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The Amber Spyglass

Titel The Amber Spyglass
Autor Philip Pullman
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Laurel-Leaf, 2000
Seitenanzahl 465

Lyra und Will wurden zwangsweise getrennt, aber die Armee von Lord Asriel macht sich bereits auf den Weg seine Tochter aus den Händen Ihrer Mutter Mrs. Coulter zu retten. Gleichzeitig ist aber die Kirche auf dem Weg zu Lyra, um diese zu töten, damit sie die Prophezeiung der Hexen nicht erfüllen kann.

Teil 3 der Serie "His Dark Materials" ist in meinen Augen das düsterste von allen drei Bänden, aber auch das beste. Ging es im ersten Teil noch um die Abenteuer von Lyra allein, im zweiten dann um das Zusammenspiel mit Will, werden die beiden im dritten getrennt, finden wieder zusammen und bereiten die ganze Geschichte auf ein spektakuläres Ende vor.

Interessant ist, da sehr viele altbekannte Charaktere mitspielen, die einzelnen Kapitel kürzer und weniger zusammenhängend sind als zuvor. Man sieht also einmal Lord Asriel über die Schulter, dann wieder einmal Mrs. Coulter und danach Lyra und Will. Glücklicherweise sind die Kapitel so kurz, dass man am Anfang eines Abschnittes noch nicht vergessen hat, was zuvor mit dieser Person geschehen ist.

Das Ende ist - wie das ganze Buch - überraschend, die Kritik an der christlichen Kirche schön zu lesen und der dritte Teil ein sehr guter Abschluss der Trilogie. Ich kann die Geschichte wirklich jedem empfehlen. (Und bedauere es nun etwas, dass der Film keine Fortsetzung gefunden hat.)

The Subtle Knife

Titel The Subtle Knife
Autor Philip Pullman
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Laurel-Leaf, 1997
Seitenanzahl 288

Nachdem Lyra ihrem Vater durch das Dimensionstor gefolgt ist, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der es keine Menschen zu geben scheint. Ihren Vater, Lord Asriel, hat sie aus den Augen verloren. Doch dann trifft sie auf den Jungen Will Parry, der auf der Flucht vor der Polizei aus dem "normalen" Oxford per Zufall in diese Zwischenwelt zu Lyra geflohen ist. Er ist auf der Suche nach seinem Vater und Lyra will ihm dabei helfen, ihn zu finden.

"The Subtle Knife" ist der Nachfolger von The Golden Compass, ist aber vom Stil her ziemlich anders. Lyra ist nicht mehr das mutige Mädchen aus Teil 1, sondern kommt einem in unserer Welt ziemlich verloren vor. Dazu begeht sie einen Fehler nach dem anderen, die für immer mehr Spannung sorgen.

Und spannend ist das Buch, das ist sicher. Beim ersten Teil war vermutlich die Erinnerung an den Film im Hinterkopf, sodass vieles für mich nicht neu war. Diesmal kannte ich die Geschichte aber nicht und dementsprechend schnell habe ich das Buch auch verschlungen.

Die Geschichte ist diesmal auch nicht abgeschlossen wie in "The Golden Compass", sondern bleibt komplett offen. Das Buch einzeln zu lesen ist also ein Unding, wenn man nicht Teil 3 schon griffbereit zur Hand hat - was ich natürlich habe und die nächste Woche anfangen werde.

"The Subtle Knife" ist insgesamt etwas düsterer und tragischer als Teil 1, da wirklich große Mächte gegen Lyra und Will ankämpfen, die sie kaum meistern können. Ich freue mich jedenfalls auf "The Amber Spyglass".

Sonst noch Fragen?

Titel Sonst noch Fragen?
Autor Ranga Yogeshwar
Sprache Deutsch
Genre Sachbuch
Herausgeber KiWi, 2009
Seitenanzahl 305

Wissensendungen wie "Genial Daneben" oder "Das will ich wissen" zeigen, dass die Menschen (oder zumindest die Deutschen) gerne Fragen über alltägliche Dinge stellen und deren Antworten auch gerne wissen wollen. Ranga Yogeshwar (Moderator von Sendungen wie "Quarks & Co." und "Kopfball") greift in seinem Buch solche Themen auf und erklärt sie in knappen Sätzen. In 10 Kapiteln mit insgesamt 108 Fragen widmet er sich Fragen rund um Technik, Tiere, den Körper, den Weltraum, Sport und vieles mehr.

Das Buch behandelt wirklich viele interessante Fragen, auch solche, von denen man glaubte, die richtige Antwort zu wissen. Die Antworten sind dabei sehr vereinfacht ausgedrückt, sodass sie wirklich jeder in den Grundzügen verstehen sollte. Leider gehen dabei auch manchmal Details verloren, sodass mir zumindest eine Frage bzw. die Antwort aus dem Kapitel über Zahlen nicht ganz klar ist.

Insgesamt ist es aber ein nettes Buch für Zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas zu Anspruchsvolles hat.

The Golden Compass

Titel The Golden Compass
Autor Philip Pullman
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Laurel-Leaf, 1995
Seitenanzahl 351

In einem alternativen Oxford lebt die elfjährige Lyra Belacqua mit ihrem Dämon Pantalaimon. Nach dem Tod ihrer Eltern hat ihr Onkel, Lord Asriel, sie in das Jordan College gesteckt, wo sie unregelmäßig von anderen Studenten unterrichtet wird. In der Regel spielt sie aber mit den Jungen und Mädchen aus der Nachbarschaft. Die Lage wird ernst, als viele der ärmeren Kinder plötzlich verschwinden. Die Rede ist von den Gobblers, die grauenvolle Experimente an ihnen durchführen sollen. Als Lyras bester Freund Roger gekidnappt wird, macht sie sich gen Norden auf, um ihn zu retten.

Ich habe den Film zum Buch zuerst gesehen, sodass mir vieles bekannt vorkam. Im Nachhinein fand ich es aber schade, dass der Film an einigen Stellen nicht dem Buch entsprach und verwässert wurde. Regisseur Chris Weitz sagte zwar, dass die Nachfolger besser sein werden, aber die wird es wohl nie geben. Schade eigentlich ...

Zurück zum Buch: Die Sprache ist in den meisten Fällen einfach gehalten, handelt es sich vorrangig doch um ein Kinder-/Jugendbuch. Dazu schreibt Pullmann sehr spannend und hat einige packende Wendungen eingebracht, die einem bis zum Ende fesseln. Das Ende der Geschichte ist selbstredend offen - da es sich um eine Trilogie handelt - kann aber in der Tat auch als einzelnes Buch behandelt werden.

Die Geschichte selbst ist faszinierend. Bis auf die Dämonen (Tier-Gefährten) der Menschen und die sprechenden Bären, entspricht die Welt der unseren. Die Bedeutung des Staubes ("Dust") nimmt philosophische und religiöse Dimensionen an, da selbst ein Auszug aus der Bibel (der Sündenfall) von Pullmann entsprechend angepasst wurde. Und natürlich steckt auch die Kirche hinter den ganzen Experimenten an den Kindern. (Da verrate ich nicht zu viel, die Kirche steckt ja überall mit drin. ;)) Insgesamt gibt es viel Potential, um die Geschichte in den weiteren Büchern auszudehnen.

"The Golden Compass" war eine sehr schöne und schnell gelesene Geschichte. Ich freue mich auf die Fortsetzung "The Subtle Knife" ...

American Gods

Titel American Gods
Autor Neil Gaiman
Sprache Englisch
Genre Fantasy
Herausgeber Headline Review, 2005
Seitenanzahl 635

Kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis stirbt Shadows Frau Laura bei einem mysteriösen Autounfall. Shadow wird vorzeitig entlassen und trifft auf der Heimreise den charismatischen Wednesday, der Shadow einem Job als "Mädchen für alles" anbietet.

Wie sich herausstellt, ist Wednesday ein Gott, der vor langer Zeit mit seinen Anhängern nach Amerika gekommen ist. Im Heute will er eine Armee der alten Göttern zusammenstellen, die gegen die neuen Götter des Fernsehens, des Internets und der Automobile um die Gläubigen kämpfen sollen. Mit Shadow fährt er deswegen quer durch Amerika, um seine Mitgötter zu mobilisieren.

"American Gods" ist eine Art göttlicher Road-Movie ... äh, Road-Book. Neil Gaiman zaubert wunderbar alle möglichen Götter aus Ägypten, Skandinavien, Indien, China, Irland etc. in einem kunterbunten Mix ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Die Essenz des ganzen Buches ist, dass Götter eigentlich auch nur Menschen sind. ;)

Shadow ist der Protagonist des Buches und sieht sich nach dem Tod seiner Frau in eine fantastische Welt hineingestoßen, die ihn aber wenig verwundert. Selbst als seine Frau als Untote wieder auftaucht, bringt ihn das nicht aus der Fassung. Auf seiner Reise durch Amerika lernt er viele interessante Götter, aber auch normale Menschen kennen. Eine davon ist ein junges Mädchen namens Sam, das einen sehr eigenwilligen Lebensstil pflegt. Für mich war sie mit ihren Aussagen definitiv die beste Figur im Buch, kommt aber viel zu wenig darin vor. Über eine Aussage muss ich immer noch innerlich grinsen: I believe [...] that there's a cat in a box somewhere who's alive and dead at the same time (although if they don't ever open the box to feed it it'll eventually just be two different kinds of dead), [...]

Die restlichen Charaktere sind auch sehr interessant und bis zum Ende hin halten sie die Spannung aufrecht. Wenn man denkt, die Geschichte sei an einem Punkt abgeschlossen, gibt es eine unvorhergesehene Wendung und sie nimmt wieder Fahrt auf. Neil Gaiman hat dabei auch ein gutes Händchen bewiesen, was den Grat zwischen Happy-End und kitschigem Ende angeht.

Gaiman-Fans erzähle ich sicherlich nichts Neues, wenn ich sage, dass das Buch zur Pflichtlektüre gehört. Aber auch allen anderen kann ich das Buch (auf Englisch!) nur empfehlen. Der Sprachstil ist Gaiman-üblich ziemlich einfach aufgebaut - ohne dabei langweilig zu wirken. Es bietet also auch für Nicht-Englisch-Profis eine interessante Geschichte.