Skip to content

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Titel Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod und Teil 2
Autor Bastian Sick
Sprache Deutsch
Genre Sachbuch
Herausgeber Kiepenheuer & Witsch GmbH, 2004/2005
Seitenanzahl 256/224

In beiden Büchern fasst Autor Bastian Sick seine Zwiebelfisch-Kolumnen, die auf Spiegel-Online erscheinen, zusammen. Er berichtet dabei über Kurioses aus dem deutschen Sprachdschungel, vor allem die zunehmende Verdrängung des Genitivs durch den Dativ verlieh den Büchern ihren Titel.

Auch wenn die Bücher genau genommen nur eine Auswahl von deutschen Rechtschreibregeln aufzeigen, gelingt Sick es mit viel Humor selbst dem lernresistentesten Leser diese näher zu bringen. Nicht mit allen seiner Vorschläge kann ich übereinstimmen, da sie sprachlich einfach nicht zeitgemäß sind, den Großteil kann man aber ungeprüft übernehmen.

Der dritte Teil ist bereits im November 2006 erschienen und beachtet dabei auch die Reform der neuen Rechtschreibregeln vom August 2006.

Der Dämon und Fräulein Prym

Titel Der Dämon und Fräulein Prym
Autor Paulo Coelho
Sprache Deutsch
Genre k.A.
Herausgeber Diogenes, 2003
Seitenanzahl 200

Ein Fremder kommt in das Dörfchen Bescos in den Pyrenäen und unterbreitet den Anwohnern ein umoralisches Angebot: Wenn sie einen von sich töten, würden sie viel Gold erhalten, mit dem sie das Dorf vor dem Niedergang bewahren könnten. Können die Bewohner widerstehen? Vor allem ein junges Fräulein namens Chantal Prym ist hin- und hergerissen zwischen den möglichen Auswirkungen.

Der Dämon und Fräulein Prym ist ein weiteres Buch aus der "Und am siebten Tag..."-Reihe (ebenso wie Veronika beschließt zu sterben). Das Buch beschreibt den inneren Kampf jedes Menschen zwischen Gut und Böse und hält auch viele andere Weisheiten parat.

Würde man selbst ein Verbrechen oder eine Sünde begehen, um damit etwas Gutes zu erreichen? Heiligt der Zweck immer die Mittel? Und vor allem: Sind die Menschen wirklich nur von Angst und weniger von Glaube und Mitgefühl getrieben? All diesen philosophischen Fragen geht Coelho in seinem Buch nach.

Ein sehr schönes Buch, das sich mit einigen wichtigen Fragen des Menschseins beschäftigt. Zusätzlich ist es leicht verständlich und die 200 Seiten sind auf einer Zugreise schnell gelesen.

Charlie and the Chocolate Factory

Titel Charlie and the Chocolate Factory
Autor Roald Dahl
Sprache Englisch
Genre Kinderbuch
Herausgeber Puffin Books, 2007
Seitenanzahl 155

Willy Wonka, der berühmte Schokoladenhersteller, lädt fünf Kinder, die eine goldene Eintrittskarte in einer Tafel Schokolade finden müssen, in seine Fabrik ein. Darunter sind der gefräßige Augustus Gloop, die verzogene Veruca Salt, die Kaugummi-kauende Violet Beauregarde, der fernsehsüchtige Mike Teavee und zu guter Letzt der Held der Geschichte: der arme Charlie Bucket. Alle fünf erleben Wunderbares in der Schokoladenfabrik.

Das Kinderbuch "Charlie und die Schokoladenfabrik" ist neben "James und der Riesenpfirsich" wohl eines der bekanntesten Bücher von Roald Dahl. Da ich letztens erst die beiden Verfilmungen Willy Wonka & the Chocolate Factory (mit Gene Wilder) und Charlie and the Chocolate Factory (mit Johnny Depp) gesehen habe, musste ich mir auch das Buch durchlesen. Die Filme sind leicht abgewandelt, spiegeln aber in etwa die Geschichte des Buches wieder.

Das Buch selbst ist sehr kurz und einfach geschrieben, was aber nichts daran ändert, dass die Geschichte gut erzählt ist, auch wenn es kaum Raum für großartige Überraschungen gibt. Vor allem Willy Wonkas Sprüche sind klasse. Angenehm fallen die Illustrationen von Quentin Blake auf, die der Geschichte das gewisse Etwas geben.

Für jüngere Leser ist das Buch definitiv empfehlenswert, für Dahl-Liebhaber sowieso und auch zum Vorlesen für die ganz Kleinen ist es gut geeignet.

The Interpretation of Murder

Titel The Interpretation of Murder
Autor Jed Rubenfeld
Sprache Englisch
Genre Krimi
Herausgeber Headline Review, 2007
Seitenanzahl 533

Manhattan, 1909. Eine junge, hübsche Schauspielerin wird stranguliert in ihrem Zimmer eines Hotels gefunden. Einen Tag später wird die ebenfalls schöne Nora Acton im Haus ihrer Eltern auf die gleiche Art und Weise angefallen. Sie überlebt den Angriff, verliert aber das Sprachvermögen. Stratham Younger, einer der ersten Psychoanalytiker in Amerika, soll mit Hilfe des bekannten Sigmund Freud, der zufällig zu der Zeit in New York verweilt, die Patientin heilen, um so an das Gesicht des Mörders zu kommen.

Ich hatte das Buch bereits letzte Woche beendet und war froh, endlich wieder mal ein Buch in den Händen halten zu können, was mich von vorne bis hinten fesselte und ich abends nicht mehr weglegen wollte. Es kommen verschiedene düstere Charaktere als Mörder im Buch in Frage und durch einige überraschende Wendungen bleibt fast bis zum Schluss unklar, wer der Täter eigentlich ist.

Dabei hilft vor allem Sigmund Freud bei der Lösung des Falls. Dessen Aussagen sind alle sehr glaubhaft dargestellt, wie der Autor Jed Rubenfeld am Ende des Buches auch noch einmal betont. Die meisten Charaktere im Buch basieren auf realen Vorbildern, was die Geschichte umso spannender macht.

Ein sehr schöner und packender Krimi, der allen Fans der Psychoanalyse sicher gefallen wird. Aber auch, wer einfach nur eine spannende Geschichte lesen möchte, wird damit gut bedient sein.

Nimmermehr

Titel Nimmermehr
Autor Christoph Marzi
Sprache Deutsch
Genre Fantasy
Herausgeber Heyne, 2007
Seitenanzahl 399

Kurzgeschichten sind vor allem für Zugfahrten und vorm Einschlafen gut, da man meist eine ganze Geschichte auf einmal lesen kann. Christoph Marzi, der durch Lycidas, Lilith und Lumen bekannt wurde, hat in diesem Sammelband einige seiner Geschichten zusammengefasst, die aus eigenem Antrieb oder auf Wunsch entstanden sind. Dabei variieren die Geschichten sehr stark in der Thematik.

In einigen greift er Begebenheiten in der alten Metropole London, der Stadt unter der Stadt, auf ("Scarlet", "Vardoulacha"), in anderen verändert er bestehende Geschichten ("Wolfsgesang", "Marten", "Wintermärchen"). Auch eine Hommage an Stephen King ("Nachtfahrt") und die Horror-B-Movies ("Cheapanooka's Creek") hat er geschrieben. Vor allem aber "Nimmermehr", eine Geschichte über Geschichten, ist das beste Werk.

Alles in allem ein sehr schönes, kurzweiliges Buch mit 15 Geschichten, das nicht nur den Fans der Lycidas-Reihe empfohlen werden kann.

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Titel Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
Autor Oliver Sacks
Sprache Deutsch
Genre Sachbuch
Herausgeber rororo, 1990
Seitenanzahl 320

Oliver Sacks ist Neuropsychologe und beschäftigt sich in diesem Buch mit einigen teilweise witzigen, teilweise traurigen Fallstudien. Dabei spricht er die Themengebiete "Ausfälle" (Ausfall einer bestimmten neurologischen Funktion), "Überschuss" (Gegenteil von Ausfall, Hyperaktivität, etc.), "außersinnliche Erfahrungen" und "geistige Behinderungen" an.

Einige der Themen sind wie gesagt recht witzig, da die Situation eines Menschens zum Lachen ist und er davon vor allem keinen Schaden nimmt. Andere sind traurig, weil die Patienten sehr unter ihrer Situation leiden. Auch wenn die Fälle sehr anschaulich berichtet sind, bleibt es ein neuropsychologisches Sachbuch.

Das ist leider auch der Haken daran: Viele Stellen sind für Laien nur schwer verständlich oder - noch schlimmer - einfach nur langweilig. Vor allem zum Ende jedes Kapitels zieht es sich etwas und auch zum Ende des Buches. "Ausfälle" enthält dabei noch die spannendsten Geschichten.

Insgesamt ein nettes Buch, wer sich für die Thematik interessiert. Für alle anderen ist es wahrscheinlich etwas zu trocken.