Sonntag, 19. Mai 2013Nightwish mit Floor Jansen (temporär)Okay, bin mit der Meldung nur sieben Monatezu spät, aber seit Tarja Turunen 2005 die Metal-Band Nightwish verlassen hatte, war die Musik nicht mehr so attraktiv für mich. Nightwish war eine der ersten Bands, die mich seit meinen ersten Metal-Erfahrungen um 1999 herum, begleitet haben. Dementsprechend schade fand ich, dass Tarja 2005 ausgestiegen ist. Die neue Sängerin Anette Olzon konnte mich stimmlich nie so begeistern, vor allem als ich einige Live-Mitschnitte gehört hatte. Seit Oktober 2012 hat Nightwish keine Sängerin mehr, als Interims-Frontfrau stieg aber Floor Jansen ein, die ich von früher noch aus After Forever-Zeiten kenne. Meine erste Begnung mit ihr war auf dem Ayreon-Album „Universal Migrator Part 1: The Dream Sequencer“ und konnte mich da schon extrem begeistern. Stimmlich ist Floor eine starke Verbesserung in meinen Ohren. Ich bin gespannt, wie es mit Nightwish weiter geht, wobei aktuell das Projekt Imaginaerum Vorrang bei den Bandmitgliedern hat. Eurovision Song Contest 2013Gestern wurde der Eurovision Song Contest 2013 (ESC) in Malmö veranstaltet. Ich schaue die Veranstaltung schon länger. Vor allem ist der Einblick in die Lieder anderer Länder und Kulturen recht interessant. Natürlich nur dann, wenn der Song irgendwie etwas mit dem Land zu tun hat, was auf dem ESC ja sehr oft nicht der Fall ist. Georgien zum Beispiel hat ein absolut nichtssagendes, x-beliebiges Pop-Duett ins Rennen geschickt. Für Deutschland trat Cascade mit Frontfrau Natalie Horner. Die Dance-Nummer war in meinen Ohren nicht so schlecht, aber die europäischen Zuhörer sahen das anders. Platz 21 von 26 ist nicht so berauschend. Für mich selbst gab es dieses Jahr folgende Platzierung (dahinter in Klammern die echte Platzierung):
Immerhin lag ich dieses Jahr nicht so daneben, aber meinen normalen Musikgeschmack trifft der ESC natürlich nicht so genau. Da ist einfach zu viel Pop dabei. Aber so etwas braucht es wahrscheinlich, wenn man Sieger werden will – oder man präsentiert eine abgefahrene Show wie Lordi im Jahr 2006. Mehr Metal könnte der ESC definitiv gebrauchen. ;) Montag, 13. Mai 2013Ted-Talk von Amanda Palmer: Die Kunst des BittensBei TED findet man immer wieder sehr gute Vorträge von erfahrenen und guten Redner. Via Kaliban bin ich auf einen Vortrag von der wunderbaren Amanda Pamer gestoßen. Amanda war Sängerin der Dresden Dolls, die sehr eigenwillige (und in meinen Ohren gute) Musik machten. Nach einem Rechtsstreit mit ihrem Plattenlabel machte sie sich „selbstständig“ und gründete die neue Band „Amanda Palmer and the Grand Theft Orchestra. Auf Kickstarter fragte sie ihre Fans nach etwas Unterstützung. Angepeilt waren 100.000 US-Dollar. Geworden sind es 1,2 Millionen! Im TED Talk erzählt sie über diese Erfahrungen und wieso es besser ist, Musik an jeden zu verteilen und dafür um Geld zu bitten, als die Hörer zum Kaufen zu gängeln. Der Vortrag ist sehr emotional und am Ende gibt es stehende Ovationen vom Publikum. Etwas, was glaube ich, nicht so oft bei den TED Talks vorkommt. Amandas Musik ist zwar nicht frei (also nicht unter Creative-Commons-Lizenz), aber zumindest frei anhörbar. Das Kickstarter-finanzierte Album findet man bei Bandcamp zum Anhören und Kaufen zum Selbstbestimmungspreis. Reinhörern schadet nicht! Dienstag, 7. Mai 2013Musikempfehlung: LichtscheuLichtscheu ist eine deutsche Band aus Schleswig-Holstein, die es bereits seit 2011 in der aktuellen Besetzung gibt. Davor war die Band seit 2005 unter dem Namen Lady Chaos bekannt. Die Stilrichtung geht ganz klar in Richtung Gothic Metal in deutscher Sprache. Unbekannt ist Lichtscheu bei Musikliebhabern Freier Musik nicht, da ihr Lied Träum süß vom gleichnamigen Album bereits 2011 in den Free Music Charts von darkerradio lange vertreten war. Anfang Mai wurde die neue EP Rabenherz vorgestellt, die drei Lieder umfasst. Wie auch schon beim Album „Träum süß“ werden die Lieder unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-NC-ND 3.0 vertrieben. Das heißt, man kann die Musik nutzen und weitergeben, solange dies ohne kommerziellen Hintergrund und Veränderung der Songs passiert. Auf Bandcamp kann man die Lieder alle anhören bzw. auch kaufen, wenn man die Band unterstützen will. Mir gefällt vor allem, dass die Band in ihrer Muttersprache singt, was ich heutzutage sehr zu schätzen weiß (und weswegen in meinem CD-Regal auch russische und ungarische Musik zu finden ist). Die Mischung aus harten Gitarrenriffs und ruhigen, melancholischen Klängen ist sehr stimmungsvoll und abwechslungsreich. Empfehlenswert von der neuen EP ist definitiv Fern der Heimat und vom Album „Träum süß“ sollte man sich das etwas ruhigere Geheimnis anhören. Montag, 6. Mai 2013Freies Musikradio darkerradio schließt die PfortenIch hatte mich schon gewundert, wieso mein Feedreader beim RSS-Feed von darkerradio seit mehreren Tagen einen Fehler meldete. Temporär sind Seiten immer down, daher habe ich mir nichts dabei gedacht. Als ich nun nach fünf Tagen auf den Link zur Seite klickte, erblickte ich die Nachricht, dass darkerradio den Betrieb einstellt. Ich finde das natürlich sehr schade, war die Seite für mich immer eine sehr gute Anlaufstelle für neue Musik aus den Bereichen Gothic, Electro, New Wave etc. Die Besonderheit daran war oft, dass Bands abseits des Mainstreams vorgestellt wurden, die ihre Musik unter Creative-Commons-Lizenzen verbreiten. Zusätzlich gab es die Free Music Charts (Charts mit Creative-Commons-Musik), die aber Februar 2012 eingestellt wurde und den Free Music Friday, bei dem Micha Schmidt jeden Freitag eine Band vorstellte, die Freie Musik vertreibt. Eine gute Alternative zu darkerradio kenne ich leider nicht. Vorerst werde ich mich damit „begnügen“, den Blog von Micha Schmidt zu abonnieren sowie weiterhin den Blog der Musikpiraten zu lesen. So werde ich hoffentlich weiter über gute Freie Musik informiert. Donnerstag, 18. April 2013Miracle of Sound: Little Sister und Dream of the SkyBioshock ist eines der wenigen Spiele, wo ich mich wirklich über den blöden Online-Zwang geärgert habe, weil ich es gerne allein wegen der Story gespielt hätte. Ich glaube, selbst heute als Budget-Titel bleibt mir das Spiel deswegen noch verwehrt. Umso schöner ist es da, dass ich zumindest dank Miracle of Sound einen Einblick in die Spiele bekomme. Der Kopf hinter dem Projekt ist der irische Musiker Davin Gunne, der schon seit 2009 regelmäßig Computerspiele und Filme mit eigenen Musikstücken unterlegt. Sein neuestes Werk ist Dream of the Sky zum Spiel „Bioshock: Infinite“, was letzten Monat herauskam. Wer will, kann sich vorher das ebenso stimmungsvolle Little Sister zum ersten Bioshock anhören. Sonntag, 6. Januar 2013Best of Free Music Friday 2012Jeden Freitag wird bei den Musikpiraten ein Künstler im Zuge des „Free Music Friday“ vorgestellt, der seine Musik unter Creative-Commons-Musik verbreitet. Dort hole ich mir auch immer wieder Empfehlungen, was neue Bands angeht. Für das Jahr 2012 wurde bei Soundcloud ein Best-of zusammengestellt, welches die 13 besten Musikvorstellungen des Jahres 2012 beinhaltet. Unter anderem Josh Woodward und Aviators sind mit von der Partie. Die Musik steht natürlich unter Creative-Commons-Lizenz, kann bei Soundcloud derzeit aber nur angehört werden. Laut den Musikpiraten soll die Musik aber im Laufe des Jahres zum Internet Archive wandern, wo man es dann auch herunterladen kann. Wer den Links bei Soundcloud folgt, landet früher oder später bei den Webseiten der Bands oder bei Jamendo und Bandcamp, wo man die Lieder meist ebenfalls herunterladen kann. Download von „Creative Christmas 2012“Anfang Dezember 2012 schrieb ich ja bereits darüber, dass es bei den Musikpiraten den alljährlichen Adventskalender mit Creative-Commons-Musik gibt. Die Auswahl der Lieder ging dabei von Rock und Pop über Hip Hop und Reggae bis hin zu Folk und Traditionsmusik. Nachdem alle 24 Türchen geöffnet wurden, kann man das Gesamtpaket unter dem Titel „Creative Christmas 2012“ als ein 144-MB-großes Archiv von der Webseite herunterladen. In der Datei Licenses.txt findet man die jeweilige Creative-Commons-Lizenz unter der die einzelnen Songs stehen. Das freie Teilen der Musik ist aber grundsätzlich erlaubt. Musik: BrunuhVilleÜber BrunuhVille bin ich per Zufall gestolpert, als ich bei Bandcamp nach Musik gesucht habe. Wer Film-/Spielmusik und orchestrale Musik mag, wird an an dem portugiesischem Projekt sicher seine Freude haben. Bisher hat der Komponist vier Alben und eine EP auf Bandcamp hinterlassen, von denen ich „Anima“ und „Tales From the Lost Kingdom“ am besten finde. Die Lieder kann man dort anhören und für – in meinen Augen – preiswerte 7 US-Dollar pro Album kaufen. Auf der YouTube-Seite gibt es passende Videos zur Musik. Es ist dabei sogar erlaubt, BrunuhVilles Musik für eigene nicht-kommerzielle Videos zu benutzen, solange man den Urheber der Musik mit angibt. Es wird zwar nicht explizit eine Creative-Commons-Lizenz verwendet, aber es komtm schon sehr nah an CC-BY-ND-NC heran. Donnerstag, 3. Januar 2013Musik: All My Faith Lost …All My Faith Lost … ist eine italienische Gothic-Band, die bereits seit 1999 besteht. Damals noch in anderer Besetzung wird das Projekt heute von Viola Roccagli an Piano und Flöte und von Federico Salvador an der Gitarre geprägt. Beide geben dem Projekt aber auch ihre Stimme. Zum Weihnachtsfest hat sich „All My Faith Lost …“ entschieden, ihr Album „Still White Air“ zum kostenlosen Download anzubieten. Es handelt sich um eine Best-of-Platte, die 2011 für die China-Tour der Band erstellt wurde. Auf der Bandcamp-Seite kann man die Lieder alle anhören und als MP3 oder FLAC herunterzuladen. Den Preis für den Download darf jeder selbst bestimmen (auch 0 Euro, daher kostenlos). Für 10 Euro gibt es auch einen physischen Datenträger fürs Wandregal. Die Musik ist sehr ruhig und klingt stellenweise arg traurig. Wer ruhige, akustische Klänge, die ohne elektronische Spielereien auskommen, mag, sollte unbedingt in die Musik hineinhören. Empfehlenswert finde ich die Stücke Notti Bianche und Presagio Triste.
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