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Wochenrückblick KW 14

Linux und OpenSource

Schulen des Kantons Genf migrieren zu Linux

Im Kanton Genf sollen ab September 9000 Schulen von Windows auf Linux/Ubuntu migrieren. Dabei will man auch gleich proprietäre Programme außen vor lassen und Open-Source-Software wie OpenOffice.org und GIMP benutzen. Als Gründe werden zum einen die Kosten, zum anderen auch der pädagogische Nutzen von Freier Software genannt.

Weitere Berichte: 9000 Schulrechner des Kantons Genf werden auf Ubuntu umgestellt, Genfer Schulen steigen auf Open Source um, Umstieg: Genfer Schulen setzen auf Open Source

Distributionen

Gentoo 2008.0 verzögert sich

Aufgrund persönlicher Probleme und natürlich auch, weil es bei Gentoo in den letzten Monaten allgemein etwas turbulent zuging, wurde die Beta-Version von Gentoo 2008.0 bis auf Weiteres verschoben. Damit wird sich auch die Finalversion von Gentoo 2008.0 weiter verzögern.

Distribution Release: Dreamlinux 3.0

Die auf Debian basierende Distribution Dreamlinux ist in der finalen Version 3.0 erschienen. Neben Stabilität, Performance und Hardwareunterstützung wurde vor allem an der Bedienung gefeilt. So soll der Installer wesentlich intuitiver zu bedienen sein. Es ist nun auch möglich, Dreamlinux auf eine USB-Festplatte oder einen USB-Stick zu installieren.

Development Release: Gentoo Linux 2008.0 Beta 1

Da hieß es oben noch, dass sich die Beta verspäten wird und schon ist sie da. Leider gibt es keine Release Notes und es steht nirgends, was geändert wurde. Laut Forum scheint die Beta-Version aber noch sehr Beta zu sein.

Weitere Berichte: Gentoo 2008.0: Erste Beta verfügbar, Betaversion von Gentoo 2008.0 kein Aprilscherz

Development Release: GoblinX 2.7 Beta 1 "Mini"

Von GoblinX 2.7 ist die erste Beta-Version der "Mini"-Edition erschienen, die nur XFCE als Fenstermanager enthält. In der Beta 1 wurden vor allem die Bibliotheken und Pakete auf den neuesten Stand gebracht. Daneben kann man das System nun direkt von der Live-CD auf ein USB-Medium installieren.

Release-Kandidat von Slackware 12.1

Von Slackware 12.1 ist der erste Release Candidate erschienen, der hauptsächlich nur Programmupdates und Bugfixes mitbringt. Die Downloads gibt es nur als inoffizielle Iso-Images von einem norwegischen Server. Slackware12-Nutzer können auch per slapt-get ihr System auf den neuesten Stand bringen.

Distribution Release: GoboLinux 014.01

Mit dem ersten Point-Release von GoboLinux hat das Projekt die vor drei Monaten stabile Version 014 aktualisiert. Es gab vor allem kleinere Updates und Ausbesserungen.

Sun zertifiziert Ubuntu

Laut Mark Shuttleworth, Ubuntu-Gründer und Canonical-Chef, will Sun demnächst Ubuntu für seine Server zertifizieren. Das wäre der erste größere Einstieg von Ubuntu im Serversegment und Sun würde dann neben Red Hat und Novell eine dritte Distribution einsetzen. Vor allem für andere Hardware-Hersteller könnte dies Zeichen pro Ubuntu setzen.

Weitere Berichte: Sun will Ubuntu zertifizieren, Ubuntu Linux to Be Certified by Sun, Sun and Canonical to bring Ubuntu 8.04 to x86 Servers

Microsofts OOXML

OOXML Vote: Irregularities in Germany & Croatia and a Call for an Investigation of Norway

Wie Groklaw berichten, gab es in einigen Ländern wieder Unregelmäßigkeiten bei der Wahl, ob die Änderungen an OOXML akzeptiert werden sollen. Die Probleme in Deutschland sind bekannt. In Norwegen wurde für OOXML gestimmt, obwohl nur 2 Personen dafür waren und die restlichen 21 dagegen. Man hat dann einfach alle aus dem Raum geworfen außer 3 Leuten, wovon die 2 pro OOXML natürlich noch dabei waren.

Auch in Kroatien ist die Abstimmung seltsam gelaufen. Im September stimmte man noch für "Ja". Dieses Mal lehnte man OOXML aber mit einer überragenden Mehrheit von 14 zu 3 Stimmen ab. Dumm nur, dass mindestens 18 der 35 Mitglieder wählen mussten, damit das Ergebnis gültig ist. Als kleiner Gag am Rande: Microsoft wählte nicht mit.

Finnland, die von "Nein" auf "Ja" umstiegen, taten dies nur, weil im Meeting keine Einigung erzielt werden konnte, der Vorsitzende aber keine Enthaltung wollte. Daraus wurde dann ein "Ja" für OOXML. Dies ist eine interessante Wahlmethode.

Weitere Berichte: Endspurt der ISO-Abstimmung über Microsofts OOXML

Australia abstains on final OOXML vote

In Australien konnte man sich nicht einigen, ob man OOXML ablehnen oder annehmen will und enthielt sich daher der Abstimmung. Australien ist damit eines der wenigen Ländern, bei denen es anscheinend keine Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gab und die, da es keine Einigung gab, sich tatsächlich enthalten (vgl. oben mit Finnland).

Microsofts Dokumentenformat OOXML wird wohl ISO-Norm

Es ist zwar noch nicht offiziell, aber wie mehrere Seiten beobachten, dürfte OOXML die Wahl zum ISO-Standard ganz knapp gewonnen haben. Microsoft benötigte nur wenige Stimmen der P-Länder mehr, damit der Antrag durchgeht und hat dies nun anscheinend auch geschafft. Damit gäbe es neben ODF einen zweiten ISO-zertifizierten Dokumentenstandard.

Die DIN dementiert derweil die angeblichen Unregelmäßigkeiten. Bei der zitierten Abstimmung ginge es nicht um die Wahl für oder gegen OOXML, sondern darum, ob der Abstimmungsvorgang bei der ISO-Organisation ordentlich verlaufen ist.

Die ISO ließ sich derweil bis Mittwoch Zeit, um das Ergebnis öffentlich bekannt zu geben.

Weitere Berichte: Is OOXML a Done Deal?, OpenXML ISO Approved: Reports, OOXML Approval Reported to have Passed, ISO to announce Microsoft Open XML result Wednesday

Microsoft's Great Besmirching

Glyn Moody gibt einen guten Über- und Rückblick auf die verschiedenen Ungereimtheiten der letzten Monate, die die OOXML-Standardisierung läuft. Auch Deutschland findet eine unrühmliche Erwähnung.

OOXML Woes Continue as Norway Files Protest with ISO Relating to its Own Vote

Gegen das norwegische Standardisierungsgremium wurde eine öffentliche Beschwerde erhoben die Bevorzugung von OOXML betreffend. Interessanterweise von einem Mitglied des norwegischen Standardisierungsgremiums. Demnach waren 27 Leute zur Wahl anwesend, wovon 4 dem Verwaltungspersonal angehörten. 24 Mitglieder haben abgestimmt, davon 19 mit einer Ablehnung und 5 mit der Annahme von OOXML. Die Verwaltung entschied dann für eine Annahme mit der Begründung, dass wenn OOXML erstmal ein ISO-Standard ist, sich das Dokumentenformat sicher noch verbessern wird.

Weitere Berichte: Formeller Protest gegen Norwegens Befürwortung von OOXML eingelegt

ISO/IEC DIS 29500 receives necessary votes for approval as an International Standard

Jetzt ist es offiziell: OOXML ist ein ISO-Standard. [Mehr ist nicht zu sagen...]

Weitere Berichte: Office Open XML ist ISO-Norm, ISO kürt Microsofts Dokumentenformat OOXML offiziell zum Standard, Microsofts OOXML ist ISO-Standard, Microsoft's ISO win may worsen its antitrust woes, ISO: Office Open XML ratified as standard

OpenOffice may support OOXML

Erste Stimmen zur ISO-Annahme von OOXML werden laut. Mark Shuttleworth, Chef von Canonical, sagte, dass für ihn und Ubuntu OOXML keine Rolle spielen werde. OpenOffice.org-Marketingmanager John McCreesh sagt, dass OOo in Zukunft OOXML vielleicht unterstützen könnte. Der Standard sei aber aktuell viel zu fehlerhaft und man wolle sich am Markt orientieren, wie OOXML aufgenommen wird. Ovum-Analyst David Mitchell orakelt, dass sich in naher Zukunft nichts ändern werde. Man müsse erst warten, bis Microsoft sich selbst an seinen eigenen Standard anpasst und Konverter für das OOXML aus Office2007 zum neuen Format hin anbietet.

Vor allem wird durch die Entscheidung der ISO-Mitglieder der Standardisierungsprozess in Frage gestellt. Man fragt sich nun, was eine ISO-Zertifizierung überhaupt bringt, wenn so fehlerhafte Formate wider besseren Wissens abgesegnet werden.

Software

LiMo stellt Linux-Plattform für Handys fertig

Die LiMo-Foundation stellte die erste fertige Version ihrer Linux-Plattform für Mobilgeräte vor. Dabei umfasst die Software aber nur den Betriebssystemkern, die grafische Oberfläche und die Anwendungen muss der Gerätehersteller selbst umsetzen. Aktuell muss die Software noch für jedes Handy spezifisch angepasst werden. Erst mit der zweiten Version Anfang 2009 soll eine allgemeine Kompatibilität erreicht werden.

Weitere Berichte: LiMo-Plattform für Linux-Smartphones fertiggestellt, LiMo Foundation stellt Version 1 der Softwareplattform vor, LiMo: Plattform veröffentlicht, Texas Instruments gewonnen, LiMo Foundation ready with mobile Linux OS, LiMo completes first mobile spec release

Wordpress 2.5 ist fertig

Das Content Management System Wordpress ist mit etwas Verspätung in Version 2.5 erschienen. Neu sind vor allem die Änderungen an der Administrationsoberfläche. Diese erscheint in einem neuen Design und liefert einen Schnellzugriff auf wichtige Funktionen wie "Eintrag erstellen". Zusätzlich wurde ein Updatemanager integriert, der mit einem Klick Updates für Plugins installiert. Daneben gibt es noch Avatare, eine bessere Medienverwaltung und einen Tag-Manager.

Weitere Berichte: WordPress 2.5 ist fertig, Wordpress 2.5: Avatare, Tag-Manager und Update-Mühen, WordPress 2.5 Review

Freie Textverarbeitung AbiWord um Teamfunktionen erweitert

Die freie Textverarbeitung Abiword liegt in Version 2.6 vor. Neu sind unter anderem das Kollaborationsplugin, mit dem mehrere Teilnehmer ein Dokument bearbeiten können, das Gnumeric-Plugin, mit dem Diagramme aus der Tabellenkalkulation übernommen werden können, der Import-Filter für OpenXML-Dokumente und vieles mehr.

Weitere Berichte: Abiword 2.6 mit Collaboration-Plugin

Adobe AIR für Linux vorgestellt

Adobe hat die erste Alpha-Version ihrer Anwendung AIR, die als Laufzeitumgebung für Web-Anwendungen gedacht ist, zum Download für Linux zur Verfügung gestellt. Mittels AIR laufen die Anwendungen nicht im Browser, sondern direkt auf dem Desktop. Die Linuxversion hängt aber, was die Funktionsvielfalt betrifft, ihren Windows- und Mac-Pendants hinterher.

Weitere Berichte: Adobe AIR für Linux, Adobe AIR für Linux, Adobe brings AIR to Linux, joins Linux Foundation

Firefox 3: Neue Beta-Version ist erschienen

Mozilla hat eine neue Beta-Version des Firefox 3 veröffentlicht. In der Beta 5 wurde wieder an der besseren Integration des Browsers in die Betriebssysteme gearbeitet und auch der Lesezeichen- und Verlaufsmanager Places wurde verbessert. Ingesamt wurden seit der Beta 4 über 750 Fehler behoben. Im Mai soll dann der erste Release Candidate von Firefox 3 folgen.

Weitere Berichte: Fünfte Beta von Firefox 3 liegt vor, Fünfte Betaversion von Firefox 3 veröffentlicht

KDE 4.0.3 veröffentlicht

Mit dem dritten Update von KDE 4.0 bringt das KDE-Projekt viele neue Funktionen und Programme im Paket "Extragear" mit. Auch kde-edu 4.0.3 wurde mit den neuen Programmen Kalzium, Parley und Kmplot bestückt. Daneben gibt es noch zahlreiche Bugfixes und Änderungen. Endanwendern wird noch geraten, mit der Benutzung bis KDE 4.1 zu warten, welches im Juli erscheinen soll.

Weitere Berichte: KDE 4.0.3 mit neuen Programmen

Hardware

Study predicts strong growth for mobile Linux

Laut einer Studie soll der aktuelle fünzehnprozentige Markanteil an Linux-Mobilgeräten in Zukunft drastisch steigen. Vor allem Google mit seiner Android-Plattform und Motorola als Hardware-Hersteller mischen dabei ganz vorne mit.

Weitere Berichte: Starke Zunahme von Linux-Handys vorausgesagt

Linux powers TV-enabled mobile phone

Motorola hat auf der CTIA Wireless 2008 sein neues Mobile TV DH02 vorgestellt. Das mit Linux betriebene Gerät hat ein HDSPA/GPRS-Modem integriert, über das man Fernsehen kann. Der 4,8-Zoll-großen Touchscreen (480x272 Pixel) ist gestenbasiert und zeigt Filme mit 25 Bildern pro Sekunde an. Daneben enthält das Gerät auch einen GPS-Empfänger und eine sprachgesteuerte Navigationskarte. An gewöhnlichen Mobilfunkoptionen unterstützt das DH02 nur den SMS-Versand.

Shuttle KPC Linux PC now available

Shuttles kPC ist nun für 100 US-Dollar verfügbar. Das Barebone wird mit Foresight Linux 2.0 ausgeliefert.

Intel updates junior laptop

Intel zeigte auf der Intel Developer Conference (IDF) die zweite Generation seines ClassmatePC. Der Mini-Laptop wurde leicht im Design verändert und erhält ein größeres 9-Zoll-Display. Zusätzlich ist Intel einer der ersten Hersteller, die sich wieder weg vom Flash-Speicher hin zu einer Subnotebook-Festplatte bewegen. Im Inneren arbeiten ein Intel Celeron ULV mit 900MHz, Intel 915M-Grafik und 512 MB DDR2-RAM. Daneben gibt es noch eine Webcam, WLAN und Ethernet. Der Preis des ClassmatePC liegt zwischen 300 und 500 US-Dollar, auch abhängig vom Betriebssystem Linux oder Windows.

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