Skip to content

SPIEL'25 in Essen – Teil 0: Einleitung und Rückblick

Einleitung

Auch im Jahr 2025 war ich in Essen zur Internationalen Spielemesse SPIEL'25. Dieses Jahr konnte ich zwei Tage dort verbringen und sehr viele Spiele antesten. Aufgrund geänderter Interessen standen sehr viele einfache Spiele für Kinder und Familien auf meiner Liste. Aus dem Grund habe ich mich entschieden, meine Berichte dieses Jahr nicht nach Tagen aufzuteilen, sondern nach Komplexitätsgraden. Der Grad ist natürlich oft sehr fließend und wird unterschiedlich wahrgenommen. Aber auf die Art kann ich auch die Länge der Beiträge etwas im Rahmen halten.

Wie gesagt, lag mein Fokus eher auf leichteren Spielen. Ich hatte zwar auch Expertenspiele wie „Artengarten“, „Ants“, „Orloj“, „Forestry“, „Aquaria“, „Thesauros“ und „Kingdom Crossing“ auf meiner Liste, aber nicht damit gerechnet, dass ich zum Anspielen kommen würde. Und genau das bestätigte sich auch. Bei keinem der Spiele war es für mich möglich, einen freien Tisch zu ergattern. Wir liefen zwar öfters an den Ständen vorbei, aber die Partien waren dann immer mittendrin und wir wollten nicht unnötig lange warten und nur herumstehen. Das fand ich im Nachhinein aber gar nicht schlimm. Denn so blieb viel mehr Zeit für kleinere Spiele, die nicht weniger schlecht oder sogar besser sein können als die großen Klopper, die bei mir sowieso nur einmal alle vier Jahre aufgetischt werden würden.

Am ersten Tag war ich komplett alleine unterwegs. Glücklicherweise war das so gut wie nie ein Problem, da ich eigentlich bei jedem Spiel jemanden fand, der mitspielen wollte. Entweder fragte ich aktiv nach, wenn eine neue Gruppe gerade ein Spiel begann, oder zur Not spielten auch die Erklärerinnen eine Partie mit. Am zweiten Tag war ich dann mit meinem besten Freund unterwegs und wir schauten uns noch weitere Titel von meiner Liste an. Aber auch andere Titel, die uns beim Vorbeigehen interessierten, spielten wir an. Manchmal mussten wir hier auf eine Spielgelegenheit warten, aber in vielen Fällen konnten wir nach kurzer Zeit eine Partie spielen.

Die SPIEL-App hatte ich natürlich auch wieder installiert und die Spiele, an denen ich Interesse hatte, dort markiert. Das werde ich mir aber nächstes Jahr sparen. Zur Navigation und für den Hallenplan finde ich die App gut geeignet. Alles andere plane ich aber über die SPIEL Essen 25 Previewliste von BoardGameGeek. Über diese leite ich mir kurz vor Messestart die interessanten Spiele aus und drucke diese auf einen Zettel mit allen wichtigen Informationen. Das System hat sich all die Jahre bewährt und die App hilft mir nicht dabei, mich zu organisieren.

SPIEL'25 – Öffnung am Donnerstag
SPIEL'25 – Öffnung am Donnerstag

Auch an der Fairplay-Scoutaktion nahm ich wieder teil. Es kostet mich nicht viel Zeit, die vorab und auf der Messe gespielten Spiele zu bewerten. Es ist aber auch so, dass meine Stimme kaum Gewicht hat, weil von den auf der Messe von mir angespielten Spielen kein einziges genügend Stimmen hatte, um auf irgendeiner Liste aufzutauchen. Aber vermutlich werde ich nächstes Jahr wieder teilnehmen. Immerhin habe ich dann einen Grund, in Halle 3 vorbeizuschauen, die ich wie fast jedes Jahr gemieden habe, wenn es geht. Sie ist im Vergleich zu allen anderen Hallen sehr voll. Ich kam zwar überall ohne große Probleme durch, aber es ist in den Hallen 4 bis 7 entspannter zu spielen. Aus dem Grund startete ich meine Messe-Rundreise auch wieder in Halle 7 und spielte mich dann langsam zu den Hallen 3 und 2 durch.

Wie auch schon die Jahre zuvor bin ich mit dem Zug angereist. Die Hinfahrt verlief wirklich problemlos, sodass ich sogar pünktlich zur Hallenöffnung um 10 Uhr in Essen war. Ich hatte natürlich auch Zeit, ein bisschen zu spielen. Und so kam „Cat's Gambit“ für drei Partien auf den (ziemlich kleinen) DB-Tisch. Das kleine Denkpuzzle machte mir wieder viel Spaß. Im Nachgang erfuhr ich, dass in der neuen Backerkit-Version einige Regeln grundlegend geändert wurden, sodass ich froh bin, die Original-Version zu besitzen. Und weil ich danach etwas Anspruchsvolleres wollte, gab es noch eine Partie „Waypoints“, erneut mit der neuen Map 5 in den North Alpine Foothills. Dieses Mal gelang mir sogar ein Rekord, da ich die Loch-Wertung auf den Maximum-Wert trieb, wodurch die Gesamtpunktzahl ebenfalls sehr hoch war.

Cat's Gambit auf dem DB-Tisch
Cat's Gambit auf dem DB-Tisch
Waypoints – Map 5: North Alpine Foothills
Waypoints – Map 5: North Alpine Foothills

Bei der Rückfahrt mit dem Zug gab es das übliche Chaos inkl. Verspätungen, aber dadurch, dass viele Züge fahren, konnte ich immer irgendeinen verspäteten Zug erreichen und war so wie geplant vor 0 Uhr wieder daheim. Wichtig dabei war, dass ich am zweiten Tag nicht erst um 19 Uhr versuchte, die Messe zu verlassen, sondern schon eine Stunde früher ging. Aufgrund von vollen U-Bahnen und Platzmangel ist das auch dringend notwendig. Man sollte nicht mit normalen Verbindungszeiten zwischen Messe und Hauptbahnhof rechnen. Sehr schade fand ich, dass es kein richtiges Konzept gibt, wenn man im Ausgang Ost in die U-Bahn U11 einsteigen will. Die U-Bahn ist bereits an der ersten Haltestelle Messe-West so voll, dass danach niemand mehr einsteigen kann. Die meisten Menschen sind dann zum Hauptbahnhof gelaufen, was auch nur 2,5 km Fußweg sind. Aber auch auf der Hinfahrt ist ein langes Schlangestehen am Hauptbahnhof und Warten auf eine freie U11 Programm. Und als ich dann eine U-Bahn erwischte, war diese extrem vollgepackt, sodass es mir keinen Spaß machte, damit zu fahren. Ich habe deswegen einen kleinen Umweg in Kauf genommen und bin mit der S-Bahn 108 in die andere Richtung bis zum Rathaus gefahren und dann direkt mit der 108 wieder in die Gegenrichtung bis zur Florastraße. Dort konnte ich mir erst beim Bäcker etwas holen und dann gemütlich die 500 Meter zum Messeeingang schlendern.

Übernachtet habe ich in Bottrop, weil ich erst im Juli wusste, an welchen Tagen ich genau in Essen sein kann. Das fand ich aber tatsächlich sehr angenehm, da das Hotel direkt am Hauptbahnhof in Bottrop lag. Und so konnte ich recht bequem nach der Messe ohne Stress zum Hotel fahren. Und am nächsten Tag nach einem Frühstück ebenso wieder leicht mit einem RE nach Essen kommen. Das Frühstück war auch gut, weil ich so auf der Messe wenig zu essen brauchte. Und so nahm ich mir – wie bei jeder Messe – Brötchen und Landjäger/Kaminwurz mit, die über den Tag gegessen wurden. Das geht dann praktischerweise auch auf dem Weg von einem Stand zum nächsten, ohne viel Zeit zu kosten, und macht trotzdem satt.

Rück- und Ausblick

In Summe haben mir die zwei Tage in Essen sehr gut gefallen. Der erste Tag verlief dabei ähnlich wie 2024, sodass ich sehr viele Spiele von meiner Liste aufgesucht habe. Vor allem die Konzentration auf Kinder- und Familienspiele hat mir dabei sehr gut gefallen, weil ich einfach mehr von der Messe habe, als wenn ich ein großes Spiel für zwei Stunden spiele. Der zweite Tag war dagegen eher zum Schlendern mit meinem Freund und prinzipiell etwas entspannter. Aber zwei Messetage reichen mir völlig aus, mehr fände ich zu anstrengend.

Nächstes Jahr werde ich hoffentlich wieder ein oder zwei Tage nach Essen gehen können. Die Anreise mit dem Zug ist – trotz der Widrigkeiten – gesetzt. Und auch die Übernachtung werde ich wohl ähnlich halten, dass ich mir außerhalb von Essen etwas Preiswertes suche. Und auch die Umgehung der vollen U-Bahn, indem ich erst einmal in die falsche Richtung fahre, hat mir zugesagt und werde ich wohl wiederholen, falls möglich.

In den nächsten Teilen folgen dann die konkreten Beschreibungen der verschiedenen Spiele.

Trackbacks

No Trackbacks

Comments

Display comments as Linear | Threaded

No comments

Add Comment

E-Mail addresses will not be displayed and will only be used for E-Mail notifications.
Form options