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American Gods

Titel American Gods
Autor Neil Gaiman
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Headline Review, 2005
Seitenanzahl 635

Kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis stirbt Shadows Frau Laura bei einem mysteriösen Autounfall. Shadow wird vorzeitig entlassen und trifft auf der Heimreise den charismatischen Wednesday, der Shadow einem Job als "Mädchen für alles" anbietet.

Wie sich herausstellt, ist Wednesday ein Gott, der vor langer Zeit mit seinen Anhängern nach Amerika gekommen ist. Im Heute will er eine Armee der alten Göttern zusammenstellen, die gegen die neuen Götter des Fernsehens, des Internets und der Automobile um die Gläubigen kämpfen sollen. Mit Shadow fährt er deswegen quer durch Amerika, um seine Mitgötter zu mobilisieren.

"American Gods" ist eine Art göttlicher Road-Movie ... äh, Road-Book. Neil Gaiman zaubert wunderbar alle möglichen Götter aus Ägypten, Skandinavien, Indien, China, Irland etc. in einem kunterbunten Mix ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Die Essenz des ganzen Buches ist, dass Götter eigentlich auch nur Menschen sind. ;)

Shadow ist der Protagonist des Buches und sieht sich nach dem Tod seiner Frau in eine fantastische Welt hineingestoßen, die ihn aber wenig verwundert. Selbst als seine Frau als Untote wieder auftaucht, bringt ihn das nicht aus der Fassung. Auf seiner Reise durch Amerika lernt er viele interessante Götter, aber auch normale Menschen kennen. Eine davon ist ein junges Mädchen namens Sam, das einen sehr eigenwilligen Lebensstil pflegt. Für mich war sie mit ihren Aussagen definitiv die beste Figur im Buch, kommt aber viel zu wenig darin vor. Über eine Aussage muss ich immer noch innerlich grinsen: I believe [...] that there's a cat in a box somewhere who's alive and dead at the same time (although if they don't ever open the box to feed it it'll eventually just be two different kinds of dead), [...]

Die restlichen Charaktere sind auch sehr interessant und bis zum Ende hin halten sie die Spannung aufrecht. Wenn man denkt, die Geschichte sei an einem Punkt abgeschlossen, gibt es eine unvorhergesehene Wendung und sie nimmt wieder Fahrt auf. Neil Gaiman hat dabei auch ein gutes Händchen bewiesen, was den Grat zwischen Happy-End und kitschigem Ende angeht.

Gaiman-Fans erzähle ich sicherlich nichts Neues, wenn ich sage, dass das Buch zur Pflichtlektüre gehört. Aber auch allen anderen kann ich das Buch (auf Englisch!) nur empfehlen. Der Sprachstil ist Gaiman-üblich ziemlich einfach aufgebaut - ohne dabei langweilig zu wirken. Es bietet also auch für Nicht-Englisch-Profis eine interessante Geschichte.

Trackbacks

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deesaster.org am : Humble Bookperk Bundle

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Als hätte ich nicht genug Bücher, gibt es im aktuellen Humble Books Bundle zahlreiche sehr gut Bücher zum Selbstbestimmungspreis. Aktuell enthält das Humble Bookperk Bundle 10 Bücher vom Verlag HarperCollins, darunter auch welche, die schon gelesen habe.

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