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Südostasien und Umgebung 2018 – Sri Lanka: Am Ende der Welt

Nuwara Eliya

Am Bahnhof von Nanu Oya angekommen buchten wir gleich noch die Tickets für die Fahrt nach Kandy und ein Taxi brachte uns dann für 500 Rupien (ca. 2,70 Euro) in die Stadt, die uns leider mit starkem Regen begrüßte. Nuwara Eliya liegt mit 1990 Metern noch höher als Ella, was sich – für mich – wieder positiv, weil kühler, auf die Temperatur auswirkte. In unserer Unterkunft Mount Mary Inn trafen wir auf ein holländische Pärchen. Da wir alle in den Nationalpark wollten, schlossen wir uns zusammen und buchten gemeinsamen einen Fahrer, um den Preis pro Person zu verringern. Interessant war, dass auf den Zwei-Personen-Preis von 4500 Rupien (ca. 24 Euro) noch einmal 500 Rupien (ca. 2,70 Euro) aufgeschlagen wurden – angeblich wegen des Mehrgewichts. :)

Nuwara Eliya begrüßt uns mit Regen.
Nuwara Eliya begrüßt uns mit Regen.

Am Nachmittag bummelten wir, nachdem der Regen aufhörte, noch durch die Stadt. Im Gegensatz zu Ella handelt es sich bei Nuwara Eliya um eine richtige Stadt mit ganz normalen Läden und Einkaufszentren, wenn auch im kleineren Stil. Und so konnten wir dort auch einige der bekannten Outdoor-Marken wie beispielsweise Jaek Wolfakin [sic] kaufen. Ggf. waren ‚c‘ und ‚s‘ beim Besticken ausgegangen. ;) Sehr schön anzusehen ist das Backstein-Postgebäude, welches noch aus der Kolonialzeit stammt.

Das Postamt im Kolonialstil.
Das Postamt im Kolonialstil.

Restaurants gibt es ein paar in Nuwara Eliya. Am zweiten Tag wollten wir traditionell essen und wurden zuerst in ein Foreigner Restaurant geschickt. Das Kottu sollte dort aber 580 Rupien (ca. 3 Euro) kosten, was uns zu viel erschien. Ein Stockwerk tiefer aßen dafür die ganzen Einheimischen, wo wir uns auch einen Tisch suchten. Für 260 Rupien (ca. 1,40 Euro) schmeckte das Kottu dann auch gut.

Nationalpark Horton Plains

Für den Horton Plains Nationalpark muss man ein bisschen mehr Zeit einplanen. Die Fahrt dorthin dauert von Nuwara Eliya circa anderthalb Stunden. Im Park selbst haben wir ungefähr vier Stunden verbracht. Was die perfekte Zeit ist, um durch den Park zu laufen, weiß ich nicht. Wir entschieden uns jedenfalls für das Morgenprogramm.

Bereits um 5 Uhr ging es los. Den Sonnenaufgang konnten wir aus dem Auto heraus bestaunen. Bereits fünf Kilometer vor dem eigentlichen Eingang zum Park muss man sich das Ticket kaufen, das pro Person 3500 Rupien (ca. 18,60 Euro) kostet. Unser Fahrer ließ jemanden für uns anstehen, sodass wir selbst den Wagen nicht verlassen mussten. Das war nett – im Nachhinein war die Nettigkeit 2000 Rupien wert, da wir als Gruppe von vier Personen nur 12000 Rupien statt zweimal 7000 Rupien zahlen hätte müssen. Hier sollte man sich selbst ggf. vorher noch einmal über die gültigen Preise informieren.

Sonnenaufgang im Horton Plain Nationalpark.
Sonnenaufgang im Horton Plain Nationalpark.

Ein Hirsch begrüßt uns am Eingang.
Ein Hirsch begrüßt uns am Eingang.

Um 7 Uhr waren wir dann am Parkeingang und gingen los. Verlaufen war nicht wirklich möglich, der Rundweg ist gut betreten und egal, ob man links oder rechts entlang läuft, man kommt zum Ziel. Das Ziel nennt sich „World's End“, zuvor kommt aber noch „Mini World's End“, wenn man linksherum geht. Es handelt sich bei beidem um steil abfallende Hänge, die sich mehrere hundert Meter weit bis ins Tal erstrecken, was sehr beeindruckend aussieht. Die Aussicht auf die umliegende Berge ist grandios.

Zum World's End geht es in beide Richtungen.
Zum World's End geht es in beide Richtungen.

Die Klippen des World's End.
Die Klippen des World's End.

Blick ins Tal.
Blick ins Tal.

Noch schöner hat mir das Laufen durch den Park im Allgemeinen gefallen. Es gibt unterschiedliche Vegetationen, ein paar Tiere wie Vögel oder Riesen-Eichhörnchen, einen Fluss und einen Wasserfall und es ist einfach schön, mit der langsam aufgehende Sonne im Gesicht oder Rücken durch die Landschaft zu laufen. Der Start am Morgen war vermutlich auch ganz gut, denn so stand die Sonne noch nicht zu hoch und es war von der Temperatur sehr angenehm.

Viel Wald.
Viel Wald.

Die Landschaft im Nationalpark.
Die Landschaft im Nationalpark.

Die Bakers Falls – mit kleinem Regenbogen.
Die Bakers Falls – mit kleinem Regenbogen.

Ein Riesen-Eichhörnchen.
Ein Riesen-Eichhörnchen.

Ein wichtiger Hinweis: Im Nationalpark ist kein Plastik erlaubt, die Taschen werden entsprechend auch am Eingang kontrolliert. Plastikflaschen sind okay, wenn man das Etikett abmacht. Aber eigentlich gilt auch hier wie überall: Müll nicht einfach wegwerfen, sondern einpacken und in der Stadt entsorgen!

Um 11 Uhr waren wir dann mit dem Rundgang fertig und 12 Uhr wieder zurück in Nuwara Eliya.

Wanderung durch die Teeplantagen

Bevor wir uns zu den Teeplantagen aufmachten, gingen wir für etwas zu Essen in die Stadt. Hier habe ich dann Ladoo kennengelernt, ein sehr leckeres, süßes, gelbes Bällchen, welches eine Spezialität von Nuwara Eliya zu sein scheint. Zumindest habe ich es sonst nirgends gesehen, auch wenn es überall im indischen Raum zuhause sein sollte.

Von der Stadt aus nahmen wir uns für 300 Rupien (ca. 1,60 Euro) ein Tuktuk und fuhren bis zur Teefabrik Pedro Estate Lovers Leap. Die Führung durch die Fabrik ist zwar nur 20 Minuten lang, mit 200 Rupien (ca. 1 Euro) aber auch preiswert. Und wir mussten nur zwei Kilometer weit fahren, was vor allem für den Rückweg praktisch war. In der Fabrik bekamen wir die Produktionsprozesse vom Einsammeln und Trocknen der Teeblätter bis zur Verarbeitung zu verschiedenen Teestärken gezeigt. Die Fabrik selbst verkauft den Tee nicht direkt an Endkunden, sondern an andere Händler, die den Tee dann mit anderen Geschmacksrichtungen anreichern. Sehr positiv fand ich auch, dass das Thema Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen bei Pedro sehr groß geschrieben werden. Teilweise wirkt sich das aber auch im Tee-Preis aus. Glücklicherweise konnten wir den Tee kostenlos probieren.

Die Teefabrik Pedro Estate.
Die Teefabrik Pedro Estate.

Lovers Leap Tee.
Lovers Leap Tee.

Um 15 Uhr waren wir schon fertig und so beschlossen wir durch die Teeplantagen zum namensgebenden Lovers Leap Wasserfall zu laufen. Die Strecke ist wirklich sehr schön und erinnert ein bisschen an eine Wanderung durch deutsche Weinberge – nur eben mit Tee. Unterwegs begegneten wir auch Tee-Pflückerinnen, die ihren Ertrag zur Fabrik trugen. Der Wasserfall trägt seinen Namen, weil sich der Legende nach ein unglückliches Pärchen, das nicht zusammen sei durfte, vom Wasserfall in die Tiefe stürzte. Von dieser Tragödie abgesehen war der Wasserfall ganz nett.

Teepflückerinnen auf dem Weg in die Fabrik.
Teepflückerinnen auf dem Weg in die Fabrik.

Die Kuh hat ganze Arbeit bei der Teeernte geleistet.
Die Kuh hat ganze Arbeit bei der Teeernte geleistet.

Lovers Leap Wasserfall.
Lovers Leap Wasserfall.

Den Rückweg kürzten wir etwas durch die Teefelder ab. In dem Teil der Stadt sahen wir dann auch den Unterschied zwischen den einfachen Wellblechhütten im Talkessel und den imposant wirkenden Kolonialhäusern mit Hanglage. Insgesamt war es von der Teefabrik in die Stadt ein sehr schöner, circa 5 km langer Spaziergang durch die Teefelder und die Wohngegend von Nuawara Eliya.

Wohnviertel von Nuwara Eliya.
Wohnviertel von Nuwara Eliya.

Südostasien und Umgebung 2018 – Sri Lanka: In den Highlands

Ankunft in Ella

Nach dem Nationalpark Udawalawe ging es in das Hochland Sri Lankas. Vor unserer Ankunft in Ella, machten wir noch einen Zwischenhalt für das Fotografieren des Ravana Wasserfalls, der praktischerweise direkt an der Straße liegt.

Ravana Wasserfall bei Ella.
Ravana Wasserfall bei Ella.

Ella liegt am südöstlichen Ende der Bergkette mit 1041 m über dem Meeresspiegel ziemlich hoch, was wir auch an der Temperatur merkten, die etwas fiel und in einem angenehmeren Rahmen als noch in Colombo lag. In Ella kamen wir in der Pension White Heart unter, direkt gegenüber des Bahnhofs. Das war auch eigentlich unser erstes Ziel, aber wir wurden sehr freundlich mit Tee begrüßt, den wir nicht ausschlagen wollten.

Willkommen in Ella.
Willkommen in Ella.

Der Grund für den Bahnhof war einfach: Statt mit dem Auto wollten wir mit der Hochlandbahn über die Berge fahren, was einen tollen Blick bieten sollte. Im Internet informierte ich mich vorher über seat61.com nach den unterschiedlichen Zugtypen. Besonders interessant schien der 1. Klasse Observation Waggon OFV des Zugs 1008 SPL zu sein (siehe weiter unten). Der Verkaufsschalter hatte aber bereits zu, sodass wir es noch einmal am nächsten Morgen probieren wollten.

Ella selbst als Stadt zeichnet sich vor allem durch die zahlreichen Unterkünfte, gepaart mit den ebenso zahlreichen Restaurants aus. Mehr gibt es in der Stadt selbst nicht zu sehen. Wir waren aber sowieso eher wegen der Umgebung, konkret den Teeplantagen, Little Adam's Peak und Ella's Rock vor Ort. Am Abend suchten wir uns ein nettes Lokal und es gab wieder einmal Kottu Rotti, diesmal mit guter Live Musik im Ella 360.

Straßenmarkt in Ella.
Straßenmarkt in Ella.

Kottu Rotti – mal wieder.
Kottu Rotti – mal wieder.

Von Zügen und Brücken

Wie bereits erwähnt galt unser erster Stopp – noch vor dem extrem reichhaltigen Frühstück mit Sticky-Reis, Banane, Pfannkuchen und Hoppers (Waffeln) – der Bahnstation. Glücklicherweise gab es für den Folgetag noch Sitzplätze im Observation Waggon, auch wenn wir „nur“ die Plätze 19 und 21 hintereinander bekommen konnten.

Frühstück in Sri Lanka mit Reis und Pancakes.
Frühstück in Sri Lanka mit Reis und Pancakes.

Zuerst wollten wir die Nine Arch Bridge besuchen. Die 1921 fertig gestellte Brücke mit seinen neun Torbögen ist wegen seiner Bauweise sehr bekannt. Der Weg dorthin führte uns aus Ella heraus, durch die schönen, grünen Teeplantagen, vorbei an einer Tea Factory von Finlays bis zu einem Aussichtspunkt, den wir uns vorab über OpenStreetMap herausgesucht hatten. Die beste Sicht auf die Brücke hat man in einer kleinen Fruchtbar. Mit einem frisch gemixten Fruchtsaft in der Hand warteten wir also brav auf den nächsten Zug. Und hätten wir uns vorher nicht die Aushangfahrpläne angeschaut, hätten wir auch länger warten müssen, da die Brücke täglich nur jeweils fünf Züge pro Richtung überqueren.

Um kurz vor 11 kam der 1008 SPL Zug dann auch. Leider ohne Dampflok, wie ich irgendwie gehofft hatte, aber wir konnten so schon einen Blick auf den Zug werfen, mit dem wir am Folgetag nach Nuwara Eliya fahren wollten. Lohnt sich das Warten? Ehrlich gesagt ist es nicht extrem spektakulär, wenn ein Zug eine Brücke überquert, aber es war sehr schön, in der Bar mit etwas zu Trinken eine kurze Pause zu machen.

Nine Arch Bridge.
Nine Arch Bridge.

Ein „Chamäleon“ – oder auch nicht.
Ein „Chamäleon“ – oder auch nicht.

Ein Streifenhörchen setzt zum Sprung an.
Ein Streifenhörchen setzt zum Sprung an.

Zu den Bergen

Der 2243 Meter hohe Adam's Peak ist der bekannteste, weil heiligste Berg Sri Lankas, wenn auch nicht der höchste (das ist der Pidurutalagala mit 2534 Metern). Sein kleiner Bruder mit 1141 Metern über dem Meeresspiegel steht in Ella und nennt sich Little Adam's Peak – und ist so klein, dass es nicht einmal zu einem Wikipedia-Eintrag gereicht hat. Der Peak besteht genau genommen aus drei zusammenhängenden Bergkuppen. Wieder durch Teeplantagen führte uns der Weg einige Stufen nach oben, was aber problemlos zu laufen war. Einzig für den letzten der drei Bergkuppen mussten wir ein kleines bisschen die Hände zur Unterstützung benutzen. Von dort hatten wir aber einen super Ausblick auf das Tal und vor allem auf Ella Rock. Den hätten wir prinzipiell auch besteigen können, was uns für den einen Tag aber zu stressig geworden wäre. Wären wir zwei ganze Tage in Ella geblieben, wäre dies aber eine Option gewesen.

Little Adam's Peak.
Little Adam's Peak.

Blick auf Ella Rock.
Blick auf Ella Rock.

Eine Teepflückerin in der Plantage.
Eine Teepflückerin in der Plantage.

Die Kühe „helfen“ mit.
Die Kühe „helfen“ mit.

Am Nachmittag entspannten wir von der Wanderung in der Pension und buchten die Unterkünfte für Nuwara Eliya und Kandy. Abends versuchten wir die Pizza im Ort, die aber nicht an unsere in Deutschland bekannte Pizza heranreichen kann (außer im Preis) und gingen dann weiter ins La Ella Breeze, um bei Chicken Wings und Chocolate Hoppers den abendlichen Regen zu ignorieren.

Ein riesiger Falter.
Ein riesiger Falter.

Mit dem Zug durch die Highlands

Ein Highlight der Reise war für mich die Fahrt im Observation Waggon des 1008 SPL. Der OFV-Wagen der ersten Klasse ist am Ende des Zuges angekoppelt und alle Sitzplätze sind rückwärts ausgerichtet, sodass die Passagiere nach hinten aus dem riesigen Fenster schauen können. Wie zuvor erwähnt hatten wir nur die Plätze 19 und 21 - und staunten nicht schlecht, da dies die vordersten zwei Sitzreihen waren, also einer direkt am großen Fenster. Die Aussicht ist toll, aber einige interessante Sachen verpassten wir sicher auch, da wir ja nicht sahen, was auf uns zukam. Dennoch war die Fahrt außergewöhnlich.

Der 1008 SPL.
Der 1008 SPL.

Die 1. Klasse – sogar mit Ventilator.
Die 1. Klasse – sogar mit Ventilator.

Der Ausblick aus dem Panoramafenster ist super.
Der Ausblick aus dem Panoramafenster ist super.

Die Strecke führt an Horton Plains Nationalpark vorbei, durch zahlreiche Teeplantagen bis zum höchsten Punkt der Zuglinie in Pattipola mit 1897,5 Metern. Es wurde auch deutlich kühler und riesige Nebelwände versperrten teilweise die Sicht. Die Kühle konnten wir auch spüren, da Fenster und Türen des Zuges auch während der Fahrt geöffnet waren. Bei einem Tempo von ca. 25 km/h ist dies aber auch eher ungefährlich.

Ein Wasserfall im Nationalpark.
Ein Wasserfall im Nationalpark.

Tee so weit das Auge reicht.
Tee so weit das Auge reicht.

Interessant fand ich auch, dass bei den Stopps an den Bahnhöfen Verkäufer mit Körben an den Fenstern vorbei laufen und ihre Waren wie Getränke oder Essen anbieten. Und auch die Toilette ist erwähnenswert, da es sich nur um ein Loch im Boden handelt – so wie ich das auch noch von früher aus den deutschen Zügen kenne (und man bitte nicht direkt an einer Bahnstation die Zugtoilette aufsucht).

Beim Stopp im Bahnhof kommen die Händler.
Beim Stopp im Bahnhof kommen die Händler.

Verfahren? Das sieht nicht nach Edinburgh aus!
Verfahren? Das sieht nicht nach Edinburgh aus!

Südostasien und Umgebung 2018 – Sri Lanka: Zu Besuch bei den Elefanten

Sri Lanka Allgemein

Auf unserer Südostasienreise hatten wir teils klare Vorstellung, welche Länder wir unbedingt sehen wollten. Sei es, weil uns die Kultur, die Sehenswürdigkeiten oder die Landschaft interessierte. Sri Lanka zählte eher nicht dazu. Ich wusste über das Land nur, dass der Ceylon-Tee daher kommt. Aber irgendwie lag Sri Lanka auf dem Weg zurück von den Malediven Richtung Festland so günstig, dass wir uns für einen einwöchigen Zwischenstopp entschieden.

Wie üblich half uns die Seite des Auswärtigen Amtes bei der Planung. Das benötigte Touristen-Visum konnten wir ziemlich einfach online beantragen. Nach einer Zahlung von 35 US-Dollar lag eine Minute später bereits das Visum im Posteingang, was den Aufenthalt für einen Zeitraum von 30 Tage erlaubt und für unseren Ein-Wochen-Trip völlig ausreichte. Mückenschutz war natürlich auch wieder Pflicht und der entsprechende Respekt in Kulturstätten (z.B. bedeckte Knie und Schultern) sowieso gegeben, zumal wir dies bereits aus anderen Ländern zuvor kannten.

Ansonsten hatten wir wenig Erwartungen an das Land, was vermutlich dazu beitrug, dass wir am Ende der Reise Sri Lanka mit einem sehr positiven Eindruck wieder verließen und ich jedem nur einen Abstecher dorthin empfehlen kann.

Hauptstadt Colombo

Von den Malediven aus flogen wir am 4. Februar nach Colombo, der de-facto-Hauptstadt Sri Lankas. Für den Flug bot sich zeitlich Korean Air als Fluggesellschaft an. Dies war unser Glück, denn als wir im Flugzeug saßen, kam die Durchsage, dass wir wegen Wartungsarbeiten am Flugfeld nicht starten durften. Korean Air hatte aber ein Entertainment-Programm an Bord, sodass wir die zwei Stunden Wartezeit mit Filmen überbrücken konnten.

Dementsprechend waren wir auch erst etwas später als geplant in Colombo. Untergekommen sind wir im südwestlichen Teil der Stadt, in Wellawatta, im Sayura House. Das Hotel liegt recht ruhig in einer Seitenstraße, mit dem Bus konnten wir von der Hauptstraße aus am nächsten Tag aber ganz gut in die Mitte der Stadt fahren. Gerade einmal 20 Rupien (ca. 10 Cent) kostete die Fahrt. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo man beim Busfahrer bezahlt, wurden wir aufgefordert, direkt einzusteigen. Während der Fahrt lief dann ein Schaffner durch den Bus, der das Fahrgeld kassiert – und dabei grob rundete, als wir ihm für zwei Personen 50 Rupien gaben und er alles wortlos behielt.

Sayura House, unsere Unterkunft in Colombo.
Sayura House, unsere Unterkunft in Colombo.

Colombo selbst ist eine normale Stadt. Ich empfand sie als recht sauber, was ich von anderen ähnlichen Städten in Südostasien nicht immer sagen konnte. Es war aber sehr warm (ähnlich wie im Sommer 2018 in Deutschland) und etwas feuchter. Aber nichts, was unerträglich gewesen wäre.

In der Stadt sah ich mich zuerst nach einem Elektronik-Laden um und fand dank Google Maps auch einen. Meine Kamera hatte auf den Malediven ihren Geist aufgegeben. In einem winzigkleinen Laden im 1. Stock eines unscheinbaren Haus fand ich dann SAL Electronics, die auf Kamera-Reparaturen spezialisiert waren und mir innerhalb von fünf Stunden meine Kamera wieder fixen konnten. Der Preis war zwar nicht so niedrig wie erhofft (8000 Rupien, ca. 45 Euro), aber ich wollte die restliche Reise auch nicht ohne eigene Kamera auskommen.

Danach sind wir für etwas Kultur weiter in die Stadt bis zum Beira Lake gefahren, auf dem sich der kleine Seema-Malaka-Tempel befindet. Dabei ein Tipp: Wenn man wie wir zuerst den Gangaramaya-Tempel für 300 Rupien (ca. 1,60 Euro) in der Nähe besucht, ist der Eintritt für den Seema Malaka bereits enthalten. Der Gangaramaya-Tempel ist einer der bedeutendsten Tempel in Colombo und dementsprechend groß mit sehr vielen Ausstellungsstücken und Statuen. Schade war, dass es keine Erklärung zu den einzelnen Stücken gab. Der Seema-Malaka-Tempel war danach etwas unscheinbarer, aber mit seiner Lage auf dem See und einem heiligen Bo-Tree (Pappelfeige auf Deutsch) sorgte er für einen sehr schönen Platz zum Entspannen.

Gangaramaya-Tempel.
Gangaramaya-Tempel.

Der Seema-Malaka-Tempel auf dem Beira Lake.
Der Seema-Malaka-Tempel auf dem Beira Lake.

Unser Rückweg führte uns dann durch den Vihara Mahadevi Park, in dem wir viele Streifenhörnchen, sehr viele Krähen und eine große Buddha-Statue gegenüber der Stadthalle sehen konnten. Insgesamt war es ein serh schöner, stressfreier Tag zum Entspannen, bevor das Sightseeing an den folgenden Tagen wieder weiterging.

Ein goldener Buddha im Vihara Mahadevi Park.
Ein goldener Buddha im Vihara Mahadevi Park.

Ein neugieriges Streifenhörnchen.
Ein neugieriges Streifenhörnchen.

Abends gingen wir dann lokal im Yaal Restaurant essen und waren überrascht, nach den Malediven auf Kottu Rotti zu stoßen. Die Schreibweise ist dabei auch in Sri Lanka sehr variantenreich mit einem H an diversen Stelle beider Wörter. Dennoch schmeckte es wieder sehr gut und wurde zu meinem Lieblingsessen der südostasiatischen Küche.

Es gab wieder Kottu Rotti.
Es gab wieder Kottu Rotti.

Nationalpark Udawalawe

Für den folgenden Tag hatten wir uns ein Taxi nach Ella bestellt. Für 14000 Rupien (ca. 75 Euro) brachte uns der Fahrer über eine Strecke von ca. 250 Kilometer dorthin. Wir machten noch einen kleinen südlichen Abstecher in den Udawalawe-Nationalpark, der vor allem für seine vielen Elefanten bekannt ist. Um 7 Uhr starteten wir nach dem Checkout und ich fragte mich schon, wieso wir für 250 Kilometer so früh los fahren mussten. Die kurvenreichen Straßen mit ihrem Verkehr brachte mir dann die Antwort. Für die ersten 150 Kilometer bis zum Nationalpark benötigten wir bereits fünf Stunden Fahrtzeit. Sri Lanka fiel mir dabei auch als sehr dicht besiedeltes Gebiet auf. Es gab kaum Abschnitte auf der Autobahn – die eher unseren Landstraßen entspricht – die nicht bebaut waren.

Der erste Elefant sagt Hallo.
Der erste Elefant sagt Hallo.

Taube, Eisvogel und Echse sitzen fröhlich beisammen.
Taube, Eisvogel und Echse sitzen fröhlich beisammen.

Die Büffel kühlen sich im See ab.
Die Büffel kühlen sich im See ab.

Und lassen sich auf den Köpfen herumtanzen.
Und lassen sich auf den Köpfen herumtanzen.

Um 12.30 Uhr waren wir dann am Nationalpark. Bereits vorab machte an den Parkgrenzen ein Elefant auf sich aufmerksam und stimme uns passend ein. Neben dem Eintritt für 7000 Rupien (ca. 38 Euro) mussten wir auch noch einen Jeep für 5000 Rupien (ca. 27 Euro) buchen, da man mit einem Privatwagen logischerweise nicht in einen Nationalpark mit Elefanten fahren sollte. Wir hatten irgendwie die optimale Uhrzeit gewählt, es waren kaum andere Mittouristen im Park. Dafür gab es viele Tiere zu sehen, neben den berühmten Elefanten auch Büffel, Affen oder Echsen. Vor allem für seine Vogelarten scheint der Park bekannt zu sein. Unser Jeepfahrer hielt manchmal mitten auf der Straße und zeigte auf einen Baum. Zuerst sahen wir nichts, aber mit einem genauen Blick konnten wir dann auch unterschiedliche bunte Vögel, Adler, Störche oder Eisvögel bewundern.

Die grünen Vögel erkannten wir auf Anhieb kaum.
Die grünen Vögel erkannten wir auf Anhieb kaum.

Eine Elefantenfamilie beschützt das Kleine in der Mitte.
Eine Elefantenfamilie beschützt das Kleine in der Mitte.

Schwarze Vögel.
Schwarze Vögel.

Baum im Wasser.
Baum im Wasser.

Wir stören einen Affen bei der Essenssuche.
Wir stören einen Affen bei der Essenssuche.

Wir waren nur zwei Stunden im Park und auch wenn das nicht viel erscheint, reichte die Zeit vollkommen aus. Für mich war es der erste Nationalpark dieser Art und ich fand es großartig, den Tieren in ihrer natürlich Umgebung so nahe zu sein. Preislich ist es sicherlich kein Schnäppchen – in Relation zu anderen Kosten in Sri Lanka –, aber es lohnte sich auf alle Fälle.

Gegen 17 Uhr kamen wir dann in Ella an. Was wir dort erlebt haben, könnt ihr später nachlesen.

Abschluss in Negombo

Zeitlich einen Sprung an das Ende unseres Aufenthalts: Wir überlegten, ob wir uns erst am Vortag unseres Rückfluges zum Flughafen Bandaranaike begeben wollten oder lieber schon früher. Wir entschieden uns für früher, damit wir genug Puffer hätten, falls aus irgendwelchen Gründen doch etwas dazwischen kommen sollte (was aber nicht geschah).

Und so verbrachten wir die letzten zwei Tage in Negombo im A&B Resort, einer kleinen Familienpension. Die Mutter war sehr freundlich und das Frühstück war reichlich und inzwischen auch nicht mehr ungewohnt. Ob Negombo als Stadt viel zu bieten hat, kann ich nicht sagen, da wir hauptsächlich nur eine Touristenstraße mit zahlreichen Restaurants sahen. Negombo liegt aber optimal sehr nahe am Flughafen, sodass man ohne viel Stress seinen Flug erreichen kann. Zum Strand war es daneben auch nicht weit, es war aber viel zu windig, um ruhig baden zu können.

Frühstück im A&B Resort in Negombo.
Frühstück im A&B Resort in Negombo.

Sonnenuntergang am Strand von Negombo.
Sonnenuntergang am Strand von Negombo.

Wir nutzten die Zeit hauptsächlich, um unseren Aufenthalt in Bali zu planen. Am interessanten war für uns noch das Essen in Mom's Rustic Kitchen. Die zwei Jungs hatten das Restaurant mit ihrer Mutter (Vermutung meinerseits) gerade erst eröffnet und wir waren gespannt auf die interessanten Interpretationen von Wiener Schnitzel oder Pizza. Das Essen war okay, die Jungs etwas überfordert mit dem Ansturm an Gästen, aber von der Atmosphäre und Herzlichkeit war alles so toll, sodass wir sowohl Mittag- als auch Abendessen dort genießen konnten.

In Mom's Rustic gibt es …
In Mom's Rustic gibt es …

… eine Art Pizza und Wiener Schnitzel.
… eine Art Pizza und Wiener Schnitzel.

Südostasien und Umgebung 2018 – Auf den Malediven

Malediven allgemein

Wer an die Malediven denkt, hat sicherlich traumhafte Strände mit türkisblauem Wasser, romantische Sonnenuntergänge und Krabben vor den Augen … Krabben? Ja, und zwar viele, viele Krabben. ;)

Die Atolle beim Anflug lassen auf einen tollen Urlaub hoffen.
Die Atolle beim Anflug lassen auf einen tollen Urlaub hoffen.

Auf unserer Reise durch Südostasien bot es sich an, auch den Malediven einen Besuch abzustatten. Von Bangkok aus gab es einen Direktflug und in etwas mehr als vier Stunden landeten wir auf Hulhulé, der Flughafeninsel der Malediven. Bei der Ankunft erhielten wir als deutsche Touristen ein 30-tägiges Visum, nachdem der nette Immigration-Polizist für uns die Immigration-Card ausgefüllt hatte, was man normalerweise als Tourist selbst machen sollte.

Als wir am Ende Januar das Terminal verließen und das Boot betraten, welches uns zur Hauptstadt Malé bringen sollte, waren wir sofort vom Meer begeistert. In so einer Klarheit und türkisblauen Tönen hatte ich noch nie Wasser gesehen. Die Überfahrt kostete gerade einmal 5,50 Rufiyaa (ca. 30 Euro-Cent). Im Vorfeld hatte ich gelesen, unter anderem auf Wikipedia, dass man auf den Malediven als Tourist meist mit US-Dollar zahlt und nicht mit der eigenen maledivischen Währung Rufiyaa. In den Hotels und bei Attraktionen trifft das sicher zu, in kleinen Einkaufsläden ist die Bezahlung mit Rufiyaa aber nicht ungewöhnlich.

Der erste Sonnenuntergang beeindruckte schon sehr.
Der erste Sonnenuntergang beeindruckte schon sehr.

Und auch wenn man vielleicht nicht damit rechnet, auch auf den Malediven gibt es Moskitos. Die Erfahrung machte ich, denn die einzigen Moskito-Stiche unserer gesamten Reise (neben einem in Sri Lanka) hatte ich trotz Vorsorge auf den Malediven. Und dann hatte ich gleich fünfmal die Ehre, Gast eines kleinen Blutsaugers zu sein. Passiert ist nichts, aber dennoch sollte man aufpassen.

Einheimischeninsel Dhiffushi

Wir waren etwas zu früh am Hafen und entspannten etwas im Green Garden Restaurant. Um 16 Uhr waren wir dann am Bootsanleger 6, an dem sehr viele Boote zu den unterschiedlichen Inseln angelegt hatten. Es war alles etwas konfus aber nach einigem Durchfragen und Warten sahen wir dann auch schon den Namen unserer Zielinsel auf der Seite einer der Boote nach Dhiffushi. Sehr komisch kam mir ein „hilfreicher“ Mann vor, der die Touristen einwies und von einigen das Fährgeld direkt haben wollte. Nach einigen Gesprächen mit dem Schiffspersonal gab er das Geld zurück bzw. an den Kapitän des Schiffs. Hier sollte man also etwas aufpassen und gesunde Vorsicht walten lassen.

Willkommen in Dhiffushi.
Willkommen in Dhiffushi.

Dhiffushi gehört zum Nord-Male-Atoll und liegt ca. 35 Kilometer nördlich von der Hauptinsel Male. Die Insel ist keine Resort-, sondern eine Einheimischen-Insel. Das heißt, dass man sich an entsprechende Rechte und Gesetze des muslimischen Landes halten muss. So sollte man in der Öffentlichkeit nicht zu freizügig herumlaufen und Alkohol gab es auf der ganzen Insel keinen. Beides störte uns nicht und für uns war eine Einheimischen-Insel ein guter Kompromiss zwischen paradiesischem Strandurlaub und Kosten.

Die Häuser sind teils aus Korallen gebaut …
Die Häuser sind teils aus Korallen gebaut …

… und haben eine interessante Farbgebung.
… und haben eine interessante Farbgebung.

Mit dem Schnellboot, was 375 Rufiyaa (ca. 20 Euro) pro Person kostete, waren wir in einer Stunde auf der Insel und liefen gemütlich zu unserem Hotel, dem Rashu Hiyaa. Das Hotel war ganz gut, wenn auch etwas teuer. Etwas schade war, dass man uns ein Zimmer mit Meerblick versprochen hatte, aber vom Erdgeschoss aus durch die Palmen das Meer zu sehen, war schon eine Kunst. Dann war auch die Klimaanlage defekt, die am Folgetag repariert wurde. Immerhin konnten wir nach drei Tagen in ein anderes Zimmer umziehen.

Unsere Unterkunft, das Rashu Hiyaa.
Unsere Unterkunft, das Rashu Hiyaa.

Dhiffushi selbst hat wenig zu bieten. Es gibt im Norden neben dem Hotel einen Touristenstrand, an dem man auch in Badeanzug und Bikini herumlaufen und schwimmen darf. Der südliche Strand ist eher zum Entspannen gedacht. Die Insel selbst konnten wir innerhalb von 30 Minuten umrunden (ca. 2 km Fußweg). Empfehlen kann ich die kleinen Einkaufsläden auf der Insel, in denen das Wasser preiswerter ist als im Hotel.

Die Nachbarinsel mit dem Meeru Resort Island.
Die Nachbarinsel mit dem Meeru Resort Island.

Da es sich um keine Resort-Insel handelt, gibt es auch Stellen, die weniger schön sind. Der Nordstrand ist sehr sauber, direkt neben dem Südstrand ist aber die Müllverbrennungsdeponie. Je nach Windrichtung spielten die Beachvolleyballer auch schon mal in schwarzen Rauchschwaden. Und an den abseits gelegenen Stellen sieht man, was das Meer alles anspült und nicht sonderlich schön aussieht. Aber so ist das Leben dort nun einmal.

Postkartenfoto mit Reiher …
Postkartenfoto mit Reiher …

… verbirgt als Ausschnitt das Müllproblem.
… verbirgt als Ausschnitt das Müllproblem.

Tagestrip auf dem Meer

Für den zweiten, vollen Tag auf den Malediven wollten wir natürlich auch etwas vom Meer und den Korallen sehen. Hier zeigte sich, dass die Preispolitik des Hotels etwa seltsam ist. Ein Einzelausflug á 2 Stunden (Schnorcheln, Delfine beobachten etc.) kostet 25 US-Dollar. Man bot uns ein Gesamtpaket für 125 US-Dollar pro Person an. Direkt am Strand gab es aber ein (das einzige) Wassersportzentrum, was eine ähnliche Tagestour für 95 US-Dollar pro Person anbot – nur war deren Boot defekt. Zurück im Hotel bot man uns auf Nachfrage nun das gleiche Paket ebenfalls für 95 US-Dollar pro Person an.

Als wir die Reise dann antraten, erfuhren wir von den anderen, dass diese nur 25 Dollar pro Person zahlten für einen Halbtagesausflug. Auf unser Nachfragen bekamen wir den Ausflug dann ebenfalls für 25 US-Dollar pro Person. Irgendwie hinterließ das bei mir ein komisches Gefühl, aber sollte unsere restliche Zeit nicht weiter trüben, denn der Halbtagesausflug war einfach sehr schön.

Zuerst konnten wir im offenen Meer an den Korallenriffen tauchen, die leider aufgrund der Korallenbleiche größtenteils abgestorben waren. Dennoch konnten wir viele bunte Fische, Rochen und sogar Meeresschildkröten sehen. Schnorcheln gestaltete sich für mich mit Brille etwas schwierig, war aber dennoch möglich.

Danach ging es auf eine Sandbank, wo schon einige andere Touristen die Sonne und das Wasser genossen. Dann stand noch Delfinbeobachtung auf dem Programm, was sogar sehr gut klappte. Und zum Schluss gingen wir noch einmal zum Schnorcheln ins Meer.

Kurzer Stopp auf einer Sandbank.
Kurzer Stopp auf einer Sandbank.

Delfine begleiteten unser Boot.
Delfine begleiteten unser Boot.

Mir hat der Ausflug sehr gut gefallen. Im offenen Meer zu schwimmen hat wirklich etwas, aber insgesamt fand ich auch 4-5 Stunden genug Zeit für die Aktivitäten. Ein Tagesausflug wäre zu viel des Guten gewesen.

Eingespielter Tagesablauf

Neben dem Halbtagestrip sah unser Tagesablauf immer sehr ähnlich aus: ausschlafen, frühstücken, von 10 bis 13 Uhr an den Strand, im Hotel kurz entspannen, dann zu Fuß zum Südstrand und dort in der Hängematte entspannen und Krabben beobachten, dabei ein Eis genießen, dann weiter laufen und ab 17 Uhr in der Strandliege auf den Sonnenuntergang warten, danach wieder zum Hotel ausruhen, Abends etwas Essen und nach Einbruch der Dunkelheit an den Strand, um Rochen und Haie zu beobachten, die dort gefüttert werden.

Entspannen in der Hängematte.
Entspannen in der Hängematte.

Ein Einsiedlerkrebs.
Ein Einsiedlerkrebs.

Auch Echsen gehören zu den einheimischen Tieren.
Auch Echsen gehören zu den einheimischen Tieren.

Dieses Nichtstun fiel mir anfangs sehr schwer, aber nach zwei, drei Tagen kamen wir doch ganz gut hinein. Ich hatte nicht mehr das Gefühl etwas zu verpassen, weil es nichts zum Verpassen gab. So schön die Malediven bzw. Dhiffushi aber auch war, eine Woche Aufenthalt genügten mir wirklich. Ich glaube, zwei Wochen wären zu viel gewesen.

Auf die Seeigel mussten wir ein bisschen aufpassen.
Auf die Seeigel mussten wir ein bisschen aufpassen.

Rochen konnten wir vor allem am Abend beobachten.
Rochen konnten wir vor allem am Abend beobachten.

Zum Essen kann man in Dhiffushi an der ein oder anderen Stelle gehen, es gibt aber keine 20 Restaurants auf der Insel. Am häufigsten haben wir das Abendbuffet in unserem Hotel genossen, was wirklich sehr gut war. Besonders hervorheben muss ich aber das Faruma Restaurant, denn hier lernten wir Kothu Roshi kennen. Gebratenes Gemüse mit Fleisch und gehacktem (Kothu) Fladenbrot (Roshi). Das Gericht begegnete uns später in Sri Lanka noch sehr oft und wurde von uns nach Deutschland importiert, wo wir es sehr gerne von Zeit zu Zeit selbst machen.

Kothu Roshi – mein Lieblingsessen Südostasiens.
Kothu Roshi – mein Lieblingsessen Südostasiens.

Zwischenstopp in Hulhulmalé

Weil wir sichergehen wollten, dass mit dem Rückflug nichts schief geht, fuhren wir bereits einen Tag vor dem Flug nach Malé zurück. Den Check-out im Hotel erledigten wir bereits am Vortag. Wir planten eigentlich die Unterkunft in Bar in Euro zu zahlen. Nachdem das Computersystem dort aber einen Wechselkurs von 0,91 EUR pro US-Dollar anzeigte, was dem Wert von 2015 entsprach (aktuell wäre 0,80 EUR gewesen), bezahlten wir lieber per Kreditkarte in US-Dollar.

Für 22 Rufiyaa pro Person (ca. 1,20 €) legte eine Fähre am 3. Februar um 6:30 Uhr ab. Wir waren damit zwar 3 1/2 Stunden unterwegs, aber das Preis-/Leistungsverhältnis im Gegensatz zu dem Schnellboot ist dennoch unschlagbar. Und auf dem Weg begegnet man noch interessanten Sachen, wie beispielsweise der Coca-Cola-Insel Thulusdhoo, wo der Softdrink aus entsalztem Meerwasser hergestellt wird. Vom Hotel gab es auch noch ein kleines Frühstückspaket.

Gegen 10 Uhr kamen wir in Malé an. Dummerweise am Südhafen im Villingi-Terminal, denn zu unserer Unterkunft auf Hulhulmalé mussten wir erneut ein Boot nehmen. Vor der Durchquerung der Stadt wurde vom Auswärtigen Amt gewarnt, da es am Vortag Demonstrationen und Ausschreitungen gab. Am 5. Februar (also zwei Tage nach unserem Abflug) wurden sogar der oberste Richter und der Ex-Präsident verhaftet. Wir liefen deswegen auch nicht gerade durch die Innenstadt von Malé, sondern machten einen kleinen Bogen. Auffälligkeiten gab es aver keine.

Mit der Fähre ging es dann wie gesagt nach Hulhulmalé, einer künstlichen Insel, die zahlreiche Hotels aber auch Wohnungen beherbergt. Untergekommen sind wir im Planktons Beach Hotel. Die Unterkunft war ganz okay, rundherum wurde noch viel gebaut und stellenweise war es dreckiger als in Dhiffushi. Als Zwischenstopp nach der Landung oder vor dem Abflug liegt die Insel aber großartig, da wir am Folgetag um 12 Uhr den Airport Shuttle Bus für 20 Rufiyaa (ca. 1,10 Euro) pro Person nehmen konnten.

Frühstück am Strand von Hulhumalé.
Frühstück am Strand von Hulhumalé.

Und so verließen wir die Malediven nach sechs bzw. sieben Tagen wieder. Trotz einiger Ungereimtheiten war der Urlaub dort sehr schön. Das Meer werde ich sicherlich nie wieder vergessen und ich fürchte, kein Strand der Welt wird jetzt mit dem auf den Malediven mithalten können.

Weitere Krabbenbilder und Sonnenuntergänge

Als „Bonus“ hier noch mehr Krabbenbilder und Sonnenuntergänge, weil's so schön war …

Eine Albino-Krabbe.
Eine Albino-Krabbe.

Eine feuerrote Krabbe.
Eine feuerrote Krabbe.

Krabben im Dreiergespann.
Krabben im Dreiergespann.

Krabbe Nummer 134.
Krabbe Nummer 134.

Warten auf den Sonnenuntergang.
Warten auf den Sonnenuntergang.

Und noch ein schöner Sonnenuntergang.
Und noch ein schöner Sonnenuntergang.

Reiher bei Sonnenuntergang.
Reiher bei Sonnenuntergang.

Buch: arc42 in Aktion

Titel arc42 in Aktion
Autor Gernot Starke, Peter Hruschka
Sprache Deutsch
Genre Sachbuch
Verlag Hanser Verlag, 2016
Seitenanzahl 190

In vielen Software-Projekten, die länger als ein Jahr leben, gibt es eine Software-Architektur. Nicht immer sieht man sie sofort im Code, nicht immer entspricht die Realität dem Angedachten und sehr oft ist rein gar nichts dazu dokumentiert. Vor allem der letzte Punkt soll sich durch das Buch „arc42 in Aktion – Praktische Tipps zur Architekturdokumentation“ von Gernot Starke und Peter Hruschka bessern.

arc42-Template

Wer es nicht kennt: arc42 ist eine Vorlage für die Entwicklung, Dokumentation und Kommunikation von Software-Architekturen. Mit Template ist dabei keine Vorlage gemeint, die man strikt befolgt und ausfüllt, sondern es gibt eine Gliederung und Hinweise, welche Inhalte eine Architektur-Dokumentation haben kann und sollte.

Das Buch setzt genau dort an und stellt jedes Kapitel des Templates im Detail vor, welches Ziel damit verfolgt wird und wem es etwas nützt. Das Ganze an einem kleinen Beispiel, damit man die Vorlage auch einmal ausgefüllt sieht. Dabei muss man natürlich vor allem als Dokumentschreiber selbst abwägen, welche Teile man übernimmt und welche nicht. Das können die Autoren des Buches einem nicht abnehmen, aber sie geben wie gesagt Hinweise, was sinnvoll sein könnte.

Ich zähle hier nicht auf, wie das arc42-Template aufgebaut ist und welche Teile es enthält. Das kann man auf der Webseite nachschlagen. Positiv erwähnen will ich die Lizenz, denn das Template steht unter der Creative Commons Attribution Lizenz und darf damit von jeder Person frei benutzt, abgeändert und weiterverteilt werden. Nur die Originalquelle muss man angeben, wenn man sich darauf abstützt, was aber kein großes Problem sein sollte. Der Download steht für verschiedene Formate wie Office, LaTeX, Markdown oder HTML zur Verfügung.

Auch für Nicht-arc42-Nutzer

Besonders gefallen hat mir an dem Buch, dass der Sinn hinter der einzelnen Kapitel des arc42-Templates erklärt wird. Damit versteht man nämlich die Hintergründe, auch wenn man nicht arc42 als Template benutzt. So kann man sich sehr leicht einzelne Elemente, die einem zusagen, für die eigene Vorlage übernehmen.

Aus dem Grund fand ich vor allem Kapitel III „Grundregeln effektiver Dokumentation“ so wertvoll. Hier geht es wirklich um die Fallstricke für gute – und damit ist wertschöpfend gemeint – Dokumentation und wie man mit Problemen umgehen kann.

Aber natürlich kochen auch die Autoren bzw. die Entwickler des arc42-Templates nur mit Wasser. Nicht alles, was ich in dem Buch gelesen habe, halte ich für richtig. Nicht alles, was in der arc42-Vorlage steht, für sinnvoll. Alles in allem hat das Buch aber einen Mehrwert für jeden, der Architektur-Dokumente schreibt.

Nachtrag: Für mich sind die Grenzen zwischen Design und Architektur fließend. Aus dem Grund unterscheide ich nicht zwischen Architektur- und Design-Dokumenten. Deswegen können alle Tipps aus dem Buch fast eins zu eins für Design-Dokumente – oder allgemein fast jede Art von Dokumentation – übernommen werden.

Südostasien und Umgebung 2018 – Willkommen in Thailand

Thailand allgemein

Wenn ich erzähle, dass wir in Thailand waren, kommt es mir so vor, als würde ich lügen, denn genau genommen waren wir nur vier Tage in Bangkok inklusive eines Tagesausflugs nach Ayutthaya. Insofern kann ich wenig zu dem Land und den Menschen schreiben, was über die Hauptstadt hinausgeht. Interessant war die Reise natürlich trotzdem.

Im Vorfeld haben wir uns über die Seite des Auswärtigen Amtes über die Einreisebestimmungen informiert, die glücklicherweise für deutsche Urlauber sehr einfach sind, da wir direkt bei der Ankunft in Bangkok eine 30-Tages-Aufenthaltserlaubnis erhielten.

Landeanflug nach Bangkok.
Landeanflug nach Bangkok.

Essen in Bangkok

Von Siem Reap flogen wir am 24. Januar 2018 mittags gen Westen nach Bangkok. Mit dem Bus A4 fuhren wir von Don Mueang Airport bis in in die Innenstadt. Eigentlich wollten wir am Democracy Monument aussteigen, wussten aber nicht, dass man dem Busfahrer extra Bescheid hätte geben müssen. So hielt der Bus erst in der Khao San Road, sodass wir zwei Kilometer zu Fuß zurücklegen mussten.

Das Democracy Monument.
Das Democracy Monument.

Gegen 16 Uhr kamen wir im Hostel Chingcha Bangkok an, welches dem Namen passend neben der Großen Schaukel (Sao Ching Cha) liegt. Die Hotelzimmer waren sehr interessant, da sie rund und komplett mit Glasfenstern ausgestattet waren. Von der Größe passte genau ein Bett hinein, mehr nicht. Aufgrund der Fenster hätten wir eine tolle Aussicht gehabt – wenn wir nicht das mittlere Zimmer gehabt hätten und so nur die beiden angrenzenden Räume sehen konnten. Daher hatten wir die Vorhänge meistens geschlossen.

Die große Schaukel (dahinter unser Hotel).
Die große Schaukel (dahinter unser Hotel).

Unser Hotelzimmer.
Unser Hotelzimmer.

Für den ersten Abend wurde uns das Restaurant Thipsamai empfohlen, welches vor allem Pad Thai serviert. Da die Schlange sehr lang war, setzten wir uns lieber ein Ecke weiter in einen Street Food Corner, wo das Essen ganz okay war. Wir versuchten an einem der anderen Abende noch einmal im Thipsamai unser Glück. Das Restaurant öffnet um 17 Uhr, bereits um 16:30 Uhr standen die Leute schon in der Schlange. Als das Restaurant dann öffnete, bekamen wir als eine der letzten gerade noch so einen Platz. Das Pad Thai, was zwischen 60 und 200 Baht kostet (ca. 1,60 - 5,30 Euro) war ganz gut, ist aber keine Wartezeit in einer langen Schlange wert.

Street Food Corner.
Street Food Corner.

Pad Thai (vorne) und Tom Yam (hinten).
Pad Thai (vorne) und Tom Yam (hinten).

Anstehen vorm Thipsamai.
Anstehen vorm Thipsamai.

Pad Thai im Thipsamai.
Pad Thai im Thipsamai.

Bereits bei der Ankunft hatten wir für einen der anderen Abende über unser Hotel einen Tisch im Bangkok Sky Restaurant reserviert. Das Restaurant befindet sich im Baiyoke Skytower 2, dem derzeit zweithöchsten Gebäude Thailands. Der Preis ist mit 950 Baht (ca. 25 Euro) pro Person zwar nicht sonderlich niedrig, aber das Essen war sehr gut und wir hatten im 76. Stock einen tollen Fensterplatz und konnten so bei schönster Aussicht mit Sonnenuntergang das Buffet genießen. Es gab Italienisch (Pizza, Pasta), Japanisch (Sushi, Miso), Amerikanisch (Steak, Pommes), Indisch und vieles mehr. Alles in allem war es eine tolle Erfahrung, vor allem waren wir davor noch auf dem Observation Deck bzw. nach dem Essen auf der rotierenden Aussichtsplattform (die in unserem Fall leider nicht rotierte).

Der Baiyoke Skytower 2.
Der Baiyoke Skytower 2.

Blick auf Bangkok bei Tag …
Blick auf Bangkok bei Tag …

… und bei Nacht.
… und bei Nacht.

Der Nachtisch (rechts: bunter Sticky Reis mit Mango).
Der Nachtisch (rechts: bunter Sticky Reis mit Mango).

Am letzten Tag hing ein Zettel an unserer Zimmertür, dass wir die Vorhänge zugezogen lassen sollten und auch den Balkon nicht betreten dürften. Grund war das Thai-Boxing-Event, welches direkt vor unserem Hotel am Abend stattfinden sollte. Es wurde nämlich Besuch der königlichen Familie erwartet, sodass aus Sicherheitsgründen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen gewahrt werden mussten. Glücklicherweise beeinflusste uns das (bis auf die recht dröhnende Musik für die Proben) wenig, da wir uns am Abend mit Freunden im ShabuGo trafen. Shabu ist eine japanische Variante von Fondue bzw. Hotpot, welche in Thailand eigentlich „Mu kratha“ heißt (laut Wikipedia-Artikel). Ich kannte die Zubereitungsart bereits aus deutschen China-Restaurants bzw. hatten wir in Siem Reap mit dem Hot-Pot-Grill bereits etwas Ähnliches.

Nach der Rückkehr ins Hotel konnten wir von dem Thai-Boxing-Match sogar noch ein bisschen von der Straße aus zuschauen. Königliche Familienmitglieder habe ich aber nicht erblicken können.

Palast und Tempel

Wenn man schon einmal Bangkok ist, dann führt kein Weg am Großen Palast vorbei, womit wir unsere Sightseeing-Tour in Bangkok starteten. Für 500 Baht (ca. 13,40 €) erhielten wir Zutritt zu dem riesigen Gelände. Da es eines der wichtigsten Attraktionen ist, sind auch entsprechend viele Touristen vor Ort. Vor allem bei dem Besuch des Wat Phra Kaeo, des Tempels des Smaragd-Buddhas, war mir aufgrund der Menschenmassen eher unwohl. Da es sich bei dem Smaragd-Buddha um das National-Heiligtum Thailands handelt, ist der Andrang keine Verwunderung. Wesentlich leerer, aber auch interessant, fand ich das Museum, welches vor allem im zweiten Stock einige interessante Ausstellungsstücke hat. Der Palast ist insgesamt sehr beeindruckend, aber eben auch sehr voll.

Wächter des großen Palasts.
Wächter des großen Palasts.

Goldene Tempel.
Goldene Tempel.

Goldene Treppen.
Goldene Treppen.

Goldene Garuda.
Goldene Garuda.

Ein nachgebautes Mini-Angkor-Wat (ähnlich wie das in Siem Reap).
Ein nachgebautes Mini-Angkor-Wat (ähnlich wie das in Siem Reap).

Der große Palast.
Der große Palast.

Mit dem Boot fuhren wir für 4 Baht (ca. 10 Cent) über den Chao Phraya zum Wat Arun. Sowohl von der Ferne fand ich den Tempel beeindruckend als auch von der Nähe, von wo aus wir die vielen Details überhaupt erst erkennen konnten. Vor allem die Bedeutung des mittleren Turms mit all seinen Ebenen fand ich sehr interessant (siehe Wikipedia-Artikel). Die 50 Baht (ca. 1,35 Euro) Eintritt sind auf alle Fälle ihr Geld wert.

Wat Arun vom Schiff aus.
Wat Arun vom Schiff aus.

Aus der Nähe erkennt man mehr Details.
Aus der Nähe erkennt man mehr Details.

Auch zurück ging es wieder mit dem Boot, zum Wat Pho. Der Tempel ist vor allem durch seinen riesigen, 46 Meter langen liegenden Buddha bekannt, aber auch so ist das Gelände sehr schön mit seinen Türmchen, Verzierungen und Höfen. Auch hier sind die 100 Baht (ca. 2,70 Euro) gut angelegtes Geld.

Eine Reihe Buddhas in Wat Pho.
Eine Reihe Buddhas in Wat Pho.

Kopf des liegenden Buddhas.
Kopf des liegenden Buddhas.

Der liegende Buddha in Wat Pho.
Der liegende Buddha in Wat Pho.

Viele kleine Türmchen.
Viele kleine Türmchen.

In der Gegend um den Großen Palast gibt es noch viele weitere, auch kleinere Wats, die man sich ruhig anschauen kann, wenn man noch etwas Zeit hat.

Am letzten Tag haben wir auch noch dem Goldenen Tempel (Wat Saket) einen Besuch abgestattet, da dieser in Fußreichweite unseres Hotels lag und vor allem der große weiße Berg mit seiner goldenen Kuppel von der Ferne sehr interessant aussah. An den Auf- und Abgängen gibt es verschiedene Sachen zu sehen, beispielsweise verschiedene Buddhas, Glocken zum Läuten oder eine Szene aus dem 19. Jahrhundert, wo Geier sich über die an Cholera Verstorbenen hermachen („The Vultures of Sraket Temple“).

Ein Happy Buddha am Wat Saket.
Ein Happy Buddha am Wat Saket.

Die Glocken kann man läuten.
Die Glocken kann man läuten.

„The Vultures of Sraket Temple“.
„The Vultures of Sraket Temple“.

Besuch in Ayutthaya

Wie oben geschrieben, machten wir auch eines Tagesausflug nach Ayutthaya. Die Stadt bietet sehr viele Tempel in ihrer nahen Umgebung. Für 700 Baht (ca. 18,70 Euro) pro Person wurden wir in Kleingruppen á 12 Personen wurden wir sehr früh um 6:45 Uhr am Hostel abgeholt. In Ayutthaya kümmerte sich dann ein Guide um vier solcher Kleinbusse. Deshalb war es in der großen Gruppe von 50 Leuten nicht immer leicht, den Ausführungen zu folgen, was die Tempel aber nicht weniger interessant machte.

Gestartet haben wir mit dem Wat Yai Chai Mongkon. Zwei riesige, sitzende Buddhas bewachen den Chedi. Auch auf der Rückseite befindet sich ein Buddha, vor dem andere Geistliche beten. Etwas versteckt befindet sich auch noch ein liegender Buddha auf dem Gelände, links vom Eingang, den wir beim ersten Durchlaufen übersehen hatten.

Viele Buddhas in Wat Yai Chai Mongkon.
Viele Buddhas in Wat Yai Chai Mongkon.

Wat Yai Chai Mongkon.
Wat Yai Chai Mongkon.

Ein liegender Buddha.
Ein liegender Buddha.

Die zweite Tempelanlage, Wat Phra Mahathat. Die zahlreichen Backsteinbauten, eingerahmt vom rot-grünen Laub der Bäume lieferten eine großartige Stimmung. Vor allem das Buddha-Gesicht, welches von einem Baum umschlossen wurde, wirkt sehr mystisch. Mir hat der Ort deswegen sehr gefallen.

Wat Phra Mahathat.
Wat Phra Mahathat.

Das von Bäumen eingeschlossene Gesicht.
Das von Bäumen eingeschlossene Gesicht.

Herbststimmung.
Herbststimmung.

In Wat Lokaya Sutha gibt es nicht viel mehr als einen großen, liegende Buddha, in Wat Phu Khao Thong einen großen weißen Chedi, um den wir einmal gelaufen sind.

Der liegende Buddha in Wat Lokaya Sutha.
Der liegende Buddha in Wat Lokaya Sutha.

Wat Phu Khao Thong.
Wat Phu Khao Thong.

Am Nachmittag schauten wir uns noch Wat Phra Si Sanphet an, welches vor allem viele Ruinen zeigt. Ähnlich wie in Angkor hatte ich inzwischen auch genügend Wats gesehen. Dafür liefen wir eher gemütlich durch die Anlage und beobachten Echsen beim Schwimmen. Vom Tempel aus sind wir auch noch zum Wat Phra Ram gelaufen, der aber extra Eintritt gekostet hätte und den wir uns damit gespart haben.

Die Chedi in Wat Phra Si Sanphet.
Die Chedi in Wat Phra Si Sanphet.

Blick auf Wat Phra Ram.
Blick auf Wat Phra Ram.

Nach all den Tempeln war die etwas frühere Rückfahrt ganz gut, sodass wir bereits kurz nach 14 Uhr wieder in Bangkok waren. Entlassen wurden wir erneut an der Khao San Road, obwohl die meisten Touristen eher südlich davon in den Bus eingestiegen waren. So konnten wir immerhin der berühmten Straße noch einen entspannten Besuch abstatten. Ich gebe aber zu, dass ich die Straße nicht zwingend gesehen haben müsste, da es für mich wenig Interessantes gab.

Verwirrend fand ich einen Hinweis in unserem Reiseführer, dass man bei den Taxis auf alle Fälle darauf bestehen sollte, dass das Taximeter angeworfen wird. Wir standen vielleicht an den falschen Straßenecken (wie z.B. der Khao San Road), aber in Bangkok wollte kein Taxifahrer das Taximeter anmachen, sondern uns immer nur zu Pauschalpreisen durch die Gegend fahren. Und natürlich sagten wir irgendwann einmal zu, auch wenn der Preis übertrieben ist, denn schließlich wollten wir auch irgendwohin kommen. Hier empfehlen sich Fahr-Dienste wie Uber oder Grab, wobei vor allem der letzte im asiatischen Raum weit verbreitet ist.

Auf Wiedersehen

Bangkok hat mir sehr gefallen. Die Stadt ist groß und der Verkehr ist echt ein Graus, ansonsten hat Bangkok vor allem kulturell sehr viel zu bieten. Auch das Shoppen in den großen Einkaufszentren wie beispielsweise dem MBK Center ist interessant und abwechslungsreich. Mit Ayutthaya hat man in der Nähe viele weitere, interessante Tempel und Denkmäler, die man anschauen kann.

Bei meinem nächsten Besuch sehe ich hoffentlich mehr von Thailand und den Menschen. Und natürlich komme ich auch gerne wegen der Massagen zurück. Bereits in Vietnam hatten wir jeden zweiten Tag eine Massage. In Bangkok hatten wir logischerweise auch Thai-Massagen, wobei ich die Nicht-Thai-Version bevorzuge, die es in Thailand glücklicherweise auch gibt. ;)

Buch: Das Theorem des Papageis

Titel Das Theorem des Papageis
Autor Denis Guedj
Sprache Deutsch
Genre Roman
Verlag Bastei Lübbe, 1999
Seitenanzahl 745

Nach dem letzten Mathebuch folgt gleich ein weiteres: Das Theorem des Papageis. Darin geht es um eine Familie, die in der Rue Ravignan in Montmatre, Paris lebt. Der 84-jährige Buchhändler Pierre Roche wohnt dort mit seiner Angestellte Perrette und dessen drei Kindern zusammen. Jonathan und Lea sind Zwillinge, der jüngere Max ist adoptiert und taub. Eines Tages kommt Max ein Papagei zugeflogen und Monsieur Roche erhält Post von einem alten Studienfreund. Dieser schickt ihm einen Abschiedsbrief und damit gleich seine ganze Bücherei an historischen Mathebüchern, die er in Manaus im Amazonas gesammelt hat. Und damit beginnt der Krimi, denn es gilt den Tod von Pierres Freund aufzudecken, der Spuren in den Mathebüchern versteckt hat.

Ich fürchte, wer kein Faible für Mathematik hat, wird das Buch schnell beiseite legen. Die Hintergrundgeschichte ist ganz okay, auch wenn bis zum Ende nicht alles erklärt wird. Aber die sehr langen Passagen über die verschiedenen Mathematiker seit der Antike in Griechenland oder Arabien bis hin zu den Europäern sind mitunter doch sehr trocken. Ich selbst fand Einiges davon sehr interessant, es waren auch neue Erkenntnisse dabei. Aber ich kann verstehen, wenn das nicht jeden fesselt.

So interessant die Passagen waren, so anstrengend war der Roman teilweise dazwischen zu lesen. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung lag, aber die Emotionen bzw. Gefühle der Personen wurden nicht wirklich gut transportiert. Die Charaktere schreien auf, sind verärgert oder zieren sich. Auf einer Bühne wären dies die richtigen Worte und Emotionen, aber von einer Pariser Familie erwartet man nicht so viel Theatralik. Das ganze Buch über konnte ich jedenfalls keine Beziehung zu irgendeinem der Charaktere aufbauen, was sehr schade ist. Ein bisschen hat mich der teils philosophische Stil an Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“ erinnert, welches ähnlich unverständlich für mich daherkam.

Sehr schlecht sind natürlich die mathematischen Fehler in einem Mathebuch. So wurden an einer Stelle bei einem Bruch Zähler und Nenner vertauscht. An zwei Stellen im Buch ist nicht von Fermat, sondern von Fernrat die Rede. Da könnte man fast meinen, das Buch wurde von einer nicht ganz sauber gedruckten Vorlage eingescannt und weiter bearbeitet. Bei Fermat's Vermutung wurde in der Formel (x^4 + y^4 + z^4 = w^4) ein Ist-Gleich anstelle eines Plus gesetzt. Und der größte Fauxpas, den es in meinen Augen geben kann, war die Gleichung: π² / 6 = Σ (π=1,…,∞) 1/π², was natürlich Unsinn ist. π (Pi, ca. 3,14) ist ein definierter Wert, den man nicht als Laufvariable nutzt. Selbst wenn man dies aber täte, dann nicht mit der gleichen Variable auf beiden Seiten der Gleichung. Im Text selbst wird dann korrekt von „n“ als Laufvariable gesprochen, aber das ist ein Fehler, der nicht passieren darf.

Alles in allem habe ich mich durch das Buch gekämpft und auch wenn der mathematisch historische Anteil gut war, war es der Rest des Buches eher nicht. Und eine Frage hatte ich bis zum Ende: Wie kann ein tauber Junge, der bei Menschen von den Lippen abliest, einen Papagei sprechen hören?

Südostasien und Umgebung 2018 – City of Angkor

Kambodscha allgemein

In Kambodscha wollten wir uns unbedingt Angkor nahe der Stadt Siem Reap anschauen. Die Tempelanlage gehört zu den beeindruckendsten der Welt und es wäre schade gewesen, wenn wir es nicht angeschaut hätten, wenn wir einmal „in der Nähe“ waren. Anfangs hatte ich noch überlegt der Stadt Battambang und den Fledermaushöhlen einen Besuch abzustatten. Aber die Reise mit dem Schiff/Bus nach Battambang und dann entweder zurück nach Siem Reap oder weiter über die Grenze nach Thailand hätte viel mehr Zeit gekostet als der direkte Flug von Siem Reap weiter nach Bangkok. So entschieden wir uns, „nur“ zwei volle Tage in Siem Reap zu bleiben.

Die Vorbereitung lief auch schnell. Dank der Seite des Auswärtigen Amts wussten wir, dass wir ein Touristen-Visum online über www.evisa.gov.kh erhalten konnten. Wichtig ist, dass die Einreise mit diesem Visum nur über bestimmte Grenzübergänge erlaubt ist. Am 21. Januar 2018 ging es dann von Da Nang nach Siem Reap.

Ankunft in Siem Reap, Kambodscha.
Ankunft in Siem Reap, Kambodscha.

Siem Reap

Mit einem Tuk-Tuk wurden wir vom Flughafen abgeholt und kamen gegen 17:00 Uhr in unserem Hotel, dem Chayra Angkor Hotel, an. Von dort hatten wir einen kurzen Weg in das Pub-Street-Viertel, wo es sehr viele Restaurants und Massage-Salons gibt. Die Massage-Salons sind mitunter sehr preiswert (nur 2 oder 3 US-Dollar pro Stunde), die Qualität variiert aber auch. Selbst in einem Salon kann man an eine gute oder eine weniger gute Masseuse gelangen, obwohl man das gleiche zahlt.

Mit dem Tuk-Tuk zum Hotel.
Mit dem Tuk-Tuk zum Hotel.

In der Pub Street gibt es viele Bars und Restaurants.
In der Pub Street gibt es viele Bars und Restaurants.

An Restaurants gibt es eine riesige Auswahl. Mir hat das Tradiotional Khmer Food Restaurant am besten gefallen. Hier gibt es lokale Gerichte wie das sehr gute Amok, welches als Nationalgericht gilt. Am zweiten Abend testeten wir noch eines der zahlreichen Barbecue-/Hot-Pot-Grill-Restaurants, bei denen auf einem kleinen Grill in der Tischmitte das Fleisch gebraten wird. Um den Grill gibt es noch eine Rinne für die Brühe, in der man das Gemüse kochen kann. Ich fand das Essen ganz okay, aber es dauerte recht lange, ehe wir wirklich zum Essen gekommen sind und das Fett spritzt ohne Ende, sodass wir die Kleidung inklusive uns selbst danach noch einmal waschen mussten.

Traditionelles Khmer-Essen.
Traditionelles Khmer-Essen.

Hot-Pot-Grill essen in Siem Reap.
Hot-Pot-Grill essen in Siem Reap.

Wer in Siem Reap Halt macht, muss wenig lokales Geld (kambodschanische Riel) mitnehmen, da alles in Dollar bezahlt werden kann. Bei einem Wechselkurs von ca. 4000 Riel = 1 US-Dollar gibt es bei einem Kaufpreis von 6000 Riel (also 1,50 USD), wo man 5 US-Dollar hingibt, interessanterweise 3 US-Dollar und 2000 Riel zurück. Grund ist vermutlich, dass nur mit Scheinen gehandelt wird und nicht mit Cent-Münzen.

Am ersten Tag in Siem Reap besuchten wir das Angkor National Museum, das ich nur jedem ans Herz legen kann bevor man Angkor Wat besucht. Es gibt hier so viele Hintergrundinformationen, sodass man danach sehr gut für den Besuch der Tempelanlage gerüstet ist und dort keinen Guide mehr benötigt. Der Eintritt kostet 12 US-Dollar plus 5 USD für den Audio-Guide, den ich auf alle Fälle empfehle. Insgesamt haben wir uns circa 3 1/2 Stunden in dem Museum aufgehalten, wobei wir uns Zeit gelassen haben, alles anzuschauen. Am interessantesten fand ich die Halle der großen Khmer-Könige, welche Angkor aufgebaut haben und zu der Attraktion machten, die sie heute ist. Aber auch die Hintergründe zu den religiösen Einflüssen aus Buddhismus und Hinduismus fand ich interessant.

Das Angkor National Museum.
Das Angkor National Museum.

Auf dem Rückweg zum Hotel sahen wir auf der Karte, dass es um die Ecke ein Miniatur-Angkor geben soll. Mit etwas Suchen fanden wir auch den Eingang, wo uns ein älterer Herr begrüßte. Wer ein Museum oder so etwas wie das Miniatur-Wunderland erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Für 1,50 USD führt Herr Dy Proeung die Besucher in seinen Garten und zeigt die Miniaturtempel, die er selbst in früheren Jahren aufgebaut hat. Dabei zeigt er voller Stolz seine Konzeptzeichnungen und Details, welche er in den 1970er-Jahren für seine Restaurationsarbeiten an der echten Tempelanlage anfertigte. Für seine Arbeit wurde er 1995 vom damaligen König auch ausgezeichnet. Die Geschichte von Dy Proeung ist interessant, aber man sollte von den Miniaturen keine Wunder erwarten. Drei Tempel (Angkor Wat, Banteay Srey und Bayon) stehen in seinem Garten, alle sind verwittert und teilweise etwas eingefallen – was dem ganzen aber einen gewissen Charme verleiht.

Dy Proeung zeigt stolz seine Miniaturbauten.
Dy Proeung zeigt stolz seine Miniaturbauten.

Miniatur-Angkor-Wat.
Miniatur-Angkor-Wat.

Am Nachmittag waren wir noch in der Produktionsstätte von Senteurs d'Angkor. In der Innenstadt von Siem Reap gibt es einen kleinen Laden, wo wir uns kostenlos ein Tuk-Tuk kommen lassen konnten, was uns etwas außerhalb der Stadt in einen Workshop brachte. Dort bekamen wir erklärt, wie die Boxen, Seifen und Gewürze hergestellt werden. Leider sahen wir oft nur das fertige Produkt, aber nicht den Produktionsprozess, der mich mehr interessiert hätte. Abgeschlossen wurde die kurze Führung mit einer Teeverköstigung und einem Besuch im Einkaufsladen. Preislich waren die Produkte aber alle sehr gehoben (auch für deutsche Verhältnisse).

Tempelanlage Angkor

Wer Angkor Wat und die umliegenden Tempel besuchen will, hat zahlreiche Möglichkeiten, den Trip zu gestalten. Ob per Tuk-Tuk, Auto oder Fahrrad, zuerst sollte man wissen, wie viele Tage man die Anlage besuchen will. Ein Tagesticket kostet 37 US-Dollar pro Person, ein Drei-Tage-Tickets 62 USD und eine Woche 72 USD. Alle wichtigen Informationen hierzu findet man im Blog Trip Angkor. Da wir nur zwei Tage in Siem Reap waren, entschieden wir uns für das Tagesticket.

Die Hotels und andere Agenturen bieten verschiedene Trips an. In unserem Hotel gab es eine kleine Tour mit den wichtigsten Tempeln für 20 US-Dollar und eine große Tour mit den restlichen Tempeln (angedacht für einen zweiten Tag) für 23 US-Dollar. Daneben gab es noch Angebote für die etwas weiter entfernt liegenden Tempel. Wir entschieden uns erst einmal für die kleine Tour. Zusätzlich buchten wir noch den Sonnenaufgang, der über Angkor Wat besonders schön sein soll.

Um 4:30 Uhr ging es dann mit dem Tuk-Tuk los. Zuerst fuhren wir zum Ticketcenter, welches um 5 Uhr aufmacht. Dort wurde schnell ein Foto von uns gemacht und wir erhielten unsere personalisierten Eintrittstickets. Dann ging es weiter in der Dunkelheit bis zum Westeingang von Angkor Wat, wo uns unser Fahrer absetzte. Obwohl der Weg komplett dunkel war, war es leicht den Weg zu finden, indem wir einfach den anderen Menschen folgten. Gegen 5:30 Uhr standen wir dann in Angkor Wat am Seerosenteich – und warteten. Die Sonne ging am Horizont ungefähr gegen 6:30 Uhr auf, gegen 7:30 Uhr ist die Sonne aber erst über den Türmen von Angkor Wat zu sehen. Wer also lieber etwas länger schläft, hat nichts verpasst, wenn er erst um 7 Uhr am Tempel ist.

Sonnenaufgang in Angkor Wat.
Sonnenaufgang in Angkor Wat.

Ein „paar“ Zuschauer warten mit uns auf die Sonne.
Ein „paar“ Zuschauer warten mit uns auf die Sonne.

Zu Angkor Wat kann ich wenig schreiben, außer dass der Tempel sehr beeindruckend ist. Er ist einfach riesig groß und wird auch heute noch für religiöse Zeremonien genutzt. In der Zeit ist der Turm – der höchsten Punkt des Tempels – für die Öffentlichkeit gesperrt. An den anderen Tagen dürfen die Besucher auf den Turm, müssen sich dafür aber eine halbe Stunde anstellen, da nur 100 Menschen gleichzeitig dort erlaubt sind.

In Angkor Wat.
In Angkor Wat.

Apsara in Angkor Wat.
Apsara in Angkor Wat.

Die Löwen wirken fast schon ägyptisch.
Die Löwen wirken fast schon ägyptisch.

Warteschlange für den Turm.
Warteschlange für den Turm.

Ausblick auf Angkor Wat.
Ausblick auf Angkor Wat.

Nach Angkor Wat ging es nach nach Angkor Thom, dessen Mittelpunkt der Bayon ist. Hier starrten uns 1000 Gesichter an, die bis zu 7 Meter hoch in Stein gehauen sind. Für mich war Bayon der beeindruckendste Tempel. Die Gesichter, die einen überall beobachten, und die kleinen verwinkelten Gassen ließen ein sehr schönes Indiana-Jones-Feeling aufkommen.

Das Südtor von Angkor Thom.
Das Südtor von Angkor Thom.

Götter des Schöpfungsmythos „Quirlen des Milchozeans“.
Götter des Schöpfungsmythos „Quirlen des Milchozeans“.

Die Gesichter begrüßen einen in Bayon.
Die Gesichter begrüßen einen in Bayon.

Ein weiterer, bekannter Tempel ist Ta Phrom. Die Anlage ist eher zerfallen und wird an zahlreichen Stellen durch Stahlträger gestützt, was ein bisschen baustellenartig wirkt. Dahinter konnten wir aber auch eindrucksvoll sehen, wie die Natur sich die verlassenen Tempel wieder zurückholt, weshalb es wohl auch als Kulisse für den Film „Tomb Raider“ benutzt wurde.

Bäume und Tempel in Ta Phrom.
Bäume und Tempel in Ta Phrom.

Noch mehr Bäume und Tempel.
Noch mehr Bäume und Tempel.

Die Natur holt sich die Tempel zurück.
Die Natur holt sich die Tempel zurück.

Bis zum Mittag besuchten wir auch noch den Tempelberg Baphuon (ebenfalls in Angkor Thom), die Terrasse der Elefanten sowie die kleineren Thommanon, Chau Say Tevoda, Ta Keo und Banteay Kdei.

Die Terrasse der Elefanten.
Die Terrasse der Elefanten.

Relief an der Terrasse der Elefanten.
Relief an der Terrasse der Elefanten.

Auf die Empfehlung unseres Fahrers Tora machten wir mittags im Banana Hut Restaurant halt. Das Essen war sehr gut (Curry aus einer Kokosnuss und das traditionelle Khmer Lok Lak) und das Entspannen auf den Matratzen direkt über einem Fischteich war so angenehm, dass wir nach dem Essen kaum noch hoch wollten.

Leckeres Essen aus einer Kokosnuss.
Leckeres Essen aus einer Kokosnuss.

Dennoch bot unser Fahrer uns an, für weitere 10 US-Dollar die große Runde zu machen (die normalerweise 23 US-Dollar kostet). Wir sagten zu und schauten noch zahlreiche weitere Tempel an: an einem See, in einem Wald, zerfallen und restauriert und so viel mehr, dass ich es gar nicht alles beschreiben kann. Offen gestanden waren es mir für einen Tag auch zu viele Tempel. Die kleineren sind zwar auch sehr nett anzuschauen, aber mit den drei großen oben hat man das Wichtigste von Angkor gesehen. Besser ist es wohl wirklich, sich die kleineren Tempel für einen eigenen Tag aufzuheben.

See mit Bäumen.
See mit Bäumen.

Kopflose Wächter bewachen den Eingang.
Kopflose Wächter bewachen den Eingang.

Erinnerungen an My Son: Linga und Yoni vereint.
Erinnerungen an My Son: Linga und Yoni vereint.

Gegen 16:30 Uhr ging es wieder zurück ins Hotel. Nach 12 Tempeln waren wir auch recht fertig. Dennoch war es eine wunderschöne Erfahrung. Wer in Kambodscha (oder der Nähe) ist, sollte unbedingt in Siem Reap Halt machen, um sich Angkor anzuschauen. Es ist absolut verständlich, dass die Tempel in der Region zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.

Buch: Math Girls

Titel Math Girls
Autor Hiroshi Yuki
Sprache Englisch
Genre Sachbuch (?)
Verlag Bento Books, 2012
Seitenanzahl 288

„Math Girls“ erzählt die Geschichte des namenlosen Erzählers, der zusammen mit zwei Mädchen in die Oberstufe geht. Dort gibt ihnen ihr Lehrer immer wieder Aufgaben, die sie knacken sollen. Tetra ist gerade erst dabei, Mathematik richtig zu verstehen und der Erzähler hilft ihr bei den Aufgaben. Miruka dagegen übertrifft das Wissen des Erzählers bei Weitem und kann diesen – und die Leser – leicht abhängen.

Und so ist „Math Girls“ ein Buch über drei Schüler, die Matheaufgaben lösen. Das klingt nach Spaß – wenn man Mathe mag zumindest. Die Gespräche zwischen den dreien lesen sich sehr angenehm, dazwischen findet man immer wieder zahlreiche Formeln, Definition und – was ich besonders gut finde – Beweise. Das Buch bringt einem mit einer steilen Lernkurve bei, wie man Beweise führt und vor allem, welche Hebel es gibt, um zum Ziel zu kommen. Das ist etwas, was vor allem Mathestudenten im ersten Semester sehr helfen kann.

Thematisch beschäftigt sich der Inhalt nicht gerade mit Matheproblemen der Grundschule. Genau genommen geht es hauptsächlich um Analysis des Mathe-Grundstudiums. Primzahlen und Fibonacci-Zahlen kennt man ggf. auch bereits so, aber harmomische Zahlen und Reihen, „partition numbers“, Taylorreihen, Differentialgleichungen, Primfaktorzerlegung und dergleichen läuft man eher selten über den Weg.

Und so kann ich das Buch für alle empfehlen, die höhere Mathematik studieren oder studiert haben und sich für das Thema interessieren. Für andere Menschen könnten die Inhalte einfach zu herausfordernd und unverständlich sein, weil Hiroshi Yuki nicht bei den Grundlagen anfängt. Mir selbst hat es sehr gut gefallen – sowohl die mathematische Probleme und Beweise als auch die Hintergrundgeschichte um den Erzähler und die beiden Mädchen.

Von „Math Girls“ gibt es noch zwei weitere Teile sowie Bücher mit konkreten Themen wie Trigonometrie, Gleichungen und Graphen oder Algebra. Vor allem die letzten sollen dann eher als Einführung in die jeweiligen Themen dienen. Ich weiß noch nicht, ob ich mehr von der Reihe lesen werde, aber es wäre nicht ungewöhnlich, wenn ich mich dazu entscheide.

Neues Blog-Layout

Was Updates meiner Blogsoftware Serendipity angeht, bin ich nicht immer ganz up-to-date. Grund ist hauptsächlich, dass es mir zu viel Arbeit ist, erst alle Files und die Datenbank zu sichern. Aber und zu komme ich aber auch dazu …

Heute war es soweit und ich habe von Version 1.6.2 auf die neueste 2.1.2 aktualisiert. Ein paar Problemchen gibt es noch (das Creative-Commons-Logo ist verschwunden), aber sonst ging das Update gut.

Ich habe dabei auch gleich noch das Theme ausgetauscht, weil das zuletzt benutzt „Joshua“ alles andere als für Mobilgeräte gemacht war. Der Text war viel zu klein, vor allem Bildunterschriften konnte man ohne Zoom nicht lesen. Jetzt mit dem Theme „2K11“ sieht der Blog auch auf Mobilgeräten gut lesbar aus. :)

Danke auf diesem Weg an Garvin (unbekannterweise), Bernd, Dirk, Onli und alle anderen für die Arbeit an der Blogsoftware.