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Film: Eat Local

Titel Eat Local
Genre Action-Komödie, 2017
Darsteller Charlie Cox, Freema Agyeman, Tony Curran, Eve Myles, Billy Cook
Regisseur Jason Flemyng
Länge 100 min
Trailer Trailer

Alle 50 Jahren treffen sich die acht Vampir-Lords, um ihre Territorien neu aufzuteilen. Weil sie dieses Jahr einer zu wenig sind, soll der junge Sebastian (Billy Cook) zum Kreis der Erlauchten dazustoßen – ohne dass ihn Vampirdame Vanessa (Eve Myles) eingeweiht hat. Als dann um den Treffpunkt der alten Farm extrem viel Militär Stellung bezieht, ist die Frage, wie die Vampire da lebend ... oder eher untot wieder herauskommen.

„Eat Local“ ist eine recht lustige, britische Action-Komödie, bei der nicht Menschen sich von Vampiren umstellt sehen, sondern der Spieß umgedreht wird. Die Dialoge sind gut und witzig, so gibt es einiger Lacher im Film. Die Action lässt sich sehen, auch wenn die Tricktechnik sicherlich nicht die beste ist. Insgesamt war es aber ein recht unterhaltsamer Film, den man auch an einem Filmabend daheim gut anschauen kann.

Film: Going to Brazil

Titel Going to Brazil
Genre Action-Komödie, 2016
Darsteller Vanessa Guide, Alison Wheeler, Margot Bancilhon, Philippine Stindel, Patrick Mille
Regisseur Patrick Mille
Länge 94 min
Trailer Trailer

Agatha, ihre jüngere Schwester Lily und Freundin Chloé sind zur Hochzeit ihrer ehemaligen Freundin Katia nach Brasilien eingeladen. Eigentlich haben sie keine Lust auf ein Wiedersehen, nachdem Katia sie im Stich gelassen hat, aber es ist eben Brasilien. Also reisen die drei Damen aus Paris an und werden gleich am ersten Abend von Katia versetzt. Als Alternative gehen sie auf eine Party und feiern, bis es nicht mehr geht. Als Lily von einem Typen angemacht wird und sich dagegen wehrt, stürzt dieser unglücklich vom Balkon. Die Frauen wollen so schnell wie möglich aus dem Land verschwinden, ehe eine Untersuchung gestartet wird, werden aber von Katia im Hotel abgefangen. Die wiederum fragt sich, wo ihr Ehemann in spe steckt …

„Going to Brazil“ ist eine ganz nette, französische Action-Komödie, deren Protagonistinnen viel Gefühl, aber auch viel Girl-Power zeigen. Aus Brasilien zu verschwinden stellt sie vor einige Probleme, wenn einer der einflussreichsten Personen des Landes hinter ihnen her ist. Das ist mitunter witzig, ein bisschen spannend und ganz gute Unterhaltung für einen DVD-Abend. Ins Kinos muss man deswegen aber nicht zwingend.

Film: Moonlight

Titel Moonlight
Genre Drama, 2016
Darsteller Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Mahershala Ali, Janelle Monáe, Naomie Harris
Regisseur Barry Jenkins
Länge 111 min
Trailer Trailer

Moonlight erzählt die Geschichte des farbigen Jungen Chiron, Spitzname Little (Alex R. Hibbert), der von seiner Crack-süchtigen Mutter (Naomie Harris) vernachlässigt wird und Zuflucht bei Drogendealer Juan (Mahershala Ali) und dessen Frau Teresa (Janelle Monáe) sucht. Mit deren Hilfe schafft er es durch die Kindheit. Als Chiron älter wird (Ashton Sanders) muss er sich in der Highschool immer noch mit Raufbolden herumschlagen, was irgendwann blutig endet. Als Erwachsener (Trevante Rhodes) verfällt er dem Gesetz der Straße und wird selbst zum Drogendealer, um sich so Respekt zu verschaffen.

„Moonlight“ wurde 2017 mit einem Oscar prämiert, was unter anderem ein Grund war, den Film anzuschauen. Schauspielerisch ist er wirklich großartig. Extrem gut haben mir die Schauspieler, die Chiron in den drei Lebensaltern verkörpern, gefallen. Auch als Erwachsener erkennt man einige Verhaltensweisen und Mimiken, die Chiron als Junge schon getan hat. Aber auch die andere Darsteller wie Mahershala Ali und Janelle Monáe (die schon in „Hidden Figures“ gemeinsam vor der Kamera standen) sind sehr gut, voran natürlich Naomie Harris als Crack-süchtige Mutter, deren Verfall man über die Jahre gut mitverfolgen kann.

Thematisch spricht der Film natürlich ein immer noch heikles Thema an. Als farbiger Junge, der dazu noch homosexuell ist, kommst Du in dem Milieu, in dem Chiron aufwächst, nicht sehr weit. So ist der Schritt hin zu seiner eigenen Karriere als Drogendealer irgendwie zu verstehen. Gleichzeitig aber auch wieder nicht, weil Chiron direkt miterlebt hat, was Drogen mit Menschen anrichten können.

Der Film insgesamt ist mir stellenweise zu ruhig. Sicherlich ist es es kein Action-Film, sondern ein Drama, dennoch gibt es einige Passage und Kamera-Einstellungen, die zu lange dauern und nicht viel zum Film beitragen. Hier ist also zu viel Ruhe im Film. Das Ende ist offen, insgesamt wird aber auch keine abgeschlossene Geschichte erzählt, sondern nur drei kleine Auszüge des Lebens eines farbigen Jungens in Miami. Wer die Thematik und Drama mag, sollte sich den Film anschauen.

Film: Die Schöne und das Biest

Titel Die Schöne und das Biest
Genre Fantasy-Musical, 2017
Darsteller Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Josh Gad, Kevin Kline
Regisseur Bill Condon
Länge 129 min
Trailer Trailer

Die Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ kennen wohl die meisten: Belle lebt mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf. Als ihr Vater in einer stürmischen Nacht in einem düsteren Schloss Zuflucht sucht, wird er von einem grauenvollen Biest gefangen genommen. Belle rettet ihn, indem sie sich als Gefangene anbietet. Mit der Zeit lernen sich Belle und das Biest näher kennen, ohne dass Belle weiß, dass eigentlich ein verzauberter Prinz in dem Biest-Körper steckt. Doch das Happy End ist bedroht, als der Draufgänger Gaston von dem Biest erfährt und das Dorf mobilisiert, es zu töten.

Bill Condon hat in meinen Augen eine sehr schöne Real-Verfilmung von Disneys Klassiker erstellt. Ich kenne den Trickfilm nicht im Detail, einige ikonische Szenen und Kostüme sind aber eins zu eins im Film wiederzufinden. Die Umsetzung der animierten Gegenstände ist sehr gut gelungen.

Die Darsteller sind ebenfalls großartig. Emma Watson passt als Belle sehr gut und Luke Evans als Gaston mimt einen tollen Bösewicht. Das Biest selbst hat mir auch sehr gut gefallen, nur als Prinz wirkte Dan Stevens irgendwie wenig überzeugend. Die Animation des Biestes war auch sehr gut, auch wenn man die Tricktechnik dahinter immer noch erkennt.

Insgesamt war es aber ein sehr schöner, musikalisch unterhaltsamer Familienfilm.

Film: Free Fire

Titel Free Fire
Genre Action-Krimi, 2016
Darsteller Sam Riley, Brie Larson, Cillian Murphy, Sharlto Copley, Armie Hammer
Regisseur Ben Wheatley
Länge 90 min
Trailer Trailer

Boston, 1978. Eine kleine Ganovengruppe um Chris (Cillian Murphy) wird von Vermittlerin Justine (Brie Larson) in ein verlassenes Lagerhaus zu einem Waffendeal geführt. Waffenhändler Vernon (Sharlto Copley) soll M16s liefern, kommt aber mit einigen Berettas an, was Chris nicht wirklich erfreut. Als dann auch noch einer der Handlanger aus Vernons Gruppe auf Junkie Stevo (Sam Riley) aus Chris Gruppe losgeht, fallen die ersten Schüsse. Ab da beginnt der Shoot-out und die Frage ist, wer am Ende des Lagerhaus lebend verlassen wird.

Die Zusammenfassung und der Trailer klingen spannender als der Film ist. Ca. 80 Minuten lang liegen alle Personen im Dreck des Warenhauses und robben durch die Gegend. Dann fallen wieder ein, zwei Schüsse, jemand wird irgendwo getroffen, zahlreiche Schimpfworte und Flüche fallen und dann wartet man wieder. So etwas trägt keinen Film.

Sowohl Dialoge als auch Handlung und Plot-Twists sind schlecht oder auch einfach nur langweilig. Wenn kurz vor Ende einer sagt: „Wir müssen hier weg, die Bullen kommen in 15 Minuten.“ fragt man sich einmal, woher derjenige das weiß und wieso die Polizei nicht schon eher kam, und zum anderen nimmt es irgendwie den Überraschungseffekt, wenn der letzte Überlebende das Lagerhaus gerade verlassen will und von Blaulicht empfangen wird.

Die schauspielerische Leistung ist sicherlich gut und die Darsteller wahrlich nicht schlecht, was man für die filmische Umsetzung leider nicht sagen kann. Viel zu langatmig und langweilig und teilweise erinnert der Stil des Films an einen Möchtegern-Tarantino-Streifen. Ich frage mich dann nur, wieso der Film eine Bewertung von 7,3 bei IMDb bekommen hat. Immerhin ist es nicht der schlechteste Film, den ich im Kino gesehen habe. ;)

Film: Hidden Figures

Titel Hidden Figures
Genre Bio-Drama, 2016
Darsteller Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Jim Parsons, Mahershala Ali
Regisseur Theodore Melfi
Länge 127 min
Trailer Trailer

1961, Hampton, Virginia, USA. Die drei farbigen Frauen Katherine Goble (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughan (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe) arbeiten bei der NASA als „Computers“. Im Wettrennen mit Russland setzt Al Harrison (Kevin Costner) alles daran, nicht Letzter zu sein. Bisher schlagen aber alle Berechnungen fehl. Doch dann kann Katherine ihre mathematische Begabung zeigen und das Projekt voranbringen. Dorothy beschäftigt sich derweil illegal mit dem neu angeschafften IBM-Großrechner und bringt sich und ihre Mannschaft von farbigen Frauen die neue Programmiersprache Fortran bei. Und Mary schafft es aufgrund ihrer Begabung an einer weißen Universität angenommen zu werden.

„Hidden Figures“ zeigt die Menschen hinter dem Mond-Projekt, mit welchem die US-Amerikaner als erster Menschen auf den Mond landeten, auch wenn sie vorher bei allen Versuchen, den Weltall zu erobern, Russland unterlagen (Satellit Sputnik, Hündin Laika, Kosmonaut Juri Gagarin). Aufgrund der Rassentrennung der 1960er Jahre war es definitiv nicht leicht für die farbigen Frauen, überhaupt solch einen Beitrag zu leisten. Der Film zeigt sehr gut, welche Vorurteile und Gesellschaftsunterschiede es damals gab, aber auch wie diese langsam aufgehoben wurden – auch wenn dies bis heute nicht vollends gelungen ist.

Vom Thema her ist der Film sehr spannend und unterhaltsam, wobei es natürlich hilft, wenn man an Filmen mit wissenschaftlich mathematischem Hintergrund Interesse hat (wie beispielsweise „A Beautiful Mind“ (John Nash), „The Imitation Game“ (Alan Turing) oder „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ (Stephen Hawking).

In wie weit der Film die reale Biographie der drei Frauen darstellt, weiß ich nicht, da ich das zugrundeliegende Buch von Margot Lee Shetterly noch nicht gelesen habe. Als Film funktioniert „Hidden Figures“ aber sehr gut und ich kann ihn nur empfehlen.