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Buch: Dead Witch Walking

Titel Dead Witch Walking
Autor Kim Harrison
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Harper Voyager, 2004
Seitenanzahl 416

Cincinnati in einer postapokalyptischen Welt. Ein Großteil der Menschen wurden von einem Virus dahingerafft, nur Wenige überlebten. Und die, die überlebten, durften sich plötzlich die Welt mit Fantasy-Kreaturen teilen. Bisher im Dunkeln verborgen trauten sich Vampire, Werwölfe, Zauberer und Hexen (sogenannte Inderlander) dank ihrer Überzahl vor die Tür und beanspruchten gleiche Rechte wie die Menschen. Rachel Morgan ist auch eine Hexe und arbeitet als Runner bei Inderland Security, eine Behörde, die aufpasst, dass niemand von den Inderlandern etwas Böses tut. Als Rachel kündigt und die beste Runnerin Ivy mitnimmt, um gemeinsam mit ihr eine Privatdetektei zu gründen, wird ein Kopfgeld auf sie angesetzt …

Die „Rachel Morgan“-Reihe von Kim Harrison ist sehr erfolgreich (bisher schon über 10 Bücher) und wurde mir letztens von jemandem empfohlen. Aus dem Grund habe ich mir das Buch besorgt und gelesen. Insgesamt war es eine gute Lektüre, wenn auch mit kleinen Abstrichen.

Zuerst richtet sich „Rachel Morgan“ eher an die weibliche Leserschaft. Im Gegensatz zur Twilight-Reihe ist Rachels Person glücklicherweise sehr gut charakterisiert und kein weißes Blatt, in das man sich hineinprojizieren kann. So wird alles von den roten, lockigen Haaren hin bis zur engen Lederhose detailliert beschrieben, sodass man eine klare Vorstellung hat, mit wem man es zu tun hat. Gleichermaßen ist das Buch aber aus Sicht der Protagonistin geschrieben, sodass man Einblicke in die Gedankengänge von Rachel bekommt. Und dass sie da dem einen oder anderen Mann hinterherschaut bzw. Aussagen über dessen Hintern trifft, ist sicherlich passend, aber für die meisten männliche Leser nicht mehr ganz nachzuvollziehen.

Ein zweiter Kritikpunkt ist das offene Ende. „Dead Witch Walking“ bzw. die „Rachel Morgan“-Reihe wurde von Kim Harrison scheinbar von Anfang an als Reihe auslegt. So werden Ereignisse und Gegner eingeführt, die in späteren Büchern wieder auftauchen. So ist es etwas frustrierend, wenn Rachel 400 Seiten den Bösewicht jagt, nur damit am Ende gesagt wird, dass der Rest später erledigt wird (letzter Satz: „I'd figure everything else out later.“)

Wie oben schon gesagt, liest sich das Buch aber dennoch sehr gut. Sprachlich in meinen Augen etwas einfacher gehalten ist es auch für Leser geeignet, die kein perfektes Englisch können (einige Fantasy-Begriffe ausgenommen). Es ist sehr witzig und bleibt bis zum Ende spannend. Für weibliche Fantasy-Fans also bedingungslos empfehlenswert, für männliche Leser mit kleinen Abstrichen dennoch unterhaltsam.

Auf Deutsch wird „Dead Witch Walking“ unter dem Titel „Blutspur“ vertrieben. Dabei fangen alle „Rachel Morgan“-Titel im Deutschen mit „Blut“ an.