Sonntag, 22. August 2010Zwetschgenkuchen
Eigentlich gehört ein Hefeteig unter Zwetschgenkuchen. Dieser ist aber aufwändig und ein Quarkölteig tut es auch. Daher Quark, Öl, Milch, Zucker und das Ei in einer Schüssel gut verrühren. Dann das Mehl und das Backpulver zugeben und alles gut verkneten. Entweder mit Knethaken oder mit den Händen – wem das klebrige Zeug nix ausmacht. Den Teig dann auf einem (am besten hohen) Blech ausrollen oder man nimmt eine Springform. Die Zwetschgen entsteinen und längs halbieren. Die halbe Zwetschge dann noch einmal längs einschneiden, sodass man zwei Viertel erhält, die noch ein Stück zusammenhängen. Den Teig mit etwas Semmelmehl bestreuen (der soll später den Saft aufsaugen) und dann die Zwetschgenhälften geordnet auf den Teig stellen. Das ganze dann je nach Wunsch ordentlich mit Zimt und Zucker (vorher in einer Tasse mischen) bestreuen. Der Kuchen wird im Ofen bei 180° C ca. 45 Minuten gebacken, ggf. auch etwas länger, wenn der Boden noch nicht gut aussieht. Achtung: Die Zwetschgen lassen sehr viel Saft. Wer ein zu niedrigeres (oder einfach nur ein undichtes) Blech nimmt, dem wird der Saft überlaufen und dann schön den Backofenboden versauen. Dienstag, 17. August 2010Estragonsenf-Putenschnitzel mit MöhrenEin sehr einfaches und schnelles Gericht mit einem komplizierten Namen …
Die Möhren putzen. Dann zwei Möhren mit einem Hobel in sehr feine Scheiben schneiden (ggf. einfach raspeln). Die restlichen drei Möhren mit dem Messer in etwas gröbere Scheiben schneiden (ggf. halbieren oder vierteln, wenn die Möhre zu dick ist). In einer kleinen Schüssel 2 ½ TL Senf mit 4 TL Creme fraiche verrühren. Etwas Estragon (es geht auch frischer gehackter), Salz und Pfeffer dazu geben. Das Ganze gut verrühren. Die Putenschnitzel flach klopfen und jeweils halbieren, sodass man sechs Schnitzelchen erhält, von denen jeweils zwei gut aufeinander passen. Drei große Stück Alufolie abreißen und die Mitte etwas mit Margarine einschmieren. Auf diesen Fleck jeweils ein Schnitzel der obigen drei Paare legen. Darauf mit einem Löffel jeweils 1/6 der Senf-Creme-fraiche-Mischung geben und verstreichen. Darauf die feinen Möhrenscheibchen legen, gerne auch zweilagig. Darauf dann die restliche Senf-Mischung verstreichen und das passende Schnitzel als Deckel legen. Man sollte nun also eine Art „Schnitzel-Sandwich“ haben mit den Schichten Schnitzel, Senf-Mischung, Möhrenscheiben, Senf-Mischung, Schnitzel. Die Grapefruit in recht dicke Scheiben (so ca. 1 cm) schneiden, die Schale entfernen und jeweils eine Scheibe auf das Schnitzel-Sandwich legen. Dann die Alufolie rundherum nach oben leicht zusammendrücken, sodass kleine „Geschenkpakete“ entstehen. Die drei Aluhäufchen auf einem Backblech bei 200 Grad ca. 20 Minuten garen lassen. Währenddessen die restlichen Möhren in einen kleinen Topf mit etwas Gemüsebrühe geben und kochen, bis die Möhren bissfest sind. Dann die restliche Creme fraiche, den restlichen halben Teelöffel Senf und noch etwas Estragon und Salz dazu geben. Alles gut verrühren, aufkochen und ggf. andicken. Ich habe mir dazu Kroketten gemacht. Dienstag, 27. Juli 2010Schachbrettkuchen
Ja, die Zutaten lesen sich seltsam, dieses Mal gibt es aber mehr eine Bastelanleitung als ein Rezept, denn dieses findet man bereits bei Chefkoch zum Nachlesen und Ausdrucken. Der folgende Text erklärt, wie man nach dem Mischen der Zutaten weitermacht, wenn man nicht so gut ausgestattet ist mit Backformen ... Nachdem man den Teig verrührt, geteilt und wieder verrührt hat, streicht man beide Backformen mit Margarine ein und verteilt danach durch Streuen genügend Mehl, sodass Boden und Wände bedeckt sind. Das überschüssige Mehl klopft man aus. Jetzt geht's ans Basteln. Für jede Backform benötigt man jeweils zwei Ringe aus stabilerem Karton. Wenn eine Backform einen Durchmesser von 24 cm hat, bietet es sich an, die Ringe jeweils 8 cm bzw. 16 cm im Durchmesser zu wählen. Aus dem Grund zerteilt man die drei Kartonblätter erst einmal längs, sodass man 6 Streifen á ca. 30 cm hat. Wer will, kann die Streifen schmaler als die 10,5 cm schneiden, die Höhe der Backform bietet sich an. Danach klebt oder tackert man zweimal zwei Streifen zusammen, sodass man nun zwei Streifen á 30 cm und zwei Streifen á ca. 58 cm hat (je nachdem, wie großzügig man klebt/tackert). Um obige Ringe zu formen, macht man auf den kürzeren Streifen bei 25 cm einen Strich und auf den längeren bei 50 cm. Danach formt man einzelne Ringe und zwar derart, dass sich die Enden so überlappen, dass das eine Ende genau an der eben gemachten Markierung aufhört. Dies klebt oder tackert man dann wieder zusammen. Am Ende sollte man zwei Ringe mit einem Umfang von 25 cm (und damit ca. 8 cm Durchmesser) und zwei mit 50 cm Umfang (also 16 cm Durchmesser) haben. Jetzt füllt man etwas Öl in eine Schüssel und bestreicht alle Ringe außen und innen mit Öl. Wenn man die Streifen vorher nicht auf Backformhöhe zugeschnitten hat, kann man oben etwas Platz zum Anfassen lassen, den man nicht einölen muss. Danach stellt man jeweils einen kleinen und großen Ring in die jeweilige Backform, so dass man drei Bereiche in jeder Backform hat, in die man Teig füllen kann. Genau das macht man nun auch, ähnlich wie es im Rezept steht. Diesmal gibt es nur den Unterschied, dass man in eine Backform die doppelte Menge Teig in jede Kammer gibt als in der anderen Backform. Das heißt, in die erste Backform füllt man in die Mitte dunklen Teig, darum hellen Teig und in den äußeren Ring wieder dunklen Teig. Die Höhe sollte beim Füllen immer gleich sein. In die zweite Form gibt man in die Mitte hellen Teig, in den zweiten Ring dunklen und außen wieder hellen Teig. Die Höhe sollte in allen drei Bereichen gleich sein, aber im Vergleich zur ersten Backform eben nur halb so hoch. Eigentlich ist es das trickreichste am Kuchen, die Menge in den richtigen Verhältnissen einzufüllen. Nun zieht man aus jeder Backform die Papierringe senkrecht nach oben heraus, sodass der Teig eins ist. Danach bäckt man beide Kuchen nacheinander für eine gewisse Zeit. So Pi mal Daumen 25 Minuten bei 180 Grad. Am besten fängt man mit dem kleineren Kuchen an. Wenn dieser fertig ist, bäckt man den zweiten Kuchen. Währenddessen löst man den ersten Kuchen aus der Form und begradigt ihn oben, sollte er etwas aufgegangen sein. Wenn der zweite Kuchen fertig ist, holt man diesen aus dem Ofen, lässt ihn etwas abkühlen und halbiert ihn dann in der Höhe. Die Decke nimmt man an, setzt den ersten Kuchen auf die Unterseite und legt den Deckel wieder drauf. Wer will, kann für eine bessere Bindung Marmelade zwischen die Schichten streichen, das habe ich aber nicht getestet. Prinzipiell ist der Kuchen jetzt nach obigem Rezept fertig, aber das fand ich langweilig. Aus dem Grund nimmt man 300 g der Marzipan-Rohmasse und legt sie auf etwas Backpapier aus. Nun bestäubt man das Marzipan mit 50 g Staubzucker (am besten durchsieben), legt ein zweite Lage Backpapier darauf und knetet die Masse durch bzw. rollt sie immer wieder aus und formt sie zusammen. Das macht man solange, bis der Puderzucker verknetet wurde. Das Prozedere wiederholt man viermal, bis 200 g verknetet sind. Nun rollt man den Marzipan in einer dünnen Schicht (ca. 3-4 mm) rund aus, sodass man den Kuchen damit bedecken könnte. Anhand der Springform schneidet man einen Kreis passend zur Kuchengröße aus. Danach zieht man mit dem Messer senkrecht und waagerecht Streifen, um ein quadratisches Muster zu erhalten. Danach entfernt man jedes zweite Feld, sodass auf dem Backpapier ein Schachbrett (derzeit nur mit weißen Feldern) liegen bleibt. Von dem überschüssigen fertigen Marzipan (das sollten ca. noch 200 g sein) legt man ca. 70 g beiseite. Die anderen 130 g vermengt man mit der restlichen Marzipanrohmasse und 50 g gesiebtem Puderzucker. Danach siebt man die 50 g Kakaopulver über die Masse und verknetet dies erneut, sodass brauner Marzipan entsteht. Die Masse rollt man wie zuvor aus und versucht ein gleich großes Quadratmuster wie beim ersten Mal zu schneiden. Jetzt füllt man die Löcher des Schachbrettfeldes mit den braunen Feldern. Ggf. muss man diese an manchen Stellen noch passend zurechtschneiden. Am Ende sollte ein rundes Schachbrett entstanden sein. Übrig hat man nun (wenn alles gut geht) 70 g hellen Marzipan und 130 g dunklen Marzipan. Daraus formt man eine helle Schachfigur und zwei dunkle. Das Marzipan sollte sich kneten und formen lassen wie ... naja, Knete eben. (Auf meinem Bild ist keine helle Schachfigur, weil ich vergessen habe, etwas von dem hellen Marzipan beiseite zu legen.) Wenn Schachbrett und -figuren fertig sind, kann man die Kuchenglasur aufwärmen. Zuerst gibt man einen großen Klecks oben auf den Kuchen und verstreicht die Oberseite ordentlich mit einem Pinsel. Solange die Glasur noch warm ist, legt man nun Feld für Feld das Schachbrett auf den Kuchen und wartet, bis alles fest ist. Danach kann man den Kuchen noch rundherum mit Glasur bestreichen, sodass man die Übergänge der drei Kuchenteile nicht mehr sieht. Zum Schluss stellt (oder klebt) man die Schachfiguren auf den Kuchen und ist fertig.
Sonntag, 11. Juli 2010FußballkuchenZum Sieg unserer Nationalmannschaft habe ich etwas gebacken. Das Originalrezept stammt von Chefkoch.de, daher schreib ich die Zutaten und Zubereitung nicht noch einmal ab. Ich habe nur folgenden Variationen vorgenommen: Bei dem Biskuitboden habe ich erst das Mehl und das Backpulver in die Eigelbcreme gemixt und danach den Eischnee mit einem Löffeln untergehoben und verrührt. Für die Füllung habe ich 50 g mehr Quark und 100 ml weniger Sahne genommen. (Das hatte nur den Grund, weil es die angegebenen Mengen nicht zu kaufen gibt.) Wieso man die Gelantine schon so früh einrührt, weiß ich nicht. Sinnvoller ist es in meinen Augen, wenn man diese erst nach der Sahne und den Bananen unterrührt. Daneben empfehle ich auch ein Gelantineblatt mehr. Bei der aktuellen Hitze ist der Kuchen sonst sehr weich. (Ggf. hilft da auch etwas Sahnesteif.) Für den Teig fertigt man am besten aus Papier Schablonen an. Bei mir hat es optimal für sechs Fünfecke mit Kantenlänge 4 cm (aus dem braunen Teig) und zehn Sechsecke (logischerweise auch mit 4 cm, aus dem hellen Teig) gereicht, wobei man die Secksecke am Boden eh halbieren muss, also effektiv nur 7 1/2 braucht. Wenn man geschickt ist, schneidet man die Ecken leicht schräg an (also von der Decke des Biskuiets zum Blech nach innen), damit es in der Schlüssel besser zusammenpasst. Die Füllung reichte exakt für den gebastelten Fußball. Der Boden (bzw. der Deckel, wenn man es in die Schüssel gibt) hatte bei mir einen Durchmesser von 21 cm, das hängt aber natürlich von der verwendeten Schüssel ab. Der braune Teig reichte so aber exakt, hellen Teig hatte ich einiges über. Die Marmelade habe ich zwar am Ende auch drauf gemacht, dunkle (rote) zerstört aber das schöne Fußballbild. Daher entweder helle Marmelade nehmen (also Aprikose oder Orange) oder besser noch weglassen.
Montag, 5. Juli 2010Schnitzel mit Sommergemüse
Zuerst muss das Gemüse geputzt und klein geschnitten werden. Beim Fenchel schneidet man die überstehenden Stängel ab und entfernt den harten Kern unten. Danach kann man ihn normal würfeln. In einem Topf erhitzt man etwas Öl, gibt dann das Gemüse mit etwas Salz und Zucker dazu und lässt das bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze für 15 Minuten dünsten. Währenddessen mischt man in einer Schale die Margarine mit dem gehackten Salbei, Salz und Pfeffer, sodass eine schöne Kräutermargarine entsteht. Einen Teil dieser Margarine nutzt man in einer Pfanne, um die Schnitzel von beiden Seiten zu braten. Danach richtet man alles auf dem Teller an und gibt noch etwas Margarine auf das Schnitzel zur Verzierung (die schmilzt aber eh weg). Ich habe mir dazu noch Kartoffeln gemacht. Das Gemüse war von der Konsistenz her das beste, was ich bisher hatte. Sonntag, 30. Mai 2010Brokkoli-Hähnchen in Kokos-Curry-Sauce
Die Hähnchenbrust in Würfel schneiden und in Margarine ca. 10 Minuten braun anbraten. Dann die Brokkoliröschen dazugeben, kurz mitdünsten, mit der Gemüsebrühe ablöschen und 5-10 Minuten kochen, bis der Brokolli bissfest ist. Die Kokosmilch dazugeben, 2-3 TL Currypulver und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Ggf. noch andicken. Schmeckt sehr gut mit Reis oder Nudeln. Sonntag, 18. April 2010Tomaten-Zucchini-Schnitzel
Die Schnitzel waschen, klopfen, halbieren (es sind nun sechs kleine Schnitzel), mit Salz und Pfeffer würzen und dann in heißem Öl von beiden Seiten anbraten und zur Seite stellen. Die Zucchini waschen, schälen, in ca. 3-4 mm dünne Scheiben schneiden. Diese dann in der gleichen Pfanne wie zuvor braun anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Die Zwiebel fein hacken und in der Pfanne andünsten. Mit der Sahne ablöschen und die Tomatenstückchen dazu geben. Mit Oregano, Rosmarin, Salz und Pfeffer nach Wunsch abschmecken. Das Ganze köcheln lassen, bis es eindickt oder mit Saucenbinder nachhelfen. Ein kleine Menge der fertigen Tomatensauce in eine Auflaufform geben, sodass der Boden leicht bedeckt ist. Danach drei Schnitzel in die Auflaufform geben, darüber die Scheiben der ersten Zucchini stapeln, danach die restlichen drei Schnitzel und die Scheiben der zweiten Zucchini. Das alles mit der restlichen Tomatensauce übergießen, sodass alles schön bedeckt ist. Die Auflaufform in den Ofen stellen und bei 200 Grad für 35 Minuten backen. Dazu passen ganz gut Bandnudeln. Sonntag, 21. März 2010Hähnchengeschnetzeltes in Kokos-Orangen-Curry
Die Hähnchenbrust in Streifen schneiden und in heißem Öl mit etwas Salz, Pfeffer und Curry rundherum braun anbraten. Das Geschnetzelte herausnehmen und beiseite stellen. Die Zwiebel fein hacken und in Öl andünsten, mit der Gemüsebrühe, Kokosmilch und Orangensaft ablöschen. Honig, Senf, eine Messerspitze Safran dazugeben und mit etwas Salz und Cayenne-Pfeffer abschmecken. Die Orange schälen, die einzelnen Stücke klein schneiden und zur Sauce geben. Kurz herumrühren und das Fleisch dazu geben. Die Sauce nochmal kurz aufkochen und ggf. andicken. Fertig! Dazu passt Reis, aber sicherlich auch Nudeln. Sonntag, 21. März 2010KokosbälleDa ich das Rezept unverändert von Chefkoch übernommen habe, gibt es aufgrund der rechtlichen Problematik nur einen Link, aber keine Zutaten. Das Resultat sieht so aus und schmeckt sehr gut: Der Aufwand hält sich in Grenzen, das Krümeln des Biskuit-Teiges hat die meiste Zeit in Anspruch genommen und ist eigentlich der einzige Grund, wieso ich das Rezept wahrscheinlich nicht noch einmal machen werde. Sonntag, 31. Januar 2010Italienische Hackbällchen
Für die Hackbällchen das Semmelmehl 10 Minuten in der Milch einweichen. Dann das Rinderhack, die Hälfte der gehackten Zwiebeln, das Paprikapulver und etwas Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut durchkneten. Aus der Masse ca. 20 Bällchen formen und diese in einer Pfanner mit etwas Öl braun anbraten. Währenddessen die Zucchini in Würfel schneiden und mit den restlichen Zwiebelstücken in einer Pfanne mit Öl andünsten. Mit dem Mehl bestäuben und alles mit Rotwein und Rinderbrühe ablöschen. Den gehackten Basilikum dazugeben und das ganze zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Hackbällchen dazugeben und alles noch einmal 15 Minuten auf kleiner Flamme kochen. Achtung: Die Brühe darf nicht verdunsten, sonst brennen die Zucchini leicht an und die Sauce wird bitter. Bei Bedarf kann man die Sauce noch mit etwas Ketchup, Salz und Pfeffer abschmecken oder mit angerührtem Mehl andicken. Dazu passen gut Gnocci oder Nudeln.
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