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Via Claudia Augusta 2016: Mit dem Rad nach Venedig und Verona – Teil 5

Tag 5: Meran – Mezzocorona (26.08.2016)

Ursprünglich war geplant, dass ich an dem Tag von Meran bis Trient fahre. Irgendwie hatte ich mich dabei aber verrechnet, denn das wäre ein Weg von 110 Kilometern gewesen, was nicht unbedingt sein muss, zumal immer mal wieder kleinere Steigungen dazwischen lagen. Insofern hatte ich am Vortrag bereits entschlossen, nur die 75 Kiloemeter bis Mezzocorona zu fahren. Im Endeffekt hatte ich mich auch dabei verrechnet …

Die Strecke an der Etsch entlang bis Bozen ist sehr schön, wobei es auch ein paar Steigungen gibt, die aber alle gut zu bewältigen sind. In Bozen stößt man dann am Ortseingang bereits auf das Schloss Sigmundskron. Dieses beherbergt das Messner Mountain Museum Firmian, dem ich einen Besuch abgestattet habe. Für 10 Euro kann man sich recht gut zwei Stunden in der Burganlage aufhalten und viel über Bergsteigen und andere (vor allem asiatische) Kulturen erfahren. Die zahlreichen Statuen indischer Gottheiten sind über das ganze Areal verstreut, aber auch der Buddhismus nimmt mit dem Gebetstempel einen gewissen Stellenwert ein. Auch zur Geschichte von Bozen und der Bedeutung des Schlosses gibt es viel zu erfahren.

Schloss Sigmundsgrund.
Schloss Sigmundsgrund.
Löwe am MMM-Eingang.
Löwe am MMM-Eingang.

Bis 13 Uhr war ich im Museum und habe dann noch einen kleinen Abstecher nach Bozen selbst gemacht, um den Dom Maria Himmelfahrt (von außen) anzuschauen. Es war zwar schon 13:30 Uhr, aber es waren eigentlich auch nur gedachte 35 Kilometer bis zum Ziel. Von der Strecke her wurden die Berge rundherum weniger grün und dafür mehr felsiger.

Dom Maria Himmelfahrt in Bozen.
Dom Maria Himmelfahrt in Bozen.

Von Bozen aus entschied ich mich gegen den eigentlichen Radweg nach Kaltern und fuhr weiter an der Etsch gen Süden. Dennoch wollte ich am Kalterer See einmal Halt machen und musste dadurch den kleinen Hügel (388 m), der Etsch (230 m) und See (220 m) trennt überqueren. Dort machte ich auch das erste Mal mit dem nachmittäglichen Gegenwind, der vom Gardasee herkommt, Bekanntschaft – der Ora.

Kalterer See.
Kalterer See.

Bei Kilometer 89 in Salurn fiel mir dann auf, dass die geplanten 75 km irgendwie nicht stimmten. Der Gegenwind zehrte auch ein klein wenig an den Kräften und ich hätte am liebsten hier irgendwo Halt gemacht und übernachtet. Da das Hotel aber in Mezzocorona reserviert war, musste ich noch 10 Kilometer fahren.

In Mezzocorona kam ich gegen 17:30 Uhr an. Das gebuchte Hotel Draco war leider nicht so toll. Der Empfang war eher unfreundlich, das Zimmer verraucht, warm und laut. Der Grund für Mezzocorona war der Hinweis im Reiseführer, dass es einen Höhlenburg mit dem Castello di San Gottardo gibt, die man erklettern kann. Aufgrund des diesigen Wetters konnte ich leider nichts in den Bergwänden erkennen und fand auch den Weg zur Burg nicht. Im Nachhinein frage ich mich, wieso, weil man auf der OSM-Karte den Weg gut sehen kann. :( Effektiv blieb am nächsten Morgen nur ein Foto aus der Entfernung.

Stattdessen bin ich durch das Örtchen gelaufen und mit der Seilbahn (von 260 m auf 880 m) hoch nach Monte die Mezzocorona gefahren. Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf das Tal und die darin liegende Orte.

Blick auf das Tal (rechts unten ist Mezzocorona).
Blick auf das Tal (rechts unten ist Mezzocorona).
Die Höhlenburg mit dem Castello di San Gottardo.
Die Höhlenburg mit dem Castello di San Gottardo.

Kirche bei Tag …
Kirche bei Tag …
… und bei Nacht.
… und bei Nacht.

Strecke:98,15 km
Fahrtzeit:5:38 h
Ø-Geschwindigkeit:17,4 km/h
Höchster Punkt:388 m
Aufstieg:1139 m
Abstieg:1243 m

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