Sonntag, 22. August 2010Zwetschgenkuchen
Eigentlich gehört ein Hefeteig unter Zwetschgenkuchen. Dieser ist aber aufwändig und ein Quarkölteig tut es auch. Daher Quark, Öl, Milch, Zucker und das Ei in einer Schüssel gut verrühren. Dann das Mehl und das Backpulver zugeben und alles gut verkneten. Entweder mit Knethaken oder mit den Händen – wem das klebrige Zeug nix ausmacht. Den Teig dann auf einem (am besten hohen) Blech ausrollen oder man nimmt eine Springform. Die Zwetschgen entsteinen und längs halbieren. Die halbe Zwetschge dann noch einmal längs einschneiden, sodass man zwei Viertel erhält, die noch ein Stück zusammenhängen. Den Teig mit etwas Semmelmehl bestreuen (der soll später den Saft aufsaugen) und dann die Zwetschgenhälften geordnet auf den Teig stellen. Das ganze dann je nach Wunsch ordentlich mit Zimt und Zucker (vorher in einer Tasse mischen) bestreuen. Der Kuchen wird im Ofen bei 180° C ca. 45 Minuten gebacken, ggf. auch etwas länger, wenn der Boden noch nicht gut aussieht. Achtung: Die Zwetschgen lassen sehr viel Saft. Wer ein zu niedrigeres (oder einfach nur ein undichtes) Blech nimmt, dem wird der Saft überlaufen und dann schön den Backofenboden versauen. Dienstag, 17. August 2010Estragonsenf-Putenschnitzel mit MöhrenEin sehr einfaches und schnelles Gericht mit einem komplizierten Namen …
Die Möhren putzen. Dann zwei Möhren mit einem Hobel in sehr feine Scheiben schneiden (ggf. einfach raspeln). Die restlichen drei Möhren mit dem Messer in etwas gröbere Scheiben schneiden (ggf. halbieren oder vierteln, wenn die Möhre zu dick ist). In einer kleinen Schüssel 2 ½ TL Senf mit 4 TL Creme fraiche verrühren. Etwas Estragon (es geht auch frischer gehackter), Salz und Pfeffer dazu geben. Das Ganze gut verrühren. Die Putenschnitzel flach klopfen und jeweils halbieren, sodass man sechs Schnitzelchen erhält, von denen jeweils zwei gut aufeinander passen. Drei große Stück Alufolie abreißen und die Mitte etwas mit Margarine einschmieren. Auf diesen Fleck jeweils ein Schnitzel der obigen drei Paare legen. Darauf mit einem Löffel jeweils 1/6 der Senf-Creme-fraiche-Mischung geben und verstreichen. Darauf die feinen Möhrenscheibchen legen, gerne auch zweilagig. Darauf dann die restliche Senf-Mischung verstreichen und das passende Schnitzel als Deckel legen. Man sollte nun also eine Art „Schnitzel-Sandwich“ haben mit den Schichten Schnitzel, Senf-Mischung, Möhrenscheiben, Senf-Mischung, Schnitzel. Die Grapefruit in recht dicke Scheiben (so ca. 1 cm) schneiden, die Schale entfernen und jeweils eine Scheibe auf das Schnitzel-Sandwich legen. Dann die Alufolie rundherum nach oben leicht zusammendrücken, sodass kleine „Geschenkpakete“ entstehen. Die drei Aluhäufchen auf einem Backblech bei 200 Grad ca. 20 Minuten garen lassen. Währenddessen die restlichen Möhren in einen kleinen Topf mit etwas Gemüsebrühe geben und kochen, bis die Möhren bissfest sind. Dann die restliche Creme fraiche, den restlichen halben Teelöffel Senf und noch etwas Estragon und Salz dazu geben. Alles gut verrühren, aufkochen und ggf. andicken. Ich habe mir dazu Kroketten gemacht. Montag, 16. August 2010Radtour durch HessenRadtour – Vorbereitung
Planung ist das A und O einer guten Tour – jedenfalls könnte man das denken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwar gut ist, vorher zu schauen, wo man langfährt, dennoch sollte man sich Ausweichrouten parat halten, die man spontan einschlägt. Geplant habe ich die Routen zuvor mittels OpenRouteService.org bzw. dem neuen Routing von OpenStreetMap. Dabei erreichten beide Dienste aber nie optimale Ergebnisse. Ich habe daher sehr oft Wegpunkte auf Radwege gesetzt, die ich unbedingt nutzen wollte. Die einschalte OSM-Radkarte war dabei sehr hilfreich. Zusätzlich hatte ich nebenbei immer mein Navi dabei liegen, weil mir nur dieses auch die Beschaffenheit der Wege anzeigt. Ich finde es schade, dass keiner der beiden Dienste das kann. (QLandkarteGT gibt es leider erst in Ubuntu 10.04, welches ich noch nicht installiert habe. Das kann das nämlich auch.) Nach dem Export der GPX-Tracks habe ich mir diese auch noch einmal im Höhenprofil über GPS Visualizer angeschaut, um zu prüfen, ob nicht aus Versehen einige unüberwindbare Achttausender auf dem Weg liegen. ;) Zum Schluss habe ich mir zur groben Übersicht noch die Teilstücke der OSM-Karte, die ich brauchte, über bigmap ausgedruckt und den Weg per Hand grob eingezeichnet. So hatte ich unterwegs immer eine schnelle Übersicht und musste nicht auf dem Navi endlos hinauszoomen. Neben meinem Garmin Oregon 450 und den o.g. ausgedruckten OSM-Karten hatte ich natürlich auch noch einige normale Radkarten dabei. Ich habe mich auf die Empfehlung eines Freundes für die ADFC-Radkarten vom Bielefelder Verlag entschieden. Hier haben nämlich exakt zwei Karten ausgereicht, um das Gebiet vom Start (bei Stuttgart) bis zum Ziel (bei Kassel) zu umfassen. Radtour – Tag 1
Losgefahren bin ich am Sonntag, den 8. August, gegen 9 Uhr. Es hat zwar leicht genieselt, aber es gibt ja Schlimmeres (siehe unten).
Die erste Enttäuschung erlebte ich auf dem Hardtsteinweg bei Sonnenberg, denn hier zeigte sich ein Nachteil meines Navigationsgerätes. Dieses zeigt zwar bei der Planung an, welche Beschaffenheit ein Weg hat – aber nur, wenn der Weg keinen Namen hat. Ich ging irgendwie davon aus, dass Wege mit eingetragenen Namen einigermaßen gut befahrbar sind. Leider war der Hardtsteinweg ein echter Waldweg und nach dem Regen sehr matschig. Gegen Mittag tauchte die Sonne wieder auf und ich konnte die Weinhänge von Mühlhausen und Roßwag genießen. Nördlich von Roßwag gibt es auch einen schönen Aussichtspunkt, an dem gut Rast machen kann. Ich hab aber noch ein Weilchen gewartet und erst in Sternenfels am Sandbauernmuseum etwas gegessen. Im Wasserturm auf dem Berg finden sich einige Informationen darüber. Den Turm kann man auch bis ganz nach oben gehen, um die Aussicht zu genießen.
Leider zogen dann Wolken auf und ab ca. 13 Uhr regnete es in etwa eine Stunde lang. Aus dem Grund habe ich auch nirgends mehr angehalten, auch wenn es in der Nähe von Mühlbach ein paar Hügelgräber gibt, die ich mir gerne angeschaut hätte. Die dritte Rast gab es dann – nachdem die Kleidung wieder trocken war – im Burgrestaurant Steinsberg in Weiler. Auch hier gibt es wieder einen schönen Turm, von dem man die Aussicht genießen kann.
Gegen 16 Uhr bin ich dann in Neckargemünd angekommen. Direkt an der Hauptstraße habe ich ein Bett&Bike-Schild gesehen, was zur Café-Pension Filsinger gehörte, in dem ich preisgünstig für 38 Euro ein Dreibettzimmer ergattern konnte. Der Service in der Pension ist erstklassig, kann ich also nur empfehlen. Wer ein schönes Plätzchen sucht, findet an der Mündung der Elsenz, wo diese in den Neckar fließt einige Parkbänke. Ein kurzer Lauf durch die Altstadt lohnt sich auch. Zum Essen war ich in der „Alten Scheune“, die ich ebenfalls empfehlen kann. Von allen Städtchen und Orten hat mir Neckargemünd eindeutig am besten gefallen. Zurückgelegt habe ich an dem Tag gute 95 km. Radtour – Tag 2
Am Montag ging es pünktlich 9 Uhr wieder los nach Heidelberg und dann von dort aus Richtung Norden die Bergstraße entlang. Der Radweg an der Straße lässt sich zwar gut fahren, aber ständig neben den Autos ist echt nicht das Wahre.
Die erste Rast habe ich im Schlosspark in Weinheim gemacht. Im Exotenhaus findet man zahlreiche exotische Vogelarten, die man anschauen kann. Den Weg zur Burgruine habe ich aber nicht auf mich genommen, da die Tour mit über 100 Kilometer noch eine Weile gehen sollte.
Okay, ein bisschen Aussicht musste sein, also habe ich die zweite Pause auf dem Schloßberg von Heppenheim bei der Starkenburg eingelegt. Oben war es zwar schön, die Hochfahrt war aber eine Katastrophe. Der Weg hinauf führt nur über grobe Pflastersteine, die sich sehr bescheiden fahren lassen. Ab der Mitte gibt es zwar einen geteerten Weg, dennoch habe ich das Rad fast bis hinauf nur geschoben.
Eigentlich war angedacht, dass ich an dem Tag durch Darmstadt bis nach Langen (Hessen) fahre. Da am nächsten Tag aber ein kleiner Hügel auf mich wartete (siehe unten), bin ich in Pfungstadt westlich abgebogen und weiter bis nach Hochheim am Main in der Nähe von Mainz gefahren. Das Städtchen hat viele verwinkelte Gassen, die man sich ruhig einmal ansehen kann. Nachteilig ist, dass der Ort in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens liegt und man damit ca. jede Stunde ein Flugzeug landen oder starten hört. Untergekommen bin ich im Hotel Rheingauer Tor für 50 Euro die Nacht, was ganz okay war. Von Neckargmünd bis Hochheim waren es dann auch stolze 115 km, am nächsten Tag sollten es dafür weniger werden. Radtour – Tag 3
Am Dienstag stand der Limes-Radweg auf dem Programm. Diesen habe ich bei Wildpark/Engenhahn das erste Mal befahren, zuvor stand aber ein Rast am Jagdschloss Platte an. Dort gibt es auch ein kleines Restaurant mit Biergarten. Der Limes-Radweg führt schön durch den Taunus, was einiges an Auf und Ab bedeutet. Prinzipiell ist das nicht falsch. Wenn der offizielle Radweg aber nur aus groben Schottersteinen besteht und das bei einer großen Steigung, finde ich das sehr fragwürdig. Ich weiß nicht, wer es schafft, den Radweg ab Glashütte zum Feldberg mit dem Rad zu fahren, ich habe jedenfalls einige Kilometer geschoben.
Glücklicherweise gab es recht weit oben das Gasthaus Rotes Kreuz, an dem ich erst einmal Halt machen musste. Danach habe ich mein Rad bis zum Feldberg hoch weiter geschoben. Der Feldberg ist sehr schön, aber ich empfehle jeden besser die Hochtaunusstraße zu fahren anstatt irgendeinen Weg durch den Wald. Auf dem weiteren Limes-Weg bin ich dann vor der Saalburg noch östlich abgebogen, weil ich nach Bad Homburg wollte. Laut Karte gibt es einen schönen Weg (die Elisabethenschneise), der geradewegs bis in die Stadt führt. Leider ist der Name Programm und die Schneise ist wirklich nur ein gerader Pfad quer durchs Gehölz. Teilweise kann man ihn zwar befahren, ich musste aber sehr oft rechts und links ausweichen. Leider scheint es in der Gegend aber wirklich keinen einzigen geteerten Weg zu geben, den ich hätte nehmen können. Einzig die L3004 wäre eine gute Lösung gewesen, was ich aber zu spät gesehen habe.
In Bad Homburg habe ich mich mit Freunden getroffen und Minigolf gespielt. Danach bin ich Abends weiter nach Bad Nauheim, weil ich dort bei einer Freundin übernachten konnte. Eigentlich waren für den Tag nur 85 Kilometer angesetzt, es sind im Endeffekt aber 105 km daraus geworden. Radtour – Tag 4
Der vierte Tag war wohl der ereignisloseste. Das Land Richtung Norden ist recht flach, es gibt landschaftlich kaum etwas zu sehen. Halt gemacht habe ich einmal an einem See bei Bellersheim und dann später noch einmal an einer Grillhütte hinter Laubach. Ansonsten ging die Fahrt ohne große Vorkommnisse weiter bis nach Alsfeld. Man merkte an der Stelle langsam auch, dass OpenStreetMap noch Hilfe braucht. Nicht alle Wege in Nordhessen sind eingetragen, in Alsfeld fehlen einige Hotels und andere wichtige Läden oder Restaurants. Aber auch der Bett&Bike-Katalog war veraltet, sodass die Pension, in der ich übernachten wollte, gar keine Radgäste mehr aufnimmt. Dafür konnte ich dann aber im Hotel Klingelhöffer unterkommen, die sogar einen Schuppen für mein Rad hatten.
Weil ich noch etwas Zeit hatte, bin ich Abends durch die Altstadt gelaufen, denn diese ist auch in Alsfeld sehr schön. Begeistert war ich vom Buchladen am Rathaus (der genauso heißt), in dem man schön stöbern kann, da die Bücher hier wirklich gestapelt vom Boden bis zur Decke reichen und nicht fein säuberlich in irgendwelche Regale einsortiert sind. Die Strecke an dem Tag hat nur 85 km beansprucht, was aber abzusehen war, da ich den Tag davor ja etwas mehr gefahren bin. Radtour – Tag 5
Am letzten Tag der Tour bin ich gegen 9 Uhr in Alsfeld losgefahren. Der Radweg verläuft eigentlich immer an der B254 entlang. Kurz halt gemacht habe ich am Silbersee in Frielendorf.
Gegen 12 Uhr und 50 km später bin ich dann am Ziel angekommen. Am nächsten Tag auf dem Weg zum Bahnhof hat sich aber wieder gezeigt, dass die OpenStreetMap-Karten in Nordhessen verbesserungswürdig sind. Bei meinen Eltern im Ort ist gerade einmal die Hauptstraße eingezeichnet gewesen, der Radweg fehlte ganz (ist inzwischen aber in OSM drin). Ein kleines Örtchen, durch das ich gefahren bin, war (und ist) aber nicht einmal in der Karte verzeichnet. (Interessanterweise kann man nach dem Ort aber suchen und er wird auch gefunden. Es werden dort aber keine Straßen und auch keine Häuser angezeigt.) Am Samstag waren es dann mit dem Weg zum Bahnhof noch einmal um die 20 Kilometer. Radtour – Fazit
Die Radtour hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich mir bei meinem Spaziergang den Feldberg hoch die Achillessehne etwas entzündet habe (und danach etwas vorsichtiger fahren musste). Die 420 Kilometer in den fünf Tagen waren ein gutes Pensum, wie ich finde. Nicht zu viel, nicht zu wenig. So musste ich mich nicht abhetzen und konnte mir zwischendurch auch mal die ein oder andere Sehenswürdigkeit anschauen. Nächstes Jahr werde ich eine solche Tour sicherlich wiederholen. Mal schauen, wo ich dann hinfahre. Hier nochmal die gesamte Tour im Überblick:
Montag, 16. August 2010Programmierwettbewerb bei Linux-MagazinDer letzte Programmierwettbewerb von freiesMagazin ist schon eine Weile her und der dritte wird voraussichtlich noch ein paar Monate Planung in Anspruch nehmen. Wer die (Programmier)Finger bis dahin nicht stillhalten kann, kann sich den aktuellen Programmierwettbewerb beim Linux-Magazin anschauen. Aufgabe ist es, eine einfache KI zu schreiben, die Würfelwürfe sammelt. Dabei addiert sich jeder Wurf, außer man würfelt eine 6. Dann verliert man alle bisher gesammelten Punkte. Zur Abwechslung kann man aber auch Aussetzen, wodurch die bisher erzielte Punktzahl gesichert wird und nicht mehr verloren werden kann. Damit das Ganze spannender wird und ein echter Wettbewerb entsteht, spielt man gegen die Bots der anderen Teilnehmer. Der, der zuerst 50 Punkte erreicht, gewinnt das Spiel. Wer mitmachen möchte, hat noch bis zum 12. September 2010 Zeit, einen eigenen Bot zu schreiben. Dem Gewinner winkt ein Linux-Micro-Netbook Ben Nanonote. Weitere Informationen findet man auf der Wikiseite zum Wettbewerb. Der nächste Wettbewerb für freiesMagazin dagegen wird etwas komplexer, wird aber auch ein Server-Client-Konzept unterstützen. Aber zu viel verraten will ich noch gar nicht … Freitag, 13. August 2010Der Herr der Finsternis
Danka liegt krank im Bett als sich plötzlich ein Kater aus einem Sonnenstrahl vor ihm materialisiert. Dieser bringt ihn in eine Parallelwelt, in der die Finsternis herrscht; echtes Tageslicht gibt es dort nicht mehr. Danka schließt mit einem Flügelträger namens Len Freundschaft und gemeinsam versuchen die drei den Herrn der Finsternis und seine Armee aus Freifliegern zu besiegen. Ich mag Lukianenko sehr gern (und würde seine Bücher zu gerne mal im Original lesen), „Der Herr der Finsternis“ stand aber nicht auf meiner Leseliste, da es sich vom Umschlagtext eher an Kinder und Jugendliche richtet. Da ich aber in einer Stadt gestrandet war und kein Buch dabei hatte, musste ich irgendetwas kaufen. ;) Leider konnte Lukianenko mit dem Werk nicht an seine Wächter- oder Weltengänger-Reihe anknüpfen. Die Charaktere sind sehr blass und verhalten sich extrem seltsam. Vor allem der Protagonist Danka kommt mir eher wie ein Spielball des Katers vor als eine Person mit eigenem Willen. Es gibt (wenn ich mich nicht recht erinnere) keinen Vorschlag des Katers, den Danka wirklich hinterfragt. Und falls doch, beendet der Autor den Gedanken abrupt mit der Aussage, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Der Herr der Finsternis (nachdem das Buch schließlich benannt ist) hat einen ca. zweiseitigen Auftritt und keinerlei Profil. Man erfährt weder etwas von den Zielen, noch der Motivation der Finsternis. Insgesamt ist die gesamte Geschichte sehr lahm und auch wenn alles auf eine neue Trilogie (oder mehr) hindeutet, werde ich die kommenden Bücher nicht lesen. Lukianenko hat einfach zu wenig aus dem Kampf Licht gegen Finsternis gemacht. (Wobei dies mit Nacht gegen Tag bereits bekannt vorkommt. Und auch das Zwielicht der Wächter-Romane hat mit der Dämmerung einen Gegenpart in „Der Herr der Finsternis“). Und auch die verschiedenen Welten (die Danka sicherlich noch erforschen wird) kommen in den Weltengänger-Romanen besser ausgearbeitet herüber. Fazit: Es gibt wesentlich bessere Bücher von Sergej Lukianenko, wie die erwähnten Wächter- oder Weltengänger-Romane, die man diesem Buch hier definitiv vorziehen sollte. Freitag, 13. August 2010Ghosts & Lightning
Nach dem Tod seiner Mutter kehrt der arbeitslose Denny nach Dublin zurück, um mit seiner Schwester Paula und deren Freundin (im Sinne von Lebensgefährtin) Teresa im Haus der Mutter zu leben. Denny versucht den Verlust zu verarbeiten und flüchtet sich dabei in sein altes Leben, welches nur aus Drogen und Alkohol besteht. Seine Freunde, die gleichermaßen drauf sind, helfen ihm dabei nicht gerade. „Ghosts & Lightning“ ist das Erstlingswerk von Trevor Byrne und soll brüllend komisch sein … Hm, ich habe das Buch dann wohl nicht verstanden. Zum einen mag das daran liegen, dass der Dubliner Slang manchmal schon schwer zu lesen ist (auch wenn man nach einiger Zeit reinfindet), aber mein größtes Problem war, dass ich mich nicht mit dem Protagonisten identifizieren konnte. Sowohl Denny als auch seine Freunde haben keine wirklichen Ziele und halten sich fast alle nur mit krummen Geschäften (Diebstahl, Hehlerei, Drogenverkauf) über Wasser. Keiner versucht wirklich etwas dagegen zu tun. Jeden Abend besaufen und volldröhnen ist der einzige Lebenszweck. Denny selbst grübelt zwar selbst immer darüber nach, was er tun könnte, aber er tut nie wirklich etwas (mit Ausnahme des Schlusses). Solche Nichtstuerei widerstrebt mir ja etwas. Einige Passagen waren ganz witzig, aber insgesamt fand ich das Buch belanglos. Es gibt einen sehr guten Einblick in die Dubliner Unterschicht, aber zumindest mich hat es dabei nicht unterhalten. Wer eine gute „Dokumentation“ der Abläufe in der armen Schicht der Dubliner Teens und Twens haben will, findet das Buch aber sicher spannend. Freitag, 13. August 2010Fantasy Film Fest 2010Ab nächster Woche bis Mitte November startet in vielen deutschen Städten wieder das Fantasy Film Fest. Schwerpunkt des Festivals sind wie immer Thriller, Drama, Horror und manchmal auch Splatter. Mitunter findet man auch einige blutige Komödien darunter. Die Filme laufen alle im Originalton (ggf. mit englischen Untertiteln). Einige der gezeigten Filme laufen, wenn überhaupt, oft nur mit arger Verspätung in den deutschen Kinos (wie Moon sehr gut bewiesen hat). Wer also in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Hannover München, Stuttgart oder Nürnberg wohnt, sollte sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, ein oder zwei Filme anzuschauen. Einzig die Preise sprechen leider gegen einen häufigeren Besuch. :( Samstag, 7. August 2010Umfrage zu ComputerspielenWer gerne Computerspiele spielt (sei es unter Linux oder unter Windows) kann bei diese Umfrage mitmachen. Frederik Augstein hat die Fragen für seine Bachelor-Arbeit erstellt und will diese nach Beendigung auswerten. Bei den Fragen geht es um die allgemeinen Hobbys, im Besonderen aber um Computerspiele. Es werden Fragen zur Häufigkeit des Spielens, aber auch zu den verschiedene Genre-Vorlieben gestellt. Das Ausfüllen dauert ca. 10-15 Minuten. Samstag, 7. August 2010Musikvorstellung: MezzamoMezzamo ist eine russische Band, die leichten Elektro-Pop mit weiblichen Gesang anbietet. Ich habe über die Free Music Charts von darkerradio von der Band erfahren und mir daraufhin das Album Aloneluna intensiver angehört. Und ja, es klingt wirklich gut. Mezzamos Musik kann man auf den Bandseite kostenlos herunterladen oder man bedient sich bei Jamendo. Die Musik steht dabei unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-NonDerivative-Lizenz. Die einzige Möglichkeit, der Band finanziell etwas Gutes zu tun (die ich gefunden habe), ist der Kauf des oben genannten Albums bei Amazon. Als Anspieltipp empfehle ich I turn my back on you von der EP 12.04, sowie die Lieder Just Like You und Aloneluna. Aber auch der Rest des Albums klingt sehr gut. Ach, es empfiehlt sich auch, das russische Album Mnogotochie einmal anzuhören, welches auch gute Lieder enthält (auch wenn ich den Text nicht verstehe). Samstag, 7. August 2010Infected
Ex-Footballspieler Perry Dawsey wacht eines Morgens mit juckenden Entzündungen am Körper auf. Im Laufe der Tage wachsen diese und Perry beginnt sich anders zu verhalten. Er wird paranoid und hört Stimmen – und ist nicht der einzige Infizierte. Agent Dew Phillips und die Ärztin Margaret Montoya untersuchen die anderen Opfer; zumindest das, was von ihnen übrig blieb, nachdem sie sich selbst umgebracht haben. „Infected“ (zu Deutsch Infiziert) ist der erste Teil einer Sci-Fi-Trilogie von Scott Sigler, der vor allem durch seine Hörbücher und Podcasts in der Online-Welt bekannt geworden ist. Der zweite Teil Contagious (Virulent) ist bereits in den Buchläden erhältlich, der dritte Teil Pandemic erscheint demnächst. Siglers Stil bewegt sich zwischen Sci-Fi und Horror, was man in seinen meisten Büchern merkt. „Infected“ ist daher an einigen Stellen ziemlich blutig und brutal. Die Beschreibungen der Szenen gehen aber (in meinen Augen) noch nicht zu weit, sodass man keinen extrem starken Magen braucht, um das Buch zu lesen. Sprachlich ist es angenehm zu lesen, auch wenn ggf. ein paar Fachbegriffe aus der Medizin nicht bekannt sind. Inhaltlich liest sich „Infected“ sehr gut, man merkt aber am Ende, dass alles auf eine Fortsetzung hinausläuft. Dafür wird das Finale in wenigen Seiten zu schnell abgehandelt. Sehr gut hat mir die Beschreibung der Infektion gefallen. Sprich, wie der Virus vorgeht, um sich im Körper des Wirts niederzulassen und auszubreiten. Wer Sci-Fi mit Horroranleihen mag, kann sich „Infected“ ruhig einmal anschauen. |
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