssen ihren Nachwuchs bei der Stadt beantragen. Alle potentielle Eltern landen bei Kreditwürdigkeit und korrekten Umfeld auf einer „Cub List“, die ihnen irgendwann ein Kind zuweist. (So sind die Eltern von Eric beispielsweise ein Rhinozeros und ein Hund.) Beide Aspekte werden im Buch leider nicht näher beleuchtet, sprich es wird nicht klar, woher die Stofftiere effektiv kommen (im Buch wird nur von einer Art Gott namens „Magnus“ (latein.: der Große) geredet) und wohin sie am Ende verschwinden.

Ansonsten ist das Buch aber sehr gut und für Krimifans sehr empfehlenswert.