Samstag, 9. Februar 2013Buch: The Wind Through the Keyhole
Ein bisschen fühlt sich das neueste Buch aus dem King'schen Mittwelt-Universum wie Inception in Schriftform an. Die Geschichte spielt zwischen Band 4 und Band 5 der „Der dunkle Turm“-Reihe. Rolands Ka-tet muss auf dem Weg nach Calla Bryn Sturgis ungewollt Unterschlupf vor einem fürchterlichem Sturm („Starkblast“ genannt) suchen, der die Temperaturen auf mehrere Minusgrade fallen lässt und alles einfriert und wegbläst, was ihm in den Weg kommt. Um die Nacht zu überstehen, erzählt Roland seinen Freunde eine Geschichte aus seiner Jugend. In dieser Geschichte jagt er als junge Revolvermann mit seinem Freund Jamie DeCurry einen Mörder („Skin-Man“), der sich angeblich in diverse Tiere verwandeln kann und so die Menschen in einem kleinen Örtchen und der nahe gelegenem Salzmine bedroht. Es gibt aber einen Augenzeugen, den Jungen Billy. Diesen nimmt Roland in Schutzhaft und will ihm am nächsten Tag einige der potentiellen Täter zur Gegenüberstellung vorführen. Damit der Junge weniger Angst in der Nacht bekommt, erzählt Roland ihm die Geschichte „The Wind Through the Keyhole“, die seine Mutter ihm früher immer vorgelesen hatte. Darin geht es um den jungen Tim Ross, der mit seiner Mutter und seinem Vater im Örtchen Tree wohnt. Eines Tages kehrt sein Vater nicht mehr aus dem Wald vom Holzfällen zurück. Sein Partner Bern Kells erzählt, ein riesiger Drache habe sie angefallen und seinen Vater umgebracht. Ohne Einkommen ist Tims Mutter auf Bern Kells angewiesen und nimmt diesen kurzerhand als Mann. Als dieser aber im Rausch Tims Mutter so sehr prügelt, dass sie erblindet, rennt Tim fort, in der Hoffnung, eine Lösung zu finden. Dabei erlebt er viele Abenteuer, die aus ihm an Ende auch einen Revolvermann machen. Ich freue mich über jeden weiteren Schnipsel, den es zur „Der Dunkle Turm“-Reihe gibt. Für mich ist dies die beste Geschichte, die ich in meinem bisherigen Leben gelesen habe. Auch ein „Herr der Ringe“ reicht für mich nicht daran heran. Um so schöner war es, Roland, Eddie, Susannah und Jake wieder zu sehen, auch wenn die Hauptgeschichte sich weniger um das Ka-tet dreht als gedacht. Der Mittelpunkt ist Tim Ross und seine Abenteuer. Hierbei werden aber viele Elemente aus der „Der Dunkle Turm“ aufgegriffen, die den Bogen zur Originalserie schlagen. Vom Stil her ist das wieder ein echter King. Sobald man angefangen hat, fliegen die Seiten nur an einem vorüber und ehe man sich versehen hat, ist das Buch zu Ende. Dabei sieht man im Kopf ganz klar den jungen Tim vor sich, wie er sich mutig gegen einen Sumpfdrachen stellt oder sich mit Siris Nachfolgerin (Insider für die, die das Buch gelesen haben) anfreundet. Hier geht es mir wie bei den meisten King-Büchern: Ich kann einige Jahre später nicht mehr sagen, ob ich das Buch gelesen oder den Film gesehen habe. Das ist etwas, was nicht jedem Autor gelingt. Wer „Der Dunkle Turm“ gelesen hat, muss sich das Buch einfach holen. Ob auf Deutsch oder Englisch ist dabei egal, wenn die neuen Übersetzungen immer noch so gut wie die alten sind. Auf Deutsch heißt das Buch einfach nur „Wind“, ist aber noch nicht als Taschenbuch erhältlich, sondern nur als gebundene Ausgabe. Samstag, 19. Januar 2013Bücher bringen Freude 2Da ich relativ viel lese, sammeln sich hier immer mehr Bücher an. Ich könnte mir zwar einfach mehr Regale kaufen, aber in der Regel lese ich Bücher doch kein zweites Mal. Was liegt da näher als die Bücher wegzugeben. Das geht dann entweder gegen Bares bei einem großem Online-Auktionshaus oder gegen ein anderes Buch bei einer Tauschplattform. Ich könnte die Bücher natürlich auch einfach hier im Blog an die Leser verschenken (das mache ich ggf. das nächste Mal), aber am einfachsten ist es für mich, in die Stadtbücherei zu gehen. Diese freuen sich über jede Buchspende und vor allem haben mehr Leute etwas davon. Im November 2011 hatte ich das letzte Mal Bücher abgegeben und heute war es wieder mal so weit. Folgende Bücher habe ich der Bücherei überlassen:
„Code and Other Laws of Cyberspace“ ist im Übrigen eines der wenigen Bücher, das ich nicht gelesen habe. Das Buch gab es als Geschenk für eine kleine Spende bei der Electronic Frontier Foundation. Lawrence Lessig ist zwar ein bekannter Name im Free-Software-Umfeld, aber nach zwei Kapiteln habe ich aufgegeben, da die Anwaltssprache (dazu noch auf Englisch) einfach zu anstrengend war. Samstag, 5. Januar 2013Buch: Bildbearbeitung mit Gimp 2.8
Das Bildbearbeitungsprogramm GIMP ist eines der Open-Source-Programme, das auf allen großen Betriebssystemen beliebt ist und intensiv genutzt wird. Im Mai 2012 erschien die neueste Version GIMP 2.8, der sich Autor Winfried Seimert in dem Buch „Bildbearbeitung mit Gimp 2.8“ widmet. Inhalt
„Bildbearbeitung mit Gimp 2.8“ beginnt ganz klassisch mit einer Einleitung und erklärt, was GIMP ist und dass es als Open-Source-Programm unter einer freien Lizenz (GPL) verbreitet wird. Schade ist, dass der Autor Winfried Seimert nicht erklärt, was diese freie Lizenz genau für die Benutzer bedeutet. Im Buch wird der Begriff eher als synonym für die kostenlose Verfügbarkeit gebraucht. Da wundert es es nicht, wenn im Buch auch nur auf Windows eingegangen wird. Sicherlich wird erwähnt, dass GIMP für Linux und Mac verfügbar ist, aber weder bei der Installationserklärung wird darauf eingegangen, noch findet man auf der beiligenden CD etwas anderes als die Windows-Installationsdatei. Nach Einleitung und Installation folgen in den einzelnen Kapiteln die wichtigstens Punkte, die man beim Umgang mit GIMP wissen sollte: Ebenen, Bildoptimierung, Freistellen, Fotomontage und -retusche und Filter. Auf den 192 Seiten erhält man also eine guten Überblick über die Fähigkeiten des Bildbearbeitungsprogrammes. Am Anfang jedes Kapitels steht dabei als kleine Vorschau auch, was die Ziele des folgenden Kapitels sind und was man dabei lernen kann. Dies motiviert zum einen beim Lesen, zum anderen erfährt man auch auch gleich, ob das Kapitel für einen überhaupt relevant ist. Anspruch und Zielgruppe
Das Buch richtet sich klar an Leute, die mit GIMP bisher wenig bis gar keine Berührungspunkte hatten. So wird auch am Anfang erklärt, wie man eine Datei öffnet oder was Tooltips sind. Dies sind Dinge, die einem normalen Computerbenutzer von anderen Programmen schon bekannt sind und in GIMP leicht intuitiv erschlossen werden könnten. Glücklicherweise wird nicht nur die reine Funktionalität von GIMP aufgelistet, sondern anhand von Beispielen gezeigt, was eine bestimmte Option bewirkt. Dennoch, und das erwähnt der Autor auch am Anfang, lernt man GIMP am besten kennen, wenn es neben dem Buch auch gleich bedient wird und man so bei eigenen Bildern sieht, was ein bestimmter Filter oder ein bestimmtes Werkzeug bewirken. Abbildungen helfen beim Verständnis, wobei die teilweise an Tutorials angelehnten Bedienungsschritte oft zu wenig zeigen, als dass sie wirklich aus dem Buch allein verständlich wären. Dennoch gelingt der Spagat recht gut, auch mit bloßen Worten zu beschreiben, was die Bildbearbeitung leistet. Vor allem Hintergründe werden dabei auch erklärt, die zum Verständnis einiger Bildbearbeitungstechniken wichtig sind. Kritik
Kritik am Buch gibt es wenig. Auf den weniger als 200 Seiten ist so viel erklärt, wie möglich war. Dabei dient das Buch nicht als Referenz (so wie z.B. das Buch „GIMP – kurz & gut“, freiesMagazin 03/2010), sondern bietet wirkliche Anleitungen zum Mitmachen. Die Anleitungen halten sich aber natürlich in Grenzen. Die erzielten Ergebnisse sind sehr einfach und fern von einer professionellen Bildbearbeitung. Vor allem bei der Foto-Montage und -retusche kann man zwar etwas lernen, aber wenn man die Anleitung nur so befolgt, sieht man, dass ein Laie am Werk war. Die zahlreichen Abbildungen helfen dabei natürlich sehr, auch wenn man GIMP gerade nicht zur Hand hat. Leider sind alle Abbildungen nur in Graustufen gehalten. Prinzipiell schadet das nicht, wenn aber der Farbtonkreis erklärt oder ein Beispiel, um rote Augen zu entfernen, gezeigt wird, dann geht definitiv der Sinn verloren. Die Vorher-Nachher-Bilder sehen dann einfach nur identisch aus. Schade ist, dass oft nur auf Windows eingegangen wird bzw. Windows-Spezifika erklärt werden. Das fängt bei der Erstellung von Screenshots und der Anbindung an den Scanner an und hört beim Hinzufügen von Plug-Ins nicht auf. Da GIMP aus der Open-Source-Ecke und Linux kommt, wäre dies schon wünschenswert. Auch auf die CD hätte man etwas mehr draufpacken können als eine 72-MB-große Installationsdatei für Windows. Videotutorials wären sicherlich großartig, aber dafür gibt es andere, gute Bücher (wie z.B. das Buch „GIMP 2.8“ von Georg Hornung). Auf die Eigenheiten von GIMP 2.8 wird seltsamerweise nirgends im Buch eingegangen. So werden keinerlei Besonderheiten erwähnt. Das hat den Vorteil, dass man so gut wie alle Anleitungen auch unter GIMP 2.6 nachmachen kann. Der Nachteil ist, dass man nicht immer genau weiß, ob man es nachmachen kann. Theoretisch hätte das Buch aber einfach nur "Bildbearbeitung mit Gimp" heißen können. Vom Inhalt her fehlt wenig. Etwas vermissen könnte man als GIMP-Kenner vielleicht nur das Freistellen mittels der Schnellauswahlmaske ([Shift]+[Q]), die bei vielen Nutzern beliebt ist, dafür aber auch ähnlich wie die Vordergrundauswahl funktioniert, die wiederum erklärt wird. Alles in allem ist „Bildbearbeitung mit Gimp 2.8” eine interessante, kurze und preiswerte Lektüre, wobei man sich schon fragen muss, ob man die Tutorials im Internet nicht besser und ausführlicher wieder findet – zumal nicht auf die Neuerung von GIMP 2.8 eingegangen wird. Freitag, 4. Januar 2013Buch: Der Prozess
Josef K. wird eines Morgens in seiner Wohung verhaftet. Dabei ist die Verhaftung nicht direkt eine Verhaftung, sondern eher eine formale Unterrichtung, dass er verhaftet sei und sein Prozess beginne. Was ihm vorgeworfen wird, erfährt Josef K. nicht. Anfangs nimmt er den Prozess auf die leichte Schulter, sein Leben wird aber immer weiter davon beeinflusst. Ich hatte Kafka nie in der Schule gelesen und „Die Verwandlung“ sowie „Der Prozess“ waren mir seit jeher ein Begriff. Durch meinen neuen E-Book-Reader (Später ein Review dazu.) kam ich in den Genuss der frei verfügbaren Werke von Kafka. „Der Prozess“ war das erste Buch, was ich mir antun wollte. Und „antun“ trifft es wirklich. Ich kann jeden Schüler verstehen, der das Buch mit Grauen in die Ecke wirft und sich modernerer Trivial-Literatur hingibt. Ich gestehe, dass ich bis zum Ende nicht begriffen habe, um was es in dem Buch geht. Mir geht es da wie Josef K., der nie erfährt, um was es in seinem Prozess geht und auch rein gar nichts dagegen machen kann. Ich habe auch die aneinandergereihten Wörter gelesen, den Weg von Josef K. nachverfolgt, aber verstehe einfach nicht, wie die Dinge zusammenspielen. Sicherlich kann man einzelne Aspekte herausgreifen, wie Kritik an der Justiwillkür und dem Unvermögen des einfachen Menschen dagegen etwas zu tun. Oder man sieht das ganz eher als einen inneren Prozess, für eine Schuld Josef K.s, die man als Leser nicht erfährt. Diese Unklarheit mag ich aber an Büchern nicht. Ich möchte Bücher lesen, um unterhalten zu werden oder etwas zu lernen. Wenn ich ein Buch erst selbst interpretieren muss, um einen Sinn daraus zu erkennen, wird mir der Spaß am Lesen genommen. Ich hoffe einfach mal, dass „Die Verwandlung“ besser wird. Wenn nicht, kann ich zumindest sagen, dass ich Kafka gelesen habe. Über ein Verständnis des Gelesenen habe ich dann noch keine Aussage getroffen … Dienstag, 4. Dezember 2012Buch: Dead Witch Walking
Cincinnati in einer postapokalyptischen Welt. Ein Großteil der Menschen wurden von einem Virus dahingerafft, nur Wenige überlebten. Und die, die überlebten, durften sich plötzlich die Welt mit Fantasy-Kreaturen teilen. Bisher im Dunkeln verborgen trauten sich Vampire, Werwölfe, Zauberer und Hexen (sogenannte Inderlander) dank ihrer Überzahl vor die Tür und beanspruchten gleiche Rechte wie die Menschen. Rachel Morgan ist auch eine Hexe und arbeitet als Runner bei Inderland Security, eine Behörde, die aufpasst, dass niemand von den Inderlandern etwas Böses tut. Als Rachel kündigt und die beste Runnerin Ivy mitnimmt, um gemeinsam mit ihr eine Privatdetektei zu gründen, wird ein Kopfgeld auf sie angesetzt … Die „Rachel Morgan“-Reihe von Kim Harrison ist sehr erfolgreich (bisher schon über 10 Bücher) und wurde mir letztens von jemandem empfohlen. Aus dem Grund habe ich mir das Buch besorgt und gelesen. Insgesamt war es eine gute Lektüre, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Zuerst richtet sich „Rachel Morgan“ eher an die weibliche Leserschaft. Im Gegensatz zur Twilight-Reihe ist Rachels Person glücklicherweise sehr gut charakterisiert und kein weißes Blatt, in das man sich hineinprojizieren kann. So wird alles von den roten, lockigen Haaren hin bis zur engen Lederhose detailliert beschrieben, sodass man eine klare Vorstellung hat, mit wem man es zu tun hat. Gleichermaßen ist das Buch aber aus Sicht der Protagonistin geschrieben, sodass man Einblicke in die Gedankengänge von Rachel bekommt. Und dass sie da dem einen oder anderen Mann hinterherschaut bzw. Aussagen über dessen Hintern trifft, ist sicherlich passend, aber für die meisten männliche Leser nicht mehr ganz nachzuvollziehen. Ein zweiter Kritikpunkt ist das offene Ende. „Dead Witch Walking“ bzw. die „Rachel Morgan“-Reihe wurde von Kim Harrison scheinbar von Anfang an als Reihe auslegt. So werden Ereignisse und Gegner eingeführt, die in späteren Büchern wieder auftauchen. So ist es etwas frustrierend, wenn Rachel 400 Seiten den Bösewicht jagt, nur damit am Ende gesagt wird, dass der Rest später erledigt wird (letzter Satz: „I'd figure everything else out later.“) Wie oben schon gesagt, liest sich das Buch aber dennoch sehr gut. Sprachlich in meinen Augen etwas einfacher gehalten ist es auch für Leser geeignet, die kein perfektes Englisch können (einige Fantasy-Begriffe ausgenommen). Es ist sehr witzig und bleibt bis zum Ende spannend. Für weibliche Fantasy-Fans also bedingungslos empfehlenswert, für männliche Leser mit kleinen Abstrichen dennoch unterhaltsam. Auf Deutsch wird „Dead Witch Walking“ unter dem Titel „Blutspur“ vertrieben. Dabei fangen alle „Rachel Morgan“-Titel im Deutschen mit „Blut“ an. Montag, 12. November 2012Buch: Computerspielanalyse konkret: Methoden und Instrumente erprobt an Max Payne 2
Dass ich Bücher mit Analysen über Computerspiele mag, ist seit „See? I'm real...“ Multidisziplinäre Zugänge zum Computerspiel am Beispiel von 'Silent Hill' klar. Auf meiner Leseliste stand daher schon des Längeren die Arbeit von Danny Kringiel, der sich mit dem Computerspiel May Payne 2 auseinandergesetzt hat. „Max Payne 2“ hat er gewählt, weil sich hieran viele verschiedenen Methoden und Instrumente der Computerspielanalyse zeigen lassen. Aufhänger für das Buch ist die Erforschung von Methoden zur Computerspielanalyse. Vor allem bei Shootern blöken Politiker unwissenderweise gerne irgendwelche Studien nach, die die Gefährlichkeit von solchen Spielen zeigen sollen. Dass ein Konkret werden sechs Aspekte des Computerspiels betrachtet:
Am Schluss werden diese sechs Aspekte zueinander in Relation gesetzt und ihre gegenseitige Beeinflussung untersucht. Im Anhang des Buches gibt es auch den aus der Untersuchung hervorgegangenen Fragenkatalog. Die über 200 Fragen können auch auf andere Spiele angewendet werden. Und auch wenn es für eine Rezension in einem Computerspielmagazin zu viel wäre, täte ein Blick der Schreiber in diesen Katalog der Rezension sicher nicht schlecht. Ich ertappe mich inzwischen bei verschiedenen Computerspielen, wie ich versuche, diese zu analysieren, was Charaktere, Story und Lernmotivation angeht. Es kann mitunter ziemlich interessant sein, auch einmal hinter das Computerspiel zu schauen. Jedem, der das Buch in den Händen hält, sollte klar sein: Es handelt sich um eine wissenschaftliche Arbeit. Die Sätze sind oft mit Fremdwörtern gespickt, es gibt Fußnoten (insgesamt 752) und Referenzen ohne Ende. Dennoch lesen sich die meisten Kapitel sehr interessant und wer Interesse an „Game Studies“ hat, liegt mit diesem Buch sicher nicht falsch. Mittwoch, 17. Oktober 2012Update zum Humble eBook BundleVor einer Woche startet das Humble eBook Bundle mit acht Büchern in digitaler Form. Heute hat das Bundle ein großes Update erfahren. Wer mehr als den aktuellen Durchschnitt bezahlt (derzeit 13,53$), bekommt zusätzlich fünf Comic-Bände dazu, darunter berühmte Serien wie xkcd oder Penny Arcade. Wer noch nicht zugeschlagen hat, sollte dies jetzt tun ... Mittwoch, 10. Oktober 2012Humble eBook BundleEs gibt ein neues Humble Bundle! Weil die Humble-Macher dachten, dass die Leute auch mal etwas Sinnvolleres als nur Computer spielen sollten (diese Annahme ist eine reine Erfindung!), enthält das neue Bundle acht Bücher in digitaler Form. Stranger Things Happen (2001) von Kelly Link enthält elf fantastische Kurzgeschichten. Der Nachfolger Magic for Beginners (2007) enthält neun Kurzgeschichten aus den Bereichen Fantasy und Grusel. Zwei der Geschichten haben bereits bekannte Preise gewonnen (Hugo und Nebula Award). In Invasion: The Secret World Chronicle (2011) von Mercedes Lackey, Steve Libby, Dennis Lee und Cody Martin geht es um den Kampf zwischen Superhelden auf der Erde und den Schurken einer parallelen Dimension. Das Buch ist der erste Teil einer größeren Saga. Der zweite Teil davon ist in 2012 erschienen. Zoo City von Lauren Beukes (2010) spielt in einem alternative Südafrika, wo die ehemalige Journalisten Zinzi December einen Mordfall aufdecken muss. Pump Six and Other Stories (2010) stammt von Paolo Bacigalupi, den ich bereits durch The Windup Girl kenne. „Pump Six and Other Stories“ enthält elf Kurzgeschichten aus dem Science-Fiction-Genre. Der Name Cory Doctorow dürfte auch einigen in der Open-Source-Szene bekannt sein. Dieser ist mit dem Titel Pirate Cinema (2012) vertreten, welches erst diesen Oktober erschienen ist. Sein Buch beschäftigt sich in Romanform mit der aktuellen Tendenz, das illegale Herunterladen von Filmen unter immer höhere Strafen zu stellen. Wer mehr als den aktuellen Durchschnitt zahlt, bekommt noch Old Man's War (2007) von John Scalzi dazu. Dies ist eine Science-Fiction-Geschichte, die sich mit der Kolonisation fremder Planeten beschäftigt, die von anderen außerirdischen Völkern bewohnt werden. Als weitere Dreingabe, wenn man mehr als den aktuellen Durchschnitt zahlt, erhält man die grafische Novelle Signal to Noise (2007) des Autors Neil Gaiman (u.a. bekannt für Coraline oder Stardust) und des Zeichners Dave McKean. In dem Buch geht es um einen an Krebs sterbenden Filmregisseur, der sein größtes Meisterwerk nie beenden konnte und dennoch in seinen letzten Stunden daran arbeitet. Wie auch bei den Spielen sind die Bücher DRM-frei und liegen in verschiedenen digitalen Formaten (PDF, EPUB, MOBI) vor. Jeder kann den Preis selbst bestimmen und in variablen Anteilen auf die Autoren, die Humble-Anbieter, die Electronic Frontier Foundation, die Charity-Organisation Child's Play und die Science Fiction & Fantasy Writers of America verteilen. Das Angebot besteht noch bis zum 24. Oktober 2012. Drei der Autoren kenne ich bereits, aber auch die anderen Geschichten klingen interessant, zumal fast alle aus dem Genre Fantasy und Science Fiction stammen. Für mich ist das Angebot daher ein Pflichtkauf, auch wenn ich gar keinen E-Book-Reader habe. Aber ggf. ist das Bundle endlich mal ein Grund, einen zu kaufen. :) Sonntag, 30. September 2012Buch: Snuff
Der Kommandant der Stadtwache, Sam Vimes, will mit seiner Frau Sybil und seinem Sohn Sam auf ihrem großen Anwesen Urlaub machen. Aber der Kommandant kommt nicht in Urlaubsstimmung, was nicht nur daran liegt, dass das Landleben viel zu laut für ihn ist. Statt Schreie, Schlägereien und Sirenengeheul gehen ihm die Vögel, Frösche und Grillen jede Nacht auf die Nerven. Aber auch so hat er alle Hände voll zu tun, da der Tod eines Goblin-Mädchens die Spur auf einen Schmuggler-Ring und eine noch viel größerer Schandtat lenkt. Sam Vimes wäre nicht Polizist, wenn er dem nicht nachgehen würde. „Snuff“ ist das derzeit neueste Buch von Terry Pratchett. Die Thematik des Goblin-Mordes (und was noch dahinter steht) macht das Buch sehr düster und ernst im Gegensatz zu anderen Scheibenwelt-Romanen. Sicherlich streut Pratchett auf jeder Seite wieder bissige Bemerkungen und abstruse Anekdoten ein, die einen zum Lachen bringen, dennoch bleibt ein Beigeschmack. Man kann nicht das ganze Buch über lachen. Natürlich löst sich zum Ende hin der ganze Fall auf und alle bösen Buben werden ihrer gerechten Strafe zugeführt. Alles in allem ein gutes Pratchett-Buch, was man wie üblich schnell durchlesen kann. Mir gefällt, dass in zukünftigen Romanen die Goblin-Rasse ggf. öfters eine größere Rolle spielt. Auf Deutsch ist der Roman unter dem Titel Steife Prise erschienen. Donnerstag, 16. August 2012Buch: The Hobbit
Bilbo Baggins lebt ganz ruhig und vergnügt in Hobbiton. Doch eines Tages erscheint der Zauberer Gandalf und mit ihm eine ganze Reihe Zwerge im Gepäck, die den Hobbit mit auf ein Abenteuer nehmen wollen. Ziel ist der Lonely Mountain, wo der Drache Smaug herrscht. Vor langer Zeit hat der Drache alle Zwerge, die den Berg bewohnten, getötet bzw. vertrieben und Schätze ohne Ende angehäuft. Die Zwerge wollen zusammen mit dem Hobbit den Drachen vertreiben, sodass das Land wieder von denen regiert wird, denen es einst gehörte. Das ist schon die ganze Geschichte und daraus will Regisseur Peter Jackson drei Teile machen … Aber zum Buch: „The Hobbit“ ist eine Kindergeschichte von J.R.R. Tolkien, die 1937 das erste Mal veröffentlicht wurde. Entsprechend simpel sind auch die Ausführungen im Buch. Dialoge sind in der Regel sehr kurz gehalten, vieles wird über Erzählungen und indirekte Rede des Erzählers abgehandelt. Dabei wird auch des Öfteren der Leser direkt angesprochen. Einige Stellen sind sehr witzig, teilweise schon klamaukartig, wie es für Kinder gerade richtig ist. Dennoch können sich auch Erwachsene mit dem Buch anfreunden. Wer „Lord of the Rings“ zuvor gelesen hat, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Das Abenteuer ist nicht so episch und vor allem nicht so detailliert beschrieben. Der Kampf gegen Smaug wird auf knapp vier Seiten abgehandelt (inkl. der Zerstörung eines ganzen Dorfes). Es ist daher kein Wunder, dass Peter Jackson diese „Lücken“ im Buch ausschmückt und so drei Filme daraus machen will. Aber doch wieder zurück zum Buch: „The Hobbit“ liest sich recht simpel. Bei den Namen der 13 Zwerge kommt man zwar durcheinander, ansonsten hält sich Tolkien mit Charakteren aber zurück, sodass man meist folgen kann. Bei den Zwergen habe ich mir (bis auf einzelne, besondere Charaktere wie Thorin oder Brombur) sowieso nur generische, kleine, bärtige Gestalten vorgestellt, die alle austauschbar sind. Im Vordergrund steht aber eh der Hobbit und seine Erlebnisse. Wie er auf Gollum und den einen Ring trifft und am Ende zahlreiche Schätze mit nach Hause nehmen kann. Man merkt dabei auch, dass das Buch sehr früh in der Entsheung von Mittelerde geschrieben wurde, da einige Dinge nicht ganz so ausgearbeitet wurden, wie es später bei „Lord of the Rings“ der Fall ist. Aber auch ohne dieses Hintergrundwissen (wer z.B. Gollum ist, wird im diesem Buch nicht beschrieben), kann man sich von der Geschichte mitreißen lassen. „The Hobbit“ ist ein schönes Buch für Alt und Jung und auch ohne extrem gute Englischkenntnisse noch verständlich. Ich freu mich auf die Filme, die ab Weihnachten 2012 jährlich in die Kinos kommen und bin gespannt, was alles gegenüber dem Buch geändert bzw. beibehalten wurde. Das Buch gibt es natürlich auch in einer deutschen Übersetzung als Der kleine Hobbit oder in einer brandneuen Alternativübersetzung, wobei ich nicht sagen kann, welche besser ist. Wahrscheinlich eh die englische Originalversion … ;)
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