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Wochenrückblick KW 35

Distributionen

Debian

Erste Beta von Debian Lenny Live

Zum ersten Mal gibt es eine Debian-Version auf einer Live-CD. Das, was diverse Distributionen wie Mandriva, openSUSE oder Ubuntu schon länger praktizieren, scheint nun auch bei den Debian-Entwicklern angekommen zu sein, die mit der ersten Beta-Version des kommenden Debian 5.0 "Lenny" eine Live-CD für 32-Bit- und 64-Bit-Architekturen herausbrachten. Die CDs gibt es jeweils in drei Ausführungen mit GNOME, KDE oder Xfce als Desktopumgebung. Nachteilig ist, dass die CD-Images teilweise größer als 700 MB sind und damit nicht auf einen herkömmlichen CD-Rohling passen. Für die nächste Beta-Version sind auch Live-CDs für die Sparc- und PowerPC-Architektur geplant sowie eine Live-DVD, die alle drei o.g. Desktopumgebungen enthält.

Weitere Berichte: Debian 5.0 auf Live-CD, Debian 5.0 als Live-CD, Erste Beta der Live-Version von Debian Lenny

Fedora

Nach dem Einbruch: Fedora plant Schlüssel-Migration

Nach dem Einbruch in verschiedene Server von Fedora und RedHat, hat sich das Projekt entschlossen, die Schlüssel zum Signieren der Softwarepakate auszutauschen, auch wenn nichts darauf hindeutet, dass der Schlüssel kompromittiert wurde. So sollen demnächst durch ein Paketupdate die Fedora-Paketserver bei den Benutzern umgestellt und ein neuer Schlüssel installiert werden. Mit einem zweiten Update wird der alte Schlüssel dann vom System entfernt. Betroffen sind Fedora 8 und 9, das kommende Fedora 10 soll einen eigenen Schlüssel besitzen.

gNewSense

Distribution Release: gNewSense 2.1

gNewSense ist eine auf Ubuntu-basierende Distributionen, die alle nicht-freien Inhalte entfernt hat. Mit Version 2.1 kommt ein Update für die Version DeltaH heraus, die auf Ubuntu 8.04 "Hardy Heron" basiert. Gegenüber Version 2.0 wurden die Ubuntu-Module von nicht-freien Inhalten befreit, ein neues Theme und Artwork hat Einzug gefunden und diverse andere Dinge wurden vor allem in Hinblick auf den Builder, mit dem u.a. die Live-CDs erstellt werden, erledigt.

PC-BSD

Development Release: PC-BSD 7.0 Beta 1

Mit der neuen Beta-Version von PC-BSD 7.0 stellt das PC-BSD-Team neue Arten der Installation bereit. So lässt sich das System nun auch über eine DVD, USB oder über das Netzwerk/Internet installieren. PC-BSD 7.0 basiert auf der stabilen Version von FreeBSD 7 und bringt das erst letzten Monat erschienene KDE 4.1 mit. Daneben wurde die Seite pbiDIR aktualisiert, auf der PC-BSD-Anwender eine Menge an Software finden, die sie mit einem Klick installieren können.

Zenwalk

Zenwalk Gnome 5.2 freigegeben

Mit der finalen Version von Zenwalk GNOME 5.2 hat das Zenwalk-Team eine Alternative zum Xfce-Desktop veröffentlicht. Zum Einsatz kommt GNOME 2.22.3, Linux Kernel 2.6.25.4 und X.Org 7.3. Ansonsten hat sich nicht viel geändert. Nach wie vor gibt es für jede Aufgabe genau ein Programm. So sind u.a. Gimp, Iceweasel, Icedove, Brasero, Abiword und Gnumeric mit an Bord. Auch Flashfilme werden durch das Adobe-Plugin unterstützt.

Weitere Berichte: Distribution Release: Zenwalk Linux 5.2 "GNOME"

Mobil

Netbooks und MIDs

MIDs offer Atom, HSDPA

Mit den Modellen B1LE und B1LH bietet der koreanische Hersteller WiBrain zwei Mobile Internet Devices (MIDs) an, die auf Ubuntu Linux und einen Via-C7M-Prozessor mit 1,2 GHz setzen. Die Tastatur umrandet den 4,8-Zoll-kleinen Touchscreen, der eine Auflösung von 1024x600 Bildpunkten hat. Weiter befindet sich auf der linken Seite ein Navigationspad und auf der rechten ein Touchpad. WiFi und USB werden natürlich unterstützt. Das B1LE besitzt 512 MB RAM und eine 30 GB Festplatte, das B1LH 1 GB RAM und 60 GB Festplatte. Auf der aktuell stattfindenden IFA 2008 will WiBrain auch das neue "i1" vorstellen, welches auf den neuen Intel-Atom-Prozessor setzt.

MSI stellt »Wind PC« vor

Kein Netbook, sondern ein Nettop hat MSI mit dem "Wind PC" vorgestellt. Das Gerät ist als Desktop-PC konzipiert, hat aber wie die meisten Netbooks eine Intel-Atom-CPU mit 1,6 GHz verbaut. Im Gerät befinden sich weiter 1 GB DDR2-RAM, eine 320-GB-Festplatte, DVD-Brenner, sowie Gigabit-Ethernet und sechs USB-Anschlüsse. Für die Grafik sorgt der integrierter Intel-GMA950-Chipsatz, der die Bilder über VGA an einen Monitor geben kann. Als Betriebssystem kommt das etwas ältere Novells SUSE Linux Enterprise Desktop 10.0 (Service Pack 1) zum Einsatz.

Weitere Berichte: Kurztest: Neuer Stromspar-PC von MSI, Atom-PC mit Suse Linux für 250 Euro

OLPC-Laptops für Niue

Mal wieder etwas Neues vom "One Laptop Per Child"-Projekt. Die Südpazifikinsel Niue hat alle seine Schüler mit OLPC-Laptops versorgt. Was sich vielleicht groß anhört sind im Endeffekt nur 500 Geräte, die darüberhinaus als Spende an das Land gegeben wurden. Was den Vertrieb angeht, ist es in der Tat ziemlich ruhig um das OLPC-Projekt geworden.

Netbooks free with cellular contract?

Auch LG Electronics springt auf den Netbook-Markt auf und hat das X110 mit 1,6-Ghz-Atom-CPU, 1 GB RAM, 10-Zoll-Bildschirm (1024x600 Pixel) und 80- bzw. 120-GB-Festplatte angekündigt. Als Besonderheit soll ein HSPA-Modem (High Speed Packet Access) installiert sein, welches für höhere Übertragungsraten beim Datenverkehr über Mobilfunk sorgen soll.

Mobiltelefone

Review: Motorola U9

In dem Review des U9 wird auf die Vor- und Nachteile des vor zwei Wochen erschienenen Motorola-Handys eingegangen.

Software

Linux to gain anti-virus software

Der bekannte Antivirensoftware-Hersteller McAfee will für Mobile Internet Devices (MIDs) mit Moblin Linux demnächst eine Sicherheits- und Verschlüsselungslösung anbieten, da vor allem diese Geräte vom offenen Zugriffs auf das Internet abhängen und geschützt werden müssten. Dabei beschränkt sich McAfee auf Mobillösungen mit einem Intel-Atom-Chip der Z5xx-Serie ("Silverthorne").

Internet TV broadcaster targets MIDs

Der Internet-TV-Anbieter Move Networks hat einen ITV-Medienplayer für MIDs mit Moblin Stack und Atom-Prozessoren angekündigt. Per "Adaptive Streaming", welches die Bildqualität der vorhandenen Bandbreite anpasst, soll die Software zukünftig das Videobild von Sendern wie ABC, Fox oder EPSN auf die Kleinstgeräte übertragen.

Linux MIDs gain "fancy" GUI

Die Firma FST hat ein Software Development Kit (SDK) für ihre Grafik-API (Application Program Interfaces) "FancyPants" angekündigt, die speziell für MIDs mit Moblin Linux optimiert ist. Bereits im Mai wurde FancyPants 2.0 veröffentlicht, welches primär für Mobiltelefone angepasst war. Für die Linux-Entwickler wurden unter anderem noch objektorientiertes Scripting und die Anzeige und Ausführung mehrere Anwendungen auf einem Schirm eingebaut.

Location-aware social net app targets MIDs

Erneut für Moblin Linux auf Intels-Atom-Z5-Prozessoren hat GeoSentric eine Version von Gypsii für MIDs angekündigt. Mit der Anwendung sollen Benutzer Daten abhängig vom aktuellen Standort speichern und verbreiten können, dazu gehören unter anderem die Anzeige von Point-of-Interests (POIs), das Erstellen und Hochladen von Bildern, Video, Text und anderen ortsbezogenen Inhalten und die Kartenanzeige von Freunden in der Nähe mitsamt Kontaktdaten. Die Software setzt natürlich ein GPS-unterstützendes Gerät voraus.

Google drops Bluetooth, GTalkService APIs from Android 1.0

In der neuen SDK für Googles Android sind einige Funktionen verschwunden, die in Version 1.0 des mobilen Linuxsystems nicht mehr zu finden sein werden. So wurden unter anderem die Bluetooth- und GTalkService-API (für Instant-Messaging) daraus entfernt. Dies bedeutet natürlich nicht, dass mit Android 1.0 kein Bluetooth funktionieren wird. Einzig Android-Entwickler können keinen neuen Bluetooth-Anwendungen mehr für die erste finale Version erstellen. Die Bluetooth-API wurde dabei aus Zeitgründen entfernt, der Google-Talk-Service aufgrund von Sicherheitsproblemen.

Linux und Open Source

SSH Key-based Attacks

US-CERT (United States Computer Emergency Readiness Team) warnt für Angriffen auf linuxbasierende Computer, bei der kompromittierte SSH-Schlüssel zum Einsatz kommen. Mit deren Hilfe gelangen Angreifer auf das System und nutzen Kernellücken aus, um Root-Rechte zu erlangen. Danach wird ein Rootkit namens "Phalanx2" installiert, welches systematisch weitere SSH-Schlüssel stiehlt und an den Angreifer sendet. Vor allem Systeme mit SSH-Schlüsseln ohne Passwort können betroffen sein.

Full Circle Nummer 16 erschienen

Vorgestern ist die 16. Ausgabe des englischsprachigen Magazins Full Circle Magazine erschienen. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem

  • Command and Conquer - Kopieren und Verschieben
  • How-To: Eigene Ubuntu-Version erstellen, Gimp-Tutorial - Teil 5, GNOME-Aussehen anpassen
  • Teil 8 der "Richte Deinen eigenen Server ein"-Serie
  • MOTU Interview - Jamie Strandboge
  • Die Top 5 Twitter-Clients, News, Leserbriefe und vieles mehr

Links: Webseite, Forum und Wiki

Noch ein Hinweis zum Artikel "Create your own Ubuntu": Anstelle einer neuen Minimal-CD kann man auch einfach die Alternate-CD nehmen und wählt dort im Menü "Install a command-line system". Die CD haben viele bereits daheim und müssen so nichts Neues herunterladen.

Fantasy Filmfest

Noch bis zum 10. September findet in verschiedenen deutschen Städten das Fantasy Filmfest statt. In Berlin, Hamburg, Köln und Dortmund ist das Festival leider schon vorbei, Frankfurter und Nürnberger (Nein, nicht die Würstchen!) haben noch bis zum 3. September die Chance und Leute aus der Umgebung von Stuttgart und München können vom 3. bis zum 10. September um die 80 Filme anschauen.

Gezeigt werden dabei verschiedene Filme aus den Sparten Thriller, Horror und Science Fiction, aber auch schwarze Komödien oder Animationsfilme. Die Streifen stammen aus der ganzen Welt und werden meist in Originalsprache (ggf. mit deutschen oder englischen Untertiteln) gezeigt. Weiter eingeteilt ist das Programm in die Sparten "Hauptprogramm (Selected Features)", "Mitternachtsscreenings (Midnight Madness)", "Kurzfilme (Get Shorty)", "Focus Asia" und "Erstlingswerke (Fresh Blood)".

Einzig der Preis von ca. 8 Euro pro Film ist in meinen Augen etwas happig.

War jemand da oder geht noch jemand hin?

The Dark Knight

Nachdem Bruce Waynes Alter Ego Batman (Christian Bale wieder in Höchstform) Ra's Al Ghuls Plan Gotham City zu zerstören unterbunden hat, sinkt die Kriminalitätsrate in der Stadt weiter. Allein das Batman-Zeichen am Nachthimmel schüchtert die Verbrecher ein, einzig die Mafia kann noch im Hintergrund agieren. Hier soll der neue Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) aber aufräumen und Dank der Hilfe Batmans gelingt ihm ein ganz großer Coup. Als alles seine Ordnung zu haben scheint, greift das pure Chaos in Form des Jokers (brilliant: Heath Ledger) um sich. Dieser stört die Ruhe Gothams, raubt Banken aus und mordert fast willkürlich. Kann Batman ihn stoppen?

Was soll man über diesen Film sagen? Allein der aktuelle Eintrag in der Internet Movie Database als drittbester Film aller Zeiten spricht für sich, wie ich finde. Die Darsteller sind klasse, vor allem aber Heath Ledgers Darstellung ist wirklich grandios, sein Tod während der Dreharbeiten ist umso tragischer. Vor allem dem Vergleich mit Jack Nicholsons Darbietung des Jokers im ersten Batman-Film kann Ledger locker standhalten, was vor allem daran liegt, dass er nicht versucht hat, Nicholson nachzuahmen, sondern eine eigene Vorstellung abliefert. So verhält sich der Joker im Film absolut psychopathisch und unkontrolliert und Ledger stellt dies absolut klasse dar. Von einigen Aktionen des Jokers ist man als Zuschauer einfach nur überrascht und starrt sprachlos auf die Leinwand.

Natürlich darf man aber auch die anderen Charaktere nicht unterschlagen. Morgan Freeman mimt einen großartigen Lucius Fox und Michael Caine als Butler Alfred sorgt für recht viele Lacher. Insgesamt gibt es sehr viele Sprüche und Wortwechsel, die für Heiterkeit im Publikum sorgten. Den Untertitel des Films "Why so serious?" hat der Drehbuchautor wohl wörtlich genommen.

Zum Soundtrack muss ich leider sagen, dass die Ähnlichkeit zu "Batman begins" frappierend ist. Natürlich waren wieder Hans Zimmer und James Newton Howard am Werk, aber ein bisschen Variation wäre doch sicher drin gewesen. Ich werde mir die CD daher wohl nicht kaufen.

Die DVD ist aber natürlich vorgemerkt und ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich den Film im Kino anzuschauen. Es lohnt sich!

Hancock

John Hancock (gespielt von Will Smith) ist ein besoffener Penner, ein Arschloch und - ein Superheld. Mit übernatürlichen Kräften ausgestattet stoppt er Entführer, Bankräuber und Autodiebe. Leider nimmt er dabei wenig Rücksicht auf seine Umwelt und denkt nicht über die Konsequenzen seines Handels nach, sodass bei seinen "Heldentaten" mitunter ein Schaden in Millionenhöhe entsteht. Dem will Ray Embrey (Jason Bateman) entgegenwirken, dem Hancock das Leben rettete. Der PR-Berater will das Image des Superhelden aufpolieren, angefangen damit, dass er Hancock dazu überreden will für seinen angerichteten Schaden ins Gefängnis zu gehen. Rays Ehefrau Mary (Charlize Theron) gefällt diese Entwicklung aber gar nicht, da sie Hancock für einen Verlierer hält.

Was sich in der Vorschau von Hancock sehr witzig anhörte war im Endeffekt keine reine Actionkomödie. Klar gibt es witzige Momente, aber oft überwiegt das Drama und ruhigere Szenen. Die Schauspielleistung ist solide, sag ich mal, der Plot ist ... naja, er wirkt etwas zusammengeschustert. Dafür gibt es immerhin in der Mitte des Films eine überraschende Wendung, die etwas Spannung hineinbringt.

Zusammengefasst ist es ein guter Film für das unterhaltsame Abendprogramm mit Freunden und Popcorn (Reihenfolge kann variieren).

Umfrage zum Urheberrecht

Da ich solche wissenschaftlichen Umfragen gerne unterstütze, möchte ich auf eine der TU München hinweisen, die im Rahmen einer Diplomarbeit von Tobias Richter stattfindet. Die Umfrage soll herausfinden, wie sehr sich Internetnutzer mit dem (deutschen) Urheberrecht auskennen. Dabei gibt es verschiedene Fragen zu Musikdownloads, Bilderupload und Textverwertung.

Der Link zur Umfrage: http://www.tim.wi.tum.de/surveys/limesurvey/index.php?sid=39164

Am Ende der Umfrage gibt es zu den Fallbeispielen auch eine Auflösung. Hierbei hatte ich drei Fragen falsch bzw. mit "Weiß nicht" beantwortet, wobei ich bei einer wirklich falsch lag, bei den anderen beiden eben nur anderer Meinung als in der Auflösung war. Ich kann hier leider nicht darauf eingehen ohne die Antworten vorgwegzunehmen, was die Umfrage verfälschen würde. Nur soviel: Ich habe übersehen (falls es irgendwo stand), dass es nur um deutsches Urheberrecht geht, denn in den USA liegen einige Fälle anders.

Wochenrückblick KW 34

Distributionen

Debian

Debian feiert 15. Geburtstag

Zeit zu feiern, denn Debian ist letzte Woche 15 Jahre alt geworden und gehört damit schon fast zu den Urgesteinen am Linux-Horizont. Das Linux-Magazin fassen den Werdegang der Distributionen in einer Übersicht kurz zusammen.

Weitere Berichte: debday: Debian wird 15, Alles Gute - 15 Jahre Debian

Elive

Development Release: Elive 1.8.4 (Unstable)

Eine neue Entwicklerversion 1.8.4 von Elive, des Debian-Derivats mit Enlightenment-Fenstermanager, ist erschienen. Die neue Version bringt ausnahmsweise nicht eine neue Funktion mit, sondern entfernt eine: Fast-Boot wurde weggelassen, da es auf allgemeinen Rechnern keinerlei Beschleunigung bietet. Neues gibt es aber dennoch, so wurden neue Ralink-Treiber für den Asus EeePC 1000 hinzugefügt, daneben erscheint im Menü ein Wine-Eintrag, wenn ein Windows-Programm installiert wurde. Weiter gab es natürlich ein paar Bugfixes gegenüber der letzten Version.

Fedora

Wie auf der Mailingliste bekannt gegeben wurde, gab es wohl einen kleinen Sicherheitszwischenfall auf den Fedora-Servern, sodass alle Fedora-Benutzer aktuell dazu angehalten sind, keine Updates zu installieren. Auf der Mailingliste wird man über den weiteren Verlauf informiert.

Weitere Berichte: Spekulationen über Einbruch in Fedora-Server, Serverprobleme bei Fedora

Wie sich herausstellte, handelte es sich tatsächlich um einen Servereinbruch. Zwar sei in die Signaturserver eingebrochen wurde, es wurden aber keine Pakete manipuliert.

Weitere Berichte: Fedora und Red Hat räumen Server-Einbruch ein, Einbrüche in Fedora- und Red-Hat-Server, Einbruch in Fedora-Server

Mandriva

Development Release: Mandriva Linux 2009 Beta 2

Mandriva hat die zweite Beta-Version von Mandriva Linux 2009 veröffentlicht, deren finale Version nächstes Jahr erscheinen soll. Von Fedora wurde das Programm system-config-printer für die Druckerkonfiguration übernommen, der Installer wurde komplett neu erstellt und mit der Unterstützung einiger Ethernet-Adapter will man vor allem beim Asus EeePC und anderen Netbooks dabei sein. Daneben wurde auch die neueste Version von Firefox 3 und die letzte Beta-Version von OpenOffice.org 3.0 hinzugefügt.

Weitere Berichte: Mandriva 2009.0 Beta 2

Mythbuntu

Development Release: Mythbuntu 8.10 Alpha 4

Die um MythTV erstellte Distribution Mythbuntu hat nach der Alpha 4 von Ubuntu letzte Woche ihre erste Alpha-Version auf Basis dessen veröffentlicht. Bei der Partitionierung wird nun XFS anstelle etx3 als Standarddateisystem eingesetzt, ansonsten wurde hauptsächlich an einer besseren Stabilität gearbeitet. Die Live-CDs sind für 32-Bit- und 64-Bit-Rechner verfügbar, das System ist aber nicht kompatibel zu vorherigen Mythbuntu-Versionen.

openSUSE/SUSE

Support für Suse Linux 10.1 eingestellt

Vor zwei Jahren erschien SUSE Linux 10.1 und wurde fleißig mit Sicherheitsupdates versorgt. Nun ist laut Novell Schluss, denn die Unterstützung für diese in die Jahre gekommene Version endete mit einem letzten Paketupdate für MySQL. Anwender, die SUSE 10.1 einsetzen, sind angehalten, auf eine neuere Version zu wechseln oder openSUSE 10.2, 10.3 oder 11.0 einzusetzen.

Development Release: openSUSE 11.1 Alpha 2

Die zweite Alpha-Version von openSUSE 11.1 ist erschienen und ist jetzt auch boot- und installierbar, man muss nur schnell sein, da aktuell der Failsafe-Modus automatisch im Bootmenü ausgewählt ist. Man soll darauf achten, dass man immer die Option "openSUSE 10.0.42 - 2.6.26-14" auswählt. Live-CDs gibt es noch nicht, diese sollen nächste Woche als Alpha 2 Plus folgen.

Weitere Berichte: Zweite Alpha von Opensuse 11.1, OpenSuse 11.1 Alpha2

Mobil

Netbooks

Kurztest: 10-Zoll-Notebook One A440 mit Ubuntu

Die Linux-Magazin-Hardwareredaktion hat das Netbook One A440 getestet und kommt zu dem Schluss, dass die Ausstattung für heutige Verhältnisse ausreichend ist, nur die Akku-Laufzeit ist gegenüber Notebooks mit Intels Atom-Prozessor niedriger. One hat den Treiber für den integrierten Grafikchip UniChrome Pro II angepasst, sodass auch Compiz zufriedenstellend damit läuft. Der Nachteil ist, dass dafür der Systemkernel angepasst werden musste und daher von automatischen Updates ausgenommen wurde, was nicht nur eine kleine Sicherheitslücke ist. Kleinere Probleme gab es mit der WLAN-Deaktivierung und dem Bluetooth-Modul. Das A440 besitzt einen VIA-C7-Prozessor mit 1,6 GHz, 1 GB RAM, einen 9-Zoll-Bildschirm, setzt auf ein angepasstes Ubuntu 8.04 und ist für ca. 320 Euro erhältlich.

First Ubuntu Netbook Remix Laptop Appears

Auf dem Intel Developer Forum hat Digital Gadgets ein neues Netbook namens "SYLVANIA g netbook MESO" angekündigt. Das Gerät wird mit einer Intel-Atom-CPU betrieben, besitzt 512 MB oder 1 GB Hauptspeicher, eine 80-GB-Festplatte und der Bildschirm hat eine Auflösung von 1024x600 Pixel bei 8,9 Zoll Größe. Die Besonderheit an dem Gerät ist das eingesetzte Betriebssystem: Ubuntu 8.04 Netbook Remix, welches auf Ubuntu 8.04 basiert. Zusätzlich hat das System aber einen extra Launcher (eine angepasste GNOME-Oberfläche), um schneller ins Internet zu kommen und Online-Anwendungen nutzen zu können.

Asus Eee 900A mit Linux: Das bisher beste Netbook

Bereits letzte Woche wurde der Asus EeePC 900A mit Linux angekündigt und dieses Woche nimmt sich das Linux-Magazin das Gerät in einem Test an. Darin kommt man zu dem Schluss, dass der EeePC 900A das aktuell beste Netbook auf dem Markt ist. Zusätzlich gibt es dazu auch noch ein Testvideo.

Mobiltelefone

Erstes Android-Smartphone in Kürze erwartet

Es geschehen noch Zeichen und Wunder, aber noch ist es nicht so weit. Von allen Seiten tönt es, dass Google Probleme mit der Android-Entwicklung hat, da soll der Hersteller HTC für Oktober oder November 2008 ein Smartphone angekündigt haben, dessen System auf Android basiert. Wie LinuxDevices.com berichten, hat die FCC das eingereichte Handy-Design von HTC bereits freigegeben.

Weitere Berichte: Ausgeplaudert: Das Gphone zur Google-Software Android

Andere Hardware

Linux powers MID-like nav device

Ende des Jahres will die Firma Clarion ein Personal Navigation Device (PND) namens ClarionMind mit Linux herausbringen. Das Gerät besitzt einen Intel-Atom-Z500-Prozessor mit 800 MHz, 512 MB RAM und einen 4,9-Zoll-Touchscreen. GPS ist natürlich inklusive, das Kartenmaterial wird aber nicht auf dem Gerät gespeichert, sondern ist online abrufbar. Als Software ist ein Webbrowser, ein E-Mail-Client und eine Software, die Points-of-Interests findet und auf der Karte anzeigt, installiert. Daneben gibt es noch einen PDF-Reader, Dateimanager, RSS-Reader und eine Wetteranzeige. Welche Linux-Distribution genau zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt.

Software

Neues Android-SDK veröffentlicht

Nach zahlreichen Protesten hat Google eine neue Version des Android-SDK veröffentlicht. Version 0.9 Beta bringt vor allem viele Bugfixes der Benutzeroberfläche mit, aber auch wichtig für Entwickler ist die überarbeitete Dokumentation. Daneben gibt es einige neue Anwendungen, bereits vorhandene wurden beschleunigt.

Weitere Berichte: Eine neues SDK und ein Zeitplan für Googles Smartphone-System Android, Android SDK 0.9 - erste Betaversion veröffentlicht

Streaming media player targets netbooks, nettops

RealNetworks (Real) haben ihren RealPlayer nun auch für Netbooks mit Intels Atom-Prozessor veröffentlicht. OEMs können den Mediaplayer, der u.a. RealMedia, Windows Media, MP3, MPEG4 und Ogg abspielen kann, auf ihrem System vorinstallieren und mit ausliefern. Ebenfalls für Mobile Internet Devices (MIDs) ist eine RealPlayer-Version erschienen, die aber zusätzlich Touchscreen-Unterstützung und ein paar weitere Funktionen für MIDs bietet.

Linux und Open Source

The Fedora Project Announces Fedora Scholarship

Red Hat hat das "Fedora Scholarship Programme" bekannt gegeben, mit dem man Studenten auf der ganzen Welt fördern will, die einen großen Teil zu Fedora und Freier Software beitragen. Das erste Stipendium erhält Ricky Zhou, der ab Herbst die Carnegie Mellon Universität besuchen wird.

Weitere Berichte: Fedora vergibt Stipendien an Studenten, Fedora vergibt Stipendien

Der Umgang mit der GPL

Das Software Freedom Law Center (SFLC) hat einen "Practical Guide to GPL Compliance" veröffentlicht, welcher vor allem für Unternehmen Hinweise gibt, wie diese die General Public License (GPL) einhalten können, und wie man sich verhält, sollte ein GPL-Softwareautor sich wegen eines Lizenzverstoßes meldet. Das Papier wurde veröffentlicht, um GPL-Verstöße zu vermeiden, die in letzter Zeit vor allem in Bezug auf die Busybox-Software zunahmen.

Weitere Berichte: SFLC veröffentlicht GPL-Leitfaden, Software Freedom Law Center veröffentlicht Lizenz-Anleitung, SFLC publishes GPL compliance guide, Software Freedom Law Center Publishes Guide to GPL Compliance

Software

42 of the Best Free Linux Scientific Software

Keine neue Software, aber eine gute Übersicht über 42 Open-Source-Programme aus dem Wissenschaftsbereich. Diese sind eingeteilt in die Rubriken Mathematik, Computeralgebra, Statistik, Biologie, Chemie, Physik, Astronomie und andere.

Armutszeugnis für Canonical

Ein echtes Armutszeugnis hat sich Canonical diese Woche ausgestellt. Die Firma hinter Ubuntu hat eine Trademark Policy, die es zum Beispiel nicht erlaubt, das Wort "Ubuntu" in einem anderen Produkt zu verwenden außer eben das "echte" Ubuntu-Betriebssystem, solange mein kein Einverständnis von Canonical hat. Darüber kann man zwar streiten, worüber man nicht streiten kann, ist die idiotische Verweigerung Canonicals den Namen "Ubuland" nicht zuzulassen. So geschehen bei einem Hoster, der auf Ubuntu setzt und sich nun umbenennen soll, um nicht gegen die Markenrechte Canonicals zu verstoßen. Lustigerweise ist der Betreiber Ubuntu-Entwickler ... Mal schauen, wie lange noch. Auch erwischt hat es Playbuntu, die sich in "Playdeb" umbenennen müssen. Laut deren Aussagen ist auch "Medibuntu" bald dran, sich umzubenennen.

Den Grund bei "Ubuland" verstehe ich echt nicht, da "Ubu" - ich hoffe es inständig - nicht von Canonical gesichert werden kann. Das "buntu" hat sich Canonical aber gesichert und vergibt es anscheinend nur an echte Ubuntu-Derivate, um Verwechslungen (mit was auch immer) auszuschließen.

Alles in allem zeigt das, was Markenrechte mal wieder taugen. Vor allem von einer Open-Source-Firma hätte man sowas nicht erwartet, auch wenn Mozilla (unter Debian aus ähnlichen Gründen wie oben "Iceweasel" genannt) es vorgemacht hat. Schade, dass Freiwilligenprojekte auf diese Art "zerstört" werden.

Anmerkung: Ich kann mich bei der Meldung nur auf obige Aussagen der Betreiber verlassen. Eine Stellungnahme von Canonical liegt mir nicht vor.

Wochenrückblick KW 33

Distributionen

Red Flag

Development Release: Red Flag Linux 7.0 Preview

Das chinesische Red Flag Linux hat pünktlich zu den Olympischen Spielen in Peking eine Olympic-Edition herausgebracht, die auf der kommenden Version 7.0 basiert. Die Live-CD mit KDE 4.1 besitzt einen Migrationsassistenten, der Windows-Daten importieren kann, und unterstützt sowohl Chinesisch als auch Englisch. Als Software wird u.a. der Kernel 2.6.25, Firefox 3.0 und Wine 1.0 ausgeliefert.

Scientific Linux

Distribution Release: Scientific Linux 5.2 "Live CD/DVD"

Das auf Red Hat basierende Scientific Linux ist in Version 5.2 erschienen. Das System bringt viele wissenschaftliche Programme und Lernsoftware mit. Die Live-CDs und Live-DVDs gibt es für 32- und 64-Bit-Rechner. Man kann Scientific Linux nun nicht nur von einem USB-Stick starten, sondern persönliche Daten auch auf diesem speichern, sodass man seine Daten immer mitnehmen kann. Natürlich kann man das System auch auf der Festplatte installieren. Als Desktopumgebung kommt GNOME 2.16 (auf der Live-CD) bzw. KDE 3.5.4 (auf der Live-DVD) zum Einsatz.

Ubuntu

Intrepid Ibex Alpha 4 erschienen

Die vierte Alpha-Version von Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" bringt keine großen Änderungen mit. Es wurden einige Fehler ausgebessert und sowohl der X-Server als auch der Kernel auf die neueste Version aktualisiert. Neu ist, dass man nun per Standard verschlüsselte Verzeichnisse anlegen kann. Hierfür dient der vordefinierte Ordner "Private" im Homeverzeichnis. Daneben erlaubt GNOME nun das Einloggen als Gast, welches eine temporäre Sitzung startet, in der man eingeschränkte Rechte besitzt.

Weitere Berichte: Vierte Testversion von Ubuntu 8.10 freigegeben, Development Release: Ubuntu 8.10 Alpha 4

Mobil

Netbooks

Asus kündigt neuen Eee-PC 900A mit Linux an

Auch wenn es schon den EeePC 901 und 1000 gibt, wird in Deutschland aktuell der Asus EeePC 900A ausgeliefert. Mit 1,6-GHz-Atom-Prozessor, 1 GB RAM und 8,9-Zoll-Bildschirm ist das Gerät für ca. 300 Euro erhältlich. Als Betriebssystem kommt voraussichtlich wie bisher Xandros Linux zum Einsatz. Der kleinere EeePC 701 mit 7-Zoll-Display ist nun für ca. 250 Euro im Angebot.

Weitere Berichte: Eee PC 900A mit Linux angekündigt

HP offers Linux on low-end mini-notes

HPs 2133 Mini-Note wurde bereits im April angekündigt und ist nun für 500 US-Dollar verfügbar. Das Gerät besitzt ein 8,9-Zoll-Display, 4 GB Solid State Disk, 512 MB RAM und einen 1-GHz-Via-C7-Prozessor. Als System wird SUSE ausgeliefert, welches auch auf dem etwas teureren Modell (für 550 USD) mit 1 GB RAM, 1,2-GHz-Prozessor und 120-GB-SATA-Festplatte erhältlich ist.

First AMD-based "netbook"?

Wie aktuell spekuliert wird, hat nun auch der CPU-Hersteller AMD einen seiner Chips in einem Netbook unterbringen können. Raon Digital hat das Everun Note angekündigt, das mit einem 1,2-GHz-Turion64-X2-Prozessor bestückt sein soll. Daneben gibt es angeblich noch 1 GB RAM, 60 GB Festplatte und ein 7-Zoll-Display mit 1024x600 Bildpunkten. Auf der Webseite des Herstellers gibt es aber noch keine Details zu dem neuen Netbook.

Mini-notebook shipments up sharply

Laut einer Studie sollen dieses Jahr ca. 5,2 Millionen Mini-Notebooks verkauft werden, was sich 2009 dann auf 8 Millionen Geräte steigen soll. Als dominierend werden dabei sowohl Windows XP als auch Linux als Betriebssystem gesehen.

Mobiltelefone

Motorola Linux phone ships in U.S.

Das Motorola Moto U9, welches mit einem LiMo-kompatiblen System ausgeliefert wird, ist nun in den USA erhältlich. Das Gerät ist vor allem für Musikliebhaber gedacht und kommt in den Farben Grau, Pink und Lila daher. Über den zusätzlich in die Außenhülle integrierten 1,45-Zoll-Touchscreen kann man Lieder abspielen bzw. überspringen sowie vor- und rückwärtsspulen. Im Inneren findet man dagegen ein 2-Zoll-Display. Daneben besitzt das U9 Spracherkennung, einen MicroSD-Slot, 2-Megapixel-Kamera, Micro-USB und Bluetooth. Die Standby-Zeit soll bei 350 Stunden liegen, die Sprachzeit bei gut 7 Stunden.

Software

Google brüskiert Android-Entwickler erneut

Nachdem einige Android-Entwickler vor zwei Wochen eine Petition gestartet hatten, die Google dazu aufforderte, das Software Developer Kit (SDK) für die Android-Plattform endlich allen Entwicklern zugänglich zu machen, kam nun die Antwort von Google, die ziemlich knapp ausfällt. Bis auf ein "Danke für den Hinweis." kann man darin nichts lesen, auch nicht, ob Google Android doch wieder öffnen will. Wenn es so weiter geht, wird die Plattform von LiMo und Maemo wirklich verdrängt, noch bevor Android überhaupt in einer finalen Version vorliegt.

Linux und Open Source

Linux Application Checker veröffentlicht

Mit dem "Linux Application Checker" hat die Linux Foundation ein Programm zur Verfügung gestellt, was vor allem Entwicklern dabei hilft, systemübergreifend zu programmieren. Das Werkzeug überprüft den C/C++-Code auf Abhängigkeiten und prüft dann anhand einer Datenbank unter welchem der 30 LSB-zertifizierten Linux-Systeme das Programm lauffähig ist. Zusätzlich wird ausgegeben, falls der Code die LSB-Zertifikation erhalten kann. Aktuell befindet sich der Linux Application Checker aber noch in einem Beta-Status.

Weitere Berichte: Application Checker prüft Linux-Kompatibilität

US-Gericht bestätigt Copyright-Lizenzen

Vor knapp einem Jahr hatte ein Gericht in den USA die einstweilige Verfügung eines Open-Source-Programmierers abgelehnt, der einen Lizenzverstoß bei einer anderen Firma sah, die seinen Quellcode benutzte, aber nicht veröffentlichte bzw. nicht seinen Namen als Urheber angab. Das Gericht begründete damals die Entscheidung, dass die Open-Source-Lizenz (die Artistic Licence in dem Fall) nur ein Vertrag sei, aber keine gültige Copyright-Bedingung darstelle. Nach einem Jahr hat das oberste Gericht der USA nun entschieden, dass dies nicht stimmt und die Copyright-Bedingung anerkannt. Damit wurden auch andere Open-Source-Lizenzen wie die GPL oder die Creative-Commons-Lizenzen gestärkt.

Weitere Berichte: Copyright: Wichtiges Urteil zu Open-Source-Lizenzen in den USA, US-Gericht stärkt Rechtsanspruch aus Open-Source-Lizenzen, Gericht stärkt freie Lizenzen

OpenOffice.org startet Extensions-Förderung

Da viele Funktionen von OpenOffice.org nicht immer in den Office-Kern Einzug finden, können diese durch Erweiterungen leicht ergänzt werden. Zurzeit wird die Möglichkeit der OpenOffice.org-Extensions aber kaum genutzt, was der OpenOffice.org Deutschland e.V. ändern will. Mit 5000 Euro will man Projekte unterstützen, die solche Erweiterungen in Basic, Java oder Python für OpenOffice.org programmieren. Bedingung ist, dass die Erweiterung zumindest unter Windows, Linux und Mac OS X läuft. Für eine Teilnahme muss man sich bzw. sein Team nur auf auf der Homepage anmelden.

Weitere Berichte: Deutscher OpenOffice-Verein fördert Entwickler von Extensions

BSI veröffentlicht Internet Security Surf-CD

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Internet-Security-Surf-CD herausgegeben, die zum sicheren Surfen im Internet dienen soll. Die Live-CD basiert auf der Linux-Distribution Knoppix und richtet sich an erfahrene Benutzer. Das System bringt daher auch verschiedene Sicherheitsprogramme und eine Personal Firewall mit, verzichtet aber auf eine Office-Suite, Spiele oder 3-D-Effekte.

ISO and IEC Reject OOXML Appeals

Nachdem Microsofts OOXML Ende März mit knapper Mehrheit zum ISO-Standard erklärt wurde, legten die vier Länder Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela Einspruch gegen die Entscheidung ein, da es zu Unregelmäßigkeiten bei der Wahl kam. Die ISO hat diesen Einspruch nun mit der Begründung abgelehnt, dass nicht genügend Unterstützung für diesen Einspruch bei den anderen Ländern zu finden war. Weiter hat man jeglichen weiteren Einspruch im Voraus abgelehnt, sodass OOXML nun tatsächlich ein ISO-Standard wird. Was dies noch bringen soll, da selbst Microsoft ODF zum Sieger erklärt und es in der nächsten Office-Version unterstützen will, ist fraglich.

Weitere Berichte: ISO/IEC lehnt Einsprüche gegen OOXML ab

Postkarte von Konqi aus Belgien

Auf der KDE-Entwicklerkonferenz Akademy 2008 gab es einige Entscheidungen, die die weitere Entwicklung von KDE beeinflussen. So hat man für die KDE-Community einen "Code of Conduct" erstellt, der für ein freundliches Miteinander sorgen soll. Dann bietet das KDE-Projekt an, einzelne Nutzungsrechte einer Software an den Verein zu übertragen, sodass im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung oder Lizenzstreitigkeiten eine gute Basis für die Software geschaffen sei. Daneben wurden die Akademy Awards 2008 an die Musiksoftware Amarok, den Plasma-Desktop und das Oxygen-Iconset verliehen.

Weitere Berichte: Amarok, Oxygen und Plasma gewinnen, Amaroks Projekte für den Summer of Code, Mehr Anwendungen integrieren, KDE-Entwicklung soll Community-Boom Rechnung tragen, Freie Desktops - einer für alle, Startschuss für den Social Desktop, KDE e.V. beschließt KDE-Knigge, Akademy 2008: Das große Who-is-Who des KDE, KDE-Entwicklerkonferenz Akademy geht zu Ende

The Happening

Lehrer Elliot Moore (Mark Wahlberg) unterrichtet an einer Schule in New York als eines Tages die Meldung von einem Giftgasanschlag im Central Park durchgegeben wird. Die Auswirkungen des Gases seien derart, dass die Menschen ihren Lebenswillen verlieren und sich umbringen. So springen beispielsweise Gerüstarbeiter scharenweise von ihrer Arbeitsplattform. Als sich die vermeindlichen Anschläge auch in anderen Großstädten ereignen, ahnt Elliot, dass etwas anderes dahinter steckt und flieht mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel aus "Per Anhalter durch die Galaxis") und seinem Lehrerkollegen aufs Land. Doch auch dort ist man vor der Bedrohung nicht sicher ...

The Happening ist ein weiterer Mystery-Film von M. Night Shyamalan, der bereits für "The Sixth Sense", "The Village" und den nicht so erfolgreichen "Das Mädchen aus dem Wasser" verantwortlich war. Dieses Mal nimmt er sich der Bedrohung der ganzen Menschheit an und fährt in meinen Augen sehr gut damit. Ob es realistisch ist oder nicht, sei dahingestellt, aber es klingt oder sieht auf der Leinwand zumindest recht überzeugend aus. Zwar finde ich die Handlungen einiger Charaktere im Film etwas unlogisch (und es gibt kleinere Ungereimtheiten im Plot), alles in allem kann man ihn aber anschauen. Wer vorher "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore gesehen hat, wird das "Problem" noch besser verstehen.