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LaTeX-Beamer mal anders: Ubuntu-Präsentation

Auf der Frühjahrstagung 2014 von DANTE in Heidelberg (zu der ich auch noch einen Bericht schreiben müsste) hielt Axel Kielhorn einen Vortrag zu „Präsentationen mit Beamer“, d.h. wie man mit der Beamer-Klasse von LaTeX Präsentationen erstellen kann.

Er zeigt dabei die zahlreichen verschiedenen Formatvorlagen, die es vordefiniert im Beamer-Paket gibt – die aber auch alle sehr ähnlich langweilig aussehen (was natürlich Geschmackssache ist). Er zeigte auch eine Vorlage von Uwe Ziegenhagen mit dem Kommentar „Und das sieht doch gleich ganz anders aus.“ Ich weiß nicht, ob dies ernst gemeint war, jedenfalls musste ich schmunzeln, da sich in der Vorlage von Uwe sich nicht viel geändert hat.

Dass es auch wirklich anders geht, will ich an den LaTeX-Vorlage zeigen, die ich für meine Firma im Corporate Design erstellt habe. Da ich das hier natürlich nicht zeigen kann, habe ich die Vorlage etwas umgewandelt und eine Ubuntu-Präsentation draus gemacht. Diese sieht wie folgt aus:

In der Beispieldatei kann man die Bilder ein- und ausschalten, die Sprache auf Deutsch oder Englisch umstellen und zwischen zwei verschiedenen Titellayouts wählen. Als Bild habe ich eines der offiziellen Ubuntu-Community-Bilder genommen, konkret dieses hier.

Download der Folien: ubuntubeamer.tar.gz

Ob man die Farbauswahl (es sind die offiziellen offiziellen Ubuntu-Farben) oder das Layout gut findet oder nicht, ist dabei zweitrangig. Das Beispiel soll nur veranschaulichen, dass man mit LaTeX und der Beamer-Klasse auch wirklich etwas ganze Neues erstellen kann. (Dass das Positionieren der Bilder und Blöcke auf der Titelseite ein Kampf war, verschweige ich aber besser einmal ... ;) Das textpos-Paket wollte zumindest im ersten Versuch nichts darstellen, sonst hätte ich das genommen.)

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Kommentare

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schmendrich am :

Hi Dee,

das hätte ich gleich nach Erscheinen entdecken sollen. Damals habe ich nämlich eine Powerpoint-Vorlage vom Kunden bekommen, die ich für eine Schulungspräsentation nehmen sollte. Sie sah bis auf die Farben und dem Logo Deiner Präsentation ganz schön ähnlich und ich habe ganz schön gezirkelt, das Ding nachzubauen. Der Name Deiner Firma fängt nicht zufällig mit "S" an und hört mit "s" auf? Interessant zu sehen, wie Du es gelöst hast. Danke dafür.

Dee am :

Gut geraten! :) Und ja, das Nachbauen war schon ein kleiner Akt, weil sich bei jeder Änderung wieder alles verschiebt ...

schmendrich am :

Solche Templates müssten viel mehr zur Verfügung stehen. Es ist schade, daß sich nicht mehr Leute die Mühe abseits vom Standard machen.

Aber da merkt man schon, daß LaTeX aus dem naturwissenschaftlichen Umfeld kommt: Standardvorlagen mit BulletPoints und alles sieht aus wie PowerPoint Mitte der 90er. Und dann wundern sie sich, wenn sie niemanden von LaTeX überzeugen können.

Allerdings muss man zugeben, wenn man Folien wirklich gestaltet (!) abseits von BulletPoints und Formeln ist LaTeX nicht wirklich das Mittel der Wahl, wenn man schnell vorankommen will. Die Positionierung von Text auf Bildern oder Nodes auf Bildern setzen, um etwas zu markieren ist immer mühselig.

Hendrik am :

Hallo,

ich bin noch Laie auf dem Gebiet, interessiere mich jedoch sehr für das Erstellen von Präsentationen. Habe mich mal eingelesen in das Thema mit LaTeX Beamern und es sieht schon sehr komplex alles aus. Respekt wie du das hinbekommen hast. Würde mich natürlich freuen zu wissen, wie du mal angefangen hast, dies alles zu lernen :)

Grüße Hendrik

Dee am :

Hallo Hendrik,

„Learning by Doing“ ist wohl das Zauberwort. Sprich, ich habe mir aus verschiedenen Quellen im Netz Infos zusammengesucht und einfach geschaut, welche Option was verändert. Ich habe bis heute noch nicht alles heraus. ;)

Ansonsten habe ich auch auf den DANTE-Tagungen immer mal wieder einige Dinge mitgenommen: http://www.dante.de/ Vieles brauche ich nicht, aber der ein oder andere Kniff war immer dabei.

Zu Präsentationen gibt es ansonsten von Herbert Voß natürlich ein großartiges Buch: http://www.dante.de/index/Literatur/Praesentationen.html

Viele Grüße

Dee

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