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So lügt man mit Statistik

Titel So lügt man mit Statistik
Autor Walter Krämer
Sprache Deutsch
Genre Sachbuch
Herausgeber Piper, 2008 (11. Auflage)
Seitenanzahl 206

Wir wussten es ja schon immer: Egal, wo man hinschaut, man wird nach Strich und Faden belogen und betrogen. Täglich begegnen einem in der Zeitung und im Internet verschiedene Statistiken, Balken, Torten, Linien, Trends und Prognosen und wenn man nicht genau hinschaut, könnte man fast glauben, was da steht. Nicht alle "Statistiker", die die Diagramme erstellen, betrügen mit Absicht, aber irreführend ist es allemal.

Unter diesen Gesichtspunkten nimmt Walter Krämer einen mit auf eine Reise in die Welt der Statistik und natürlich in eine Welt der Zahlen. Glücklicherweise muss man zum Verständnis des Buches nur die vier Grundrechenarten beherrschen und ein bisschen Interesse für das Gebiet mitbringen. Wenn man das hat, ist das Buch ziemlich interessant. So erfährt man, wie man seine ausgewerteten Zahlen so "aufbessern" bzw. gezielt auswählen kann, dass eine Statistik dazu genau das aussagt, was man sehen will. Daneben werden auch Mittelwert und Median behandelt, ebenso wie Umfragen und Stichproben.

Ein wichtiges Kapitel sind auch Trends, denn oft lassen wir uns dazu hinreißen, eine Tatsache aus der Vergangenheit auf die Zukunft zu projizieren (Extrapolation genannt). Wie Christoph zum Beispiel auch in seinem Blog schrieb: "Wenn ich hier weiter so wachse, dann packe ich Niggemeier in wenigen Monaten". Glücklicherweise mit einem Smilie dahinter. Denn selbst wenn sein Blog weiter so rasant wachsen würde, kann man davon ausgehen, dass auch Niggemeiers Blog-Entwicklung nicht plötzlich stehen bleibt. Und selbst wenn das einträfe und Christophs Blog einen konstanten Wachstumsfaktor von 1,33 pro Monat haben würde, könnte man dann genauso schlussfolgern, dass er nach fünf Jahren mehr Besucher pro Tag auf seiner Seite hat als es aktuell Menschen auf der Erde gibt. ;) (Ist nicht böse gemeint, Christoph, Dein Beispiel hat heute einfach gut zum Buch gepasst.)

Zurück zum Buch: Wie oben geschrieben sehr informativ und stellenweise humorvoll vermittelt es die Tücken der Statistik. Dabei schult es aber auch gleich das Auge und bei der nächsten Zukunftsprognose über die nächsten 10 Jahre oder bei der Statistik zu den Arbeitslosenzahlen überlegt man vielleicht zweimal, ob man glaubt, was dort steht.

Vielen Dank auch an die liebe Weihnachsfrau, die mir das Buch überbracht hat. :)

Duma Key

Titel Duma Key
Autor Stephen King
Sprache Englisch
Genre Horror
Herausgeber Hodder, 2008
Seitenanzahl 689

Nach einem fast tödlichen Unfall, bei dem er einen Arm verlor und einen Gehirnschaden davon trug, zieht Edgar Freemantle von Minnesota nach Duma Key, einer kleinen Insel vor Floridas Küste. Nach seiner Scheidung, die ebenfalls Resultat seines Unfalls war, will er dort etwas zur Ruhe kommen und freundet sich schnell mit seinen einzigen Nachbarn an: Der alten Dame Elisabeth Eastlake und ihrem Betreuer/Hausverwalter Jerome Wireman. Zur Entspannung empfiehlt ihm sein Psychiater Dr. Kamen, dass er wieder zu Malen beginnen soll. Und tatsächlich besitzt Edgar Freemantle ein ungeahntes Talent. Sein Bilder sind, obwohl teilweise surreal, extrem realistisch und manchmal werden sie sogar wahr. Doch woher kommen all die Ideen für diese Bilder?

Nach Cell (von 2006) ist Duma Key das neueste Taschenbuch von Stephen King, das ich gelesen habe. Sowohl Lisey's Story (2006), als auch Blaze (2007, als Richard Bachmann) haben mich beide nicht angesprochen. Die Idee, das Bilder "lebendig" werden, fand ich aber extrem klasse, verschwimmen hier die Grenzen zwischen Realität und Fiktion doch wunderbar.

Und der Kauf (und natürlich auch das Lesen) haben sich definitiv gelohnt. Am Anfang bin ich zwar etwas schwerfällig reingekommen, aber sobald man herausfindet, was das Böse ist, geht das Lesen fast wie in einem Rutsch. Extrem spannend erzählt und stellenweise sehr tragisch und traurig garantiert das Buch schöne Alpträume, wenn man es zu intensiv vor dem Schlafengehen liest. Die Grundidee, auf der alles basiert, gefällt mir sehr gut und wartet auch mit ein paar Überraschungen auf. Vor allem weiß man bei King ja nie, ob das Buch ein Happy End kriegt oder nicht ...

Es gibt also wieder eine Empfehlung von mir für alle King- und Horrorfans. Wer sich nicht gern gruselt, sollte das Buch natürlich besser nicht anfassen.