Skip to content

Wochenrückblick 30/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Ubuntu 14.04.1 LTS veröffentlicht

Drei Monate nach der Veröffentlichung von Ubuntu 14.04 „Trusty Tahr“ ist das erste Pointrelease erschienen, dass die LTS-Version stabilisieren soll.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: Ubuntu Fridge, OMG!Ubuntu!, Pro-Linux, heise open

Neues Ubuntu-Community-Team gewählt

Nachdem Jono Bacon seinen Posten als Ubuntu-Community-Manager Anfang Juli niedergelegt hat, wurde in den letzten Wochen viel diskutieren, wie das Community-Team aufgestellt werden soll. Das Resultat stellte Rick Spencer, Vice President of Engineering, in seinem Blog vor. So gibt es keinen einzelnen Manager mehr, sondern alle vier Ubuntu-Community-Teammitglieder sind berechtigte Schnittstellen zwischen der Community und Canonical. In dem Team sind David Planella, Michael Hall, Daniel Holbach und Nicholas Skaggs.

Quelle: Pro-Linux

Das offizielle Ubuntu-Buch, 8. Auflage

Das offizielle Ubuntu-Buch (Englisch) ist in der 8. Auflage erschienen und wurde von Grund auf überarbeitet, um bis zur nächsten LTS-Version 2016 aktuell zu sein. Zu den Autorne gehören Matthew Helmke, Elizabeth K. Joseph, José Antonio Rey, Philip Ballew und Benjamin Mako Hill.

Quelle: Elizabeth Krumbachs Blog

Neues rund um Linux

OpenDocumentFormat wird Standard in der UK

Die britische Regierung hat beschlossen, dass alle Behörden sobald wie möglich neben PDF auch das offene Dokumentenformat ODF für ihre Kommunikation unterstützen und nutzen sollen. Damit ist der Austausch von Dokumenten nicht mehr an ein proprietäres Format oder eine einzelne Firma gebunden.

Quellen: Pro-Linux, heise open, Golem, Linux-Magazin

Mit Freier Software Geld sparen

Gleich zwei Erfolgsberichte gab es diese Woche für freie Software: Durch die Umstellung auf Linux hat die Region Valencia (Spanien) konnte diese in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro sparen. Zum Einsatz kommt ein eigens entwickeltes Edubuntu-Derivant namens Lliurex. Daneben erfreut sich auch LibreOffice großer Beliebtheit.

Und ebenso spart die Stadt Toulouse in Frankreich mit LibreOffice viel Geld durch Lizenzkosten. Diese lägen in Höhe von 1,8 Millionen Euro und holen so die einmaligen Kosten der Umstellung von Microsoft Office auf LibreOffice in Höhe von 800.000 Euro wieder rein.

Quellen: Pro-Linux 1, Pro-Linux 2

Spielen unter Linux

GOG.com mit vielen Linux-Spielen

Die Spielevertriebsplattform GOG.com verkündete, dass sie nun auch Linux offiziell unterstützt. Neben einigen DRM-freien Indie-Titel gibt es auch Spiele von Entwicklerlegende Sid Meier, wie beispielsweise Pirates! oder Colonization. Aber auch Duke Nukem 3D findet man in der Auswahlliste. In den kommenden Monaten soll das Angebot noch weiter ausgebaut werden.

Quellen: Pro-Linux, heise open

Hardware und Mobiles

Open-Pandora-Nachfolger Pyra schon 2015?

Es ist noch nicht sicher, aber ggf. kommt der Open-Pandora-Nachfolger namens Pyra bereits 2015 in den Handel. Es handelt sich dabei um eine offene Spielekonsole mit Linux als Betriebssystem. Die Arbeiten laufen laut Entwicklungsleiter Michael Mrozek gut, sodass demnächst ein Prototype angegangen werden könnte.

Quelle: Golem

Rezept: Millennium Falke

Rezept Millennium Falke
Zutaten siehe Drachenkuchen
graue und schwarze Lebensmittelfarbe
schwarze und rote Lebensmittelschrift
Zeit ca. 3 Stunden Arbeitszeit

Es haben auch noch andere Freunde im Juli Geburtstag und als Star-Wars-Fan dachte ich mir, dass er sich über einen Millenium Falcon (Raumschiff von Han Solo) freuen würde.

Als Kuchenteig habe ich den des Drachenkuchens genommen. Von dem Teig habe ich so ca. 10 Esslöffel abgezwackt und mit grauer und schwarze Lebensmittelfarbe eingefärbt. Danach zuerst den ungefärbten Teig in einer Springform geben, darauf dann den grauen Teig und darauf wieder den Rest des ungefärbten Teigs. Das ganze dann für ca. 1 Stunde bei 180 Grad in den Ofen. Aber immer mal wieder mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig durch ist.

Notwendig ist das Einfärben des Teiges nicht, da der Kuchen später mit Buttercreme eingestrichen wird, aber beim Aufschneiden sieht es optisch ganz nett aus. Zusätzlich ging der Teig sehr auf, man sollte vll. etwas weniger Backpulver nehmen. Bei mir ergab die Menge oben auch viel zu viel Teig, was aber praktisch war, da ich so Einiges wegschneiden konnte.

Wenn der Kuchen fertig gebacken und ausgekühlt ist (das ist wichtig!), schneidet man mit einem Messer die Decke und den Rand ab, sodass man keine Kruste mehr hat – die stört nämlich eher. Danach habe ich einfach den Kuchen nach meiner Vorlage bearbeitet. Der Millennium Falke hat sowieso eine runde Form, nur die spitzen Ausläufer nach vorne musste ich etwas kürzen:

Millennium Falke im Rohformat
Millennium Falke im Rohformat

Danach rührt man die Buttercreme mit 100 g Butter und 250 g fertigen Vanille-Pudding an. Dazu etwas graue und schwarze Lebensmittelfarbe geben, damit man eine schöne graue Farbe bekommt. Nun den Kuchen einfach rundherum einschmieren:

Kuchen in grauer Buttercreme
Kuchen in grauer Buttercreme

Den Kuchen dann erst einmal für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die restliche Buttercreme ebenfalls, ggf. braucht man später noch mehr.

Zum Schluss habe ich das Raumschiff noch mit dunkler und roter Lebensmittelschrift entsprechend verziert. Wie gesagt ist der Falke etwas kurz geraten, aber ich wollte ihn auch nicht aus mehreren Teilen zusammenstecken. Daneben habe ich auch nach der Verkleidung mit Buttercreme noch etwas mehr ausgeschnitten, wo es notwendig war. Daher war es gut, die Buttercreme vom Vortag aufzuheben.

Am Ende war der Millennium Falke fertig und das Geburtstagskind hat sich auch gefreut:

Millennium Falke – Original und Fälschung! ;)
Millennium Falke – Original und Fälschung! ;)

Wochenrückblick 29/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Unterstützung für Ubuntu 13.10 beendet

Am 17. Juli 2014 war es soweit: Die Unterstützung für Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“ endete und Canonical stellt keine Sicherheitsupdates mehr für die Pakete zur Verfügung. Damit sei jedem Saucy-Nutzer angeraten, auf eine neuere Ubuntu-Version, wie z.B. Ubuntu 14.04 „Trusty TahrLTS zu aktualisieren.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: Ubuntu Fridge, OMG!Ubuntu!, Linux-Magazin

Anmeldung für die Ubucon 2014 eröffnet

Die Ubucon 2014 findet dieses Jahr in Katlenburg im Harz statt. Vom 17. bis 19. Oktober treffen sich wieder zahlreiche Ubuntu-Nutzer und stellen verschiedene Programme vor oder diskutieren über verschiedene Lösungen mit Ubuntu. Die Besucheranmeldung ist ab sofort bis zum 9. Oktober 2014 offen.

Weiterhin suchen die Veranstalter auch noch Beiträge, um das Programm besser zu gestalten.

Quelle: Ubucon-Webseite

Spotify steigt auf Ubuntu um

Der Musikdienst Spotify hat 5000 seiner Server von Debian auf Ubuntu migriert. Grund für den Schritt sei der vorhersehbarere Releasyzyklus von Ubuntu und die LTS-Version.

Quelle: OMG!Ubuntu!, Golem

Neues rund um Linux

Zuhause bei Linus Torvalds

Wer schon immer mal sehen wollte, wie der Linux-Gründer Linus Torvalds arbeitet, hat nun Gelegenheit dazu. Die Linux Foundation führt durch sein Haus und zeigt seinen Heimarbeitsplatz.

Quelle: heise open, Pro-Linux

Programm der FrOSCon 2014 vorgestellt

Ende August ist es wieder soweit: Die FrOSCon 2014 öffnet in St. Augustin seine Pforten. An den zwei Tagen gibt es zahlreiche Themen von Sicherheit und Datenbanken über Systemadministration hin zu Programmierung und allgemeinen Open-Source-Themen. Bei dem bunten Programm sollte für jeden etwas dabei sein.

Quelle: Linux-Magazin

Spielen unter Linux

The Witcher 2 soll besser werden

Die Linux-Portierung des Triple-A-Titels „The Witcher 2“ wurde heiß ersehnt und enttäuschte dann doch. Zahlreiche Abstürze und eine schlechte Performance waren Ärger vieler Linux-Gamer. Das Unternehmen Virtual Programming, welches für die Portierung zuständig ist, hat nun nachgebessert, sodass es weniger Probleme geben soll. Die Performance bleibt aber immer noch hinter den Erwartungen zurück.

Quelle: Pro-Linux

Sokobond auf Steam erschienen

Wer mit mit SpaceChem noch nicht genug chemisches Wissen in sich hineinpuzzeln konnte, hat nun mit Sokobon die Möglichkeit, noch tiefer in die Moleküle und Elemente einzusteigen. Das Chemie-Puzzlespiel im Sokoban-Stil ist auf Steam verfügbar.

Quelle: LinuxGames

Battlepaths für Linux erschienen

Das Action-RPG Battlepaths ist nach Xbox360 und Windows nun auch für Linux auf Steam erschienen.

Quelle: LinuxGames

Hardware und Mobiles

Raspberry Pi Model B+

Der erfolgreiche Einplatinen-Computer Raspberry Pi hat ein neues Layout bekommen und steht in der Variante Model B+ zum Kauf bereit. Neben mehr USB-Anschlüssen und einer erweiterten Pin-Leiste wurde der SD-Slot gegen einen MicroSD-Slot ausgetauscht.

Quellen: Pro-Linux, heise open, Linux-Magazin, Linux und ich

Alcatel Onetouch Fire E mit Firefox OS

Das Alcatel Onetouch Fire E vom chinesischen Hersteller TCL ist nun auch in Deutschland über O2 und Congstar verfügbar und kann vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt im August. Das Display hat eine Größe von 4,5 Zoll bei 960x540 Pixeln. Die CPU hat eine Taktrate von 1,2 GHz. Verfügbar sind 512 MB RAM und 4 GB Flash-Speicher.

Quelle: heise open

Buch: 97 Things Every … Should Know

Titel 97 Things Every Software Architect Should Know / 97 Things Every Programmer Should Know
Editor Richard Monson-Haefel / Kevlin Henney
Sprache Englisch
Genre Fachbuch
Herausgeber O'Reilly, 2009 / 2010
Seitenanzahl 222 / 258 Seiten

Wenn man 97 Personen fragt, was Ihre Meinung zu einem bestimmten Thema ist, kann man sicher sein, mehr als 100 Antworten zu erhalten – die sich teilweise auch noch widersprechen. Damit das nicht passiert, haben die beiden Herausgeber Kevlin Henney und Richard Monson-Haefel einfach weniger Personen gefragt, sodass am Ende 97 Tipps zusammengetragen werden konnte, die jeder Software-Entwickler bzw. Software-Architekt wissen sollte.

97 Things Every Software Architect Should Know

Software Architektur lässt sich ein bisschen mit normaler Architektur vergleichen. Man macht sich im Vorfeld viele Gedanken über die Basis und die Struktur eines Projekts, damit dieses stabil ist. Und wie bei einem fertiggestellten Wolkenkratzer kann man diese Basis im Nachhinein nur sehr schwer oder sehr teuer ändern. Das Buch „97 Things Every Software Architect Should Know“ soll helfen, bei den zu fällenden Entscheidungen keine Fehler zu machen.

Die Idee des Buches ist sehr einfach: Zahlreiche Software-Architekten erzählen in 97 kleinen Geschichten, was für gute Architektur bzw. einen guten Architekten notwendig ist oder was eher zu katastrophalen Ergebnissen führen kann. Fast 50 Personen tragen etwas zu dem Buch bei, was von Richard Monson-Haefel zusammengestellt wurde.

Der Inhalt des Buches variiert dabei sehr, was auch die Stärke des Buches ist. Von Datenbanken über Architektur-Pattern hin zu zwischenmenschlichen Beziehungen ist jedes Thema vertreten. Die einzelnen Kapitel sind dabei nur sehr lose geordnet, wobei versucht wurde, thematisch zusammengehörende Abschnitte auch nacheinander zu setzen.

Als Zielgruppe sollten nicht nur Software-Architekten verstanden werden. Auch „normale“ Entwickler können aus einigen Bereichen etwas mitnehmen, zumal in zahlreichen Firmen bzw. bei Open-Source-Projekten die Trennung zwischen Architekt, Designer und Entwickler gar nicht gegeben ist. Hier nimmt eine Person alle Posten ein und so ist der Inhalt gerade für diese wichtig.

Geprägt wird das Buch natürlich durch zahlreiche Verweise auf Agile Methoden und Praktiken wie Scrum oder Kanban. Aber auch wer nicht nach diesen Methodiken entwickelt, kann sich vielleicht den ein oder anderen Anreiz zur Verbesserung holen.

97 Things Every Programmer Should Know

Mit dem Wort „Programmierer“ verbinden viele Menschen eine Person, die in seinem dunklen Kämmerchen stupide Codezeilen in einem Computer hackt. Dabei könnte man in den meisten Fällen nicht falscher liegen. Wie oben erklärt, umfasst die Arbeit eines Programmierers – dessen bessere Berufsbezeichnung Software-Entwickler ist – nicht nur das Eintippen von Code. Es gehört sehr viel Geduld, Kreativität und Sozialkompetenz dazu. Diese Dinge werden in „97 Things Every Programmer Should Know“ angesprochen.

Ähnlich wie das obige 97-Dinge-Buch handelt es sich um eine eher lose Aneinanderreihung von Tipps diverser erfolgreicher und bekannter Programmierer. 73 männliche und weiblicher Vertreter ihrer Zunft geben ihre Meinung zum Besten und überschneiden sich dabei sogar manchmal. Die Beiträge wurden von Herausgeber Kevlin Henney aber auch entsprechend ausgewählt.

Themenbereiche sind unter anderem Code-Kommentare, Testen, Versionsverwaltung, Automatisierung und Kundenverständnis. Damit sieht man auch, dass die Themenbereiche sind an manchen Stellen auch mit „97 Things Every Software Architect Should Know“ überschneiden. Dementsprechend zählen nicht nur Entwickler zu der Zielgruppe des Buches, sondern beispielsweise finden auch Software-Architekten viele gute Tipps darin.

Verfügbarkeit unter einer Freien Lizenz

Interessant ist, dass O'Reilly sich auf ein besonderes Experiment eingelassen. Zwar stehen beide Bücher nicht unter einer Freien Lizenz, die einzelnen Beiträge aber schon. Veröffentlicht wurden diese unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY 3.0. So kann man diese in seinen eigenen Arbeiten nutzen, ändern (z.B. übersetzen) und verbreiten.

Die einzelnen Beiträge können darüber hinaus auf den folgenden Webseite gelesen werden:

  • http://programmer.97things.oreilly.com/
  • http://97things.oreilly.com/wiki/index.php/Home_Page_for_97_Things

Es handelt sich dabei aber teilweise um die unbearbeiteten Fassungen der Beiträge.

Fazit

Insgesamt sind beide Bücher sehr kurzweilig zu lesen. Jedes Kapitel umfasst meist zwei oder drei Seiten und durch die lose Kopplung kann man jederzeit aufhören und später mit dem nächsten Kapitel weitermachen ohne den Überblick zu verlieren. Sicherlich sind nicht alle Tipps für jeden hilfreich und bei einigen mag man auch anderer Meinung sein, aber interessant sind die Einblicke in jedem Fall.

Buch: The Happiest Days of Our Lives

Titel The Happiest Days of Our Lives
Autor Wil Wheaton
Sprache Englisch
Genre Biographie
Herausgeber Subterranean Press, 2007/2009
Seitenanzahl 108 Seiten, EPUB

Nach Just a Geek schrieb Schauspieler Wil Wheaton 2007 ein weiteres Buch namens „The Happiest Days of Our Lives“, was im dritten Humble eBook Bundle enthalten war.

Sicherlich ist auch „Star Trek: The Next Generation“ ein Thema, schließlich hatte sie große Auswirkungen auf Wil Wheaton, der in ihr den jungen Wesley Crusher spielte. Aber vielmehr behandelt das Buch Erlebnisse aus seinem Leben zusammen mit seiner Frau Anne und seinen beiden (Stief-)Kindern Ryan und Nolan.

Entsprechend gefühlvoll und sentimental geht es in den 18 unabhängig voneinander geschriebenen Geschichten zu, die alle auf seinem Blog erschienen sind. Dabei ist der Buchtitel „The Happiest Days“ etwas irreführend, denn die eine oder andere Geschichte ist doch mehr traurig als fröhlich.

Insgesamt sind aber alle Geschichten sehr unterhaltsam und zeigen, wie aus Wil Wheaton ein Geek geworden ist – seien es Sci-Fi-Filme und -Literatur, Comics, Pen-und-Paper-Rollenspiele oder Brettspiele. Und alle diese Gewohnheiten bringt er seinen Kindern bei, was sicherlich keine schlechte Idee ist. ;)

Film: Jack und das Kuckucksuhrherz

Titel Jack und das Kuckucksuhrherz
Genre Animation, 2013
Sprecher Mathias Malzieu, Olivia Ruiz, Grand Corps Malade, Jean Rochefort
Regisseur Stéphane Berla, Mathias Malzieu
Länge 94 min
Trailer Trailer

Jack kommt am kältesten Tag des Jahrtausends in Edinburgh Mitte des 19. Jahrhunderts zur Welt, weswegen sein Herz auch eingefroren ist. Damit Jack überleben kann, setzt Ärztin Madelaine ihm eine Kuckucksuhr als Herz ein, die Jack fortan pflegen muss. Eine wichtige Regel ist, dass Jack sich niemals verlieben darf, weil sein Herz dies sonst nicht vertragen würde. Doch genau das passiert, als er mit 10 Jahren auf die bezaubernde Miss Acacia trifft. Jack macht sich trotz der Gefahr für sein Herz auf die Suche nach seiner großen Liebe.

Wem die Geschichte bekannt vorkommt, hat vielleicht meine Rezension zum Buch gelesen. Mathias Malzieu hat zusammen mit Stéphane Berla seine Literaturvorlage verfilmt. Und weil dies nicht reicht, spricht er auch gleich noch die Rolle des Jack.

Im Vergleich zum Buch wirkt der Film arg komprimiert. Jacks Leben bei Mélies wird auf eine Zugfahrt zusammengestaucht und auch das Aufwachsen bei Madelaine wird nur in Zeitraffer gezeigt. Dem Verständnis tut das keinen großen Abbruch, manchmal sind die Hintergründe zur Motivation eines Charakters aber im Buch besser erklärt. Auch das Ende wurde etwas verändert, was man gut oder schlecht heißen kann. Dennoch finde ich die Umsetzung des Buches sehr gut gelungen.

Vor allem grafisch sticht der Film sehr hervor und nutzt verschiedene Techniken, um die Handlung zu unterstreichen. So düster, wie man sich Edinburgh im Buch vorstellt, ist es dann auch im Film. Vielleicht noch etwas düsterer. Und auch wenn es bunte Farben im Film gibt, ist es kein Standard-Animationsfilm. Ein ernster Unterton schwingt immer mit.

Eine Besonderheit, die auch im Trailer nicht ersichtlich ist, ist, dass es sich bei dem Film eher um ein Musical handelt. Es gibt zahlreiche Gesangseinlagen, die die Gefühle und Stimmung der Figuren wesentlich besser herüberbringen als die bloße Handlung. Nicht alle Musikstücke haben mir gefallen, aber sie passen doch einfach immer zum Bild. Was mich wunderte war, dass die Lieder alle in Englisch vorgetragen wurden. Da das Buch und Mathias Malzieu aus Frankreich kommt, hätte ich eigentlich französische Lieder erwartet, aber zumindest wurde nicht versucht die Lieder einzudeutschen – Untertitel tun es auch. Die Musik stammt dabei von der französischen Band Dionysos.

Wer besondere Animationsfilme mit Gesangseinlagen mag, wird mit „Jack und das Kuckucksuhrherz“ sicherlich glücklich. Die Besonderheit des Films macht ihn dann aber auch zu keinem Blockbuster und steckt ihn leider in die Nischenfilm-Ecke.

Update zum Humble Sci-Fi eBook Bundle

Auch wenn das Update etwas kleiner ausgefallen ist als gewohnt, wurde das Humble Sci-Fi eBook Bundle erweitert. Zwei neue Bücher wurden hinzugefügt: Wer mehr als den aktuellen Durchschnitt zahlt (derzeit 11,44 US-Dollar) bzw. zahlte, erhält neben den bereits bekannten 11 Büchern noch „Budayeen Nights“ von George A. Effinger und „Justice and Her Brothers“ von Virginia Hamilton dazu.

„Justice and Her Brothers“ klingt sehr gut, was die dystopische Zukunft angeht, aber auch die muslimischen Cyberpunk-Geschichten aus „Budayeen Nights“ unterhalten sicherlich. Ich bin jetzt jedenfalls für die nächsten zwei Jahre gut mit Büchern ausgestattet. :)

Wochenrückblick 28/2014

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Neues Ubuntu Membership Board vorgestellt

Im April und Juni hat der Ubuntu Community Council neue Mitglieder für das Ubuntu Membership Board gesucht. Nun wurden die neuen bzw. teilweise alten Mitglieder vorgestellt: Alan Pope, Rick Spencer, Marco Ceppi, Chris Wayne, Svetlana Belkin, John Chiazzese, C de-Avillez, Pablo Rubianes and Silver Fox.

Quelle: Ubuntu Fridge

Nächster Online Summit im November

Damit die Online-Treffen der Ubuntu-Community näher an der Veröffentlichung einer Ubuntu-Version liegen, wird der nächste Online Summit vom 4. bis 6. November 2014 stattfinden. Dies ist zwei Wochen nach der Veröffentlichung von Ubuntu 14.10 „Utopic Unicorn“. Die Themen des Treffens werden später im Laufe der nächsten Monate bekannt gegeben.

Quelle: Ubuntu Fridge

Alpha-Version von Ubuntu MATE Remix erschienen

Ubuntu MATE Remix gibt es als erste Alpha-Version auf der Webseite zum Download. Als Desktopumgebung kommt, wie der Name schon sagt, der GNOME2-Fork MATE zum Einsatz. Mark Shuttleworth begrüßte das Erscheinen. Laut Webseite steht als eines der späteren Ziele auch die Adaption als offizielles Ubuntu-Derivat auf dem Plan.

Quellen: Golem, heise open

Support für Ubuntu 12.04.x HWE-Stack endet

Laut Mailingliste wird am 7. August 2014 das letzte Pointrelease von Ubuntu 12.04 „Precise Pangolin” mit der Nummer 12.04.5 erscheinen. In diesem Release wird auch der neue Ubuntu 14.04 HWE-Stack integriert sein, womit ältere HWE-Stacks ihre Unterstützung verlieren. Nutzer eines alten HWE-Stacks sind dazu aufgerufen, dann zu aktualisieren, damit sie weiterhin Sicherheitsupdates für Kernel und Grafik bekommen.

Neues rund um Linux

Andrew Tanenbaum setzt sich zur Ruhe

Ohne Andrew Tanenbaum gäbe es vermutlich kein Linux. Der US-amerikanische Informatiker, der vor allem für seine Forschung in den Bereichen Rechnerarchitektur, Computernetze und Betriebssysteme bekannt ist, zeichnet sich auch für das POSIX-konforme Betriebssystem Minix aus. Der Ärger mit diesem Minix-System war der Grund für Linus Torvalds Linux zu starten. Andrew Tanenbaum setzt sich nach 43 Jahren zur Ruhe und hält am 23. Oktober 2014 seine Abschiedsvorlesung an der Freien Universität Amsterdam.

Quellen: Linux-Magazin, heise open, Pro-Linux

Sorge um den Echtzeit-Kernel

Bereits vor einem halben Jahr hat Entwickler Thomas Gleixner auf die bescheidene Situation bei der Entwicklung des Echtzeit-Kernels hingewiesen. Es gebe nur wenige Sponsoren, wie z.B. Red Hat oder das OSADL, und auch nur wenige Mitentwickler. Da sich dies nicht gebessert hat, sieht sich der Gleixner außer Stande mehr Zeit in die Entwicklung zu stecken, weswegen nun einige geplante Funktionen wegfallen werden.

Quellen: Golem, heise open, Pro-Linux

Epic Games unterstützt Blender Foundation

10.000 Euro hat das Entwicklerstudio Epic Games, die vor allem für die Unreal-Engine und darauf basierende Unreal-Spiele bekannt sind, an die Blender Foundation gespendet. Nach eigenen Aussagen will das Studio damit unter anderem den Export von Modellen aus Blender in die Unreal Engine verbessern.

Quellen: Pro-Linux, heise open

Spielen unter Linux

Puzzle-Plattformer Mousecraft ist fertig

Eine Mischung aus Tetris und Lemmings stellt das Spiel MouseCraft von Entwickler Crunching Koalas dar. In den 80 Leveln muss man drei Mäuse sicher durch ein Versuchslabyrinth geleiten, indem man Tetris-Blöcke in den Weg liegt, über die sie klettern können. Das Spiel gibt es auf Steam oder Desura. Eine DRM-freie Version im Humble Store ist geplant.

Quelle: heise open

Hardware und Mobiles

Tizen Smartphone verschoben

Die Mobilsysteme Android, Firefox OS, Ubuntu Touch und Sailfish OS buhlen um die Gunst der Smartphone-Hersteller. Samsung setzt neben Android auf das Betriebssystem Tizen und wollte diesen Monat das Samsung Z in Russland auf dem Markt bringen. Der Start wurde nun auf unbestimmte Zeit verschoben, da noch nicht genügend Apps auf dem Markt sind, die man den Endkunden anbieten könnte.

Quelle: heise open

Internetverbindung prüfen

Seit etwas mehr als einer Woche spinnt mein Router und startet regelmäßig neu. Der Neustart löscht dabei das komplette Logfile, es sieht eher wie ein Stromausfall oder Wackelkontakt am Netzteil aus. Um ein Gefühl dafür zu bekommen und an den Kundenservice zu melden, wie oft das passiert, habe ich mir ein kleines Skript geschrieben.

Es gibt sicher auch fertige Skripte dafür, aber selbst schreiben macht ja immer mehr Spaß. ;)

#!/bin/sh

FAIL=0
FAILCOUNT=0
FAILDATE=""
FAILLOG=""
while [ 1 ]
do
    LOGDATE=`date +"%y%m%d"`
    RESULT=`ping -c1 -W1 -q 8.8.8.8`
    if [ $? -eq 1 -o "x$RESULT" = "x" ]
    then
        if [ $FAIL -eq 0 ]
        then
            # Erst beim zweiten Test (nach 10 Sekunden) eine Meldung ausgeben.
            if [ $FAILCOUNT -gt 0 ]
            then
                FAIL=1
                FAILLOG="$HOME/connection_$LOGDATE.log"
                echo "$FAILDATE Internet connection is down" >> "$FAILLOG"
            fi
        fi
        if [ $FAILCOUNT -eq 0 ]
        then
            FAILDATE=`date`
        fi
        FAILCOUNT=$((FAILCOUNT + 1))
    else
        if [ $FAIL -eq 1 ]
        then
            SECONDS=$((FAILCOUNT * 10))
            echo "`date` Internet connection is up again (lost for $SECONDS secs)" >> "$FAILLOG"
        fi
        FAIL=0
        FAILCOUNT=0
        FAILDATE=""
        FAILLOG=""
    fi
    sleep 10
done

Was das Skript effektiv macht, ist es alle 10 Sekunden den Server 8.8.8.8 (Google-DNS-Server) einmal anzupingen. Ich wollte erst den Router anpingen (der ja auch nicht erreichbar ist, wenn er neustartet), aber zum einen ist er eher erreichbar als die Internetverbindung aufgebaut ist und zum anderen gab es ein Problem, dass die Neueinwahl nicht mehr klappte, der Router aber erreichbar war.

Als Rückgabe des Pings gibt es normalerweise eine 0 für Erfolg (Paket kam an) oder eine 1 für Misserfolg (Paket verloren). Eine Besonderheit ist es, wenn man das Netzkabel zieht. Dann liefert ping zwar eine 0, aber mit der Ausgabe „connect: Network is unreachable“. Das fange ich durch die Abfrage des RESULT mit ab.

Wenn der Ping schief geht, zähle ich erst einmal nur FAILCOUNT hoch und speichere mir das Datum das ersten Fehlschlags für später. Ich gebe nicht sofort eine Fehlermeldung im Log aus, weil meine Internetverbindung immer mal Kurzabbrüche für wenige Sekunden hat, die den Ablauf nicht stören. Daher gebe ich erst eine Logmeldung aus, wenn FAILCOUNT größer als 0 ist, d.h. mindestens seit 10 Sekunden weg.

Im Namen der Logdatei speichere ich das Datum mit ein. Grund ist, dass ich die Wiedererreichbarkeit auf alle Fälle immer in dem Logfile sehen will, wo auch der Verbindungsabbruch steht, selbst wenn es am nächsten Tag ist (d.h. über Mitternacht hinweg).

Im Gutfall, d.h. der Ping kam an, berechne ich die Sekunden, wie lange der Ausfall war und schreibe dies in die Logdatei.

Das Skript läuft bei mir dann im Hintergrund mit und kostet kaum Ressourcen.

Humble Sci-Fi eBook Bundle

Da die Humble-Aktionen keine Besonderheit mehr sind, berichte ich nur noch selten darüber. Aktuell läuft aber eine Aktion, die alle Leser von Science-Fiction-Literatur freuen wird. Im Humble Sci-Fi eBook Bundle gibt es derzeit 11 Bücher von Open Road zum Selbstbestimmungspreis. Mehr werden im Laufe der nächsten Woche folgen.

Wer mindestens 1 US-Cent zahlt, erhält die Bücher „The Healer’s War“ von Elizabeth Ann Scarborough, „The Reluctant Swordsman“ von Dave Duncan, „Freehold“ von William Dietz, „The Time of the Dark“ von Barbara Hambly und „Wingman“ von Mack Maloney. Zwei davon sind der erste Teil einer Buchreihe, wenn ich das richtig sehe.

Wer mehr als den Durchschnitt zahlt (aktuell 11,72 US-Dollar) erhält die Bücher „Spellsinger“ von Alan Dean Foster, „I Have No Mouth and I Must Scream“ von Harlan Ellison, „The Forge of God“ von Greg Bear und „Song of Kali“ von Dan Simmons dazu. Mich interessieren vor allem die Kurzgeschichten von Harlan Ellison, aber auch der Weltuntergangsroman von Greg Bear klingt sehr interessant.

Wer darüber hinaus mindestens 12 US-Dollar zahlt, erhält „Encounter with Tiber“ von Buzz Aldrin (der auf dem Mond) und John Barnes sowie „Blackcollar“ von Timothy Zahn dazu.

Das Geld kann unter den Buchautoren, den Science Fiction & Fantasy Writers of America und First Book sowie den Humble-Machern verteilt werden. Die Aktion läuft noch bis zum 23. Juli 2014.

Alle Bücher sind DRM-frei und stehen nach dem Kauf als EPUB, MOBI und PDF zum Download zur Verfügung. Zusätzlich kann man die Bücher auch an seine Google-Bibliothek oder sein Kindle-Konto übertragen.