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Film: Die Verführten

Titel Die Verführten
Genre Drama, 2017
Darsteller Colin Farrell, Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning
Regisseur Sofia Coppola
Länge 93 min
Trailer Trailer

Zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs 1864. Bei der Suche nach Pilzen im Wald findet eine Schülerin des nahe gelegenen Mädchenpensionats einen Soldat der gegnerischen Seite (Collin Farrell). Stark blutend bittet er sie um Hilfe. Sie bringt ihn daraufhin in die Schule, welche von von Miss Martha (Nicole Kidman) geleitet wird. Die meisten Mädchen sind abgereist, aber neben der Headmistress und einigen Schülerinnen ist nur noch die Lehrerin Edwina (Kirsten Dunst) zurückgeblieben. Während der attraktive Corporal gesund gepflegt wird, wirft fast jedes Mädchen samt Lehrerin ein Auge auf ihn. Und so kommt es zu einer Tragödie, die das Leben der Mädchen verändern wird.

„Die Verführten“ ist die Neuverfilmung des Films „Betrogen“ von 1971, der wiederum auf dem 1966 veröffentlichten Buch „The Beguiled“ von Thomas Cullinan basiert. Sofia Coppola hat als Regisseurin bereits mehrfach gezeigt, was sie leisten kann (u.a. „Lost in Translation“ oder „The Virgin Suicides“). Dieser Film über einsame, junge Frauen in den Zeiten des Krieges ist ebenso gut verfilmt. Sehr ruhig führt sie die Figuren ein, fernab von den Kämpfen. Einzig im Hintergrund hört man die Kanonen, die unaufhörlich donnern. Dennoch zeigt das sehr einsame stehende Landhaus mitten im Wald auch, wie isoliert die Frauen leben. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie einen jungen Soldaten interessant finden.

Unsicher bin ich über Corporal McBurneys Motivation. Die Darstellung von Collin Farrell schwankt irgendwie zwischen ehrlicher Liebe zu Edwina, dann aber auch wieder Verlangen nach der jüngeren Alicia (Elle Fanning) und auch mit der Headmistress verbinden ihn etwas mehr als nur Gespräche. Da ich weder Buch noch Originalfilm kenne, weiß ich nicht, ob der Charakter tatsächlich so schwankend ist. Mir hätte es besser gefallen, wenn klarer herausgekommen wäre, ob der Corporal tatsächlich alle Frauen gegeneinander ausspielen will. Die anderen Charakterzeichnungen sind gut, wenn auch in Anbetracht der Kürze der Zeit teilweise nur recht oberflächlich.

Ansonsten hat mir „Die Verführten“ ganz gut gefallen, auch wenn er stellenweise kleinere Längen hat. Ich denke, auf der kleinen Leinwand daheim reicht das Anschauen auch aus.

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