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Bericht vom langen Spielesonntag des FsF e.V.

Gestern fand in Böblingen im „Treff am See“ der lange Spielesonntag des FsF e.V., dem Verein zur Förderung spielerischer Freizeitaktivitäten, statt. Ich kenne den Verein u.a. von der Spielemesse in Stuttgart und konnte so gestern auch einige bekannte Gesichter wieder sehen.

Fief

Fief

Für den „leichten Einstieg“ sind wir mit Fief gestartet. Nach einer Stunde Regelerklärung konnten wir das Schwergewicht auch anfangen und nein ... das Spiel geht für mich gar nicht.

Thematisch ist es sehr gut umgesetzt: Jeder Spieler übernimmt die Rolle einer Familie im Frankreich. Die Familien können untereinander heiraten (natürlich nur Mann und Frau), was die Siegbedingungen erleichtert. Heiraten darf aber nur, wer kein Bischof, Kardinal oder gar Papst ist. Wer diese Titel hat, kann natürlich auch nicht zum König gewählt werden. Wenn der König geheiratet hat, bekommt die Königin einen Vorteil. Wenn ein neues Mitglied zur Familie dazu stößt, können König und Königin diesen zum Prinz ernennen. Der König kann Steuern eintreiben, das können die Bischöfe aber auch. Das Land ist dabei in Dörfer, die zu verschiedenen Bistümern gehören, unterteilt. Die Dörfer gehören aber gleichzeitig auch noch zu einer zweiten staatlichen Aufteilung und wer hier das Land kontrolliert, kriegt auch Siegpunkte. Und Bischof, Papst oder König wird man nicht einfach so, sondern man muss von den Mitspielern gewählt werden.

Man merkt schon: „Fief“ ist mehr Simulation als reines Spiel. Effektiv lebt das Spiel von politischen Handlungen, Absprachen, Intrigen, die aber bei uns alle nutzt genutzt, weil wir auch so schon mit den Regeln überfordert waren. Ich hätte gerne auf etwas Realität zugunsten von Abstraktion verzichtet. Weniger Regeln hätten das Spiel verständlicher gemacht. Immerhin hat die Partie nach der Erklärstunde nur 90 Minuten gedauert.

Imperial Settlers

Imperial Settlers

Imperial Settlers sieht so knuffig aus wie Siedler, spielt sich aber anders. Die Spielmechanik hat Designer Ignacy Trzewiczek von sich selbst und seinem Spiel 51st State ausgeliehen. 51st State habe ich wegen der konfusen Regeln und zahlreichen Sonderbedingungen weggegeben. „Imperial Settlers“ ist dagegen schön simpel.

In jeder Runde zieht man Karten, erhält Ressourcen und Männchen aus der Produktion. Danach kann jeder reihum immer eine Aktion machen, bis er passt. Normalerweise ist die Aktion etwas zu produzieren, in dem man Arbeiter einsetzt, oder man spielt eine Karte aus der Hand und baut somit das Gebäude, das dann neue Aktionen oder Produktionen gibt. Nach fünf Runden zählt man die Siegpunkte. Jeder Spieler hat dabei noch sein eigenes Volk, die sich leicht unterschiedlich spielen.

Das Spiel war nicht schlecht, aber sehr solitär. Interaktionen zwischen den Spielern gibt es nur ganz, ganz selten (durch eine Angriffsaktion, die man nicht immer nutzen kann). Daneben ist der Spielablauf die fünf Runden über sehr gleichförmig. Man kriegt zwar immer mehr Ressourcen (die man nicht über das Rundenende hinweg aufheben darf), aber effektiv baut man nur immer mehr Karten. Die Karten werden dabei auch nicht stärker oder teurer, sondern werden zufällig gezogen. Ein Kaufgrund ist „Imperial Settlers“ für mich daher nicht.

Winter der Toten

Obwohl ich das Spiel inzwischen selbst habe, ließ ich es mir nicht nehmen, nach Stuttgart auch eine Runde in Böblingen (auf Deutsch) zu spielen. Fünf Mitspieler (wovon einer früher ging) und darunter zwei Verräter (als Variante) machte das Spiel extrem fordernd. Und so verloren die Guten das Spiel auch, weil die Moral aufgrund einer katastrophalen Verräter-Entscheidungen und mehrere Tode auf minus Irgendwas sank, aber die Verräter gewannen auch nicht, weil sie ihr geheimes Ziel nicht erreichten.

Die beste Aktion war aber, als ich in einem Spielzug einen neuen Charakter meiner Gruppe hinzufügte, diesen in den Supermarkt schickte und er unterwegs von Zombies angefallen und infiziert wurde. Das waren exakt zwei Aktionen (Charakter ins Spiel bringen und die Bewegung), die ich mit ihm hatte. Manchmal ist das Leben grausam …

Catacombs

Catacombs

Nach dem Abendessen war etwas Bewegung angesagt mit Catacombs. Effektiv ist es ein Geschicklichkeitsspiel im Fantasy-Gewand, bei dem eine Abenteurergruppe in einen Dungeon vordringt und in jedem Raum gegen Monster kämpfen muss. Das kämpfen funktioniert durch das Schnippen von Holzscheiben mit dem Finger auf dem Spielbrett. Und das war auch schon das ganze Spiel.

„Catacombs“ sollte man nicht zu ernst nehmen, es kann immer etwas den Schuss versauen. Umso mehr freut man sich dann über einen Treffer oder wenn man die Räume über immer besser wird. Ein nettes kleines Spiel für Zwischendurch.

Suburbia

Zum Abschluss spielten wir noch eine Runde Suburbia, eines meiner Lieblingsspiele. Über den Ausgang berichte ich besser nicht.

Fazit

Insgesamt waren es ca. 10 Stunden Spielerei, die Spaß gemacht haben. Die Leute sind alle nett und man findet auch für jeden Spielgeschmack etwas in der Spielesammlung des Vereins. Der Besucherandrang hielt sich in Grenzen, es waren glaube ich nur zwei Handvoll an Personen da, die nicht zum Verein gehörten. Dennoch hat es Spaß gemacht und ich freue mich auf das Auryn 2015, wo man vom 26.06. bis 28.6.2015 in Böblingen spielen kann.

Neben den Gesellschaftsspielen gab es im Übrigen auch noch weitere Ebenen mit extra Räumen für Android Netrunner oder X-Wing, wo man u.a. das hier sehen konnte (was auch immer es war, es bewegte sich zumindest):

X-Wing

Wochenrückblick 08/2015

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Umorganisation des ubuntu Deutschland e.V.

Der ubuntu Deutschland e.V. kümmert sich in Deutschland um die Ubuntu-Gemeinschaft und unterstützt beispielsweise finanziell und auch personell auf Messen, auf denen Ubuntu vertreten ist. Der Verein wurde im letzten Jahr etwas umorganisiert.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Ubuntu 14.04.2 LTS veröffentlicht

Die langzeitstabile Ubuntu-Version 14.04 „Trusty Tahr” erhielt zehn Monate nach der Veröffentlichung im April 2014 jetzt ihr zweites größeres Update. Benutzer von Trusty Tahr müssen nichts weiter tun, da sie immer die neueste Version haben. Wer Trusty als 14.04.2 neu installiert, sollte beachten, dass die neue Kernelversion nur bis August 2015 unterstützt wird (siehe LTS_Enablement_Stacks).

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: Ubuntu Fridge, OMG!Ubuntu!, Pro-Linux, heise open

Ubuntu Phone erklärt

Sujeevan Vijayakumaran war beim Ubuntu Phone Launch Insider Event in London dabei und konnte ein bq Aquaris E4.5 mitnehmen. In seinem Blog stellt er die Bedienung des Geräts und Ubuntu Touch ausführlich vor. In einer FAQ beantwortet er daneben noch einige Fragen rund um das Gerät und das Betriebssystem.

Ubuntu Membership Board sucht neue Mitstreiter

Da nach ihrer zweijährigen Arbeit einige Mitarbeiter des Ubuntu Membership Boards ausscheiden, werden ab sofort Nachfolger gesucht, die sich bis zum 9. März 2015 bewerben können. Jedes offizielle Ubuntu-Mitglied kann mitmachen.

Quelle: Ubuntu Fridge

Neues rund um Linux

OpenStreetMap mit Routing-Möglichkeit

Ich nutze OpenStreetMap fast täglich. Im Gegensatz zu Google Maps fehlte OSM aber bisher immer eine Routing-Möglichkeit, die jetzt (gefühlte 100 Jahre zu spät) endlich Einzug hält. Bei heise open heißt es „Das Projekt für freie Karten hat die Routensuche prominent auf der Hauptseite integriert.“ Das wurde so gut integriert, dass ich den Knopf dafür auf Anhieb nicht entdeckt habe. Ich musste erst die Erklärung in Bernds Blog lesen, ehe ich das Symbol gefunden habe.

Im Endeffekt ist es nett, eine Routing-Funktion in OSM zu haben. Vor allem für die schnelle Wegberechnung von Bahnhof zum Kino und dergleichen, wenn man eh gerade eine Örtlichkeit sucht, ist sicherlich sinnvoll. Für „richtige“ Navigation, d.h. für mich vor allem fürs Radfahren, nutze ich aber nach wie vor OpenRouteService, weil die Routen einfach besser sind.

Suse Enterprise Linux 12 im Test

Normalerweise berichte ich nicht groß über andere Distributionen außerhalb von Ubuntu, da ich deren Treiben zwar verfolge, aber eben doch Ubuntu (genauer Xubuntu) nutze. Bei Golem ist aber ein interessanter Artikel zu Suse Enterprise Linux SLED 12 erschienen, der sich mit der Sinnhaftigkeit von Bezahl-Desktop-Distributionen beschäftigt und dabei das Modell von Suse auch gegen das von Canonical stellt.

Humble Subterranean Book Bundle

Bei den Humble-Jungs gibt es wieder eine Sammlung von E-Books für den heimischen Reader zum Selbstbestimmungspreis. Mit Cherie Priest, Dan Simmons, Clive Barker und John Scalzi sind wieder einige Autoren dabei, die ich bereits gelesen habe.

Thematisch variieren die Bücher diesmal von Fantasy, zu Horror, Science-Fiction und Western. Auch einige Kurzgeschichten-Sammlungen sind wieder dabei, die ich ja gerne lese, da man eine Geschichte pro Zugfahrt oder am Abend durchlesen kann. Wie immer sind die Bücher aber alle in Englisch. Wer damit kein Problem hat, bekommt wieder Lesefutter für ein Jahr.

DANTE-Frühjahrstagung in Stralsund im April – Eigene LaTeX-Arbeiten als E-Book veröffentlichen

Stralsund

Vom 16. bis 19. April findet im wunderschönen Stralsund (Zufrieden, Christina?) die Frühjahrstagung der Deutschsprachigen Anwendervereinigung TeX e.V. (kurz DANTE). An drei Tagen wird es (hoffentlich) viele interessante Vorträge zum Thema LaTeX geben. Ich freu mich aber vor allem auf die Stadt (und einige Einwohner).

Ich halte einen Workshop zum Thema „Eigene LaTeX-Arbeiten als E-Book veröffentlichen”. E-Book-Reader erhalten immer mehr Bedeutung und so ist es nicht verwunderlich, wenn man seine eigene Arbeiten aus der Schule oder Universitätsbereich als E-Book veröffentlichen will. Der Weg von LaTeX zum E-Book im EPUB-Format ist immer noch beschwerlich. In dem Workshop will ich zeigen, welche Programme es für die Konvertierung gibt und wo man gegebenenfalls manuell ansetzen muss.

Anhand eines Beispieldokuments, welches zahlreiche, häufig genutzte LaTeX-Elemente benutzt, werden die Fähigkeiten der HTML-Konverter (aus denen man danach das EPUB erstellt)

und die beiden EPUB-Konverter

live vorgestellt.

Eigene „Probleme“ und Dokumente können für einen Test gerne mitgebracht werden. Auch ein Notebook kann nicht schaden, auf denen man sich zum Mitmachen die oben genannten Programme installieren kann.

Wochenrückblick 07/2015

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Neues rund um Linux

Live-Patching für den Kernel

Mit Version 3.20 erhält der Linux-Kernel eine Live-Patching-Grundfunktion, die die beiden Ansätze von Red Hat (kpatch) und Suse (kgraft) zusammenfasst. Damit ist eine einheitliche Basis geschaffen, um in Zukunft den Kernel im laufenden Betrieb ohne Neustart aktualisieren zu können.

Quellen: Pro-Linux, Linux-Magazin, heise open

Programm zu den Chemnitzer Linuxtagen veröffentlicht

Am 21. und 22. März 2015 finden wieder die Chemnitzer Linuxtage statt. Das Vortragsprogramm ist sehr gut gefüllt und bietet für jeden etwas. Mit CLT-Junior gibt es sogar ein extra Programm für jüngere Linux-Nutzer – und die, die es mal werden wollen.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: Pro-Linux

Signierpflicht für Firefox-Addons

Der Browser Firefox lebt durch seine Vielfalt an Add-ons, die zahlreiche Entwickler weltweit u.a. auf der Mozilla-eigenen Add-on-Seite anbieten. Da es auch schwarze Schafe gibt, die die Unwissenheit einiger Nutzer missbrauchen und durch Add-ons Schadcode auf einen PC installieren, sollen sich in Zukunft nur noch signierte Add-ons in Firefox installieren lassen. Wer sein Add-on über die Mozilla-Seite anbietet, muss nichts tun. Wer sein Add-on extern anbietet, muss sich aber eine Signierung von Mozilla besorgen.

Quelle: Pro-Linux

Spielen unter Linux

Humble Weekly Bundle For Lovers

Passend zum Valentinstag gibt es auf der Humble-Bundle-Seite zahlreiche Visual Novels, die sich alle – zumindest ansatzweise – mit dem Thema Liebe beschäftigen. Wer also Geschichten mag und gerne liest, findet in den sieben Spielen, von denen sechs für Linux zur Verfügung stehen und fünf DRM-frei sind, sicherlich eine angenehme Beschäftigung.

Hardware und Mobiles

Ubuntu Phone nach wenigen Minuten ausverkauft

Der Verkauf des Ubuntu Phone von Bq letzte Woche war ein so großer Erfolg, dass die Server den Ansturm nicht verkrafteten. In der Folge konnten viele Benutzer ab 9 Uhr kein Ubuntu Phone bestellen und nach einer Stunde war kein Gerät mehr verfügbar. Aufgrund der großen Nachfrage – und der Serverprobleme – gab es am Nachmittag einen zweiten Verkauf, bei dem aber ebenfalls nach wenigen Minuten alle Geräte vergriffen waren. Die kommenden Wochen wird es somit vermutlich vermehrt Testberichte zum Bq-Gerät geben.

In zwei Interviews geben Canonical-CEO Jane Silber und Ubuntu-Mobile-Leiter Cristian Parrino auch Auskunft über das Ubuntu Phone von Bq und die Zukunft der Distribution.

Quellen: Linux-Magazin, Pro-Linux, OMG!Ubuntu!

Blitzlicht stört Raspberry Pi 2

Nicht jeder lässt sich gerne ablichten. Dazu gehört auch der Chip U16 auf dem neuen Raspberry Pi 2, denn dieser lässt bei bestimmten Lichtquellen den Raspi abstürzen. Grund hierfür ist ein bestimmte Lichtempfindlichkeit des Chips bei Xenon-Blitzgeräten und Laserpointern. Aufgefallen ist dies einem Benutzer des Raspberry Pi 2, als er das Gerät ablichten wollte.

Quellen: heise open, Linux-Magazin

Sonstiges

WhatsSpy Public zum Ausspähen von WhatsApp-Nutzern

Das Projekt WhatsSpy Public soll auf die Missstände der Privatsphären-Einstellung des beliebten Kommunikationsdienstes WhatsApp hinweisen. Auch wenn man die Einstellung in WhatsApp restriktiv eingestellt hat, gehen viele Informationen nach außen, die man vermutlich nicht preisgeben wollte. WhatsSpy Public lässt sich herunterladen und auf einem eigenen Server installieren.

Quelle: heise open

Spaß mit Primzahlen

Eine lustige Idee hat Andrea Corbellini aufgrund eines xkcd-Comics gehabt: In dem Comic hat Randall Munroe die Botschaft „help I'm trapped in a universe factory“ in der Zahl Pi versteckt. Da Corbellini aktuell mit Primzahlen herumspielte, hat er eine gesucht, die sich in ASCII-Codierung tatsächlich in „help!! i'm trapped in a universe factory!!!!!!“ übersetzen lässt. Schön, wenn man so viel Spaß bei der Arbeit hat. :)

Humble Brainiac Book Bundle

Lernen mit Spaß soll das aktuelle Humble Brainiac Book Bundle vermitteln. Neben zahlreichen LEGO-Technik-Büchern kann man auch Ruby, Python oder JavaScript (aus der For-Kids-Reihe) lernen oder sich mittels Mangas in Elektrizität, Physik und Mathematik einarbeiten. Die Bücher sind ganz klar für jüngere Leser gedacht, und da sie alle auf Englisch sind, für den deutschsprachigen Nachwuchs nur bedingt geeignet. Aber es gibt sicherlich auch Erwachsene, die mit einfachen Mitteln eine Programmiersprache lernen wollen.

Valentinstag für Freie Software

„I love Free Software …  but I love you more!“
„I love Free Software … but I love you more!“
(C) FSFE

Am 14. Februar ist wieder Valentinstag, an dem sich alle Liebenden weltweit mehr Aufmerksamkeit als sonst schenken. Mit dem „I Love Free Software Day“ feiert auch die Free Software Foundation Europe mit und animiert alle Liebhaber Freier Software ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen.

Der „I Love Free Software Day“ fällt dieses Jahr auf einen Samstag und auch wenn mit Freier Software oder einem Freien Projekt nur schwer Essen gehen kann, freuen sich die Macher dahinter auch über Aufmerksamkeit an diesem Tag.

So kann man beispielsweise in verschiedenen Medien, z.B. Blogs oder sozialen Netzwerken, über die Gründe, wieso man Freie Software oder ein bestimmtes Programm nutzt, bloggen. Auch ein Foto in der Fotogalerie der FSFE sieht sehr schön aus.

Tux liebt auch Freie Software
Tux liebt auch Freie Software

Wer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will, um es ganz unromantisch auszudrücken, findet auf der FSFE-Webseite auch Postkarten mit dem Spruch: „I love Free Software … but I love you more!“. Wer häkeltechnisch begabt ist, kann seiner oder seinem Liebsten auch einen Tux häkeln, und so seine Liebe zweifach auszudrücken.

Zuletzt gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, Freie Projekte materiell zu unterstützen, denn die meisten Entwickler, Designer, Grafiker und Dokumentationsschreiber arbeiten an Freier Software als Hobby. Man kann seinen Tribut entweder monetär zollen, aber viele Freie-Software-Aktivisten freuen sich auch über andere Zuwendungen, wie zum Beispiel ein Buch oder man lädt sie zu einem Kaffee/Kakao ein.

Wer Freie Software nutzt und liebt, hat natürlich das ganze Jahr über die Möglichkeit, dies auszudrücken. Der 14. Februar 2015 gibt aber die Möglichkeit, dies konzentriert zu tun, sodass das Echo vor allem in der Netzwelt größer ist.

LaTeX auf den Chemnitzer Linuxtagen

Am 21. und 22. März 2015 finden in Chemnitz wieder die Chemnitzer Linuxtage statt. Das Programm ist sehr gut mit zahlreichen technischen Linux-Themen gefüllt und es gibt am Freitag Samstag auch einige Vorträge zum Thema LaTeX.

Doris Behrendt geht in ihrem Vortag LaTeX für Lehrerinnen auf einige Mathematikschulaufgaben ein, die sie in der Schule mit PSTricks gestaltet.

Den zweiten Vortrag hält Wolfgang Dautermann zum Thema Programmierung mit LaTeX … und anderen Programmiersprachen. In dem Vortrag soll auf einige Methoden und Pakete eingegangen werden, mit denen man in LaTeX programmieren kann.

Den Abschluss gibt Martin Schröder mit seinem obligatorischen Vortrag TeX im 21. Jahrhundert, in dem er die aktuellen Entwicklungen in der TeX-Welt vorstellt.

Der normale Eintritt kostet nur 8 Euro.

Buch: Arcanum 101

Titel Arcanum 101: Welcome New Students
Autor Rosemary Edghill, Mercedes Lackey
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber RosettaBooks, 2011
Seitenanzahl 159 Seiten, EPUB

Der fünfzehnjährige Tomas lebt mit seiner Mutter und seiner Schwester in einem Armenviertel in New York, nachdem die Familie aus El Paso wegzog, als Tomas' Vater das Weite suchte. Die Familie kann von den zwei der Jobs der Mutter kaum leben, und als Tomas in einer Gefahrensituation bemerkt, dass er Kraft seiner Gedanken, Feuer entfachen kann, bietet er sich dem lokalen Mafia-Boss als Brandstifter an. Die Polizei schnappt ihn aber und durch einen Deal muss Tomas nicht ins Gefängnis, sondern auf die St. Rhiannon's School, bei der andere Kinder wie er unterrichtet werden. Unter anderen die junge VeeVee, die bereits sehr früh ihre magischen Kräfte erkannte und mit ihren Eltern auf Geheimmissionen geht, um die Welt vor Monstern zu schützen.

„Arcanum 101“ richtet sich an Jugendliche und wirkt ein bisschen wie Hogwarts in Harry Potter oder die Schule der X-Men. Ich will es nicht als Abklatsch darstellen, aber die Ähnlichkeiten sind unverkennbar. Leider fehlen dem Buch auch jeder Spannungspunkt oder Konfrontation. Es wirkt alles viel zu glatt und schön und gut.

Das Buch liest sich schön schnell und einfach, aber mich spricht es nicht wirklich an. Das Buch war Teil des dritten Humble eBook Bundle.

Wochenrückblick 06/2015

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Snappy Ubuntu Core für Raspberry Pi 2

Die schlanke Variante von Ubuntu, Snappy, steht nach einer Zusammenarbeit von Canonical mit der Raspberry Foundation auch für den neuen Raspberry Pi 2 (siehe unten) zur Verfügung. Der Raspberry Pi wird damit zur Referenzplattform für Snappy Ubuntu Core.

Quelle: Linux-Magazin, Ubuntu Insights

Workshop zum Schreiben von Ubuntu Apps

Auf der Ubuntu-Developer-Seite wurde ein Workshop veröffentlicht, der an Beispiel eines RSS-Readers zeigt, wie man eine Ubuntu App programmieren kann. Die so programmierten Apps sollen dann auf alle Ubuntu-Geräten (Phone und Desktop) funktionieren. Das Material wird so Verfügung stellt, dass man es auch für eigene Workshops auf Community-Treffen nutzen kann.

Quelle: Daniel Holbachs Blog

Lubuntu-Wallpaper-Contest

Wie zu jeder neuen Ubuntu-Version gibt es im Vorfeld bei den verschiedenen Distributionen Wallpaper-Contests, bei denen man Hintergrundbilder für den Desktop einsenden kann. Lubuntu fragt dieses Mal wieder nach Bildern, die man auf Flickr hochladen kann. Einsendeschluss ist der 1. März 2015.

Quelle: Lubuntu Blog

Neues rund um Linux

Microsofts CoreCLR als Open Source verfügbar

Einen weiteren Schritt in Richtung der .NET-Veröffentlichung als Open Source machte Microsoft diese Woche, in dem es den Quellcode von CoreCLR (Core Common Language Runtime), der Laufzeitumgebung von .NET, unter MIT-Lizenz veröffentlichte. Die Engine ist u.a für Kompilierung und Garbage-Collection zuständig. Wie die anderen .NET-Komponenten wird die CoreCLR über GitHub bereitgestellt.

Quellen: Pro-Linux, http://www.heise.de/open/meldung/NET-Microsoft-gibt-CoreCLR-als-Open-Source-frei-2539178.html heise open], Golem

Outreachy löst OPW ab

Das Outreach Program for Women (OPW), welches 2006 von der GNOME Foundation (damals noch unter anderem Namen) initiiert wurde, um mehr Frauen für die Open-Source-Welt zu begeistert, wird durch Outreachy abgelöst. Outreachy richtet sich dabei im Gegensatz zu OPW nicht nur an Frauen, sondern auch an Transgender Männer, Genderqueer-Menschen und Teilnehmer des Ascend-Projekts. Bis zum 24. März 2015 kann man sich noch für eine Teilnahme bewerben, um zwischen Mai und August bei Kodierung, Design oder Dokumentation eines Open-Source-Projektes zu helfen.

Quelle: Pro-Linux

Valentinstag für Freie Software

Am 14. Februar ist wieder Valentinstag und auch die Freie-Software-Bewegung feiert mit dem I Love Free Software Day mit. An dem Tag kann man seine Liebe zu Freier Software und Open Source Ausdruck verleihen, indem man z.B. sein Lieblingsprojekt vorstellt oder in dem man einem Projekt Geld spendet.

Quelle: Pro-Linux

Spielen unter Linux

Raven's Cry veröffentlicht

Publisher TopWare Interactive veröffentlichte nach mehreren Verschiebungen letzte Woche das Spiel Raven's Cry für Linux, MacOS X und Windows. In dem Abenteuerspiel schlüpft man in die Rolle eines Piratenkapitän und schippert durch die Südsee. Wie erste Erfahrungen aber zeigen, scheint das Spiel auf allen Systemen noch nicht wirklich fehlerfrei zu sein.

Quelle: Pro-Linux

Humble Weekly Bundle Adventures!

Im aktuellen Humble Weekly Bundle gibt es sieben Adventure, davon fünf für Linux und vier DRM-frei. Dem ein oder anderen bekannt sind sicherlich Baphomets Fluch (Broken Sword) oder das Entwickler-Studio Wadjet Eye Games, die nach „Geminie Rue“ mit „A Golden Wake“ ein weiteres Adventure veröffentlicht haben. Die Spiele sind wieder zum Selbstbestimmungspreis, wobei man einen Teil erst bekommt, wenn man mehr als den Durchschnitt (aktuelle 4,79 US-Dollar) bzw. mehr als 10 US-Dollar zahlt.

Hardware und Mobiles

Ubuntu Phone von bq vorgestellt

Wie im Vorfeld groß angekündigt veröffentlichten Canonical und bq am Freitag das erste Ubuntu Phone. Dieses wird ab nächster Woche in einem zeitlich begrenzten Rahmen zu erwerben sein. Im März soll dann ein weiteres Smartphone mit Ubuntu vom chinesischen Hersteller Meizu folgen.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: Ubuntu Insights, OMG!Ubuntu!, Golem, heise open

Dell-Notebook mit Ubuntu

Das Notebook Precision M3800 der Firma Dell gibt es nun auch mit Ubuntu als Betriebssystem. Die Hardware des High-End-Gerätes liest sich entsprechend: 15,6-Zoll-Ultrasharp-Touch-Display mit 3840x2160 Pixeln, interner Speicher bis 2 Terabyte, Intel Quadcore und NVIDIA Quadro K1100M mit bis zu 16 Gigabyte Speicher.

Quellen: Linux-Magazin

Neuer Raspberry Pi 2 mit mehr Leistung

Der Minicomputer Raspberry Pi bekommt einen Nachfolger: den Raspberry Pi 2. Der ARMv7-Prozessor lässt zwar wie bisher nur 32-Bit-Anwendungen zu, dafür hat er vier Kerne mit je 900 MHz. Der Speicher wurde von 512 Megabyte auf 1 Gigabyte erhöht. Die restlichen Daten bleiben gleich und auch der Preis soll bei 35 US-Dollar bleiben. Bei Golem gibt es auch einen ersten Testbericht.

Quellen: Pro-Linux, heise open, Linux-Magazin, Golem

Wochenrückblick 05/2015

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Umfrage zu Ubuntu Server und Cloud

Jedes Jahr fragt Canonical bei zahlreichen Firmen und Software-Entwicklern nach deren Erfahrungen im Einsatz von Ubuntu Server und Cloud-Diensten wie Open Stack.

Quelle: Ubuntu Insights

Neues rund um Linux

User Liberation bei der FSF

Mit einem Video hat die Free Software Foundation ihren 30-jährigen Geburtstag eingeleitet, der 2015 ansteht. In dem Video wird auf die Befreiung der Nutzer durch Freie Software hingewiesen und die Vorteile von Quellcode-Zugriff angesprochen, sodass eine Untersuchung, Verbesserung und Verteilung der Software möglich ist. Der Verschluss von Quellcode birgt eine gewisse Unsicherheit und auch externe Kontrolle, der man sich nicht entziehen kann.

Quelle: Pro-Linux

Echtzeit-Linux-Kernel finanziert

Letztes Jahr suchte das „Open Source Automation Development Lab“ (OSADL) nach finanzieller Unterstützung für den Echtzeit-Linux-Kernel, nachdem Hauptentwickler Thomas Gleixner seine Arbeit weiter einschränken musste. Anfangs sah es nicht gut aus, aber jetzt ist zumindest so viel Geld zusammengekommen, um die Entwicklung 2015 zu gewährleisten.

Quellen: Pro-Linux, Linux-Magazin

Full Circle Magazine #93 erschienen

Letzte Woche ist die neue Ausgabe des englischsprachigen Magazins Full Circle Magazine erschienen. Themen der 93. Ausgabe sind unter anderem Tutorials zu LibreOffice, Inkscape, Arduino und Ubuntu-Kiosk, der sechste Teil zur Kompilierung des Linux-Kernels, die Vorstellung von Gulp, FreeBSD und des Spiels X-Plane mit FSEconomy.

Quelle: Full Circle Magazine Blog

Spielen unter Linux

Fahrenheit: Indigo Prophecy Remastered

Das Spiel Fahrenheit von 2005 ist zwar schon etwas älter, beeindruckte damals als eine interessante Mischung aus Videospiel und interaktivem Film mit einem großartigen Soundtrack von Angelo Badalamenti. Die Neuauflage des Spiels ist über Steam auch für Linux erhältlich.

Quellen: Pro-Linux, LinuxGames

Grim Fandango Remastered

Ein zweites, älteres, stark überarbeitetes Spiel ist mit Grim Fandano erschienen. Vor allem mit schwarzen Humor begeisterte das Adventure vor 17 Jahren und gilt auch heute noch als großartiges Spiel. Zu erhalten ist es auch in Deutsch über GOG oder Steam.

Quelle: LinuxGames

Hardware und Mobiles

Ubuntu Phone am 6. Februar

Nicht sehr überraschend, weil bereits bekannt, veröffentlichte Canonical die Spezifikation für das am 6. Februar angekündigte Ubuntu Phone von bq. Die Quad-Core-Cortex-A7-CPU läuft mit 1,3 GHz und hat eine integrierte Mali400-GPU, die das 4,5 Zoll-Display mit 540x960 Pixeln ansteuert. Der Arbeitsspeicher beträgt ein Gigabyte, dazu gibt es 8 Gigabyte Flash-Speicher. Zwei SIM-Steckplätze, Vorder- und Rückkamera mit 5 bzw. 8 Megapixel, WLAN, UMTS und Bluetooth geben ein brauchbares Gerät.

Quelle: Pro-Linux