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Free!Music!Contest 2014 Sampler veröffentlicht

Nachdem Ende Oktober die Abstimmung für den Free!Music!Contest 2014 beendet war, wurden die Gewinner noch geheimgehalten, bis die Doppel-CD-Sampler aus der Presse gekommen sind.

Rechtzeitig zu Weihnachten wurde der Sampler nun veröffentlicht. Bei Bandcamp kann das Album angehört und zum Selbstbestimmungspreis digital gekauft werden. Alternativ kann man sich auch die physikalische Doppel-CD für 2,50 Euro oder mehr zukommen lassen.

Wie man im Interview mit Christian Hufgard, Vorsitzenden des Musikpiraten e.V., nachlesen kann, war die Abstimmung der Hörer kein so großer Erfolg. Mich hätten die Ergebnisse dennoch interessiert, welche Band wie viele Stimmen bekommen hat und ob z.B. die Hörer anders abgestimmt haben als die Jury. Hier fehlt noch etwa die Transparenz.

Nichtsdestotrotz enthält der Sampler zahlreiche sehr gute Lieder und es ist sicher für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Wie immer unterliegen alle Lieder einer Creative-Commons-Lizenz und können somit an jeden frei weiter verteilt werden.

Free!Music!Contest 2014

Rezept: Lebkuchen-Männchen

Rezept Lebkuchen-Männchen (ca. 30 Stück)
Zutaten 250 g Honig
250 g Rohrzucker
150 g Margarine
100 g gemahlene Mandeln
600 g Roggenmehl
1 EL Kakaopulver
3 TL Lebkuchengewürz (siehe unten)
1 Ei
1 TL Pottasche
2 EL Wasser
farbige Zuckerschrift
viele, viele bunte Smarties
Zeit ca. 3 Stunden Arbeitszeit, einige Tage Gehzeit

In einem Topf bei niedriger Hitze den Honig mit dem Zucker und der Margarine unter ständigem Rühren zerlassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Ich habe aber nach 15 Minuten aufgehört zu rühren, auch wenn der Zucker nicht ganz aufgelöst war. Alles in eine Rührschüssel füllen und erkalten lassen.

Mandeln, Mehl, Lebkuchengewürz, Kakao und das Ei zu der die Honig-Zucker-Mischung geben und alles mit einem Knethaken gut durchkneten. Die Pottasche mit dem Wasser in einer Tasse verrühren bis sich die Pottasche aufgelöst hast. Die Mischung dann zum Teig geben und durchkneten bis der Teig schön fest ist, aber nicht mehr klebt. Ggf. noch mehr Mehl hinzugeben.

Danach den Teig aus der Schüssel nehmen, zu einer Rolle formen und auf Klarsichtfolie ausbreiten. Die Folie dann fest einrollen und den Teig ein paar Tage (bei mir waren es vier) in den Kühlschrank legen.

Den Teig dann stückweise auf Backpapier mit 5 mm Dicke ausrollen und die Lebkuchen-Männchen entweder ausstechen oder mit einer Vorlage und einem Messer ausschneiden. Meine Männchen hatte eine Höhe von ca. 12 cm. Dann zwei Smarties als Knöpfe leicht in den Teig drücken. Die Lebkuchen-Männchen im Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 12 Minuten backen.

Lebkuchen-Männchen

Wenn die Lebkuchen-Männchen erkaltet sind, sie nach Wunsch mit der Zuckerschrift verzieren.

Anmerkungen zum Lebkuchengewürz: Ich habe meine Mischung selbst gemacht, hatte aber etwas zu viel Nelken dran:

  • 4 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelken
  • Messerspitze Koriander
  • Messerspitze Muskat
  • Messerspitze Piment

Lebkuchen-Männchen

Fuchs in Flammen: Mozilla Flame im Test

Der Markt für mobile Betriebssysteme ist 2014 fest in einer Hand: Googles Android dominiert weltweit den ganzen Markt. Einzig Apples iOS kann teilweise noch seine Stellung im zweistelligen Prozentbereich behaupten. Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Betriebssystemhersteller, die einen Fuß in die Tür bekommen wollen. Einer davon ist Mozilla mit Firefox OS. Dieser Artikel stellt das Betriebssystem zusammen mit dem Referenz-Entwickler-Gerät namens Flame vor.

Mobile Betriebssysteme

Es gibt viele mobile Betriebssysteme. Wie in der Einleitung beschrieben dominiert Googles Android ganz klar den Markt. Neben den proprietären Alternativen wie iOS oder Windows Mobile gibt es aber auch einige Betriebssystemalternativen auf Basis Freier Software (aber nicht alle Projekte sind komplett frei):

Von diesen vier Systemen gibt es aber nur eines, was aktuell tatsächlich etwas breiter am Markt angeboten wird: Firefox OS. Neben dem Geeksphone und einigen Modellen der Firma ZTE, die auch in Deutschland vertrieben werden, hat Mozilla ein Referenz-Smartphone namens Flame auf den Markt gebracht. Das Telefon konnte man für knapp 170 Euro (Gerät inkl. Versand und Zoll) aus den USA auch in Deutschland bestellen. Diese Version liegt auch zum Test vor.

Das Mozilla Flame von vorne.
Das Mozilla Flame von vorne.

Der Artikel behandelt hauptsächlich das vorinstallierte Firefox OS 1.3 und stellt dabei gleichzeitig ein Update des Artikels „Firefox OS“ aus freiesMagazin 08/2013 dar.

Hardware

Mit einer Höhe von 132 mm und einer Breite von 68 mm ist das Flame ähnlich groß wie andere, aktuelle Vertreter auf dem Smartphone-Markt. Da das Flame als Ersatz für ein älteres Handy gedacht war, macht sich die Größe aber schon bemerkbar. Nicht in jeder Hosentasche findet das Flame Platz bzw. man kann es zwar einstecken, sollte danach aber hektische Bewegungen vermeiden.

Das Gewicht ist mit ca. 120 Gramm ganz okay und das Gerät liegt gut in der Hand, was auch an der aufgerauten Rückschale liegt. Diese lässt sich abnehmen, wobei man hierbei etwas Vorsicht walten lassen sollte, da sie aus sehr dünnem Plastik ist und leicht brechen könnte.

Unter der Haube, also der Rückschale, befindet sich der herausnehmbare Akku, ein Slot für eine Micro-SD-Karte und gleich zwei SIM-Karten-Einschübe. Das Flame ist also auch gut für Leute geeignet, die sich oft in zwei verschiedenen Netzen aufhalten und nicht ständig die SIM-Karte tauschen wollen. Der Micro-SD-Slot ist glücklicherweise so angebracht, dass man eine Karte auch einsetzen kann, ohne den Akku entfernen zu müssen (was nicht zwingend zum Standard gehört).

Das Innenleben des Mozilla Flame.
Das Innenleben des Mozilla Flame.

An der Rückseite des Gerätes befindet sich eine 5-Megapixel-Kamera mit Flash. Auf der Vorderseite ist eine kleinere 2-Megapixel-Kamera angebracht. Ansonsten hat das Flame nur noch zwei Knöpfe: den Ein-/Ausschalter an der Oberseite und den Lautstärkeregler an der rechten Seite. Als Anschlüsse gibt es einen Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke) an der Oberseite und einen Micro-USB-Anschluss Typ B an der Unterseite. Der USB-Anschluss ist dabei auch zum Laden des Flames gedacht, da kein separates Netzteil mitgeliefert wird.

Die Vorderseite des Smartphones nimmt hauptsächlich der 4,5 Zoll große Touchscreen ein. Darüber ist die Frontkamera und der orangefarbene Lautsprecher, darunter der Hauptmenü-Knopf.

Im Inneren des Flame ist eine MSM8210-Dual-Core-CPU mit 1,2 GHz. 1 GB RAM Speicher dient für Anwendungen. Zum Speichern von Daten sind 8 GB bereits vorinstalliert, wobei man durch eine Micro-SD-Karte den Speicher erweitern kann. Bluetooth, WLAN und GPS gehören ebenfalls zum Standard.

Das Mozilla Flame von hinten.
Das Mozilla Flame von hinten.

Software im Überblick

Wenn man das Mozilla Flame einschaltet, begrüßt einen ein Fuchs, dessen Schwanz wie eine Flamme geformt ist und dem Smartphone auch seinen Namen gibt. Beim erstmaligen Einschalten wird nach der Sprache gefragt, wobei die meisten europäischen Sprachen sowie traditionelles Chinesisch angeboten wird. Als Standardsystem des Flame kommt Firefox OS 1.3 zum Einsatz.

Es gibt effektiv zwei Hauptmenü-Bildschirme, zwischen denen man durch seitliches Wischen wechseln kann. Auf dem ersten Bildschirm ist eine Art Suchfenster für installierte Anwendungen zu finden sowie die Kategorien „Sozial“, „Spiel“, „Musik“ und „Werkzeuge“. Die Kategorien dienen zum leichteren Wiederfinden von installierten Apps sowie zum direkten Zugriff auf installierbare Apps aus dem Marketplace, wenn man mit dem Internet verbunden ist.

Start von Firefox OS.
Start von Firefox OS.

Auf der zweiten Bildschirmseite befinden sich die Hauptanwendungen, die vorinstalliert sind, darunter Musik, Galerie, Radio, Kalender, Uhr, Musik, Video, E-Mail und die Einstellungen. Der Browser fehlt in der Auflistung, da es am unteren Rand noch einmal vier Symbole für den Schnellstart gibt. Dort sind die Telefon-App, Kontakte, der Browser und die SMS-App zu finden.

Per Standard öffnet sich eine App oder eine Kategorie durch das einzelne Antippen. Wenn man ein Symbol für längere Zeit gedrückt hält, kann man es verschieben oder vom Bildschirm entfernen. Das Entfernen geht dabei aber nur für Kategorien und nachinstallierte Apps. Die vorinstallierten Hauptanwendungen lassen sich nicht entfernen. Durch Drag-and-Drop lässt sich ein bestehendes Symbol auch eine Kategorie hinzufügen.

Hält man den Finger länger auf den Hintergrund, kann man entweder das Hintergrundbild ändern oder neue Kategorien hinzufügen.

Etwas ungewohnt mag einem die Navigation zwischen den Apps vorkommen. Die meisten Anwendungen kann man nicht beenden, sondern mittels des Hauptmenü-Knopfs unter dem Bildschirm kommt man immer ins Hauptmenü zurück, die Applikation bleibt im Hintergrund geöffnet. Anwendungen schließen und zu anderen Anwendungen wechseln kann man, indem man längere Zeit den Hauptmenüknopf gedrückt hält. Dann kann man durch die offenen Applikationen wischen bzw. diese dort auch ganz schließen.

In Firefox OS 1.3 gibt es im Entwicklermenü (siehe unten) eine Option, durch seitliches Wischen zwischen den offenen Apps zu wechseln. In Firefox OS 2.0 ist diese Option sogar Standard.

Das Hauptmenü.
Das Hauptmenü.

Kommunikation

Das Wichtigste bei einem Smartphone sind sicherlich die Kommunikationsfähigkeiten. Auch wenn heute schon Witze darüber gemacht werden, dass viele ein Smartphone für alles nutzen, nur nicht zum Telefonieren, kann das Flame natürlich auch das. Das Wählen per Kontaktliste geht intuitiv und funktioniert wie gewünscht. Etwas schlecht ist, dass man beim Halten des Telefons am Ohr sehr leicht mit der Backe auf das Display und die Bildschirmtastatur kommt, wodurch beim Gegenüber ein nerviges Tonkonzert entsteht. Von der Sprachqualität ist das Telefon okay, es gab im Test aber ab und zu Tonaussetzer, wobei nicht klar auszumachen war, auf welcher Seite der Verbindung das Problem lag.

Die E-Mail-Verwaltung funktioniert auch mit mehreren E-Mail-Konten per IMAP ganz gut. Um Speicher zu sparen lädt die E-Mail-App aber nicht alle Daten in einem IMAP-Ordner herunter. Konkret bedeutet das, dass, wenn man eine alte E-Mail sucht, man erst manuell bis ganz ans Ende der Liste scrollen und dort dann “Weitere Nachrichten vom Server“ wählen muss. Das lädt dann die nächsten 20 E-Mails herunter. Nutzt man allein das Smartphone für E-Mail-Kommunikation, ist das aber gegebenenfalls kein Problem.

Für weitere Kommunikationswege stehen Kurznachrichten per SMS oder MMS zur Verfügung. Diese funktionieren wie gewünscht, einzig die Kommunikationsanzeige ist nicht optimal, da zwar der Kommunikationsstrang angezeigt wird, aber leider ohne Uhrzeit. Nur bei einer SMS, die an einem anderen Tag ankommt, wird Datum und Uhrzeit eingeblendet. Dadurch ist nicht mehr sichtbar, wann man genau eine Nachricht erhalten oder gesendet hat. Neue Nachrichten und Ereignisse werden in der oberen linken Seite angezeigt bzw. wenn das Telefon gesperrt ist, direkt auf dem Sperrbildschirm, was sehr

praktisch ist.

Kommunikation per SMS.
Kommunikation per SMS.

Für alles Weitere, wie z.B. Facebook, Google+, Twitter und Co. oder auch Whatsapp stehen im Marketplace die entsprechenden Apps zur Verfügung.

Surfen

Das Zweitwichtigste an einem Smartphone ist sicherlich der Weg ins Internet. Und natürlich wäre es seltsam, wenn Mozilla für sein Firefox OS einen anderen Browser als Firefox benutzt hätte.

Größtenteils funktioniert der Browser intuitiv. Etwas ungewohnt ist vielleicht, dass die URL-Eingabeliste verschwindet, wenn man auf einer Seite nach unten scrollt. Die Liste erscheint auch erst wieder, wenn man an den Beginn der Seite geht.

Unklar ist auch, wieso Webseiten (ohne Browserweiche natürlich) doch so sehr anders als auf dem Desktop aussehen. Vor allem Eingabefelder sind auf vielen Seiten extrem winzig im Vergleich zum restlichen Text, sodass das Antippen dieser ohne Zoom fast unmgöglich ist.

Neben Lesezeichen und Tabs bietet der Browser aber sonst nichts. Einstellungen gibt es keine, so kann man beispielsweise nicht regulieren, welche Seiten Cookies setzen dürfen oder wo JavaScript aktiv sein soll.

Im Browser wird nicht alles passend angezeigt.
Im Browser wird nicht alles passend angezeigt.

Weitere Anwendungen

Eine weitere wichtige Anwendung ist sicherlich der Wecker in der Uhr-App, mit dem man mehrere Alarme definieren kann, um beispielsweise am Wochenende zu einer anderen Uhrzeit geweckt zu werden. Daneben enthält die App auch noch eine Stoppuhr und einen Countdown-Zähler.

Natürlich kann man mit dem Flame auch Musik hören. Neben dem UKW-Radio, für das zwingend als Empfänger ein Kopfhörer angeschlossen sein muss, kann die Musik-App verschiedene Musiktypen abspielen. MP3 ist selbstverständlich Standard, aber auch der freie Standard OGG wird unterstützt. Die Musiktitel kann man entweder als Übersicht oder nach Titel, Interpret oder Album sortiert anzeigen lassen. Es gibt zusätzlich verschiedene Wiedergabenlisten, die beispielsweise die am wenigsten gehörten oder die neuesten Titel abspielt. Die Klangqualität über Kopfhörer ist recht gut, einen Equalizer gibt es leider nicht. Die Ausgabe über den Telefonlautsprecher zur Raumbeschallung sollte man aber sein lassen.

Die Musik-App mit der Übersicht aller Alben.
Die Musik-App mit der Übersicht aller Alben.

Ein kleines Problem beim Musik hören ist die Lautstärke-Einstellung. Das Flame hat für verschiedene Szenarien verschiedene Lautstärkeprofile. So lässt sich die Lautstärke des Klingelns bei einem Anruf separat zur Lautstärke beim Telefonieren einstellen. Ebenso kann man auch die Musiklautstärke separat einstellen. Hierbei gibt es aber einen Bug, sodass die Musik-App beim ersten Start die Lautstärke des Klingeltons übernimmt. Wenn dieser aber – wie im Test – auf lautlos steht und nur Vibration an ist, hört man nichts und muss manuell erst die Lautstärke nach oben drehen.

Weiterhin oft genutzt ist die Bildschirmtastatur. Diese funktioniert ganz normal, stellt aber per Standard keine Umlaute da. Wer es nicht weiß, sucht ggf. etwas länger, aber durch das lange Festhalten eines Buchstabens wird ein Overlay angezeigt, worüber man Sonderzeichen auswählen kann. Hiervon stehen zahlreiche zur Verfügung. Eine Wisch-Technik wie Swype steht per Standard nicht zur Verfügung.

Wie bei der Hardware schon erwähnt, hat das Mozilla Flame zwei Kameras. Beide liefern für ihre Verhältnisse gute Bilder. Sehr praktisch ist, dass die Kamera-App auch gleich noch einige Bildbearbeitungswerkzeuge mitbringt. So kann man Bilder beschneiden, die Helligkeit ändern, Farbräume wählen oder eine Auto-Verbesserung aktivieren.

Entwickleroptionen

Da es sich beim Mozilla Flame um ein Entwicklerhandy handelt und auch Firefox OS noch nicht fertig entwickelt ist, gibt es etwas versteckt in den Einstellungen unter „Geräteinformationen -> Weitere Informationen -> Entwickler“ ein spezielles Entwicklermenü, in dem man verschiedene Hilfsoptionen wählen kann.

So ist in Firefox 1.3 dort eine Option „Randgesten“ zu finden, mit der man nach der Aktivierung zwischen offenen Apps per seitlicher Wischgeste wechseln kann. Daneben gibt es auch noch die wichtige Option „Externes Debugging“, mit der es möglich ist, das Telefon manuell zu aktualisieren.

Apps und Marketplace

Was wäre ein Smartphone ohne Apps? Richtig, ein normales Telefon, das man aber ebenso normal nutzen kann, um die notwendigsten Dinge des Alltags damit zu erledigen. Dennoch reichen die vorinstallierten Anwendungen sicherlich nicht allen Nutzern aus, weswegen Firefox einen eigenen App-Marketplace hat.

Der Firefox Marketplace im Browser.
Der Firefox Marketplace im Browser.

Eine Vielzahl der Anwendungen sind – wie wohl bei anderen Smartphones auch – Spiele. Aber es gibt auch einige sinnvolle Anwendungen wie beispielsweise Whatsapp-Clients, Übersetzungen, Navigation, Taschenrechner etc. Aber der Großteil sind wirklich Spiele.

Bei vielen Apps wird angegeben, dass diese offline funktionieren, was leider so gut wie nie der Wahrheit entspricht. Von willkürlich 10 getesteten Apps, die angeblich offline funktionieren, meldeten 8 nach der Installation beim Start, dass sie ohne eine WLAN-Verbindung nicht starten können.

Sehr gut ist, das man für jede App die Berechtigungen einzeln einstellen kann. Zumindest im Test gab es als Einstellung aber nur, ob eine Anwendung den Standort erfahren darf. Die meisten Apps benötigen glücklicherweise keinen besonderen Zugriff.

Was für viele Flame-Käufer bzw. Firefox-OS-Nutzer ein Problem darstellen könnte, ist die Inkompatibilität zu Android-Apps. Viele, vor allem proprietäre Anwendungen gibt es aufgrund der Marktführerschaft nur für Android und für iOS. Firefox-OS-Nutzer sind außen vor und können die Anwendungen nicht nutzen. Jolla hat es mit seinem Sailfish OS cleverer gemacht und kann auch Android-Apps ausführen. Was das für die Zukunft heißt, ist unklar. Einen schwereren Stand hat Firefox OS damit aber natürlich, weil sich viele App-Entwickler überlegen werden, ob sie auch noch für eine dritte Plattform entwickeln wollen.

Die Firefox Marketplace App.
Die Firefox Marketplace App.

Eine Anekdote zum Schluss: Dass es nicht alles in App-Form gibt, zeigt eine Suche nach einer Screenshot-App im Firefox Marketplace. Leider findet man dort keine und für den Artikel wurde die Digitalkamera schon bereit gelegt. Eine Suche im Netz war dann aber erfolgreich, wobei das gleichzeitige Drücken von Hauptmenü- und Ausschalt-Knopf nicht zu den intuitivsten Dingen gehört, die sich die Firefox-OS-Entwickler ausgedacht haben.

Firefox-OS-Updates

Viele Android-Anwender kennen das Problem mit den Updates. Sehr oft stehen von den Handy-Herstellern keine zur Verfügung. Das Flame scheint da keine Ausnahme zu sein, obwohl man mit Mozilla direkt an der Quelle sitzt. Auch eine manuelle Suche nach Updates teilte einem bis Anfang November mit, dass es keine Updates für Firefox 1.3 gibt.

Am 10. November 2014 konnten Flame-Nutzer sich aber freuen, da Mozilla das erste FOTA-Update (Firmware over the air) veröffentlichte. Damit wurde in zwei Update-Paketen Version 2.0 von Firefox OS installiert (Erfahrungsbericht siehe weiter unten).

Auf der Mozilla-Flame-Seite findet man ausführliche Informationen (auf Englisch), wie man das Entwicklerhandy auf einen neuen Stand heben kann. Dies ist im Prinzip sehr simpel und innerhalb von 10 Minuten abgeschlossen inkl. dem Sichern und Zurückspielen der eigenen Daten wie Adressdaten, Kommunikationsprotokollen oder E-Mail-Einstellungen.

Insgesamt gibt es aber für Firefox 1.3 und auch für die Version 2.1 und 2.2 keine weiteren automatischen Systemupdates. Das heißt, wer Firefox OS 2.2 testen will, muss sich dieses manuell installieren, was etwas komplizierter ist, weil es hierfür kein fertiges Image gibt. Die manuelle Erstellung eines eigene aktuellen Images wurde aufgrund von Zeitmangel (der Download der benötigten Dateien war auch nach 4 Stunden noch nicht abgeschlossen) abgebrochen.

Erfahrungsbericht

Nach vier Monaten im täglichen Einsatz hat sich das Mozilla Flame zum größten Teil bewährt. Telefonieren, SMS schreiben, Musik hören und ab und zu ein Foto machen funktioniert ohne Probleme. Sicherlich klappt mitunter etwas nicht auf Anhieb, was mit Software-Version 1.3 aber auch zu erwarten ist. So scrollt beim Schreiben einer SMS das Eingabefenster bei einem Zeilenumbruch nicht immer mit, was man manuell justieren muss. Das nervt zwar etwas, ist aber auszuhalten.

Etwas negativer sind die Neustarts, die Firefox OS des Öfteren plagen. Dies ist dabei ein bekanntes Problem bzw. ein Feature. Damit man das Gerät aus jeder Notsituation neu starten kann, kann man den PowerOn-Knopf an der Oberseite für längere Zeit (5 Sekunden) drücken und das Flame startet automatisch neu. Hat man das Smartphone in einer engeren Hose, passiert es leider sehr häufig, dass der Knopf im Sitzen für die Zeit gedrückt wird. Immerhin wird man durch ein Vibrationssignal „informiert“, dass man seine PIN eingeben sollte, um wieder erreichbar zu sein. Noch blöder ist, dass sich bei dem Neustart manchmal Datum und Uhrzeit auf den Zeitpunkt der letzten Einstellung zurückstellt. Wenn man das nicht mitbekommt, kann es sein, dass der Wecker nicht mehr ganz pünktlich klingelt.

Ab und an spinnt die Software auch komplett. So kam es auch schon vor, dass wie von Geisterhand irgendwelche Tasten beim Wählen einer Nummer erkannt wurden. Selbst als man nicht mehr getippt hat, erschienen neue Zahlen. Ebenso scheint die Tastatursperre nicht immer zu funktionieren, sodass im Telefonbuch bei den ausgehenden Gesprächen auch mal Rufnummern wie 004484 oder 114 (was glücklicherweise knapp vorbei war) erscheinen.

Sehr gut bzw. nicht so schlimm wie befürchtet ist die Akku-Leistung. Man hört aus dem Netz und aus dem Bekanntenkreis, dass deren Smartphones jeden Tag ans Netz zum Laden müssen. Würde man das Flame „normal“ benutzen, träfe das sicherlich auch hier zu. Wenn man das Gerät aber als Telefon nutzt, d.h. ab und an damit telefoniert, eine SMS schreibt oder Musik hört, hält der Akku zwischen fünf und sieben Tagen, was eine gute Leistung ist. Natürlich geht dies auch anders: Wenn man ständig das WLAN oder eine Internet-Verbindung aktiv hat, irgendwelche Spiele damit spielt oder 24 Stunden lang chattet, hält der Akku auch keine zwei Tage durch.

Erfahrungen mit Firefox OS 2.0

Wie oben berichtet gab es Anfang November ein offizielles Update auf die neue Firefox-OS-Version 2.0. Dabei handelt es sich aber nicht um die neueste Entwicklerversion, die die Zahl 2.2 trägt. Das Update in Form von Base-Image v1.88 stand dabei aber bereits einige Wochen zuvor auf der Update-Webseite zur Verfügung und konnte manuell eingespielt werden.

Beide Updates, sowohl das manuelle Flashen als auch über die Systemupdates, klappten recht reibungslos. Das Flash-Skript im Base-Image v1.88 hat nur leider einen kleinen Fehler, sodass es ggf. zu einer Fehlermeldung beim Updaten kommt, was aber nicht weiter tragisch ist. Man muss es eben nur wissen.

Die Hoffnung bei einem Update ist natürlich, dass einige der Fehler, die Version 1.3 noch hat, ausgemerzt sind. Leider ist dem nicht so und man hat eher das Gefühl, dass nur mehr neue Bugs hinzugefügt wurden.

Zuerst fällt auf, dass nach dem Update die Sprache des Systems plötzlich Englisch ist bzw. kann man bei einem manuellen Update und dem Neueinrichten nur Englisch, Französisch, traditionelles Chinesisch und eine arabische Sprache auswählen. Es ist sehr ärgerlich, dass die Mozilla-Entwickler viele europäische Tester vor den Kopf stoßen.

Das Hauptmenü wurde in Firefox OS 2.0 komplett überarbeitet. Natürlich ist so etwas sehr oft Geschmackssache, aber aus funktionaler Sicht ist es keine Verbesserung. Die untere Schnellstartleiste mit den wichtigsten Funktionen ist verschwunden. Es gibt auch keine Mehrfach-Menübildschirme mehr, sondern diese sind untereinander angeordnet und durch Striche getrennt. Vorher konnte man also durch ein einzelnes seitlichen Wischen zu allen vorinstallierten Apps kommen. Mit dem Update auf 2.0 muss man sehr weit nach unten scrollen, um alle Apps zu erreichen, was u.a. auch daran liegt, dass die Symbole größer geworden sind und mehr Platz wegnehmen.

Das Hauptmenü in Firefox 2.0.
Das Hauptmenü in Firefox 2.0.

Von den oben genannten Fehler wurde keiner behoben. Der Browser zeigt zwar nun viele Seiten korrekt an, aber die Textgröße variiert immer noch sehr stark. Daneben sind neue Bugs hinzugekommen:

  • Die Musik-App war nach einem Update unbrauchbar, weil sie ewig nach Musik suchte, obwohl gar keine auf Gerät gespeichert war. Nur durch ein erneutes Update konnte das behoben werden.
  • Die Benachrichtigungstexte verschwinden nicht immer, wenn man auf sie klickt, wie das zuvor der Fall war. Man muss manuell noch auf „Alle löschen“ klicken.
  • Der SMS-Versand hängt leider etwas. Nach dem Senden wird die Nachricht nicht im Dialog angezeigt, sodass man denkt, dass sie nicht gesendet wurde. Verlässt man aber den Gesprächsverlauf und betritt ihn neu, sieht man die Nachricht.

Das größte Ärgernis ist aber die Akku-Leistung. Wo man das Flame in Version 1.3 noch loben kann, weil der Akku bei wenig Gebrauch fünf Tage hält, schafft der Akku in Version 2.0 keine 20 Stunden mehr. Das ist nicht hinnehmbar, weil man das Smartphone so nicht einmal länger als 24 Stunden vom Netz getrennt halten kann.

Fazit

Alles in allem ist das Gerät sehr brauchbar, auch wenn es hie und da noch etwas hängt. Neben den oben genannten größeren Fehlern funktioniert wie erwähnt auch die Lautstärkeregelung nicht wie erwartet, einmal sind nach dem Erstellen eines Screenshots alle Hintergrundbilder verschwunden und die WLAN-Aktivierung hängt manchmal. Davon abgesehen gab es aber bisher keinen einzigen Datenverlust.

Sehr negativ ist die Update-Politik von Mozilla. Auch wenn Firefox OS noch nicht ausgereift ist, kann es nicht sein, dass nach einem Update die Spracheinstellungen weg sind und das Smartphone keinen Tag mehr ohne Stromanschluss leben kann. Dies ist auch der Grund, wieso nach dem Update auf Version 2.0 nach einem Tag Test sofort wieder Version 1.3 in Form des Base-Image v1.23 eingespielt wurde, was glücklicherweise auf der Update-Webseite noch zur Verfügung steht. Version 2.0 ist für den täglichen Gebrauch, vor allem für deutschsprachige Nutzer, unbrauchbar.

Mit Version 1.3 kann man aber gut leben und das Smartphone funktioniert größtenteils so, wie es soll. Der Kauf wurde jedenfalls noch nicht bereut.

Musikempfehlung: Aviators – NIKRA Official Soundtrack

Tyler Shaws Projekt Aviators habe ich bereits vor zweieinhalb Jahren empfohlen. Ende November hat er ein neues Album veröffentlicht: NIKRA Official Soundtrack.

Wie man am Titel ggf. erkennt, handelt es sich um den Soundtrack zum Computerspiel NIKRA von ENDESGA Studios. Das Spiel ist noch nicht fertig und ob es für Linux veröffentlicht wird, weiß ich nicht.

Die Musik jedenfalls unterliegt wie meist bei Aviators der Creative Commons BY-NC-SA 3.0-Lizenz und darf somit nicht-kommerziell verbreitet werden. Natürlich kann man das digitale Album auch bei Bandcamp kaufen.

Mir gefällt der Soundtrack sehr gut (sonst würde ich hier auch nicht darüber schreiben) und von der Qualität her kann er locker mit Alec Holowkas Aquaria-Soundtrack mithalten. Wer instrumentale Computerspiel-Musik mag, sollte sich den NIKRA-Soundtrack unbedingt anhören.

Wochenrückblick 51/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Ubuntu Developer Innovation Contest in China

In China findet noch bis April 2015 ein Ubuntu-Entwickler-Wettbewerb statt, bei dem Studenten und unabhängige Entwickler bis zu 10000 US-Dollar gewinnen können. Auch ist ein Praktikum bei Canonical möglich.

Quelle: OMG!Ubuntu!, Ubuntu Insights

Erstes Ubuntu-Phone im Februar

Anfang Februar soll es in Euro das erste Smartphone mit Ubuntu zu kaufen geben. Der spanische Hersteller Bq tauscht hierfür einfach das Betriebssystem seines Aquaris E4.5 aus.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: OMG!Ubuntu!

Ubuntu 15.04 Alpha 1 veröffentlicht

Die erste Alpha-Version des kommende Ubuntu 15.04 wurde für die Ubuntu-Derivate Kubuntu, Ubuntu GNOME, Lubuntu und Ubuntu Kylin veröffentlicht. Wie immer gilt, dass Alpha-Versionen nur für Entwickler und Tester und nicht für den normalen, täglichen Einsatz gedacht sind.

Quellen: OMG!Ubuntu!, Ubuntu Fridge

Snappy Ubuntu Core bei Amazon und Google

Erst letzte Woche wurde Snappy Ubuntu Core vorgestellt, ein minimales Ubuntu-Server-Image mit atomaren Updates, die wie bei einer Datenbank eingespielt und zurückgenommen werden können. Die Images für das System sind nun auch bei Amazon Web Services und Google Compute Engine verfügbar.

Quellen: Ubuntu Insights (Amazon), Ubuntu Insights (Google)

Neues rund um Linux

Google Drive Suite unterstützt ODF

Es dauert vermutlich noch etwas, aber Google will in seiner Drive Suite demnächst das OpenDocument-Format besser unterstützen. Vor allem die englische Verwaltung scheint sehr auf das freie Format zu setzen und Google daher zu dem Schritt zwingen. Wie die Kompatibilität mit ODF-Dokumente aus anderen Programmen sein wird, ist aber noch nicht klar.

Quellen: Linux-Magazin, heise open

Open-Source-Engine Godot erschienen

Neben Unity gibt es mit Godot eine weitere leistungsfähige Spiele-Engine für Linux und andere Betriebssysteme wie Windows, Android und iOS aber auch Konsolensysteme wie die Playstation 3 oder PS Vita. Der Code der Engine steht auf GitHub zum Download bereit.

Quellen: Golem, heise open, Pro-Linux

Flickr nutzt keine CC-Bilder mehr für Druckdienst

Vor zwei Wochen handelte sich Flickr mit seinem Druckdienst „Wall Art“ etwas Ärger ein, weil Creative-Commons-lizenzierte Bilder dafür ungefragt genutzt wurden. Rein rechtlich hat Flickr nichts falsch gemacht, da die Bilder kommerziell verwendet werden durften, aber viele Flickr-Nutzer waren darüber verärgert. Daher werden laut einem Flickr-Blogpost keine CC-lizenzierten Bilder mehr für den Druckdienst benutzt.

Quelle: heise open

Spielen unter Linux

Civilization: Beyond Earth

Civilization: Beyond Earth ist ein neues Spiel in Sid Meiers Civilization-Reihe, welches auch für Linux erschienen ist. Dieses Mal verlässt man die Erde und versucht fremde Planeten zu erkunden und zu kolonialisieren.

Quellen: LinuxGames, Pro-Linux

Baldur's Gate II: Enhanced Edition

Bereits im Oktober gab es die Beta-Version und nun ist das AD&D-Rollenspiel final: Baldur's Gate: Enhanced Edition erschien letzte Woche für Linux. Fast das gesamte Spiel ist in Deutsch, nur die Sprachausgabe bleibt in Englisch.

Quelle: Pro-Linux

Hardware und Mobiles

ARM-Board Odroid C1

Für 35 US-Dollar gibt es mit dem Odroid C1 einen neuen Quadcore-Linux-Minicomputer auf ARM-Basis. Neben der 1,5-GHz-CPU ist eine Mali-GPU verbaut sowie 1 GB RAM. Wie bei anderen Mini-Computern gibt es eine Pinsteckleiste zum Anschluss verschiedener Elemente. Auf der Platine soll Ubuntu 14.04 und Android Kitkat ohne Probleme laufen.

Quelle: Linux-Magazin

Mikrocomputer RED Brick von Tinkerforge

Nach den Mini-Computern kommen die Mikro-Computer: Das RED Brick von Tinkerforge misst gerade einmal 4 mal 4 Zentimeter, hat eine 1-GHz-CPU, eine Mali-GPU und 512 MB RAM. Das Betriebssystem wird von Micro-SD-Karte geladen. Per Standard wird Debian Linux mit LXDE angeboten.

Quellen: Golem, heise open, Pro-Linux

Wochenrückblick 50/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Snappy Ubuntu Core

Ubuntu Core ist ein minimales Server-Image. In der neuen „snappy“-Version gibt es jetzt atomare Updates, die wie bei einer Datenbank eingespielt, aber auch zurückgenommen werden können.

Quellen: Ubuntu Insights, Pro-Linux, heise open, Golem, Linux-Magazin

Neues rund um Linux

Turla: Trojaner für Linux

Seit 2008 schwirrt Turla als Windows-Malware durch das Netz und greift Daten von Botschaften, militärischen Komplexen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen ab. Eine jetzt entdeckte Turla-Variante greift auch Linux-Systeme an, wobei der Trojaner wahrscheinlich schon viel länger im Umlauf ist. Für den Angriff braucht der Trojaner keine Root-Rechte und wird auch nicht so einfach von Netzwerk-Analysetools entdeckt.

Quellen: Pro-Linux, heise open, OMG!Ubuntu!

Spielen unter Linux

Bioshock Infinite für Linux

Es dauert zwar noch bis Anfang 2015, aber Publisher 2K Games will sein erfolgreiches Actionspiel Bioshock Infinite auch für Linux veröffentlichen. Im dritten Teil der Bioshock-Reihe verschlägt es einen in die fliegende Stadt Columbia.

Quelle: Pro-Linux

Metro-Spiele nativ unter Linux

Die beiden Shooter Metro 2033 und Metro: Last Light wurden von Entwicklerstudio 4A Games nach OpenGL portiert und laufen damit nativ unter Linux. Eine leistungsstarke CPU und Grafikkarte wird wie unter Windows vorausgesetzt.

Quelle: Golem

Elegy for a Dead World

Als Forscher in Elegy for a Dead World soll man fremde Planeten erkunden und diese beschreiben. Und genau dies ist das Spielziel: Die Geschichte des Planeten schreiben und diese dann mit anderen Menschen teilen. Auch ein Ausdruck der schönen Bilder mitsamt der eigenen Texte ist möglich. Da es das Spiel nur auf Englisch gibt, sollte man die Sprache sicher beherrschen.

Quelle: LinuxGames

Hardware und Mobiles

Modulares Smartphone mit Ubuntu

Noch in der Entwicklung befindet sich ein Smartphone von Vsenn. Die Hardware des Geräts soll modular aufgebaut sein, sodass man Kamera, Akku und CPU jederzeit austauschen und aktualisieren kann. Ebenso soll es sich auch mit dem Betriebssystem verhalten, sodass die Nutzer zwischen Ubuntu, Firefox OS und Sailfish OS wählen können.

Quelle: OMG!Ubuntu!

Film: Interstellar

Titel Interstellar
Genre Sci-Fi, 2014
Darsteller Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Michael Caine, Jessica Chastain
Regisseur Christopher Nolan
Länge 169 min
Trailer Trailer

Einige Jahre in der Zukunft kämpft die Menschheit um ihr Überleben. Dürre und Krankheiten lassen die Pflanzen, Tiere und Menschen langsam sterben. Im Geheimen forscht die NASA für die Erkundung anderer Welten. Ex-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) stößt per Zufall auf deren Labor und da er den leitenden Professor Brand (Michael Caine) kennt, wird er als Astronaut ausgewählt, um zusammen mit dessen Tochter (Anne Hathaway) durch ein Wurmloch in ein anderes Sonnensystem zu fliegen, um dort Planeten zur Neubevölkerung der Menschheit zu finden. Hierzu muss Cooper seine 10-jährige Tochter Murph (später Jessica Chastain) auf der Erde zurücklassen, die während seiner Abwesenheit erwachsen wird und zusammen mit Brand eine Möglichkeit sucht die Menschheit zu retten.

Ein erster Fehler war es, den Film auf Englisch anzuschauen. McConaughey nuschelt sich in einem Akzent durch den Film, den ich nur schwer verstehen konnte. Aber auch alle anderen Schauspieler waren nur schwer zu verstehen. Das hat dazu geführt, dass ich viele der wissenschaftlichen Erklärungen, die den Film extrem prägen, nicht verstanden habe. Insgesamt haben wir nach dem Film noch sehr viel diskutiert, was wer wann gesagt hat und was welche Szene bedeutet hat.

Daneben ist der Film viel zu lang. Die 169 Minuten hätte man auch locker in 120 erzählen können, ohne groß Inhalt zu verlieren. Problematisch ist wohl auch, dass der Film bis Minute 120 für alles Erklärungen liefert und dann in eine völlig andere Richtung abdriftet. Die Erklärungen wirken danach extrem seltsam und unpassend, wo man sich als Zuschauer an den Kopf greifen muss.

Dass Christopher Nolan etwas von Cinematography versteht, weiß man aus seinen vorherigen Filmen wie The Dark Knight Rises oder Inception. Und auch bei Interstellar sind die Bilder gewaltig. Die Planeten sind großartig eingefangen und machen auf der großen Leinwand wirklich Spaß. Aber Bilder allein machen keinen guten Film.

Die Geschichte hatte viel Potential und die Umsetzung fängt gut an, lässt dann aber nach, sodass man froh ist, wenn es vorbei ist. Die IMDb-Bewertung von 8,9 kann ich definitiv nicht teilen. Interstellar war nicht so enttäuschend wie Lucy, aber auch nicht bemerkenswert. Im Gegensatz zu onli werd ich mich in einem Jahr nicht mehr an den Film erinnern, was eigentlich schade ist. Ich werde ihn mir aber auf alle Fälle noch einmal auf Deutsch anschauen, um mehr zu verstehen.

Film: Mockingjay – Teil 1

Titel Mockingjay – Teil 1
Genre Fantasy, 2014
Darsteller Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Josh Hutcherson, Woody Harrelson, Donald Sutherland
Regisseur Francis Lawrence
Länge 123 min
Trailer Trailer

Nach Hunger Games und Catching Fire findet die Trilogie von Suzanne Collins mit Mockingjay seinen Abschluss – aber nur einen Teil. Ich weiß nicht, ob es nur in ist, aber Harry Potter, Twilight und Co. haben es vorgemacht, dass der letzte Teile einer Buchreihe in zwei Filme aufgeteilt werden muss. Immerhin hat Mockingjay Inhalt und wirkt nicht so gestreckt wie „Der Hobbit“ …

Ich verrate hier nichts über die Geschichte, da sicherlich der ein oder andere die vorherigen Filme noch nicht gesehen hat. Mockingjay – Teil 1 umfasst ca. die erste Hälfte des dritten Buches und findet genau da seinen Cliffhanger, wo man es als Leser auch erwartet hätte.

Im Gegensatz zu Teil 2, der ebenfalls von Regisseur Francis Lawrence umgesetzt wurde, wurde an den Gegebenheiten und der Geschichte aus dem Buch Einiges geändert. Teils ist das den Änderungen aus dem ersten Hunger-Games-Film geschuldet. Dennoch gibt es einige sehr große Brüche mit dem Buch, die etwas missfallen. Manche Charaktere habe ich mir auch anders vorstellt als sie im Film dargestellt werden.

Als Film für sich ist Mockingjay sehr unterhaltsam und baut das Finale, was 2015 in die Kinos kommt, sehr gut auf. Aber natürlich ist der Film damit eben nicht komplett und kaum jemand wird sich nur Mockingjay Teil 1 anschauen, egal wie gut der Film ist.

Von den aktuell drei Teilen reiht sich Mockingjay 1 hinter Catching Fire, aber immer noch vor Hunger Games ein. Ich bin gespannt, wie das Ende umgesetzt wird.

Wochenrückblick 49/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Ubuntu Core Apps Hack Days

Zum Ende des Jahres veranstalten die Ubuntu-Entwickler ein weiteres Mal die „Ubuntu Core Apps Hack Days“. Von Montag, den 8. Dezember, bis Freitag, den 12. Dezember 2014, jeweils von 10 bis 22 Uhr treffen sich interessierte Ubuntu-Entwickler und Menschen, die es werden wollen, um gemeinsam die Core Apps von Ubuntu Touch weiter zu entwickeln und zu verbessern. Zu den Core Apps zählen Kalender, Terminal, Uhr, Dateimanager, Musik-Player, Wetter und Dokumentenanzeige.

Die Treffen finden im IRC im Raum #ubuntu-app-devel auf irc.freenode.net statt. Daneben gibt es am Mittwoch einen Qualitätsworkshop mit Nicholas Skapps, bei dem man über Ubuntu On-Air live Fragen stellen kann.

Quelle: Ubuntu Developer Blog

Neues rund um Linux

Creative-Commons-Lizenzen sorgen für Ärger bei Flickr

Viele Flickr-Nutzer stellen ihre Fotos und Bilder unter einer Creative-Commons-Lizenz in dem Portal online, was prinzipiell positiv für die Community ist. Einige Urheber nutzen dazu die sehr freizügige CC-BY-SA-Lizenz, die auch explizit eine kommerzielle Nutzung der Bilder erlaubt.

Dies sorgt nun für Ärger, weil Flickr einen Dienst anbietet, über den man diese Fotos ausdrucken und kaufen kann. Das Geld geht dabei aber an Yahoo und nicht an die Urheber. Einige Fotografen fühlen sich dadurch benachteiligt, obwohl die CC-Lizenz genau dieses Vorgehen seitens Flickr erlaubt.

Ob sich Flickr mit dieser Aktion einen Gefallen tut und einige Fotografen ihre Bilder nicht lieber woanders einstellen, ist unklar.

Quelle: Golem

Bereitstellung aller EU-Dokumente in offenen Formaten

Mit FixmyDocuments soll den europäischen Ämtern etwas unter die Arme gegriffen werden, was die Veröffentlichung ihrer Dokumente mit einem offenen Standard angeht. Seitens der Europäische Kommission gibt es eine Empfehlung, Dokumente als OpenDocument oder OOXML zu veröffentlichen, woran sich aber nicht alle Ämter halten.

Maël Brunet, der Organisator der Kampagne, fordert die EU auf, dies nun umzusetzen und will dabei auch unterstützen. Dabei will er aber nur ODF als Standard zulassen, da die Implementierung des Microsoft'schen Standard OOXML nicht vollständig geklärt ist.

Quelle: Pro-Linux

Hardware und Mobiles

UbuTab – Das Ubuntu Tablet

Nachdem Jolla erfolgreich ein Tablet finanziert hat, soll es nun auch ein Tablet mit Ubuntu Touch geben. Das UbuTab wird aktuell noch bei Indiegogo finanziert, ob es tatsächlich das Ziel erreicht, ist noch unklar. Als Lieferzeitpunkt wird April 2015 angegeben, was angesichts der Tatsache, dass es noch kein einziges massentaugliches Mobilgerät mit Ubuntu Touch gibt, sehr gewagt erscheint.

Quelle: Pro-Linux

freiesMagazin 12/2014 erschienen

freiesMagazin 12/2014 Titelseite

Heute ist die Dezemberausgabe von freiesMagazin erschienen und bringt viele spannende Artikel aus den Bereichen Linux und Open Source mit.

Inhalt der Ausgabe 12/2014

  • Ubuntu und Kubuntu 14.10
  • State of the Commons – Zustand der Creative-Commons-Lizenzen
  • Der November im Kernelrückblick
  • Git-Tutorium – Teil 1
  • Shellskript podfetch – Podcasts automatisch herunterladen
  • Broken Age
  • Eine Einführung in Octave
  • Ubucon 2014 in Katlenburg-Lindau
  • Interview mit den Musikpiraten
  • Rezension: Schrödinger lernt HTML5, CSS3 und JavaScript
  • Rezension: Java – Eine Einführung in die Programmierung
  • Die dritte Katastrophe – Teil 2
  • FAQ zum siebten freiesMagazin-Programmierwettbewerb
  • Leserbriefe und Veranstaltungen

Downloads

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