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Humble Indie Bundle 8 erschienen

Keine Woche nach dem Ende der letzten Humble-Bundle-Aktion startet eine neue Runde: 7 Spiele für Linux, Mac und Windows buhlen um die Gunst der Spielerherzen. Ganz im Sinne des Slogans „You can't spell great without 8.”

Seit gestern kann man das neue Humble Indie Bundle 8 kaufen. Wie bei allen Humble Bundles sind die Spiele DRM-frei und laufen unter Linux, Mac und Windows. Jeder kann den Preis selbst bestimmen und in variablen Anteilen auf die Entwicklerstudios, die Humble-Anbieter, die Electronic Frontier Foundation und die Charity-Organisation Child's Play verteilen.

Sieben Spiele als Linux-Debut

„Dear Esther“ ist kein typisches Videospiel sondern eher eine Erfahrung. In der Ich-Perspektive erkundet man ohne Gedächtnis eine einsame Insel, auf der in der Ferne ein geheimnisvoller Leuchtturm blinkt. Stück für Stück findet man Gegenstände, die man zusammenpuzzeln muss, um hinter das Geheimnis der Insel und der eigenen Identität zu kommen. Das Spiel hat zahlreiche Preise gewonnen, u.a. in den Kategorien „Beste Erzählweise“ und „Visual Art“.

Achtung: „Dear Esther“ existiert derzeit nur als CodeWeaver-Portierung, d.h. als Windows-Spiel, das mit einem Wine-Wrapper ausgeliefert wird. Eine native Portierung ist aber bereits in Arbeit und wird es vermutlich noch vor Ablauf der Zwei-Wochen-Frist geben.

„Thomas Was Alone“ ist ein Spiel über Freundschaft in einem andersartigen Design. Als kleines Rechteck bahnt man sich in dem Jump'n'Run-Geschicklichkeitsspiel anfangs alleine seine Weg durch die Welt, um später neue Freunde zu gewinnen, die einem beim Bestehen des Abenteuers helfen.

„Capsized“ ist ein grafisch sehr schönes Action-Jump'n'Run. Als gestrandeter Astronaut auf einem fremden Planeten versucht man in der einem feindlich gesonnenen Umwelt zu überleben und die eigenen Crew-Mitglieder zu retten.

„Awesomenauts“ ist ein sehr bunter 2D-Jump'n'Run-Shooter im Comicstil. Mehrere Helden mit verschiedenen Fähigkeiten und eigenem Teamsong stehen zur Auswahl. Zusätzlich gibt es einen Multiplayer-Modus.

Den Stil von „Little Inferno“ erkennt man als World of Goo-Spieler sofort wieder. Dieses Mal sprüht das Herz jedes Pyromanikers Funken, wenn er das Spiel sieht: Einziges Ziel des Spiels ist es Gegenstände in einem Kamin zu verbrennen. Hierfür bekommt man Geld, für das man sich tolle neue Sachen kaufen kann – um sie dann wieder zu verbrennen.

Wer mehr als den Durchschnitt zahlt (aktuell 5,63 US-Dollar), bekommt das „Proteus“ dazu. Das Spiel zeigt eindrucksvoll, wie man mit Pixelgrafik wundervolle Welten erschaffen kann. Zusammen mit einem großartigen Soundtrack kann man sich leicht in den zufallsgenerierten Welten verlieren. Das Spiel konnte einige Preise gewinnen, u.a. für „Best Audio“ und „Most Amazing Game“.

Ebenso gibt es „Hotline Miami“ dazu, wenn man mehr als der Durchschnitt zahlt. Es handelt sich dabei um einen sehr schnellen strategischen Top-Down-Shooter, bei dem man nur wenige Millisekunden Zeit hat, zu reagieren. Zum falschen Zeitpunkt die falsche Taste gedrückt und man darf von vorne anfangen. Frustration und Motivation geben sich hier die Klinke in die Hand.

Zusätzlich gibt es zu den Spielen „Dear Esther“, „Thomas Was Alone“, „Capsized“, „Awesomenauts“, „Little Inferno“ und „Proteus“ den jeweiligen Soundtrack als MP3 und verlustloses FLAC-Format zum Download.

Die Sprache der meisten Spiele ist Englisch, einzig „Hotline Miami“ und „Little Inferno“ stehen beim Direktdownload in Deutsch zur Verfügung. Nutzt man die Steam-Versionen, sind „Little Inferno“ und „Awesomenauts“ in Deutsch.

Hinweis: Alle Spiele liegen nur als 32-Bit-Version vor. Zur Benutzung auf 64-Bit-Systemen benötigt man unter Umständen die 32-Bit-Bibliotheken.

Bundle erwerben

Die Spiele stehen nach dem Kauf für Linux als Direkt-Download oder BitTorrent-Link zur Verfügung. Zusätzlich können die Spiele auch über das Software-Center installiert werden. Ebenso gibt es für alle Spiele Steam-Keys.

Bezahlen kann man wie immer über Paypal, Google Wallet oder Amazon Payments. Ganz neu ist auch die Bezahlung mit Bitcoins. Das Angebot besteht noch bis zum 11. Juni 2013.

Achtung: Vor dem Kauf sollte man zu allen Spielen die Systemvoraussetzung für Linux lesen.

Persönlicher Eindruck

„Dear Esther“ steht schon seit zwei Jahren auf meiner Spielliste, aber bisher gab es das Spiel nicht unter Linux. Allein deswegen habe ich mir das Bundle gekauft.

„Thomas Walks Alone“ überzeugte mich in den ersten Levels mit sehr viel Humor und eine guten Off-Stimme.

„Hotline Miami“ ist nichts für mich. Taktik-Shooter sind einfach nicht mein Ding.

Mit „Proteus“ konnte ich auch nicht so viel anfangen. Ist wohl wirklich eher ein Kunstspiel.

„Little Inferno“ dagegen – obwohl es auch kein richtiges Spiel ist – weiß mit sehr viel Humor zu überzeugen. Ja, man tut nichts sinnvolles, aber das ist genau der Sinn des Spiels. Die Sozialkritik ist einfach nicht zu überhören (wie schon bei World of Goo) und sehr nett verpackt. Unbedingt anspielen!

„Capsized“ und „Awesomenauts“ könnten gut sein, dafür habe ich beide aber viel zu kurz gespielt, um etwas genaues sagen zu können.

Fazit: Es gab schon bessere Bundles ja. Aber wegen „Dear Esther“, „Thomas Walks Alone“ und „Little Inferno“ hat sich das Bundle für mich auf alle Fälle gelohnt.

Dynamic-DNS-Anbieter

Da schreibt man gerade einmal etwas zur sinnvollen Benutzung von DynDNS und dann erhält man eine E-Mail von DynDNS, dass der freie Dienst weiter eingeschränkt wird.

Am 14.05.2013 schrieb mir das Unternehmen, dass es für den freien Dienst nicht mehr reicht, wenn man einmal pro Monat die IP-Adresse (per Webinterface) aktualisiert. Nun soll man sich auch noch einmal pro Monat manuell auf der Seite einloggen. Der Bezahlaccount ohne diese Beschränkungen kostet 25 Euro im Jahr …

Also habe ich Alternativen gesucht:

  • No IP ist kostenlos, aber man muss auch mindestens alle 30 Tage die IP aktualisieren (was nicht so tragisch ist, macht man bei regelmäßiger Nutzung eh täglich)
  • FreeDNS habe ich leider nicht verstanden, wie man es einrichtet
  • dyndnsfree ist nur 30 Tage kostenfrei und kostet danach 5,88 Euro im Jahr. Den Dienst teste ich gerade und er wäre das Geld wohl wert.

Andere Anbieter muss ich noch testen. Wo seid ihr denn?

Buch: The Chemickal Marriage

Titel The Chemickal Marriage
Autor Gordon W. Dahlquist
Sprache Englisch
Genre Abenteuer, Krimi, Sci-Fi
Herausgeber Penguin Books, 2013
Seitenanzahl 516

„The Chemickal Marriage“ ist der Nachfolger von „The Glass Books of the Dream Eaters“ und „The Dark Volume“ und schließt direkt an das Ende des zweiten Buches an. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Geschichte grob zusammenfassen kann, ohne das Ende von Teil 2 zu verraten. Ich fürchte, ich werde nicht darum herum kommen, daher bitte Augen zuhalten, wer sich den Spaß des zweiten Teils nicht nehmen will …

Es sind einige Woche vergangen seit dem Kampf, in dem die Gefährten von Celeste Temple gestorben sind. Sowohl Cardinal Chang als auch Captain Surgeon Abelard Svenson sind nicht mehr an ihrer Seite. Und Miss Temple geht es auch nicht gut. Ihre Gedanken sind durch das Glasbuch des Comte verdorben, dennoch gibt sie nicht auf und will die Frau suchen, die an allem Schuld ist: die Contessa di Laquer-Sforza. Ihre Nachforschungen bringen Celeste Temple bis an den Hof der englischen Königin und sie trifft unerwartete Bekannte wieder.

Ich habe dieses Mal etwas länger an dem Buch gesessen. Zum einen ist das Wetter derzeit nicht so, dass ich mich freiwillig auf den Balkon legen würde, aber es lag auch daran, dass es sprachlich irgendwie anspruchsvoller war als die beiden vorherigen Teile. Zahlreiche mir unbekannte Wörter ließen auch den Kontext schwer verstehen. Einige Passagen oder Sätze musste ich mehrfach lesen, um genau zu verstehen was passiert. Vor allem beim finalen Showdown ist das etwas nervig, wenn plötzlich alles vorbei ist und man nicht verstanden hat, wieso.

Stilistisch bleibt sich Dahlquist treu. Nach wie vor werden die Kapitel aus der Sichtweise einzelner Personen beschrieben, deren Wege sich immer wieder kreuzen und am Ende zusammenlaufen. Auch thematisch handelt das Buch wieder von Verschwörungen, Intrigen, Manipulation und Sex. Entsprechend spannend und mitreißend sind einige Passagen auch. Oft wird so oft intrigiert, dass man auch als Leser gar keine Ahnung mehr hat, wer auf welche Seite steht, was das Lesen manchmal etwas erschwert.

Etwas schade ist, dass der Autor am Ende (wie schon im ersten Teil) versucht Deutsch zu schreiben und dabei wohl Google Translate bemüht hat. Wenn man "To: männl. Name, From: weibl. Name" automatisch übersetzt, kommt eben schonmal "Zum: männl. Name, Vom: weibl. Name" heraus, was nicht mehr ganz passt. Das ist aber eher lustig als ärgerlich. :)

Insgesamt schließt „The Chemickal Marriage“ die Glassbook-Reihe gut ab, auch wenn ich die vorherigen Teile etwas besser fand. Das Buch gibt es ab November 2013 auch auf Deutsch unter dem Titel „Die Alchemie des Bösen“.

Musikempfehlung: Shearer – Duck on Cover

Die Jungs der deutschen Rockband Shearer sind gewiss keine Unbekannten, wenn es um Freie Musik geht. Bereits seit 2006 veröffentlicht die Band aus Berlin ihrer Lieder unter Creative-Commons-lizenz. Jetzt haben sie ihr neues Werk „Duck on Cover“ veröffentlicht, was bei Bandcamp angehört und gekauft werden kann. Die Musik ist wieder extrem rockig, vor allem The Future Is Lost und I'll Be Right Behind You, Josephine klingen für mich extrem gut und laden zum Mittanzen, Mitspringen und Mitsingen ein.

Sehr schön ist, dass die Musik unter der sehr freien Creative-Commons-Attribution-Lizenz veröffentlicht wird. Das heißt, man kann mit den Songs alles machen, solange Shearer als Urheber genannt werden. Das heißt, auch das Pressen auf CDs, weiterverteilen und verändern ist erlaubt.

Ich habe mir das Album gleich einmal gekauft (obwohl ich die Musik auch so legal herunterladen könnte). Der Preis für das digitale DRM-freie Album ist mit 5 Euro aber sowas von human, dass es ja mehr Aufwand kostet, die Musik in einer Tauschbörse zu suchen. ;) (Daneben habe ich mir aber eh die CD gekauft ...)

Wer Shearer live sehen will, hat dafür praktischerweise auf der LinuxNacht in Berlin die Gelegenheit. An diesem Donnerstag, den 23.05.2013, findet im Anschluss an den LinuxTag ab 19 Uhr ein Unplugged-Konzert in der Zitadelle Spandau statt. Ich kann nur allen, die rockige Musik mögen, raten hinzugehen. Wer aufs Konzert geht, sollte ich noch ein paar Verhaltensrichtlinien anschauen. ^^

via Musikpiraten

Steam oder kein Steam

Der Artikel erschien heute auch bei Ikhaya.

Rückblende

Erinnert sich noch jemand an das Jahr des Linux-Desktops? Wenn man den Suchbegriff in eine Suchmaschine seiner Wahl eingibt, wird jedes Jahr seit 2010 das Jahr des Linux-Desktops ausgerufen. Für mich zählt der Ausdruck deshalb bereits seit Längerem zum Unwort des Jahres. Dennoch könnte Valve, die Firma hinter Steam, genau dies für das Jahr 2013 erreichen.

Lange Zeit sah es mit Spielen unter Linux eher mau aus. Natürlich gab es Linux-Spiele wahrscheinlich schon mit dem ersten grafischen Linux-Desktop. Und wenn ich die Linux-Programmierer richtig einschätze, gab es davor auch schon Linux-Spiele ohne Grafik.

So unterhaltsam „Frozen Bubble“ und „TuxRacer“ aber auch sein mögen, es sind nun einmal keine Titel, die mit einer großen Spielwelt, zahlreichen Handlungsspielräumen, einer atemberaubenden Grafik, einer faszinierenden Geschichte oder tiefgründigen Charakteren glänzen. Eigenschaften, die vor einiger Zeit nur mit Triple-A-Titeln assoziiert wurden. Etwas, was es nur unter dem Spiele-OS Windows oder auf Konsolen gab.

Steam für Linux

Zuerst sei gesagt: Steam hat nicht das Spiele-Rad erfunden. Für Linux haben sie es aber etwas runder gemacht. Linux-Spiele gibt es wie gesagt schon länger. Und diverse Indie-Entwickler bieten ebenfalls seit Längerem ihre Spiele auch für Linux an. Das Humble Bundle ist seit Mai 2010 ein guter Beweis dafür, dass es auch „größere“ Titel unter Linux geben kann. Dennoch beschränkten sich die Indie-Spiele oft auf Jump'n'Run und Puzzlespiele oder waren mit Klötzchengrafik versehen (was jetzt keine Anspielung auf Minecraft sein soll).

Das Spiele-Portfolio von Valve dagegen ist von einem anderen Kaliber: Half-Life, Counter-Strike: Source, Team Fortress 2 sind die Namen der großen Titel. Und die Liste wird noch weitergeführt, wenn das geniale „Portal“ oder Half-Life 2 und Left 4 Dead 2 die Beta-Phase verlassen.

Außerdem ist die Benutzung von Steam so schön einfach: Paket herunterladen, installieren, Steam starten, Spiel kaufen, losspielen.

Dass es Valve mit Steam für Linux ernst meint, zeigen natürlich obige Portierungen. Zusätzlich gibt es Bestrebungen seitens Valve eine eigene Konsole auf den Markt zu bringen. Und der Clou: Auf der Konsole läuft Linux. Wenn Valve das Ziel der Konsole also weiter verfolgen will, müssen sie notgedrungen Steam noch attraktiver für Linux machen – was eben vor allem durch ein großes Spiele-Portfolio erreicht wird.

Warum doch nicht?

Wenn das alles so schön und toll ist, was ich da oben beschreibe, wieso nutze ich (immer noch) kein Steam? Der Grund sind drei Buchstaben: DRM. Das Kürzel DRM steht für Digitales Rechte-Management und wird aus Sicht von Urhebern, meist aber vor allem aus der Sicht von Publishern und Verwertern, die viel Geld damit verdienen, als notwendig beschrieben, um die Kreativen zu schützen. Aus Kundensicht ist DRM eine Einschränkung der Benutzung einer Sache, die man gekauft hat.

Gekauft? Ja, da ist das Problem. Beim Steam kauft man keine Spiele, sondern man kauft nur das Nutzungsrecht. Und der rechtliche Unterschied ist hier immens. Gekaufte Spiele gehen in den Besitz des Käufers über. Er hat (in Deutschland) dann auch das Recht, den Titel weiterzuverkaufen. Kauft man nur das Nutzungsrecht, hat man keinerlei Rechte am Titel selbst. Wenn ich ein Spiel also gespielt habe, ist es nach dem Durchspielen nichts mehr wert. (Und wie viele Spieletitel hat man daheim, die man wirklich mehrmals durchspielt?)

Abgesichert wird diese Regelung durch den Steam-Nutzungsvertrag (AGB), Abschnitt 2.A um genau zu sein. Interessanterweise streiten sich die Gerichte aber noch, ob solche Bedingungen einem Kunden wirklich zuzumuten sind. Entsprechende Urteile gibt es schon zugunsten des Verbrauchers, aber auch zu dessem Nachteil. Eine Klage gegen Valve diesbezüglich läuft immer noch.

Wenn man die AGB und die Datenschutzrichtlinien weiterliest, fallen einem noch andere Dinge auf, die für den Nutzer nicht so vorteilig ausgedrückt sind. So erhebt Valve Daten von Spielern und Käufen (noch legitim), kann diese aber auch an Dritte weitergeben.

Vor allem sollte man nicht vergessen: Kauft man bei Steam ein, begibt man sich komplett in die Hände von Valve. Ein falsche Handlung kann zum kompletten Bann des Steam-Kontos {en} führen. Alle Spiele sind dann weg. (Wer den Thread komplett liest, wird aber feststellen, dass der Zugang zu den Spielen nach etwas hin und her zumeist doch wieder hergestellt wurde.) Gleiches Schicksal erleidet man, wenn Valve auf die Idee käme, dass sich Linux-Spiele doch nicht lohnen und 2014 seinen Dienst für Linux wieder einstellen würde. Und durch den Jugendschutz in Deutschland kann man auch das ein oder andere Spiel bei Steam verlieren. Ebenso kann es auch zu Bugs in Steam kommen.

Noch mehr Kritik findet man in der Wikipedia.

Fazit

Es gibt sicherlich Vor- und Nachteile, die Steam für Linux mit sich bringt. Ich freue mich für jeden Linux-Nutzer, der sein Windows endlich nicht mehr booten muss, um ein „ordentliches“ Spiel in den Händen halten zu können. Für mich sind die Geschäftsbedingungen und die DRM-Geiselung von Steam aber nicht hinnehmbar und das wird sich wohl auf Dauer auch nicht ändern. Ich bevorzuge da lieber die Humble-Spiele. Hier bekommt man für sein Geld etwas geboten, kann die Spiele DRM-frei auch weiterverkaufen und ist nicht vom Gutdünken einer Firma abhängig.

Nightwish mit Floor Jansen (temporär)

Okay, bin mit der Meldung nur sieben Monatezu spät, aber seit Tarja Turunen 2005 die Metal-Band Nightwish verlassen hatte, war die Musik nicht mehr so attraktiv für mich.

Nightwish war eine der ersten Bands, die mich seit meinen ersten Metal-Erfahrungen um 1999 herum, begleitet haben. Dementsprechend schade fand ich, dass Tarja 2005 ausgestiegen ist. Die neue Sängerin Anette Olzon konnte mich stimmlich nie so begeistern, vor allem als ich einige Live-Mitschnitte gehört hatte.

Seit Oktober 2012 hat Nightwish keine Sängerin mehr, als Interims-Frontfrau stieg aber Floor Jansen ein, die ich von früher noch aus After Forever-Zeiten kenne. Meine erste Begnung mit ihr war auf dem Ayreon-Album „Universal Migrator Part 1: The Dream Sequencer“ und konnte mich da schon extrem begeistern.

Stimmlich ist Floor eine starke Verbesserung in meinen Ohren. Ich bin gespannt, wie es mit Nightwish weiter geht, wobei aktuell das Projekt Imaginaerum Vorrang bei den Bandmitgliedern hat.

Girls of Perl: Open Source ist kein Kriegsschauplatz

Via Adolfos Blogeintrag bin ich gerade auf ein Essay von Susanne Schmidt und anderen Perl Girls aufmerksam geworden.

Der Text “Open Source Is Not A Warzone. Not Every Man Is A Dick” befasst sich mit Frauen in Open-Source-Communities und dem Verhalten einiger Männer ihnen gegenüber. Dies hat weniger etwas mit Perl zu tun, sondern allgemein mit (technischen) Bereichen, in denen Frauen stark unterrepräsentiert sind.

Eurovision Song Contest 2013

Gestern wurde der Eurovision Song Contest 2013 (ESC) in Malmö veranstaltet. Ich schaue die Veranstaltung schon länger. Vor allem ist der Einblick in die Lieder anderer Länder und Kulturen recht interessant. Natürlich nur dann, wenn der Song irgendwie etwas mit dem Land zu tun hat, was auf dem ESC ja sehr oft nicht der Fall ist. Georgien zum Beispiel hat ein absolut nichtssagendes, x-beliebiges Pop-Duett ins Rennen geschickt.

Für Deutschland trat Cascade mit Frontfrau Natalie Horner. Die Dance-Nummer war in meinen Ohren nicht so schlecht, aber die europäischen Zuhörer sahen das anders. Platz 21 von 26 ist nicht so berauschend.

Für mich selbst gab es dieses Jahr folgende Platzierung (dahinter in Klammern die echte Platzierung):

  1. Norwegen (4) mit „I Feed You My Love“ von Margaret Berger – Vor allem die Elektro.-Klänge ohne Dance-Abklatsch haben mir gefallen.
  2. Niederlande (9) mit „Birds“ von Anouk – Das Lied ist wunderbar anders, etwas melancholisch und weicht damit von den Standard-Pop-Liedern ab.
  3. Belgien (12) mit „Love Kills“ von Roberto Bellarosa – Fand ich stimmlich einfach gut.
  4. Moldawien (11) mit „A Million“ von Aliona Moon – Wunderbar vorgetragen und von der Tonlage sehr variabel. Dazu auch mal nicht in Englisch!
  5. Dänemark (1) mit „Only Teardrops“ von Emmelie de Forest – Der Song wurde vorab schon als Sieger vermutet. Stimmlich war er aber schlechter als die obigen, fand ich.

Immerhin lag ich dieses Jahr nicht so daneben, aber meinen normalen Musikgeschmack trifft der ESC natürlich nicht so genau. Da ist einfach zu viel Pop dabei. Aber so etwas braucht es wahrscheinlich, wenn man Sieger werden will – oder man präsentiert eine abgefahrene Show wie Lordi im Jahr 2006. Mehr Metal könnte der ESC definitiv gebrauchen. ;)

Film: Iron Man 3

Titel Iron Man 3
Genre Sci-Fi, 2013
Darsteller Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Ben Kingsley, Guy Pearce, Rebecca Hall
Regisseur Shane Black
Länge 130 min
Trailer Trailer

Nach seinem Abenteuer mit den Avengers hat Tony Stark aka. Iron Man (Robert Downey Jr.) eine persönliche Krise. Er leidet unter Angstzuständen und Schlaflosigkeit und zieht sich immer mehr in seine Arbeit an neuen Iron-Man-Anzügen zurück, worunter seine Beziehung zu Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) leidet. Als der Mandarin (Ben Kingsley) auf den Plan tritt und Amerika bedroht, fordert Iron Man ihn heraus, nur um daraufhin vernichtend geschlagen zu werden. Aber es wäre ja nicht Iron Man, wenn er sich nicht davon erholen würde.

Das Thema „Held fällt tief und muss zu sich selbst findet“ ist irgendwie in Mode. The Dark Knight Rises hat es ja vorgemacht. Aber es ist nun einmal ein beliebtes „Plot Device“ (um mal auf Thursday Next anzuspielen) und macht die Geschichte ja nicht schlecht.

Sehr gut gefallen haben mir die diversen „Plot Twists“ (immer diese Angliszismen). Sicherlich rechnet man als Zuschauer mit dem einen oder anderen, aber es gibt sicherlich einen Twist, mit dem niemand rechnet, der es vorher nicht verraten bekommen hat. Allein deswegen lohnt sich der Film!

Ansonsten wird man aber auch so 130 Minuten sehr gut unterhalten und fühlt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Der Fortgang der Geschichte findet in genau der richtigen Geschwindigkeit statt und wechselt zwischen ruhigen, teilweise ernsten Gesprächen und Action – okay, sehr viel Action. Aber das erwartet man bei Iron Man wohl auch irgendwie.

Thematisch nimmt sich der Film wie immer nicht ernst. Tony Stark haut einen Spruch nach dem anderen raus, selbst in ernsteren Situationen kann er es nicht lassen. Das ist nicht immer angebracht, unterhält aber zumindest.

Für mich war „Iron Man 3“ extrem unterhaltsam und spaßig und lässt einen mit guter Laune aus dem Kino herausgehen. Wir haben mal wieder die englische Originalversion gesehen, da die Sprüche dann einfach besser kommen. Zusätzlich war es auch nur die 2-D-Version, was dem Film sicherlich nicht schadet (im Gegenteil).

Update zum Humble Double Fine Bundle

Entgegen meiner Hoffnung gab es als Update des Humble Double Fine Bundles kein „The Cave“. :( Hinzugefügt wurden dagegen 8 Windows-Spiele-Prototypen.

Sicherlich sind die Prototypen interessant, um mal kurz reinzuschauen, aber zum echten Spielen sind sie wohl eher ungeeignet. Das Update ist somit enttäuschend – für Linux-Nutzer besonders, da es für sie nichts Neues gibt.