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Peaks of the Balkans 2018 – Teil 5: Budva, Kotor und Abschluss

Aufenthalt in Budva

Nach der langen Wanderung wollten wir noch etwas die Sonne am Meer in Montenegro genießen. Die schöne, alte Stadt Budva bot sich dafür sehr gut an. Wir kamen zu viert in der Vila Jovona unter, die einen tollen Blick aufs Meer und die Insel Sveti Nikola bot.

Blick vom Hotelzimmer.
Blick vom Hotelzimmer.

Budva hat eine schöne Altstadt mit verwinkelten Gassen, aber auch sehr viele Touristen. Die Steinstrände waren vor allem von russischen Urlaubern bevölkert (die Herkunft ist zumindest eine Vermutung meinerseits aufgrund des Flughafen-Abflugplans, siehe unten). Natürlich steckten wir die Füße auch einmal ins Wasser, aber entspannt baden wollten wir hier eher nicht. Ansonsten sind wir über die Stadtmauer und durch die Altstadt gelaufen.

Enge, verwinkelte Gasse.
Enge, verwinkelte Gasse.

Die Balletttänzerin von Budva.
Die Balletttänzerin von Budva.

Für den zweiten Tag in Budva buchten wir einen Ausflug im Reisebus. Erster Halt war in der ehemaligen Hauptstadt des Landes, Cetinje. Dort besuchten wir eine Kirche und ein Kloster, die ich beide aber wenig beeindruckend fand. Im Nationalpark Lovćen sind wir danach auf den Jezerski Vrh gestiegen (okay, zum großen Teil gefahren). Auf dem Gipfel liegt das Njegoš-Mausoleum, welches wir aber nicht besucht haben. Die dritte Station war ein Honigladen. Interessanter und schmackhafter waren der Schinken und der Käse, für die das Städtchen Njeguši bekannt ist.

Kloster in Cetinje.
Kloster in Cetinje.

Jezerski Vrh im Nationalpark Lovćen.
Jezerski Vrh im Nationalpark Lovćen.

Auf Grund des Besuchs in Njeguši bestellte ich mir Abends im Restaurant auch ein Njeguski-Steak, welches mit dem Schinken und Käse aus der Stadt gefüllt ist. Eine zweite Delikatesse ist ein ähnliches Gericht namens Karadjordjeva, bei dem das Steak aber noch gerollt und paniert wird (ähnlich wie Cordon Bleu). Natürlich konnten wir, d.h. die anderen, in Budva aber auch sehr gut jede Art von Meerestieren essen. Die montenegrinische Küche hält für jeden etwas bereit.

Zum Essen gab es Meerestiere und Karadjordjeva (oben links).
Zum Essen gab es Meerestiere und Karadjordjeva (oben links).

Abschluss in Kotor

Unsere zwei Begleiter verließen uns nach Budva und traten ihre Heimreise ein. Wir blieben noch ein paar Tage – weil die Flüge zurück in die Heimat einfach nicht besser gingen. Das war aber auch nicht so tragisch, so konnten wir noch ein bisschen Kotor erkunden. Die Hafenstadt ist vor allem für seine Altstadt und Stadtmauer bekannt. Daneben ist Kotor ein Standard-Anlegepunkt für zahlreiche Kreuzfahrtschiffe. An einem Tag legten gleich drei Stück an. Dementsprechend geschäftig ist die Stadt auch.

Stadtmauer von Kotor.
Stadtmauer von Kotor.

Verwinkelte Gassen in Kotor.
Verwinkelte Gassen in Kotor.

Ähnlich wie Budva bietet Kotor viele kleine Gassen und Häuser und versprüht damit einen gewissen italienischen Charme, was mir sehr gefallen hat. Vor allem die Wanderung zur Burgruine San Giovanni, welche die Stadt überragt, fand ich schön. Der Blick von oben ist herrlich. Ein kleiner Tipp: Wenn man dem Wanderweg Lovćen folgt, anstatt die Treppen innerhalb der Stadtmauer, kann man sich den recht teuren Eintritt von 8 Euro sparen und kommt so sogar noch an einer kleinen Kirche vorbei. In Kotor besuchten wir auch das Katzenmuseum, das vor allem für Katzenliebhaber zahlreiche Bilder, Zeichnungen und Fotos bereit hält.

Burgruine San Giovanni.
Burgruine San Giovanni.

Ein Kirche hinter der Burgruine.
Ein Kirche hinter der Burgruine.

Die Altstadt von Kotor.
Die Altstadt von Kotor.

Blick auf Kotor und Bucht.
Blick auf Kotor und Bucht.

Für den zweiten Tag in Kotor buchten wir für 30 Euro eine Reise auf einem Schnellboot. Im Hafen, direkt neben der Anlegestelle für die Kreuzfahrtschiffe, gibt es zahlreiche Anbieter, die sich auf den ersten Blick in nichts unterscheiden, auch nicht im Preis. Unser Boot fasste acht Personen, damit fuhren wir aus der Bucht von Kotor heraus. Erster Stopp war Gospa od Škrpjela, eine kleine Insel in der Bucht, auf der wir eine Kirche besuchen konnten. Danach ging es hinaus aufs Meer an der Gefängnisinsel Mamula vorbei bis zur Blauen Grotte (Plava Spilja). Durch das einfallende Licht wirkt das Wasser in der Höhle besonders blau. Drin schwimmen wollte ich aber aufgrund des Lärms und Gestanks nicht, da sich zahlreiche Boote in der Höhle tummelten. Dafür konnten wir vor der Grotte einmal in die Adria hüpfen. Auf dem Rückweg machten wir noch in einem der U-Boot-Verstecke Halt, welche getarnt an verschiedenen Stellen im zweiten Weltkrieg in die Berge gehauen wurden. Insgesamt war die Tour interessant, die Bootsfahrt empfand ich aber als etwas zu lang, für das, was ich am Ende sehen konnte.

Insel Gospa od Škrpjela.
Insel Gospa od Škrpjela.

Gefängnisinsel Mamula.
Gefängnisinsel Mamula.

Vor der Blauen Grotte (der Eingang ist links, im Bild nicht sichtbar).
Vor der Blauen Grotte (der Eingang ist links, im Bild nicht sichtbar).

Eingang zu einem U-Boot-Versteck.
Eingang zu einem U-Boot-Versteck.

Am 7. September 2018 ging unser Flug dann vom sehr kleinen Flughafen in Tivat zurück in die Heimat. Interessant war, dass von den 12 Flügen am Morgen 8 nach Russland und davon wiederum 7 nach Moskau gingen. Daran konnten wir auch die Hauptbesucher von Montenegro erkennen.

Schlussbemerkung

Ich gebe zu, auch nach der Tour wird Wandern nicht meine große Leidenschaft. Aber es hat mir zumindest so viel Spaß gemacht, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, eine ähnliche Wanderung noch einmal zu machen und freue mich sogar darauf.

Insgesamt freue ich mich, dass ich den Balkan bereisen und vor allem Albanien und Montenegro näher kennenlernen konnte. Ich wusste, bis auf ein bisschen der jugoslawischen Historie, sehr wenig über die Länder. Und so war es sehr schön, zum Teil die Menschen, die Küche und die Kultur aus erster Hand zu erleben. Auch hier kann ich mir sehr gut vorstellen, den Ländern – oder anderen in der Region – erneut einen Besuch abzustatten.

Vor allem vom Essen in Albanien und Montenegro bin ich begeistert. Auch wenn es in den Bergen nichts groß Außergewöhnliches gab, schmeckten mir die Kartoffeln extrem gut und das Fleisch war toll. Unsere Mahlzeit in Vusanje im Gästehaus Vucetaj war von allen aber die beste. Und aus Montenegro wird mich sicherlich das Njeguski-Steak und Bombice als Nachtisch noch eine Weile beschäftigen (bis ich es nachkoche/-backe).

Die „Peaks of the Balkans“-Route selbst ist landschaftlich sehr interessant und hätte das Wetter etwas mehr mitgespielt, wäre es sicherlich ein grandioses Wandererlebnis gewesen. Aber auch so empfand ich vor allem den Tag von Theth nach Vusanje, den Rundweg in Skala und die längere Wanderung von Babino Polje nach Dobërdol über den Gjeravica sehr abwechslungsreich.

Im Nachhinein war die Buchung eines Guides ein extrem gut Wahl. Ohne Adriatik hätten wir nie so spontan unsere Pläne ändern oder Fahrgelegenheiten besorgen können. Vor allem seine Kenntnis der Berge war von enormen Wert und hat uns sehr geholfen, die Tour durchzuziehen. Auch die Buchung über Balkan Natural Adventure hat sehr gut und problemlos funktioniert.

Der Abschluss in Budva und Kotor war gut und die Städtchen recht interessant für einen Tag, aber viel länger hätte ich dort nicht bleiben müssen.

Auf alle Fälle bin ich sehr froh, mich auf unbekanntes Terrain gewagt zu haben (sowohl von der Region als auch die Art der Fortbewegung). Und vor allem mit der gleichen Begleitung wiederhole ich das sehr gerne.

Unsere Wanderung „Peaks of the Balkans“.
Unsere Wanderung „Peaks of the Balkans“.
Copyright: OpenStreetMap-Mitwirkende, Lizenz: CC-BY-SA 2.0
Strecke 85,2 km (in 6 Tagen)
Höchster Punkt 2656 m (Gjeravica im Kosovo)
Höhenmeter 4750 m auf, 5395 m ab

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Kommentare

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mo am :

danke für's teilen dieses reiseberichtes! :-)

Joachim am :

Da sitzt einer neben mir im Büro und ich bekomme per Zufall mit, das er die Tour, die ich mir für dieses Jahr überlege schon gemacht hat. Aber eigentlic hhabe ich seine private Email-Adresse gesucht.

Ich werde nach weiteren Informationen fragen.

Dee am :

Immerhin so konntest Du Kontakt mit mir aufnehmen. :) Ich dächte, dass ich Dir letztes Jahr von der Reise erzählt habe. Aber wenn nicht, kann ich das nachholen. Wir sehen uns im Büro.

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