Freitag, 3. Mai 2013Heute: Day against DRMIch habe es gar nicht mitbekommen, aber heute ist der „Day against DRM“. Ausgerufen wurde dieser von Defective by Design, da derzeit vom World Wide Web Consortium (W3C) darüber abgestimmt wird, ob Digitales Rechtemanagement (DRM) in den HTML5-Standard einfließen soll oder nicht. Viele sehen dies als Problem, weil es die Rechte der Nutzer unnötig beschränken könnte (bzw. wird, wenn es einmal da ist). DRM ist auch der Grund, wieso ich mit meinem tollen E-Book-Reader bisher nur wenig gelesen habe. So gut wie kaum ein deutscher Buchshop bietet DRM-freie Bücher an. Diese sind dann meist auch noch mit Adobe DRM verbunden, wofür man Adobe Digital Editions benötigt, ehe man das Buch lesen kann. Das Programm wiederum läuft nicht unter Linux, womit ich effektiv von der Nutzung von DRM-geschützten Büchern ausgeschlossen werde. (Neben dem E-Book-Reader-Review plane ich auch einen Artikel zu diesem Thema … irgendwann.) Grund für die Gängelung sind im Übrigen die Verlage, nicht die Händler. Die müssen es nur ausbaden. Umso mehr freut es mich, dass sich einige Verlage wie z.B. O'Reilly dagegen stellen und auch beim „Day against DRM“ mitmachen. Im englischen O'Reilly-Shop kann man heute (und wirklich nur noch heute) zahlreiche Technikbücher (Programmiersprachen, Android, Raspberry Pi ...) als DRM-freies E-Book zum halben Preis ergattern. (Hinweis: Soweit ich das sehe, sind O'Reilly-Bücher immer DRM-frei, nicht nur heute! Das gilt auch für die deutschen Bücher.) Ich habe mir gerade „Think Like a Programmer“ besorgt, da ich das Buch sowieso einmal lesen wollte. Bezahlen kann man im Übrigen mit PayPal (nicht so toll, aber besser als Kreditkarte) und die Bücher gibt es dann nach einem Klick als EPUB, PDF und MOBI. Komplett ohne DRM! Mein E-Book-Reader freut sich. :)
Geschrieben von Dee
in Bücher, Linux und Open Source, Politik
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Mittwoch, 1. Mai 2013Gewinner zur Verlosung zum Welttag des BuchesVor einer Woche war der Welttag des Buches. Zur Feier des Tages habe ich drei Bücher verlost bzw. verlosen wollen, denn leider gab es nicht so viele Teilnehmer, dass es etwas zu verlosen gäbe. Naja, immerhin ein Buch hat einen neuen Abnehmer gefunden, der sich hoffentlich darüber freut. Felipolis geht an Aaror, der sich das Buch für seine Freundin gewünscht hat. Ich wünsche ihr viel Spaß damit! Lest schön! Dienstag, 23. April 2013Verlosung zum Welttag des BuchesHeute ist der Welttag des Buches, was zahlreiche Organisationen und Menschen auch gebührend feiern. Letztes Jahr gab es von der Stiftung Lesen eine tolle Aktion, bei der Vielleser Bücher an andere verschenken konnten. Leider findet so eine Aktion dieses Jahr nicht statt … … wären da nicht die zwei Bloggerinnen Dagmar und Christina, die die Aktion dieses Jahr selbst in die Hand genommen haben. Über ein Formular konnte man sich anmelden, wenn man etwas verschenken wollte. Dummerweise habe ich von der Aktion erst gestern per Zufall über Adas Blogbeitrag erfahren und konnte mich nicht mehr anmelden. :( (Zumal die Organisation über Google und Facebook läuft, was beides nicht gerade zu meinen Lieblingsdiensten gehört …) Aber das heißt das ja nicht, dass ich nicht trotzdem teilnehmen kann. :) Aus dem Grund verlose ich folgende Bücher, die ich alle drei als sehr empfehlenswert erachte:
Hinweis: Da die Leser des Blogs in der Regel aus dem deutschsprachigen Raum stammen, habe ich mich auf deutschsprachige Bücher beschränkt, auch wenn die Auswahl in meinem Regal davon kleiner ist. Wer an der Verlosung teilnehmen will, schreibt einfach einen Kommentar, welches Buch man weshalb gerne haben möchte. Alternativ kann man auch in seinem Blog über den „Welttag des Buches“ schreiben und fügt einen Link auf den Blogbeitrag hier ein (damit ich per Pingback/Trackback davon mitbekomme). Die Aktion läuft eine Woche bis zum 30. April 2013 in Anlehnung zur „Originalaktion“ von Dagmar und Christina. Danach werde ich die Gewinner auslosen. Also … viel Glück! :) Sonntag, 7. April 2013Buch: Wächter des Morgen
Anton Gorodezki ist immer noch in der Nachtwache beschäftigt. Per „Zufall“ trifft er am Flughafen auf einen uninitiierten, jungen Propheten, der etwas über Antons Zukunft weiß. Zeitgleich tritt auch ein geheimnisvoller Mann, der von den Sicherheitsleuten als „Tiger“ beschrieben wird, auf den Plan, der den Propheten zu jagen scheint. Anton setzt alles daran, den jungen Propheten Kescha zu schützen, und hinter das Geheimnis des Tigers zu kommen. „Wächter des Morgen“ ist der fünfte Roman in der Wächter-Reihe. Es war lange Zeit ruhig um Lukianenko alternatives Universum, was sich im Herzen Moskaus abspielt. Der letzte Roman „Wächter der Ewigkeit“ erschien 2007, also vor sechs Jahren. Umso mehr hat es mich gefreut, dass es endlich eine Fortsetzung der Geschichte gibt. Die Charaktere haben sich wenig verändert seit dem letzten Auftreten. Anton Gorodezki ist immer noch der Held der Geschichte, wobei seine zehnjährige Tochter Nadja, eine absolute Zauberin, mehr Raum einnimmt als zuvor. Aber auch andere bekannte, wie Olga, Semjon, Alisher, Sebulon, Geser und Arina trifft man wieder. Wem die Namen jetzt nichts sagen, merkt: Ohne die ersten vier Teile ist der fünfte nicht gut zu lesen. Zwar versucht Lukianenko einige der bekannten Tatsachen über das Universum zu erklären, aber es bleibt oft bei Andeutungen, die man nur mit Hilfe der ersten Teile wirklich versteht. Für Kenner der Reihe ist es wieder ein guter Roman. Zwischenzeitlich wird etwas zu sehr philosophiert, aber die Idee, die hinter dem Tiger und den Prophezeiungen steckt, ist großartig. Das Ende hat mir auch sehr gefallen und irgendwie denke ich, dass wir auch in Zukunft noch mehr von Anton und seiner Tochter lesen werden. Wie üblich liest sich das Buch auch sehr schnell, ich habe zwei längere Zugfahrten benötigt und war fertig. Lustig finde ich wieder, dass in Russland Namen je nach Beziehungsgrad verändert werden. So wird aus Nadja mal Nadka oder mal Nadeshda. Und dass Dima die Kurzform von Dmitri ist, sollte man auch wissen, um nicht zu arg verwirrt zu werden. Sonntag, 31. März 2013ParanoiaWeil ich einen Gutschein hatte, wollte ich bei Audible.de ein kostenloses Hörbuch ergattern. Anmeldung und Auswahl ging schnell, problematisch war der Download. Klickt man auf den Download-Button, erhält man nur die Meldung „Hoppla, die gewünschte Seite konnte nicht gefunden werde.“ Grund hierfür ist, dass die Amazon-Tochter Audible.de eine installierte Software, den Audible-Assistent, verlangt, mit der man zum einen einstellt, welche Art von Abspielgerät man hat und zum anderen den Download anstößt. Die Hörbücher liegen per Standard nämlich nicht als MP3 vor, wie man denken könnte, sondern als ein eigenes, proprietäres Format. Immerhin ist Audible ehrlich, wenn es um die Gründe geht. Auch wenn es nur als dritter Punkt genannt wird, ist der Grund der Kopierschutz. Das eigene Format ist DRM-geschützt, sodass man das Hörbuch nicht weiterverbreiten oder gar wieder verkaufen kann. Interessanterweise steht auf der Seite: „Da unser Format einen eingebauten Kopierschutz hat, vertrauen uns die Verlage und Autoren viele Hörbücher an, die es woanders nicht zu kaufen gibt.“ Dumm nur, wenn man die Hörbücher dann nicht herunterladen kann. Damit haben die Verlage nicht sehr viel gewonnen. Eine Frage beim Kundendienst oder ein Blick in die FAQ erklärt das Problem dann aber auch: „Linux-Liebhaber können wir leider noch nicht bedienen.“ Inzwischen bin ich unsicher, ob ich das Angebot annehmen würde, selbst wenn es unter Linux ginge. Dann lieber doch auf CD, die ich dann zumindest wieder verkaufen kann. Denn ehrlich: Wie oft hört man ein Hörbuch wiederholt an? Samstag, 23. März 2013Buch: The Dream Thief
In der Stadt London Mitte des 19. Jahrhunderts verschwinden Kinder. Kinder aus Arbeitshäuser oder direkt von der Straße, die niemand vermisst. Doch eines der Kinde, Sissy Smith, taucht an der Tür von Detektiv und Ex-Constable Horatio Lyle auf, um die Hilfe seiner Schutzbefohlenen Teresa „Tess“ Hatch zu suchen. Leider kann Sissy niemand helfen und sie fällt in eine Art Koma. Zusammen mit Tess und „Bigwig“ Thomas Elwick macht sich Horatio Lyle auf, ein Heilmittel zu suchen. Und die Spur führt zum Zirkus … Seit Horatios letztem Abenteuer The Doomsday Machine ist etwas Zeit vergangen, aber als Leser der ersten drei Bücher war die Reise ins viktorianische London ziemlich leicht zu meistern. Die Charaktere waren alle schon bekannt und mussten nicht extra eingeführt werden. Um so mehr freute es mich, wieder Tess' loses Mundwerk zu hören und Thomas' versnobte Art, mit der er nur helfen will. Autoren Catherine Webb festigt die Beziehungen der Hauptpersonen, sodass zwischen Horatio und Tess fast so etwas wie eine Vater-Tochter-Beziehung entsteht (auch wenn beide sich darum drücken, es so zu nennen). Und auch eine gewisse Tseiqin kommt wieder vor und verdreht Horatio gehörig den Kopf. Die Idee der Geschichte geht noch weiter als bei den vorherigen Büchern ins Fantastische hinein, weiß aber die ganze Zeit zu unterhalten und zu begeistern. Sehr gut ist auch, dass zu einem Großteil nicht Horatio Lyle der Hauptcharakter ist, sondern man auch die Wege der anderen Protagonisten verfolgen kann. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht, man sollte aber nicht mit dem vierten Teil der Horatio-Lyle-Reihe anfangen, da man die Vorgeschichte schon kennen sollte. Auf Deutsch sind die Titel im Übrigen nicht verfügbar. Keine Ahnung, wieso diese nicht übersetzt werden. Sprachlich sind sie aber in der Regel auch so gut verständlich. Nur bei Tess' Straßen-Slang kann man mitunter leichte Probleme bekommen. Samstag, 16. März 2013Buch: First Among Sequels
14 Jahre war es ruhig um Thursday Next. Nach ihrem letzten Abenteuer mit Hamlet hat sich die ehemalige Literaturdetektivin zur Ruhe gesetzt, um ihre drei Kinder Friday, Tuesday und Jenny aufzuziehen. Nebenbei arbeitet sie als Teppichverkäuferin mit ihrer ehemaligen SpecOps-Crew ... So scheint es zumindest! In Wirklichkeit dient der Teppichverkauf nur als Tarnung für die echte SpecOps-Arbeit. Und nach wie vor reist Thursday in die Buchwelt, um dort für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Ihr Mann Landen weiß von nichts und alles könnte so schön sein, wenn nicht einmal wieder das Ende der Welt – oder genau genommen der Zeit – vor der Tür stände und um Einlass bittet. Dummerweise muss sie dabei gegen sich selbst antreten, denn Thursday1-4 (die aus den Büchern) macht ihr das Leben schwer. Liest man sich die Bewertungen auf diversen Portalen durch, so könnte man meinen, „First Among Sequels“ ist ein grauenvolles Buch. In der Tat ist es nicht das beste Werk von Jasper Fforde. Die ersten Seiten fassen mehr oder weniger nur das zusammen, was in den ersten vier Teilen geschehen ist. Zusätzlich wird die Buchwelt detailliert beschrieben, sodass „First Among Sequels“ als Einstiegsbuch gesehen werden kann, wenn man die ersten vier Teile nicht lesen will. Für Fans der Serie ist das also etwas langatmig. Gegen Ende des Buch wird es dann aber spannender, wenn zahlreiche alte Widersacher Thursday wieder bedrohen und sehr interessante Zeit-Paradoxa ins Spiel kommen. Hier zeigt Fforde, was er erzählerisch drauf hat und es macht erneut Spaß, die verzwickten Situationen, in denen sich Thursday wiederfindet, zu lesen. Vor allem die Idee, die eigene Roman-Figur in den Roman einzubauen ist in meinen Augen großartig. Hiermit hat Fforde ein Stilmittel gefunden, um zahlreiche Verwechslungsspiele einzubauen, bei denen auch der Leser nicht immer weiß, woran er ist. Natürlich haben auch Thursdays Erzfeind, die Goliath Corporation, sowie ihre alte Widersacherin Aornis Hades ein kurzes Comeback. Als Zwischenspiel war das Buch also gut, aber ich setze mehr auf die Fortsetzung „One of Our Thursdays is Missing“, zumal das Buch leider mit einem extrem großen Cliffhanger aufhört und so die Geschichte mitten in der Luft aufhört … Auf Deutsch ist „First Among Sequels“ unter dem Titel „Irgendwo ganz anders“ erschienen. Sonntag, 3. März 2013Buch: Die Mechanik des Herzens
Jack kommt am kältesten Tag des Jahrtausends in Edinburgh Mitte des 19. Jahrhunderts zur Welt. Er ist der Sohn einer Hure, die das Kind einfach nur loswerden will. Bei der Ärztin und Waisenhausleiterin Madelaine, die Jack auf die Welt hilft, ist er dafür gut aufgehoben. Denn mit einem Herzfehler geboren, setzt diese ihm eine Kuckucksuhr in die Brust ein, mit der er fortan lebt. Im Waisenhaus wird er zwar gehänselt und kein Ehepaar will ihn adoptieren, aber Madelaine kümmert sich um ihm. Eines Tages trifft Jack in der Stadt auf ein bezauberndes Mädchen, was flamencotanzend und singend vor ihm steht. Sofort verliebt er sich in sie und will ihr den Schlüssel zu seinem Herzen (wörtlich gemeint) geben. Doch dann ist sie schon wieder weg und Jacks Suche beginnt … „Die Mechanik des Herzens“ lässt sich schwer beschreiben. Es erinnert an andere französische Werke wie „Der kleine Prinz“ oder Hector und die Geheimnisse der Liebe. Mit viel Fantasie erzählt Autor Malzieu eine Geschichte, die die meisten Menschen schon erlebt haben. Man verliebt sich, man verliert sich, man sieht sich wieder … Die Besonderheit ist wohl, dass das Buch darauf hinweist, dass zu viel Liebe oder die falsche Art auch gefährlich sein und eine Beziehung zerstören kann. Hier leidet man besonders mit Jack, der es doch eigentlich gut meint, dann aber falsch macht. Und an diesen Stellen im Buch fragt man sich als Leser: „Wie würde ich mich in der Situation verhalten?“ Würden die Emotionen die Überhand gewinnen und alles kaputt machen oder könnte der Verstand es regeln? Mit hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist kurzweilig, die Charaktere haben alle Stärken und Schwächen und wissen daher auch zu begeistern. Zusätzlich beschreibt Malzieu die Welt sehr anschaulich und mit vielen Vergleichen, was das Eintauchen sehr erleichtert. Auf der Rückseite vergleicht der WDR das Buch mit Tim Burtons Stil und ja, irgendwie habe ich mir beim Lesen auch immer Knetfiguren vorgestellt, die sich dazu bewegen. Das anspruchsvolle Cover (von Benjamin Lacombe, weswegen ich das Buch überhaupt erst entdeckt habe) hilft hierbei sicher auch. Eingebettet in die Geschichte ist auch noch ein historischer Bezug, da Jack auf den Zauberer und Filmemacher Georges Méliès trifft und mit ihm zusammenlebt. Dies lässt die Geschichte noch etwas realer erscheinen. Glücklicherweise benötigt man das Wissen, wer Méliès ist, nicht, um das Buch zu genießen. Etwas Trivia um Schluss: Das Buch gibt es schon seit 2007 und da Autor Mathias Malzieu auch in einer Band spielt, gibt es auch das passende Album zum Buch. Zusätzlich ist für 2013 eine Verfilmung des Buchs angedacht, auf die man gespannt sein kann. Samstag, 9. Februar 2013Buch: The Wind Through the Keyhole
Ein bisschen fühlt sich das neueste Buch aus dem King'schen Mittwelt-Universum wie Inception in Schriftform an. Die Geschichte spielt zwischen Band 4 und Band 5 der „Der dunkle Turm“-Reihe. Rolands Ka-tet muss auf dem Weg nach Calla Bryn Sturgis ungewollt Unterschlupf vor einem fürchterlichem Sturm („Starkblast“ genannt) suchen, der die Temperaturen auf mehrere Minusgrade fallen lässt und alles einfriert und wegbläst, was ihm in den Weg kommt. Um die Nacht zu überstehen, erzählt Roland seinen Freunde eine Geschichte aus seiner Jugend. In dieser Geschichte jagt er als junge Revolvermann mit seinem Freund Jamie DeCurry einen Mörder („Skin-Man“), der sich angeblich in diverse Tiere verwandeln kann und so die Menschen in einem kleinen Örtchen und der nahe gelegenem Salzmine bedroht. Es gibt aber einen Augenzeugen, den Jungen Billy. Diesen nimmt Roland in Schutzhaft und will ihm am nächsten Tag einige der potentiellen Täter zur Gegenüberstellung vorführen. Damit der Junge weniger Angst in der Nacht bekommt, erzählt Roland ihm die Geschichte „The Wind Through the Keyhole“, die seine Mutter ihm früher immer vorgelesen hatte. Darin geht es um den jungen Tim Ross, der mit seiner Mutter und seinem Vater im Örtchen Tree wohnt. Eines Tages kehrt sein Vater nicht mehr aus dem Wald vom Holzfällen zurück. Sein Partner Bern Kells erzählt, ein riesiger Drache habe sie angefallen und seinen Vater umgebracht. Ohne Einkommen ist Tims Mutter auf Bern Kells angewiesen und nimmt diesen kurzerhand als Mann. Als dieser aber im Rausch Tims Mutter so sehr prügelt, dass sie erblindet, rennt Tim fort, in der Hoffnung, eine Lösung zu finden. Dabei erlebt er viele Abenteuer, die aus ihm an Ende auch einen Revolvermann machen. Ich freue mich über jeden weiteren Schnipsel, den es zur „Der Dunkle Turm“-Reihe gibt. Für mich ist dies die beste Geschichte, die ich in meinem bisherigen Leben gelesen habe. Auch ein „Herr der Ringe“ reicht für mich nicht daran heran. Um so schöner war es, Roland, Eddie, Susannah und Jake wieder zu sehen, auch wenn die Hauptgeschichte sich weniger um das Ka-tet dreht als gedacht. Der Mittelpunkt ist Tim Ross und seine Abenteuer. Hierbei werden aber viele Elemente aus der „Der Dunkle Turm“ aufgegriffen, die den Bogen zur Originalserie schlagen. Vom Stil her ist das wieder ein echter King. Sobald man angefangen hat, fliegen die Seiten nur an einem vorüber und ehe man sich versehen hat, ist das Buch zu Ende. Dabei sieht man im Kopf ganz klar den jungen Tim vor sich, wie er sich mutig gegen einen Sumpfdrachen stellt oder sich mit Siris Nachfolgerin (Insider für die, die das Buch gelesen haben) anfreundet. Hier geht es mir wie bei den meisten King-Büchern: Ich kann einige Jahre später nicht mehr sagen, ob ich das Buch gelesen oder den Film gesehen habe. Das ist etwas, was nicht jedem Autor gelingt. Wer „Der Dunkle Turm“ gelesen hat, muss sich das Buch einfach holen. Ob auf Deutsch oder Englisch ist dabei egal, wenn die neuen Übersetzungen immer noch so gut wie die alten sind. Auf Deutsch heißt das Buch einfach nur „Wind“, ist aber noch nicht als Taschenbuch erhältlich, sondern nur als gebundene Ausgabe. Samstag, 19. Januar 2013Bücher bringen Freude 2Da ich relativ viel lese, sammeln sich hier immer mehr Bücher an. Ich könnte mir zwar einfach mehr Regale kaufen, aber in der Regel lese ich Bücher doch kein zweites Mal. Was liegt da näher als die Bücher wegzugeben. Das geht dann entweder gegen Bares bei einem großem Online-Auktionshaus oder gegen ein anderes Buch bei einer Tauschplattform. Ich könnte die Bücher natürlich auch einfach hier im Blog an die Leser verschenken (das mache ich ggf. das nächste Mal), aber am einfachsten ist es für mich, in die Stadtbücherei zu gehen. Diese freuen sich über jede Buchspende und vor allem haben mehr Leute etwas davon. Im November 2011 hatte ich das letzte Mal Bücher abgegeben und heute war es wieder mal so weit. Folgende Bücher habe ich der Bücherei überlassen:
„Code and Other Laws of Cyberspace“ ist im Übrigen eines der wenigen Bücher, das ich nicht gelesen habe. Das Buch gab es als Geschenk für eine kleine Spende bei der Electronic Frontier Foundation. Lawrence Lessig ist zwar ein bekannter Name im Free-Software-Umfeld, aber nach zwei Kapiteln habe ich aufgegeben, da die Anwaltssprache (dazu noch auf Englisch) einfach zu anstrengend war.
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