Montag, 30. August 2010Vom Blog ausgesperrtAm Samstag hat sich Serendipity etwas geleistet, was ich schon sehr frech fand. Als ich mich normal anmelden wollte, erschien nur die Meldung:
Ich hatte diese Meldung schon ein- oder zweimal, aber ignoriert, weil nach einem Neuladen der Seite der Login ging. Nun war die Meldung aber nicht mehr wegzubekommen. Im Netz gibt es dazu immerhin einen Eintrag im S9Y-Board. Ich habe das Skript kopiert, hochgeladen, ausgeführt. Resultat:
Dirk wies mich (und Garvin) dann darauf hin, dass der Tabellenname fehlt. Ich habe das Skript also abgeändert in:
<?php
$username = "admin";
$password = "newpassword";
include 'serendipity_config.inc.php';
echo serendipity_db_query("UPDATE {$serendipity['dbPrefix']}authors SET password = '" . serendipity_hash($password) . "', hashtype=1 WHERE username = '" . serendipity_db_escape_string($username) . "'");
echo "Password sent.";
Damit funktioniert die Passwortänderung und ich konnte meinen Blog (seit ca. 30 Minuten) wieder bedienen. Mir stellt sich die Frage, wie so etwas sein kann? Ich habe nun das Gefühl, dass Serendipity mich unter Kontrolle hat und nicht umgekehrt. Es kann nicht sein, dass ich plötzlich von einem Tag auf den anderen (am Freitag konnte ich noch bloggen) aus meinem Blog ausgesperrt werde. Als Version setze ich auch eine recht aktuelle (wenn auch nicht die neueste) Version 1.5.3 ein. In Zukunft werde ich vorerst Freunden S9Y nicht mehr empfehlen, bis das Thema nicht wirklich geklärt ist. Freitag, 27. August 2010Nachtrag zum Programmierwettbewerb bei Linux-MagazinDer Programmierwettbewerb beim Linux-Magazin, über den ich berichtete, scheint sehr erfolgreich zu sein. Fast 1000 Teilnehmer haben ihre Bots bereits testen lassen. Der Server wurde aufgrund des Ansturms auch neu geschrieben, da der alte oft überlastet war. Es gibt ja einige Leute. die bereits teilnehmen. Mich hätte es zwar auch interessiert, aber ich bin ja mit einem eigenen Programmierwettbewerb für freiesMagazin beschäftigt. Und auch, wenn ich mir mehr Teilnehmer als beim letzten Wettbewerb wünsche, wären 1000 der Overkill. Da müsste ich dann wohl zwei Jahre Urlaub einreichen, um das alles testen zu können. ;) Dennoch freue ich mich darauf, wenn das Progrämmchen endlich fertig ist und auf die Menschheit losgelassen werden kann … Montag, 16. August 2010Radtour durch HessenRadtour – Vorbereitung
Planung ist das A und O einer guten Tour – jedenfalls könnte man das denken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwar gut ist, vorher zu schauen, wo man langfährt, dennoch sollte man sich Ausweichrouten parat halten, die man spontan einschlägt. Geplant habe ich die Routen zuvor mittels OpenRouteService.org bzw. dem neuen Routing von OpenStreetMap. Dabei erreichten beide Dienste aber nie optimale Ergebnisse. Ich habe daher sehr oft Wegpunkte auf Radwege gesetzt, die ich unbedingt nutzen wollte. Die einschalte OSM-Radkarte war dabei sehr hilfreich. Zusätzlich hatte ich nebenbei immer mein Navi dabei liegen, weil mir nur dieses auch die Beschaffenheit der Wege anzeigt. Ich finde es schade, dass keiner der beiden Dienste das kann. (QLandkarteGT gibt es leider erst in Ubuntu 10.04, welches ich noch nicht installiert habe. Das kann das nämlich auch.) Nach dem Export der GPX-Tracks habe ich mir diese auch noch einmal im Höhenprofil über GPS Visualizer angeschaut, um zu prüfen, ob nicht aus Versehen einige unüberwindbare Achttausender auf dem Weg liegen. ;) Zum Schluss habe ich mir zur groben Übersicht noch die Teilstücke der OSM-Karte, die ich brauchte, über bigmap ausgedruckt und den Weg per Hand grob eingezeichnet. So hatte ich unterwegs immer eine schnelle Übersicht und musste nicht auf dem Navi endlos hinauszoomen. Neben meinem Garmin Oregon 450 und den o.g. ausgedruckten OSM-Karten hatte ich natürlich auch noch einige normale Radkarten dabei. Ich habe mich auf die Empfehlung eines Freundes für die ADFC-Radkarten vom Bielefelder Verlag entschieden. Hier haben nämlich exakt zwei Karten ausgereicht, um das Gebiet vom Start (bei Stuttgart) bis zum Ziel (bei Kassel) zu umfassen. Radtour – Tag 1
Losgefahren bin ich am Sonntag, den 8. August, gegen 9 Uhr. Es hat zwar leicht genieselt, aber es gibt ja Schlimmeres (siehe unten).
Die erste Enttäuschung erlebte ich auf dem Hardtsteinweg bei Sonnenberg, denn hier zeigte sich ein Nachteil meines Navigationsgerätes. Dieses zeigt zwar bei der Planung an, welche Beschaffenheit ein Weg hat – aber nur, wenn der Weg keinen Namen hat. Ich ging irgendwie davon aus, dass Wege mit eingetragenen Namen einigermaßen gut befahrbar sind. Leider war der Hardtsteinweg ein echter Waldweg und nach dem Regen sehr matschig. Gegen Mittag tauchte die Sonne wieder auf und ich konnte die Weinhänge von Mühlhausen und Roßwag genießen. Nördlich von Roßwag gibt es auch einen schönen Aussichtspunkt, an dem gut Rast machen kann. Ich hab aber noch ein Weilchen gewartet und erst in Sternenfels am Sandbauernmuseum etwas gegessen. Im Wasserturm auf dem Berg finden sich einige Informationen darüber. Den Turm kann man auch bis ganz nach oben gehen, um die Aussicht zu genießen.
Leider zogen dann Wolken auf und ab ca. 13 Uhr regnete es in etwa eine Stunde lang. Aus dem Grund habe ich auch nirgends mehr angehalten, auch wenn es in der Nähe von Mühlbach ein paar Hügelgräber gibt, die ich mir gerne angeschaut hätte. Die dritte Rast gab es dann – nachdem die Kleidung wieder trocken war – im Burgrestaurant Steinsberg in Weiler. Auch hier gibt es wieder einen schönen Turm, von dem man die Aussicht genießen kann.
Gegen 16 Uhr bin ich dann in Neckargemünd angekommen. Direkt an der Hauptstraße habe ich ein Bett&Bike-Schild gesehen, was zur Café-Pension Filsinger gehörte, in dem ich preisgünstig für 38 Euro ein Dreibettzimmer ergattern konnte. Der Service in der Pension ist erstklassig, kann ich also nur empfehlen. Wer ein schönes Plätzchen sucht, findet an der Mündung der Elsenz, wo diese in den Neckar fließt einige Parkbänke. Ein kurzer Lauf durch die Altstadt lohnt sich auch. Zum Essen war ich in der „Alten Scheune“, die ich ebenfalls empfehlen kann. Von allen Städtchen und Orten hat mir Neckargemünd eindeutig am besten gefallen. Zurückgelegt habe ich an dem Tag gute 95 km. Radtour – Tag 2
Am Montag ging es pünktlich 9 Uhr wieder los nach Heidelberg und dann von dort aus Richtung Norden die Bergstraße entlang. Der Radweg an der Straße lässt sich zwar gut fahren, aber ständig neben den Autos ist echt nicht das Wahre.
Die erste Rast habe ich im Schlosspark in Weinheim gemacht. Im Exotenhaus findet man zahlreiche exotische Vogelarten, die man anschauen kann. Den Weg zur Burgruine habe ich aber nicht auf mich genommen, da die Tour mit über 100 Kilometer noch eine Weile gehen sollte.
Okay, ein bisschen Aussicht musste sein, also habe ich die zweite Pause auf dem Schloßberg von Heppenheim bei der Starkenburg eingelegt. Oben war es zwar schön, die Hochfahrt war aber eine Katastrophe. Der Weg hinauf führt nur über grobe Pflastersteine, die sich sehr bescheiden fahren lassen. Ab der Mitte gibt es zwar einen geteerten Weg, dennoch habe ich das Rad fast bis hinauf nur geschoben.
Eigentlich war angedacht, dass ich an dem Tag durch Darmstadt bis nach Langen (Hessen) fahre. Da am nächsten Tag aber ein kleiner Hügel auf mich wartete (siehe unten), bin ich in Pfungstadt westlich abgebogen und weiter bis nach Hochheim am Main in der Nähe von Mainz gefahren. Das Städtchen hat viele verwinkelte Gassen, die man sich ruhig einmal ansehen kann. Nachteilig ist, dass der Ort in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens liegt und man damit ca. jede Stunde ein Flugzeug landen oder starten hört. Untergekommen bin ich im Hotel Rheingauer Tor für 50 Euro die Nacht, was ganz okay war. Von Neckargmünd bis Hochheim waren es dann auch stolze 115 km, am nächsten Tag sollten es dafür weniger werden. Radtour – Tag 3
Am Dienstag stand der Limes-Radweg auf dem Programm. Diesen habe ich bei Wildpark/Engenhahn das erste Mal befahren, zuvor stand aber ein Rast am Jagdschloss Platte an. Dort gibt es auch ein kleines Restaurant mit Biergarten. Der Limes-Radweg führt schön durch den Taunus, was einiges an Auf und Ab bedeutet. Prinzipiell ist das nicht falsch. Wenn der offizielle Radweg aber nur aus groben Schottersteinen besteht und das bei einer großen Steigung, finde ich das sehr fragwürdig. Ich weiß nicht, wer es schafft, den Radweg ab Glashütte zum Feldberg mit dem Rad zu fahren, ich habe jedenfalls einige Kilometer geschoben.
Glücklicherweise gab es recht weit oben das Gasthaus Rotes Kreuz, an dem ich erst einmal Halt machen musste. Danach habe ich mein Rad bis zum Feldberg hoch weiter geschoben. Der Feldberg ist sehr schön, aber ich empfehle jeden besser die Hochtaunusstraße zu fahren anstatt irgendeinen Weg durch den Wald. Auf dem weiteren Limes-Weg bin ich dann vor der Saalburg noch östlich abgebogen, weil ich nach Bad Homburg wollte. Laut Karte gibt es einen schönen Weg (die Elisabethenschneise), der geradewegs bis in die Stadt führt. Leider ist der Name Programm und die Schneise ist wirklich nur ein gerader Pfad quer durchs Gehölz. Teilweise kann man ihn zwar befahren, ich musste aber sehr oft rechts und links ausweichen. Leider scheint es in der Gegend aber wirklich keinen einzigen geteerten Weg zu geben, den ich hätte nehmen können. Einzig die L3004 wäre eine gute Lösung gewesen, was ich aber zu spät gesehen habe.
In Bad Homburg habe ich mich mit Freunden getroffen und Minigolf gespielt. Danach bin ich Abends weiter nach Bad Nauheim, weil ich dort bei einer Freundin übernachten konnte. Eigentlich waren für den Tag nur 85 Kilometer angesetzt, es sind im Endeffekt aber 105 km daraus geworden. Radtour – Tag 4
Der vierte Tag war wohl der ereignisloseste. Das Land Richtung Norden ist recht flach, es gibt landschaftlich kaum etwas zu sehen. Halt gemacht habe ich einmal an einem See bei Bellersheim und dann später noch einmal an einer Grillhütte hinter Laubach. Ansonsten ging die Fahrt ohne große Vorkommnisse weiter bis nach Alsfeld. Man merkte an der Stelle langsam auch, dass OpenStreetMap noch Hilfe braucht. Nicht alle Wege in Nordhessen sind eingetragen, in Alsfeld fehlen einige Hotels und andere wichtige Läden oder Restaurants. Aber auch der Bett&Bike-Katalog war veraltet, sodass die Pension, in der ich übernachten wollte, gar keine Radgäste mehr aufnimmt. Dafür konnte ich dann aber im Hotel Klingelhöffer unterkommen, die sogar einen Schuppen für mein Rad hatten.
Weil ich noch etwas Zeit hatte, bin ich Abends durch die Altstadt gelaufen, denn diese ist auch in Alsfeld sehr schön. Begeistert war ich vom Buchladen am Rathaus (der genauso heißt), in dem man schön stöbern kann, da die Bücher hier wirklich gestapelt vom Boden bis zur Decke reichen und nicht fein säuberlich in irgendwelche Regale einsortiert sind. Die Strecke an dem Tag hat nur 85 km beansprucht, was aber abzusehen war, da ich den Tag davor ja etwas mehr gefahren bin. Radtour – Tag 5
Am letzten Tag der Tour bin ich gegen 9 Uhr in Alsfeld losgefahren. Der Radweg verläuft eigentlich immer an der B254 entlang. Kurz halt gemacht habe ich am Silbersee in Frielendorf.
Gegen 12 Uhr und 50 km später bin ich dann am Ziel angekommen. Am nächsten Tag auf dem Weg zum Bahnhof hat sich aber wieder gezeigt, dass die OpenStreetMap-Karten in Nordhessen verbesserungswürdig sind. Bei meinen Eltern im Ort ist gerade einmal die Hauptstraße eingezeichnet gewesen, der Radweg fehlte ganz (ist inzwischen aber in OSM drin). Ein kleines Örtchen, durch das ich gefahren bin, war (und ist) aber nicht einmal in der Karte verzeichnet. (Interessanterweise kann man nach dem Ort aber suchen und er wird auch gefunden. Es werden dort aber keine Straßen und auch keine Häuser angezeigt.) Am Samstag waren es dann mit dem Weg zum Bahnhof noch einmal um die 20 Kilometer. Radtour – Fazit
Die Radtour hat wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich mir bei meinem Spaziergang den Feldberg hoch die Achillessehne etwas entzündet habe (und danach etwas vorsichtiger fahren musste). Die 420 Kilometer in den fünf Tagen waren ein gutes Pensum, wie ich finde. Nicht zu viel, nicht zu wenig. So musste ich mich nicht abhetzen und konnte mir zwischendurch auch mal die ein oder andere Sehenswürdigkeit anschauen. Nächstes Jahr werde ich eine solche Tour sicherlich wiederholen. Mal schauen, wo ich dann hinfahre. Hier nochmal die gesamte Tour im Überblick:
Samstag, 7. August 2010Umfrage zu ComputerspielenWer gerne Computerspiele spielt (sei es unter Linux oder unter Windows) kann bei diese Umfrage mitmachen. Frederik Augstein hat die Fragen für seine Bachelor-Arbeit erstellt und will diese nach Beendigung auswerten. Bei den Fragen geht es um die allgemeinen Hobbys, im Besonderen aber um Computerspiele. Es werden Fragen zur Häufigkeit des Spielens, aber auch zu den verschiedene Genre-Vorlieben gestellt. Das Ausfüllen dauert ca. 10-15 Minuten. Montag, 2. August 2010Stadtradeln 3.0 – Unsere Stadt fährt Rad!Verschiedene Städte und Kommunen machen auch dieses Jahr wieder beim Stadtradeln für eine bessere Umwelt mit. Vom 1. Juni bis 15. Oktober 2010 haben die Städte Zeit innerhalb einer dreiwöchigen Aktionsphase ihre Einwohner und Arbeitnehmer für den Klimaschutz in die Pedale treten zu lassen. Wer für seine Stadt mitmachen will, meldet sich einfach auf der Webseite als Radler für ein städtisches Team an. In einem Radelkalender kann man dann seine Touren eintragen – und sei es nur die tägliche Runde zur Arbeit und zurück. Seit dem Start der Aktion vor zwei Monaten haben alle Teilnehmer zusammen schon fast 1 Million Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Ich halte es für eine sehr gute Idee, dass man seinen Mitmenschen zeigt, dass man manchmal auch ohne Auto vorwärts kommen kann. :) Samstag, 24. Juli 2010Neues Spielzeug: Garmin Oregon 450Wie ich bereits schrieb würde ein Navigationsgerät ab und zu meiner Orientierungslosigkeit im Walde auf die Sprünge helfen. Aus dem Grund habe ich mich nach einem Gerät umgeschaut und für das Garmin Oregon 450 entschieden. Spezifikation
Wie im ersten Posting zu lesen, hatte ich zuerst das Dakota 20 im Blick, das Oregon 450 hat aber ein etwas größeres Display und vor allem eine höhere Auflösung, die sich bei der Anzeige von vielen Details bemerkbar macht. Das Gerät passt locker in eine Handfläche und wiegt dabei mit Akkus etwas weniger als 200 g. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 3 Zoll und eine Auflösung von 240x400 Pixeln. Tasten gibt es am Gerät nur eine einzige, um das Gerät ein- und auszuschalten. Den Rest übernimmt der TFT-Touchscreen, der auch mit nassen Fingern oder Handschuhen noch funktioniert (im Gegensatz zu einigen anderen neumodischen Touchscreen-Geräten). Im Gerät selbst sind 850 MB Speicher verbaut, zusätzlich kann man dies durch eine Micro-SD-Karte erweitern. Dies ist dann hilfreich, wenn man wie ich OpenStreetMap-Karten auf das Gerät aufspielen möchte. Kommt es bei einer fehlerhaften Landkarte zu einem Stillstand des Gerätes, kann man die SD-Karte leicht wieder entfernen. Kommunikation
Angeschlossen wird das Oregon 450 per USB-Kabel an einem PC. Der Anschluss befindet sich am unteren Ende des Gerätes hinter einer wasserdichten Gummikappe. Dies ist mein drittes Mobilgerät (neben Handy und Kamera) mit einem USB-Stecker und das dritte Gerät, dass ein eigenes Anschlussformat und ein eigenes Kabel mitbringt. Beim Anschluss kam es bei meinem Xubuntu sehr oft dazu, dass der Speicher nicht eingebunden wurde. Das Gerät zeigt nach dem Anschluss im Display etwas länger die Meldung, dass Karten und Wegpunkte gespeichert werden (Wohin nur?) und tut dann nichts mehr. Interessanterweise kann man das Kabel nun vom PC abziehen und das Garmin reagiert nicht darauf. Ich musste dann immer die Akkus herausnehmen, damit das Gerät wieder bedienbar war. Nervig dabei ist auch, dass man nicht gleichzeitig Daten überspielen und das Gerät bedienen kann. Was dazu kommt, ist, dass wenn man das Gerät im Betrieb an den PC stöpselt und dann das Kabel abzieht, man das Navi erst wieder neu einschalten und hochfahren lassen muss. Gespeicherte Tracks findet man im Verzeichnis Routing
Da ich das Oregon nur zum Radfahren brauche, habe ich mir die OSM-Radkarte aufgespielt. Diese hat die Radwege gesondert gekennzeichnet und nutzt ein spezielles Routing, was ziemlich gut funktioniert. Bei längeren Strecken kommt es aber oft zu einem Routenberechnungsfehler. Dies ist dem Programmierer der Karte aber bekannt. Für das Online-Routing am PC nutze ich OpenRouteService oder wie bereits erwähnt das Beta-Routing von OpenStreetMap. Beide haben Vor- und Nachteile und rechnen in verschiedenen Gegenden unterschiedlich gut. Im Grunde muss man aber immer durch zusätzliche Wegpunkte Hand an eine berechnete Route legen. Dabei lässt sich das OpenStreetMap-Routing aber besser bedienen, was die Erstellung und Veränderung von Wegpunkten angeht. Dafür kann man dort aber namentlich nur 26 Wegpunkte einfügen, was manchmal etwas wenig ist. Die Routen können als GPX-Datei im Ornder Zum Offline-Routing suche ich noch eine Software. QLandkarteGT ist erst ab Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ in den Paketquellen verfügbar und der Vorgänger QLandkarte müllt mir den Speicher bei der Anzeige einer OSM-Karte zu. Daher muss der Test noch warten. Da die OSM-Karten aber nie komplett fehlerfrei sind, kann man Fehler – wenn man sie nicht selbst beheben mag oder kann – bei OpenSteetBugs mit einer kurzen Erklärung markieren. Wann die Fehler dann allerdings behoben werden, ist unklar. meist geht es schneller, wenn man die Daten selbst in OSM korrigiert, was ich aber noch nicht getestet habe. Bedienung
Die Oberfläche des Gerätes lässt sich größtenteils intuitiv bedienen, muss es aber auch, denn die Anleitung erklärt nicht jeden Menüpunkt. Vieles wird man also nur durch Versuch und Irrtum herausfinden können. Es gibt zahlreiche Einstellungen für das Navi; schön ist, dass man das Hauptmenü anpassen kann, sodass „unnütze“ Punkte wie der Angelkalender nicht mehr zu sehen sind. Was mich am Gerät besonders stört, sind die teils langen Wege. Wenn man z.B. die Routingoptionen ändert und möchte den Weg zum aktuellen Ziel neu berechnen lassen, ist das nicht so einfach möglich. Hier muss man erst sechs Menüpunkte bedienen (effektiv das Ziel nochmal neu eingeben), ehe das Routing neu anspringt. Wenn man sich verfährt, berechnet das Oregon 450 dafür eigenständig eine neue Route. Ausschalten kann man diese Funktion aber nicht. Was dabei auch nervt, wenn man auf der Karte navigiert und möchte schnell im Menü etwas nachschauen, geht dies nicht, ohne zur aktuellen Position zurückzuspringen. Sprich, wenn ich mich derzeit an Punkt A befinde, auf der Karte zu B scrolle, weil es mich interessiert und im Menü etwas umstellen will, muss ich erst zu Punkt A über eine Taste zurückspringen, ehe ich ins Hauptmenü gelangen kann. Sinnvoll ist es auch manchmal den Bildschirm zu sperren, sonst passiert es während der Fahrt des öfteren, dass man unbeabsichtigt den Bildschirmausschnitt ein Stück verschiebt, um den Bildschirm aus dem Ruhezustand wieder aufzuwecken. Sperren kann man den Bildschirm über den Ein-/Ausschalter, indem man ihn nur einmal kurz drückt. In dem Menü kann man auch die Bildschirmhelligkeit einstellen. Bei Tageslicht kann man die Beleuchtung in der Regel komplett ausschalten. Per Standard schaltet der Bildschirm nach 15 Sekunden ohne Bedienung ab, um Strom zu sparen. Dies ist in der Regel auch sinnvoll, denn man schaut selten die ganze Fahrt auf das Display. Wünschenswert wäre es aber, wenn man vor allem bei Abbiegungen einschalten könnte, dass der Bildschirm anbleibt, bis man die Stelle überwunden hat. Immerhin schaltet sich der Bildschirm bei einer Routenänderung 100 Meter vor dem Richtungswechsel automatisch an, geht danach aber nach 25 Metern wieder aus. Hier wird wohl nicht von einem Fahrrad, sondern von einem Auto mit 50 km/h ausgegangen. Das führt dazu, dass ich während der Fahrt jede Minute mindestens einmal manuell den Bildschirm einschalte, um zu schauen, wie der Weg weitergeht. Mein Akku (ca. 10 Jahre alte Ni-MH-Akkus mit 1400 bzw. 1700 mAh) halten bei diesem Vorgehen ca. eine komplette Tagestour von 8 Stunden durch. Neuere und stärkere Akkus (mit 2700 mAh) habe ich gekauft, muss sie aber noch testen. Man sollte auf alle Fälle immer Ersatzakkus dabei haben. Ein Ladegerät war im Übrigen nicht dabei, ich lade meine Akkus über ein extra Ladegerät. Fazit
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät und mag es auf meinen Touren nicht mehr missen. Vor allem das Routing gefällt mir, auch wenn man die meisten wohl eher nach am Rechner berechneten Routen fahren werden. Bilder
Alle Bilder entstammen der Radkarte des OpenStreetMap-Projekts und unterliegen der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0. Freitag, 23. Juli 2010E-Post und De-MailDas Thema Sicherheit ist in der heutigen Zeit ja immer wichtiger. Das haben auch die Regierung und andere (ex-staatliche) Unternehmen erkannt. So plant die Regierung für nächstes Jahr die De-Mail, eine sichere Kommunikationsmöglichkeit per E-Mail. Wie auf der Wiki-Seite und auch im Datenschutzbeuaftragter-Blog zu lesen ist, ist die Kritik aber nicht gerade gering. Auch ich frage mich, ob ich wirklich meine geheime Kommunikation über einen vom Staat zertifizierten Dienst abwickeln will. Gut klingt natürlich, dass man bisher persönliche Geschäfte elektronisch erledigen darf. Aber auch die Deutsche Post schlägt mit der E-Post in diese Kerbe, die am 14. Juli 2010 den Dienst aufnahm. Thomas Stadler und Udo Vetter haben sich zusammen Richard Gutjahr diesem Thema angenommen. Gut schneidet die Post dabei nicht ab, vor allem, was die Allgemeinen Geschäftsbedingungen angeht. So wird man verpflichtet auch im Urlaub täglich seinen Briefkasten zu leeren. Alle zugestellten E-Mails mit einer Frist beginnen ab dem Zustellungszeitpunkt zu laufen, egal ob gelesen oder nicht. Daneben gibt es noch Klauseln, die der Post den fast freien Handel mit der Adresse erlauben, ebenso werden Kopien aller Daten angefertigt und selbst bei einem Löschauftrag noch vorgehalten. Was die Post besitzt, gibt sie wohl nicht mehr her. Ich weiß, dass ich da lieber auf GPG und CAcert vertraue. Und bei den Behörden laufe ich dann eben doch noch persönlich vorbei … PS: Auch die Stiftung Warentest hat die E-Post getestet und kommt ebenfalls zu keinem guten Ergebnis. Sonntag, 4. Juli 2010Warum ich dringend ein Navi brauche(Bild von OpenRouteService.org auf Basis von OpenStreetMap, veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic.) Blau war der geplante Weg und rot ist das Ergebnis (ob ich wirklich an der Stelle falsch abgebogen bin, wage ich zu bezweifeln), denn auch eine analoge Radkarte bringt nichts, wenn man mitten im Wald an einer Kreuzung steht und es keine Ausschilderung gibt und aufgrund des Wetters auch die Himmelsrichtungen nicht erkennbar sind. Immer nur gerade aus, wie laut Karte gedacht, hat nicht funktioniert. Gibt es von Euch Erfahrungen und Empfehlungen für ein ordentliches Navigationsgerät? Es sollte natürlich Radnavigation (am besten mit Ausnahme von Waldwegen, mein Rad und ich sahen heute sehr matschig aus) unterstützen und irgendwie mit Linux zusammenarbeiten. Mein aktueller Favorit ist das Garmin Dakota 20, was ganz gut sein soll, was freie Karten und Radnavigation angeht. Samstag, 3. Juli 2010Beständigkeit bei der EntwicklungJa, die Welt entwickelt sich und damit alle, die darin leben. Wie sagte jemand so schön: „Stillstand ist Rückschritt“. Dennoch finde ich es schlimm, wenn Software in jeder Version umgestellt und die GUI so geändert wird, dass man sich als Benutzer nicht mehr auf Anhieb zurecht findet. Ein schönes Beispiel ist Thunderbird 3.0 aus dem aktuellen Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“. Zum einen ist Knopf verschwunden, mit dem man die Kopfzeile einer Nachricht ein- und ausblenden konnte. Vor allem bei einem Breitbild-Laptop-Bildschirm machten sich die zwei Zeilen Ersparnis in der Höhe bemerkbar. Zum anderen sind die Schaltflächen für „Antworten“ etc. zusätzlich in die Kopfzeile der Nachricht gerutscht. Und das nicht als Symbol, sondern als Kompletttext. Resultat ist, dass ich bei einem nicht voll ausgebreitetem Fenster den Absender eine Nachricht nicht mehr in der Kopfzeile sehen kann. Was mir auch aufgefallen ist, es scheint keinen Knopf mehr für „Kein Junk“ zu geben. Eine fälschlicherweise als Junk deklarierte Nachricht bleibt wohl auf immer eine Junk-Mail. (Edit: Den Knopf gibt, es steht nur etwas weiter unten, weil der „Junk“-Knopf sich in ein „Archivieren“ wandelt.) Jetzt darf ich suchen, wie man das alte Verhalten wieder herstellen kann, da die Neuerungen auf kleinen Displays ein echter Rückschritt sind. Wirklich schade, dass manche Entwickler ständig was Neues entwickeln müssen, was in einigen Fällen irgendwie unüberlegt erscheint. (Ja, die Verschiebung der Knöpfe ist ist sicherlich genauso sinnvoll, wie die baldige Verschiebung der URL-Leiste in Firefox 4.) Donnerstag, 1. Juli 2010Serendipity ohne JavaScriptEin Dreifachposting hat mir gerade bestätigt, dass man Serendipity nicht sinnvoll bedienen kann, wenn JavaScript deaktiviert ist. Dann bewirkt ein Klick auf „Vorschau“ nämlich das Gleiche wie „Speichern“ mit dem netten Zusatz, dass die Anfrage für ein neues Posting jedesmal gesendet wird. Leider kann ich nicht im Forum von S9Y nach einer Lösung suchen, da deren Server seit zwei Tagen down ist. (Ob die sich mit ubuntuusers.de einen teilen?) Auf alle Fälle ist das in meinen Augen ein großer Bug, wenn eine solche Websoftware nur mit JavaScript korrekt funktioniert. Dann hat nämlich der Designer irgendetwas falsch gemacht …
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