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Via Claudia Augusta 2016: Mit dem Rad nach Venedig und Verona – Teil 3

Tag 3: Imst – Nauders (24.08.2016)

Das Frühstück im Hirschen gestaltet sich etwas konfus, da kaum Platz vorhanden war. Als ich irgendwo platziert wurde, habe ich wie gewohnt die Serviette hingelegt und wollte mir Brötchen holen. Als ich zurückkam, war der Platz besetzt und ich durfte erneut um eine Zuweisung bitten. Der deutsche Brauch, mit Handtüchern bzw. Servietten einen Platz zu reservieren, funktioniert also nicht überall. ;)

Gegen 8 Uhr ging es dann weiter, immer schön auf einem geteerten Weg am Inn entlang. Die Berge rechts und links begeisterten mich immer noch. Ab Schönwies geht es dann etwas steiler bergauf von 744 m auf 935 m, bis man oben bei der Kronburg ankommt, die ich aber nicht besucht habe. Mein Ziel war nämlich Zams.

Ausblick auf Zams.
Ausblick auf Zams.

In Zams gibt es eine Venetseilbahn, die – wie der Name sagt – auf den Venet hochführt, konkret auf den Krahberg mit einer Höhe von 2208 m. Von dort hat man eine großartige Aussicht auf die umgebenden Gebirgsketten wie die Ötztaler Alpen, die Ortlergruppe oder die Kaunergratgruppe. Eine kurze Vormittagspause bietet sich dort oben an. Man kann auch von hier aus eine Wandertour auf die verschiedenen Gipfel starten und in Hütten übernachten.

Blick vom Krahberg.
Blick vom Krahberg.
Wanderweg zum Krahberg-Gipfel.
Wanderweg zum Krahberg-Gipfel.

Danach ging es durch Landeck durch bis nach Prutz. Dort findet man am Radweg einen Sauerbrunnen, der seinem Namen alle Ehre macht. Das Wasser enthält laut Infotafel Eisen, Kalzium, Magnesium und Schwefel – und vor allem das letzte schmeckt man enorm. Ich habe mir eine halbe Flasche abgefüllt, dann aber im Laufe des Tages mit normalen Wasser gemischt. ;)

Prutzer Sauerbrunnen.
Prutzer Sauerbrunnen.

Dann noch schnell durch Pfunds durch und man übertritt die schweizer Grenze. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich vier Länder durchfahre, aber für ca. 7 Kilometer fährt man auf der B184 bzw. B27 durch die Schweiz. Am Ende in Martina muss man sogar eine Zollstelle passieren, wobei ich einfach durchgewunken wurde. Die Strecke nach Martina auf der Bundesstraße ist nicht so toll, weil die Straße nicht extrem, aber schon gut befahren ist. Vor allem gibt es einen (kurzen) Tunnel, in dem das Fahren wegen Wind und Lautstärke durch andere Autos und LKW nicht so toll war. Vor allem als Familie mit Kindern stelle ich mir das etwas problematisch vor.

Und dann ging es auch schon aufwärts. Ab Martina beginnt der Reschenpass über die B185. Obwohl es einen Bundesstraße ist, ist sie extrem wenig befahren, da die meisten Autos über die B180 den Pass überqueren. Wichtig: Die B180 sollte man aus dem Grund definitiv nicht fahren, was auch nicht erlaubt ist!

Der Reschenpass nach Nauders hoch ist gar nicht so schlimm, wie gedacht. Wenn man einfach gemütlich und kontinuierlich ohne viel Kraftaufwand in die Pedale tritt schafft man die nicht ganz 400 Höhenmeter in einer Stunde, wobei man sich auch noch mehr Zeit lassen kann. Nauders bzw. der Ortseingang befindet sich auf 1400 m Höhe, was aber immer noch nicht der höchste Punkt der Tour war.

Blick auf den Bazahlerkopf (vermutlich).
Blick auf den Bazahlerkopf (vermutlich).

Am Ende kam ich gegen 15:30 Uhr in Nauders in der Pension Anni Winkler an, die ich am Vortrag über Booking.com gebucht hatte. Nach der obligatorischen Dusche bin ich etwas durch den Ort gewandert und habe mir das Schloss angeschaut, welches in Privatbesitz ist. Für 6 Euro kann man diverse Ausstellungsstücke über die Arbeit von früher, über den Gerichtsstand, die Hexenprozesse und mehr anschauen.

Schloss Naudersberg.
Schloss Naudersberg.
Nauders vom Schloss aus.
Nauders vom Schloss aus.

Strecke:80,85 km
Fahrtzeit:5:46 h
Ø-Geschwindigkeit:14,0 km/h
Höchster Punkt:1401 m
Aufstieg:1783 m
Abstieg:1145 m

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Kommentare

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Bernd am :

Ach schön, das obere Inntal. :-) Bin da leider nur mal beruflich gewesen, die Strecke Prutz/Ried/Maria Stein/Martina kenne ich daher auch, haben dort verschiedene Teil-Baustellen. An denen bist du sicher vorbei gekommen. :-) Der Tunnel an der Strecke ist wirklich keine Freude, will man eigentlich schon mit dem Auto nicht fahren.

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