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Reise nach Japan – Einleitung

Dieses Jahr ging die große Urlaubsreise nach Japan. Das Land „kenne“ ich unter anderem durch die interessanten Brettspiele von Japon Brand oder die Animationsfilme von Studio Ghibli. Aber natürlich habe ich auch so schon viel gehört, von dem ich mich nun einmal persönlich überzeugen konnte.

Bevor der Reisebericht startet, gibt es ein paar allgemeine Hinweise für die Reise nach bzw. in Japan.

Planung

Man kann Japan besuchen, indem man einfach nur Start- und Abflughafen festlegt, und sich dann im Land einfach von Ort zu Ort treiben lässt. Da wir aber sehr viel sehen wollten, haben wir bereits im Voraus die Unterkünfte gebucht. Dadurch waren wir zwar etwas eingeschränkter, wussten aber auch sehr genau, was wir sehen wollten.

Für die Planung hat mir der Lonely-Planet-Reiseführer sehr gut geholfen, ebenso wie die Webseite Japan Travel and Living Guide. Vor allem die Anfahrtsbeschreibung, Öffnungszeiten und Eintrittskosten zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten hilft einem sehr.

Transport

Auto fahren darf man mit einem deutschen Führerschein in Japan nicht, aber das ist auch gar nicht notwendig, da das öffentliche Verkehrsnetz sehr gut ausgebaut ist. Für Ausländer gibt es den JR Railpass, der einen (fast) alle Züge der Japan-Railway-Gruppe kostenlos fahren lässt. Den Pass gibt es für ein bis drei Wochen und kann in der Zeit benutzt werden.

Es gibt aber ein paar wichtige Ausnahmen: Es dürfen wirklich nur die JR-Bahnen damit benutzt werden. Für Privatbahnen muss man nach wie vor zahlen. Und obwohl die Schnellzüge (Shinkansen) genutzt werden dürfen, sind die zwei Schnellzüge Nozomi und Mizuho von dem Angebot ausgenommen.

Der Shinkansen nach Hiroshima.
Der Shinkansen nach Hokkaidō.

Ansonsten bietet der JR Railpass aber eine sehr gute Möglichkeit, bequem, sicher und stressfrei durch das ganze Land zu reisen. Die Züge sind sehr pünktlich (wir hatten nur einmal Verspätung), sauber und gut eingerichtet. Am Bahnsteig und im Zug stehen alle Informationen auf Japanisch und Englisch an, sodass wir uns ohne Probleme zurechtfanden.

Für die Planung vor Ort kann man die Webseite oder die App von HyperDia nutzen. Hierüber findet man alle Zug- und Flugverbindungen im Land und kann so sehr leicht seinen Trip planen.

Tipp: Auch wenn es nicht zwingend notwendig ist, es schadet nicht vor dem Start einer Zugreise sich am JR-Schalter eine kostenlose Reservierung zu besorgen bzw. überhaupt zu prüfen, ob noch Sitzplätze frei sind. Es kann vor allem am Wochenende vorkommen, dass Züge ausgebucht sind, sodass man nur Stehplätze bekommt oder zumindest relativ zeitig am Gleis sein sollte, um sich einen Platz in der Reihe zu sichern.

Essen & Trinken

In Japan gibt es viel Fisch – das ist den meisten bekannt. Wer keinen Fisch mag, kommt aber auch so sehr gut über die Runden. Maki-Röllchen gibt es auch mit Gurke oder Avocado. Nigiri (roher Fisch auf Reis) gibt es auch mit dem sehr guten Wagyū-Rindfleisch. Und ansonsten gibt es noch Yakitori (Hähnchenspieße jeder Art) oder diverse Nudelgerichte wie Soba, Udon oder Ramen. Es ist also für jeden gesorgt. :)

Frühstück im Hotel in Muroran.
Frühstück im Hotel in Muroran.

Essen ist in Japan ähnlich teuer wie in Deutschland. Man bekommt eine Nudelsuppe auch schon für 600 Yen (ca. 5 Euro), kann für ein gutes Wagyū-Steak wiederum auch gerne 6000 Yen (ca. 50 Euro) für 200 g ausgeben. Wer es gerne etwas preiswerter und dennoch gut mag, dem seien die Abendeinkäufe im Supermarkt empfohlen. Viele Supermärkte reduzieren nämlich gegen Abend (ab ca. 19 Uhr) die Preise für frisch zubereiten Gerichte um bis zu 60 %, sodass man für wenig Geld viel kaufen kann. Diese Option haben wir oft und gerne genutzt.

Die Auswahl des Essens fällt nicht leicht …
Die Auswahl des Essens fällt nicht leicht …
Bentoboxen am Bahnhof.
Bentoboxen am Bahnhof.

Apropos Supermarkt: In den Städten (auch den kleineren Orten) gibt es in der Regel im Umkreis von 1 km immer mindestens einen 7 Eleven, Lawson, Watson oder andere Art von Supermarkt, bei denen man schnell einkaufen kann. Und wer viel zu trinken braucht: Keine Sorge, alle 500 Meter (oft weniger) gibt es Getränkeautomaten mit Wasser, Cola, Saft oder Bier – selbst in den abgelegensten Gegenden.

Getränkeautomaten gibt es alle paar Meter (hier auf dem Berg in Hakodate).
Getränkeautomaten gibt es alle paar Meter (hier auf dem Berg in Hakodate).

Unterkünfte

Je nach Ort kann man versuchen spontan ein Zimmer in einem der Hotels zu finden oder man bucht vor. Vor allem zu zwei Jahreszeiten sind viele Unterkünfte ausgebucht: im Frühjahr zur Betrachtung der Kirschblüten (Hanami) und im Herbst zur Betrachtung des Herbstlaubs (Kôyô).

Die Unterkünfte gibt es in verschiedenen Stilen. So kann man wie in westlichen Hotels mit normalem Bett unterkommen, man legt sich auf ein Futon-Bett auf einer Tatami-Matte (meist in Ryokans) oder man kommt platzsparend in einem Kapsel-Hotel unter. Alle drei Optionen haben wir natürlich ausprobiert.

Unser Ryokan in Miyajima.
Unser Ryokan in Miyajima.
Das Kapselhotel in Tōkyō.
Das Kapselhotel in Tōkyō.
Die Kapsel ist klein, aber ausreichend.
Die Kapsel ist klein, aber ausreichend.

Die Preise schwanken ebenso. Wir haben meist für ca. 40 € pro Person und Nacht ein Zimmer gefunden. Manchmal war es aber auch etwas teurer. Nach oben ist die Preisspanne recht offen …

Navigation

Für die Navigation sollte man sich Offline-Karten fürs Smartphone besorgen. In den Großstädten wie Kyōto oder Tōkyō kommt man auch sehr gut ohne zurecht, da an fast jeder Kreuzung eine Hinweistafel mit den Sehenswürdigkeiten steht. In den kleineren Orten hilft es aber dennoch, eine entsprechende App auf dem Handy zu haben. Ich habe mich natürlich für eine freie Alternative zu Google Maps entschieden und nutze OsmAnd mit OpenStreetMap-Karten. Wichtig: Als Spracheinstellung unbedingt Englisch angeben, ansonsten erscheinen alle Namen auf der japanischen Karte in Japanisch (Bestfall) oder in einer Art Lautsprache, mit der man gar nichts fangen kann.

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