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Wochenrückblick 35/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Canonical als WEF Tech Pioneer 2015 ausgezeichnet

Canonical, die Firma hinter Ubuntu, wurde vom World Economic Forum als „Tech Pioneer 2015“ im Bereich „Digital Networks & Computing“ ausgezeichnet. Ein anderer, ausgezeichneter Bekannter in der gleichen Sparte ist die Raspberry Pi Foundation.

Quelle: Ubuntu Insights

Erste Beta-Versionen der Ubuntu-Familie für 14.10

Das Utopic Unicorn erscheint im Oktober 2014, letzte Woche wurden die ersten Beta-Versionen der verschiedenen Ubuntu-Derivate veröffentlicht, darunter Xubuntu, Kubuntu, Ubuntu GNOME, Lubuntu, Ubuntu Kylin und Ubuntu Cloud Images. Von Ubuntu selbst gibt es keine Beta-Versionen, da es tägliche „Daily Builds“ zum Download gibt. Achtung: Beta-Versionen sind nicht zum produktiven Einsatz gedacht!

Quellen: OMG!Ubuntu!, Pro-Linux, heise open

Ubuntu GNOME Wallpaper-Contest

Noch bis zum 5. September 2014 kann man für die Hintergrundbilder von Ubuntu GNOME 14.10 abstimmen. Der Wettbewerb wird über Picompete durchgeführt. Nach der Wahl werden die 10 besten Hintergrundbilder ausgewählt und mit der Distribution ausgeliefert.

Quelle: Ubuntu GNOME Blog

Full Circle Magazine 88

Diese Woche ist die neue Ausgabe des englischsprachigen Magazins Full Circle Magazine erschienen. Themen der 88. Ausgabe sind unter anderem Tutorials zu Blender, Inkscape und LibreOffice, ein kurzer Blick auf Arduino, Einrichtung eines minimalen Ubuntu-Desktops und Kompilierung des Linux-Kernels.

Quelle: Full Circle Magazine Blog

Neues rund um Linux

Leadwerks Game Engine für Linux

Eine weitere Engine steht für die Spieleprogrammierung unter Linux zur Verfügung: die durch eine Kickstarter finanzierte Portierung der Leadwerks Game Engine. Diese kann man ab sofort bei Steam für ca. 93 Euro als Einzellizenz kaufen. Die LGE unterstützt OpenGL 4.0 und verschiedene Skriptsprachen, vor allem Lua. Unter Linux gibt es auch eine Blender-Integration.

Quellen: Pro-Linux, Golem, heise open

Spielen unter Linux

The Journey Down, Teil 2 veröffentlicht

Vom erfolgreichen Indie-Spiel The Journey Down ist der zweite Teil erschienen. Mit karibisch-afrikanischem Flair und Jazz-Klängen stach der erste Teil des Point-and-Click-Adventures aus der Menge der Abenteuerspiele heraus. Und auch im zweiten Teil darf wieder fröhlich gepuzzelt werden.

Quelle: heise open

Hardware und Mobiles

Huawei sieht keine Chance für Tizen

Der Mobilmarkt wird derzeit von Google Android und Apple iOS dominiert. Es gibt zahlreiche weitere Versuche, andere Mobilsystem zu etablieren. Darunter Ubuntu Phone, Firefox OS, Sailfish OS oder Tizen. Für letzteres sieht Gerätehersteller Huawei keine Chancen im Markt. Ob sich die anderen Systeme gegen die zwei Platzhirsche durchsetzen können, bleibt abzuwarten.

Quellen: Pro-Linux, heise open

FSFE: Free Your Android

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat die Kampagne Befreie Dein Android ins Leben gerufen. Grund ist, dass die meisten Treiber für Mobilgeräte und Programme im Android Market nicht frei sind. Dabei geht es aber auch um das Thema Privatsphäre, die mit vielen Apps nicht gewahrt ist.

Quelle: heise open

Empfehlung: Improminenz

Gestern durfte ich im Zeltcafé in Ditzingen mein erstes Improtheater besuchen. Zu Gast waren Improminenz und haben mich wirklich begeistert.

Ich weiß nicht, ob Improvisationstheater immer so gut ist, aber ich kann es nur empfehlen. Improminenz ist wieder am 1. und 2.11. in Ditzingen. Ich habe leider nicht herausgefunden, ob die Gruppe auch noch woanders auftritt.

Auf YouTube gibt es zwei Videos, aber ich gebe zu, dass das Zuschauen vor Ort mehr Spaß macht, zumal aktiv die Themen bzw. Schlagworte, nach denen gespielt wird, von den Zuschauern vorgegeben werden. So konnte ich meinen „Pinguin“ (muss als Linux-Nutzer sein) gut im Impro-Interview platzieren.

Wenn die Improminenz oder eine andere Gruppe bei Euch in der Nähe ist, wagt das Expriment und geht ruhig mal hin.

Serendipity-Plugin „Spam: Challenge/Response“ blockiert Trackbacks

Weil mich der Blog-Spam in Serendipity nervte, habe ich vor kurzem das Plugin „Spam: Challenge/Response“ installiert, was eine simple Captcha-Abfrage anzeigt, die von Menschen leicht und barrierefrei zu lösen ist.

Die Nebenwirkung, dass ich keinen Kommentar-Spam mehr bekomme, scheint zu sein, dass ich auch keine Trackbacks mehr bekomme. Also auch nicht von der eigenen Seite. Ich weiß nicht, wie Serendipity bzw. das Plugin funktioniert, aber ich hätte nicht erwartet, dass man bei Trackbacks das Captcha ausfüllen muss (was ja auch gar nicht geht). Wie ich im Serendipity-Forum lesen konnte, scheint das aber wirklich so zu sein. Eine Lösung wird nicht erwähnt.

Als Lösung habe ich das Captcha jetzt mal so umgebaut, dass man das Captcha-Feld als Mensch leer lassen muss. Bots haben ja die Angewohnheit alles auszufüllen, was sie sehen. Wichtig dabei ist, dass man nach dem Speichern der Plugin-Einstellungen nicht noch einmal auf „Speichern“ klickt. Grund ist, dass das Plugin bei einem leeren Response-Feld in den Einstellungen automatisch „Serendipity“ einträgt. Das wird dann auch danach angezeigt, obwohl das Captcha-Feld leer bleiben muss.

Ich bin gespannt, wie sich das auf den Spam auswirkt ...

Update zum Humble Bookperk Bundle

Wie üblich bei den Humble-Bundles, die länger als einer Woche gehen, wurde das Humble Bookperk Bundle um weitere drei Titel erweitert. Diese sind verfügbar, wenn man mehr als der Durchschnitt (aktuell 7,34 US-Dollar) zahlt bzw. gezahlt hat. Man kann das eigene Gebot jederzeit erhöhen, wenn man an den Titeln noch Interesse hat.

Film: Lucy

Titel Lucy
Genre Sci-Fi, 2014
Darsteller Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Min-sik Choi, Amr Waked
Regisseur Luc Besson
Länge 89 min
Trailer Trailer

Lucy (Scarlett Johansson) studiert in Korea. Auf einer Party lernt sie Richard kennen, der sie als Drogenkurier missbraucht. Als sie einen Koffer zu Mr. Jang bringen soll, „bietet“ er Lucy einen Job ab. Nach einer OP hat sie 1 Kilogramm einer neuen Droge im Bauch, den sie über die amerikanische Grenze schmuggeln soll. Lucys Wärter gehen wenig zimperlich mit ihr um, wodurch das Paket platzt. Dies führt dazu, dass Lucy eine größere Kapazität ihres Gehirns nutzen kann. Dadurch kann sie plötzlich jede Sprache verstehen, ihren Körper nach Belieben verändern, Materie und Menschen beeinflussen, Gravitation ausschalten und so weiter. Sie merkt, dass sie nur 24 Stunden hat, ehe ihre Gehirnkapazität die 100% erreicht und sie aufhört ein Mensch zu sein. Daher sucht sie den Gehirnforscher Professor Norman (Morgan Freeman) auf, der ihr helfen soll.

Was fantastisch klingt, ist am Ende etwas enttäuschend. „Lucy“ ist kein Actionfilm. Wer mit dieser Erwartung ins Kino geht, wird enttäuscht werden. Recht früh hat Lucy volle Kontrolle über alle Menschen und kann mit einer Handbewegung zig ausschalten. Ab hier fällt es als Zuschauer schwer zu glauben, dass irgendwer Lucy gefährlich werden kann. Später lässt sie einige Gangster zur Decke schweben, um an einen Koffer zu kommen. Wieso? Weil es dem Zuschauer gefallen könnte. Einfach alle mit einer Handbewegung ausschalten wäre wesentlich einfacher und effektiver gewesen.

Viele Rezensionen stören sich auch am Aufbau des Films, der sich völlig auf der Theorie stützt, dass der Mensch nur 10% seiner Gehirnkapazität nutzt – was ja nicht wahr ist. Daran muss man sich aber nicht stören, es ist ein Sci-Fi-Film. Aber der ganz Filme reitet auf diesem Thema und den 10% herum, liefert aber gleichzeitig zu wenig Erklärung, wieso wir mit 20% Gehirnkapazität plötzlich die Möglichkeit bekommen sollen, elektronische Geräte auf der anderen Seite des Planeten manipulieren zu können.

Den Darstellern ist das sicherlich nicht anzukreiden. Vor allem Scarlett Johansson spielt am Anfang die verängstige Studentin, die missbraucht wird, extrem gut. Nachdem der Drogenmisch in ihrer Blutbahn ist, verliert sie aber so gut wie jede Emotion. Das ist seltsam und grenzt stellenweise fast an Autismus, aber ist ebenfalls gut gespielt. Und dennoch ist es extrem menschlich und gefühlvoll, als sie zuerst nach der Transformation ihre Mutter anruft.

Von den Bildern her sieht man Luc Bessons Stil, das CGI ist aber nicht immer überzeugend. Vor allem einigen Green-Screen-Montagen sieht man die Künstlichkeit an. Die Transformation von Lucy, die Darstellung im Körper und des ganzen Universums ist aber sehr gut gelungen.

Alles in allem ist „Lucy“ zwar ein ganz netter Film, aber es hätte mehr sein können. Wäre die Darstellerin nicht, wäre es wohl nur mittelmäßiger Durchschnitt. Mit einem ähnlichem Thema hat mir Limitless besser gefallen.

Blog-Spam nervt

Spam nervt, das weiß jeder. Bisher habe ich mich aufgrund der Benutzerfreundlichkeit nicht zu einem Captcha hinreißen lassen. Grund dafür sind negative Beispiele wie bei SpieLama. Ich habe leider keine Chance, die Buchstaben im Bild zu erkennen und auch für das Audio-Captcha sind meine Ohren scheinbar zu schlecht.

Aber, da es ja xkcd gibt, habe ich das jetzt ebenfalls bei mir im Blog umgesetzt (neben anderen Webseiten, wo ich es schon einsetze). Leider akzeptiert das Serendipity-Plugin „Spam: Challenge/Response“ nicht mehrere, korrekte Antworten, sodass derzeit nur „ja“ akzeptiert wird. Ggf. kann ich das aber noch anpassen, wenn ich mir den Plugin-Code angeschaut habe.

Ich fürchte nur, dass das Plugin gegen Trackback-Spam nicht helfen wird, den ich leider wesentlich öfters bekomme. Aber da finde ich vielleicht auch noch eine Lösung. (Das „Spamschutz (Bayes)“-Plugin setze ich bereits ein, aber da kommt sehr viel „offensichtlicher“ Spam als „zu moderieren“ durch.)

Wochenrückblick 34/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

ubuntuusers.de gewinnt Thomas-Krenn-Förderpreis

Zusammen mit einigen anderen Projekten wurde ubuntuusers.de ausgewählt und erhält von der Thomas-Krenn.AG 700 Euro für den Einsatz für neue Hardware. Weitere Gewinner sind OSM2World, Zwiebelfreunde e.V., Projekt m23 und OpenMandriva.

Quelle: Pro-Linux

Ubuntu auf VMware vCloud Air verfügbar

Canonical, die Firma hinter Ubuntu, hat diese Woche bekannt gegeben, dass Ubuntu LTS nun auch als vorkonfiguriertes Image auf VMware vCloud Air verfügbar ist. Bei VMware vCloud Air handelt sich dabei um um ein Cloud-Netzwerk auf VMWare-Basis. Da laut VMware-Aussagen Ubuntu ein der populärsten Betriebssysteme der vCloud-Air-Kunden ist, war dieser Schritt nur konsequent.

Quellen: Ubuntu Insights, Linux-Magazin

Ubuntu MATE als offizielles Derivat beantragt

Laut Ubuntu-MATE-Projektleiter Martin Wimpress hat das Projekt bei Canonical den Antrag als offizielles Derivat gelten zu dürfen gestellt. Damit könnte es vielleicht im April 2015 neben Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Co. auch ein Ubuntu MATE als weiteres Ubuntu-Familienmitglied geben. Bereits im Juli begrüßte Mark Shuttleworth das Erscheinen der neuen Distribution.

Quellen: OMG!Ubuntu!, Pro-Linux

Lubuntu sucht Wallpaper

Für das kommende Lubuntu 14.10, dass im Oktober erscheinen wird, sucht das Lubuntu-Projekt wieder neue Hintergrundbilder. Bis zum 4. September 2014 können auf der Flickr-Seite Vorschläge eingereicht werden.

Quelle: Lubuntu Blog

Neues rund um Linux

Torvalds will Linux-Desktop-Dominanz

Seit 1999 erfreut sich Linux immer größerer Beliebtheit. Auf Server- und Mobil-Systemen ist es sehr weit verbreitet, aber auf dem Desktop, den Linus Torvalds einst erobern wollte, ist die Akzeptanz bei den Benutzern eher gering. Auf der LinuxCon in Chicago bestätigte Torvalds aber noch einmal diese Forderung, auch wenn es kein Kernel-Problem sei, sondern der ganzen Infrastruktur.

Quellen: Pro-Linux, Linux-Magazin, heise open

Linux Foundation startet Zertifizierungsprogramm

Die Linux-Foundation bietet zwei Zertifizierungen zum Linux Foundation Certified System Administrator (LFC) und zum Linux Foundation Certified Engineer (LFCE) an. Die Prüfungen hierzu werden über das Internet abgelegt. Im Test muss man konkrete Probleme auf der Kommandozeile lösen. Zur Auswahl des Prüflings stehen dabei CentOS, openSUSE und Ubuntu. Die Kosten für die Prüfung betragen jeweils 300 US-Dollar.

Quellen: Pro-Linux, Linux-Magazin

Spielen unter Linux

Hardware und Mobiles

Robuste Mini-PCs mit Ubuntu

Die Firma Stealth.com Inc. hat einige Mini-PCs für raue Umgebungen auf den Markt gebracht, die etwas höhere und tiefere Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit bzw. Trockenheit vertragen können. Die Geräte mit HDD oder SSD und ausreichend RAM laufen mit Ubuntu oder Windows als Betriebssystem.

Quelle: Pro-Linux

Buch: Anleitung zum Unglücklichsein/Vom Schlechten des Guten

Titel Anleitung zum Unglücklichsein/Vom Schlechten des Guten
Autor Paul Watzlawick
Sprache Deutsch
Genre Sachbuch
Herausgeber Piper, 2013
Seitenanzahl 255 Seiten

Paul Watzlawick war ein österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor (wenn ich Wikipedia zitieren darf). Viele Kommunikationstrainings basieren auf seinen Arbeiten. Ein Kollege hat mir das Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ empfohlen.

Ist das Buch gut? Hm, naja, es geht so. Watzlawick hat das Buch 1983 (bzw. „Vom Schlechten des Guten“ 1986) als Gegenmuster zu den Lebensratgebern verfasst. Dementsprechend reitet er das ganze Buch munter auf ironischen Aussagen herum, wie man sein Leben unglücklich gestalten kann. Mir selbst gefällt dieser Stil gar nicht. Einige der Geschichten sind sicherlich witzig, aber ich hätte mir dann eher genau das Gegenteil gewünscht. Dass das Buch eher die Probleme der Kommunikation aufzeigt und sowohl schlechte als auch gute Beispiele hierfür benutzt.

Inhaltlich geht es um die Themen Kopfkino (man stellt sich vor, was andere Leute denken könnte), selbsterfüllende Prophezeiungen, nicht zielführend sein und so weiter. Daneben ist jedes Kapitel mit zahlreichen Zitaten anderer Werke gespickt, die teilweise aber ohne Erklärung stehen gelassen werden. Das ist vor allem dann schade, wenn das verwendete Zitat aus einer Zeit stammt, in der Sprache ganz anders benutzt wurde (zu deutsch: man versteht die Aussage des Zitats womöglich nicht).

Das zweite Buch „Vom Schlechten des Guten“ behandelt zusammengefasst Nullsummenspiele und Nichtnullsummenspiele. Aus dem Studium kenne ich dies bereits und als Brettspieler befasse ich mich jede Woche einmal damit. ;) Leider ist der Teil nicht ganz so interessant zu lesen wie der erste Teil.

Also insgesamt ein Buch, was man mal lesen kann, aber nicht zwingend muss. Mir hat im Vergleich Die 10 dümmsten Fehler kluger Leute besser gefallen, was sich inhaltlich zu einem kleinen Teil mit Watzlawicks Buch überschneidet.

Buch: Mogworld

Titel Mogworld
Autor Ben Yahtzee Croshaw
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Dark Horse Books, 2010
Seitenanzahl 351 Seiten, EPUB

Jim Bottomroach ist das zweite Jahr am St. Gordon's Magical College. Prinzipiell läuft alles gut, bis das College von einer Stragonoff'schen Armee angegriffen wird, die den Stein des Solomus erobern will. Dumm, dass der Stein gar nicht am College ist. Ebenfalls dumm, dass Jim bei dem Angriff umgebracht wird. Als er sich schon auf den Weg in den Himmel (oder was immer auch sonst) macht, wird er zurück in die Welt der Lebenden gerufen. Nur vielleicht nicht ganz so lebend, denn es sind über 50 Jahre vergangen und er liegt eingebuddelt in der Erde. Ein Totenbeschwörer hat ihn zum Leben erweckt, um Jim in seine untote Armee aufzunehmen. Er und zahlreiche andere Untote haben aber eigentlich keinen Lust darauf. Da die Bezahlung gut ist, willigen sie dennoch ein. Ab da versucht Jim alles, erneut und vor allem endgültig zu sterben.

Ben „Yahtzee“ Croshaw war Spieledesigner und ist derzeit vor allem für seine Computerspielrezensionen auf Zero Punctuation bekannt. „Mogworld“ ist Croshaws erster Roman – und für mich ein voller Erfolg.

Der Humor in „Mogworld“ erinnert sehr an Terry Pratchett, ist aber wesentlich böser. Wer Zero Punctuation kennt, weiß, dass Ben Croshaw kein Blatt vor den Mund nimmt, was sich im Buch auch widerspiegelt. Stellenweise ist das Buch auch sehr brutal, zumindest wenn man sich das Gelesene als Film im Kopf vorstellt. FSK 16 wäre da sicherlich nicht so falsch …

Thematisch ist das Buch einfach großartig. Jim ist ein klassischer Antiheld, der bis zum Buchende auch kein Held sein will. Als die sogenannten „Deleter“ aber das dunkle Schloss des Totenbeschwörers zerstören und Jim seine Arbeitsstelle verliert, merkt man als Leser, dass irgendetwas nicht ganz stimmt. Man kommt zwar relativ schnell dahinter, was das Geheimnis ist, aber dennoch ist es spannend zu lesen, wie Jim und die anderen Charaktere damit umgehen.

Alle Nebencharaktere sind sehr sympathisch und auch das Ende hat einen riesengroßen Pluspunkt verdient mit den gewohnten Normen zu brechen. Für mich ist „Mogworld“ eines der besten und unterhaltsamten Bücher, die ich dieses Jahr lesen durfte. Ich kann es jedem, der Fantasy-Abenteuer mit schwarzen Humor mag, nur empfehlen.

„Mogworld“ war Teil des dritten Humble eBook Bundle. Eine deutsche Übersetzung gibt es leider nicht.

Humble Bookperk Bundle

Als hätte ich nicht genug Bücher, gibt es im aktuellen Humble Books Bundle zahlreiche sehr gut Bücher zum Selbstbestimmungspreis. Aktuell enthält das Humble Bookperk Bundle 10 Bücher vom Verlag HarperCollins, darunter auch welche, die schon gelesen habe. Zum Beispiel

Den Preis kann man selbst bestimmen und auf HarperCollins, First Book, SFWA, Comic Book Legal Defense Found und die Humble-Macher verteilen.

Manche Bücher gibt es erst, wenn man mehr als der Durchschnitt zahlt bzw. mehr als 10 US-Dollar. Weitere Bücher werden nächste Woche hinzugefügt.