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Via Claudia Augusta 2016: Mit dem Rad nach Venedig und Verona – Teil 3

Tag 3: Imst – Nauders (24.08.2016)

Das Frühstück im Hirschen gestaltet sich etwas konfus, da kaum Platz vorhanden war. Als ich irgendwo platziert wurde, habe ich wie gewohnt die Serviette hingelegt und wollte mir Brötchen holen. Als ich zurückkam, war der Platz besetzt und ich durfte erneut um eine Zuweisung bitten. Der deutsche Brauch, mit Handtüchern bzw. Servietten einen Platz zu reservieren, funktioniert also nicht überall. ;)

Gegen 8 Uhr ging es dann weiter, immer schön auf einem geteerten Weg am Inn entlang. Die Berge rechts und links begeisterten mich immer noch. Ab Schönwies geht es dann etwas steiler bergauf von 744 m auf 935 m, bis man oben bei der Kronburg ankommt, die ich aber nicht besucht habe. Mein Ziel war nämlich Zams.

Ausblick auf Zams.
Ausblick auf Zams.

In Zams gibt es eine Venetseilbahn, die – wie der Name sagt – auf den Venet hochführt, konkret auf den Krahberg mit einer Höhe von 2208 m. Von dort hat man eine großartige Aussicht auf die umgebenden Gebirgsketten wie die Ötztaler Alpen, die Ortlergruppe oder die Kaunergratgruppe. Eine kurze Vormittagspause bietet sich dort oben an. Man kann auch von hier aus eine Wandertour auf die verschiedenen Gipfel starten und in Hütten übernachten.

Blick vom Krahberg.
Blick vom Krahberg.
Wanderweg zum Krahberg-Gipfel.
Wanderweg zum Krahberg-Gipfel.

Danach ging es durch Landeck durch bis nach Prutz. Dort findet man am Radweg einen Sauerbrunnen, der seinem Namen alle Ehre macht. Das Wasser enthält laut Infotafel Eisen, Kalzium, Magnesium und Schwefel – und vor allem das letzte schmeckt man enorm. Ich habe mir eine halbe Flasche abgefüllt, dann aber im Laufe des Tages mit normalen Wasser gemischt. ;)

Prutzer Sauerbrunnen.
Prutzer Sauerbrunnen.

Dann noch schnell durch Pfunds durch und man übertritt die schweizer Grenze. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich vier Länder durchfahre, aber für ca. 7 Kilometer fährt man auf der B184 bzw. B27 durch die Schweiz. Am Ende in Martina muss man sogar eine Zollstelle passieren, wobei ich einfach durchgewunken wurde. Die Strecke nach Martina auf der Bundesstraße ist nicht so toll, weil die Straße nicht extrem, aber schon gut befahren ist. Vor allem gibt es einen (kurzen) Tunnel, in dem das Fahren wegen Wind und Lautstärke durch andere Autos und LKW nicht so toll war. Vor allem als Familie mit Kindern stelle ich mir das etwas problematisch vor.

Und dann ging es auch schon aufwärts. Ab Martina beginnt der Reschenpass über die B185. Obwohl es einen Bundesstraße ist, ist sie extrem wenig befahren, da die meisten Autos über die B180 den Pass überqueren. Wichtig: Die B180 sollte man aus dem Grund definitiv nicht fahren, was auch nicht erlaubt ist!

Der Reschenpass nach Nauders hoch ist gar nicht so schlimm, wie gedacht. Wenn man einfach gemütlich und kontinuierlich ohne viel Kraftaufwand in die Pedale tritt schafft man die nicht ganz 400 Höhenmeter in einer Stunde, wobei man sich auch noch mehr Zeit lassen kann. Nauders bzw. der Ortseingang befindet sich auf 1400 m Höhe, was aber immer noch nicht der höchste Punkt der Tour war.

Blick auf den Bazahlerkopf (vermutlich).
Blick auf den Bazahlerkopf (vermutlich).

Am Ende kam ich gegen 15:30 Uhr in Nauders in der Pension Anni Winkler an, die ich am Vortrag über Booking.com gebucht hatte. Nach der obligatorischen Dusche bin ich etwas durch den Ort gewandert und habe mir das Schloss angeschaut, welches in Privatbesitz ist. Für 6 Euro kann man diverse Ausstellungsstücke über die Arbeit von früher, über den Gerichtsstand, die Hexenprozesse und mehr anschauen.

Schloss Naudersberg.
Schloss Naudersberg.
Nauders vom Schloss aus.
Nauders vom Schloss aus.

Strecke:80,85 km
Fahrtzeit:5:46 h
Ø-Geschwindigkeit:14,0 km/h
Höchster Punkt:1401 m
Aufstieg:1783 m
Abstieg:1145 m

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Via Claudia Augusta 2016: Mit dem Rad nach Venedig und Verona – Teil 2

Tag 2: Füssen – Imst (23.08.2016)

Kurz nach 8 Uhr ging es dann auf zur ersten geplanten Tagesetappe. Zuerst stattete ich aber dem Lechfall bei Füssen noch einen Besuch ab. Kurz danach ging es bereits über die deutsch-österreichische Grenze.

Lechfall bei Füssen.
Lechfall bei Füssen.

Der Weg verlief recht gut, sodass ich gegen 10 Uhr bereits die Burgruine Ehrenberg bei Reutte besichtigen konnte. Einen Radweg gibt es nicht, aber man kann bequem per Fuß in ca. 20 Minuten die gut 150 Meter hochlaufen. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und lässt sich kostenlos besichtigen. Gegen 8 Euro Eintritt kann man auch die 400 m lange Hängebrücke über das Tal überqueren, was ich mir aber gespart habe.

Blick auf Burgruine Ehrenberg (links) und Festung Schlosskopf (rechts).
Blick auf Burgruine Ehrenberg (links) und Festung Schlosskopf (rechts).
400 m Hängebrücke.
400 m Hängebrücke.

Danach ging es auch bereits den Fernpass hinauf. Die Strecke geht durch den Wald, d.h. kein Verkehr, ist dafür aber fast durchgehend nur geschottert. Einige Strecken muss man auch schieben, falls man kein Mountainbike sein Eigen nennt. Die Steigungen sind auch mit Gepäck zu bewältigen, es dauert nur eine Weile, die den höchsten Punkt des Passes mit 1260 m zu erreichen.

Schade fand ich, dass ich die Zugspitze nicht gesehen bzw. erkannt habe. Von Biberwier aus, wo der Fernpass anfängt, sind es gerade einmal 7 km Luftlinie zum höchsten deutschen Berg. :(

Burg Fernstein.
Burg Fernstein.
Blick auf die Berge hinter Imst.
Blick auf die Berge hinter Imst.

Auf der Abfahrt kommt man an Schloss Fernstein vorbei, was aber nicht so spannend (von außen) war. Viel interessanter fand ich den großartigen Ausblick auf die Berge hinter Imst, wo ich kurz vor 15 Uhr bereits angekommen bin und über die Touristeninformation ein Zimmer im Hotel Hirschen finden konnte.

Das Hotel hatte eine Sauna und eine Massage-Einrichtung, aber ich war eher wegen der Rosengartenschlucht in Imst untergekommen. Gleich hinter der Johanneskirche geht ein Weg zur Schlucht. Wenn man links über die Brücke geht, kommt man aber zum Höhenweg nach Hochimst. An dessen Ende liegt nach ca. 1,9 km Fußweg und etwas mehr als 200 Höhenmetern die Blaue Grotte, eine künstliche Grotte, die vermutlich bereits über 1000 Jahre alt ist. Von hier aus kommt man dann auch zum Ende der Rosengartenschlucht und kann sich den Weg wieder nach unten bahnen. Ca. 1,5 km lang geht es teilweise recht rutschig und auch mit Stahlseilen gesichert durch die Schlucht. Der Anblick ist sehr schön, aber festes Schuhwerk ist Pflicht.

Blaue Grotte.
Blaue Grotte.
Rosengartenschlucht.
Rosengartenschlucht.

Strecke:71,7 km
Fahrtzeit:4:46 h
Ø-Geschwindigkeit:14,9 km/h
Höchster Punkt:1260 m
Steigend:1747 m
Fallend:1708 m

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Via Claudia Augusta 2016: Mit dem Rad nach Venedig und Verona – Teil 1

Vorbereitung

Im Jahr 2013 machte mich ein Kollege auf die Via Claudia Augusta aufmerksam. Die alte Römerstraße führte von Süddeutschland nach Norditalien. Und passenderweise gibt es auch einen Radweg dazu, der von Donauwörth bis Venedig bzw. Ostiglia verläuft.

Eigentlich wollte ich den Radweg in 2014 befahren, irgendwie bin ich dann aber in Deutschland hängen geblieben. 2015 ergab es sich leider gar nicht mit einer Radreise, aber 2016 war es endlich so weit – ich konnte die Alpen mit dem Rad überqueren.

Passend zur Strecke gibt es ein Radtourenbuch von bikeline. In diesem findet man die Strecke detailliert beschrieben – und ich meine detailliert mit jeder Abbiegung und Kreuzung. Da ich mein Oregon 450 natürlich dabei hatte, war es für mich wichtiger, Beschreibungen zu den Städten, den Pässen und Unterkünften zu haben. All das bietet das Buch.

Für die Online-Karte habe ich die Tagesstrecken per OpenRouteService erstellt und auf mein Navi geladen. Sehr praktisch ist, dass OpenRouteService inzwischen auch einen (kleine) Höhenkarte anzeigt, die einen das Routing erleichtert. Abschließend habe ich natürlich noch aktuelle Navi-Radkarten für Deutschland, Österreich und Norditalien erstellt.

Tag 1: Anreise nach Füssen (22.08.2016)

Wie geschrieben fängt die Via Claudia Augusta eigentlich in Donauwörth an und geht über Augsburg, Landsberg am Lech und Schongau nach Füssen und weiter nach Österreich. Da ich Augsburg und einen Teil südlich davon bereits 2012 bereist habe, war die Idee in Füssen zu starten. So war die Anfahrt für Montag geplant.

Auf die Bahn ist aber natürlich Verlass, sodass die erste Bahn in Ulm bereits Verspätung hatte und ich so nur einen Anschlusszug Richtung Kempten und dann weiter nach Biessenhofen nehmen konnte. Hier war die Wahl, ob ich weiter mit dem Zug nach Füssen fahre oder das Rad nehme. Die ältere Dame (auch mit dem Rad unterwegs) im Zug meinte aber, dass die Strecke nach Füssen sehr schön ist und da die Sonne so schön schien, zog ich mich um und machte die erste Strecke spontan von Biessenhofen nach Füssen.

Da die eigentliche Via Claudia Augusta noch etwas weiter weg war, ich aber den Forggensee sehen wollte, fuhr ich Richtung Lechbruck und weiter über Roßhaupten nach Füssen. Da ich mit 17 Uhr recht spät war, konnte ich über die Touristeninfo noch ein Zimmer im Hotel Fürstenhof ergattern. Hier konnte ich auch die ersten Berge in der Ferne sehen. :)

Via Claudia Augusta und Fahrrad.
Via Claudia Augusta und Fahrrad.
Forggensee mit Blick auf die Alpen.
Forggensee mit Blick auf die Alpen.

Angedacht für den zweiten Tag war eigentlich, dass ich zum Schloss Neuschwanstein fahre. Da dies aber ein Umweg gewesen wäre und ich in Füssen auch nichts besichtigen wollte, machte ich mich direkt auf den Weg. Im Endeffekt war das eine sehr gute Entscheidung, da die Auffahrt zum Schloss über Schotter (knapp 200 Höhenmeter) sehr beschwerlich war und mich am nächsten Tag viel Zeit gekostet hätte.

Das Schloss Neuschwanstein habe ich nur von außen besichtigt, da ich für die letzte Führung viel zu spät war. Das Schloss wirkt recht verspielt und sieht von innen sicherlich auch sehr interessant aus. Bei der Menge an Touristen muss man aber wahrscheinlich sehr früh ein Ticket holen, wenn man nicht ewig anstehen will.

Neben Schloss Neuschwanstein gibt es natürlich auch noch das Schloss Hohenschwangau, auf das ich aber nicht mehr gefahren bin. Der Abend klang dann in Füssens Innenstadt aus.

Blick auf Schloss Hohenschwangau.
Blick auf Schloss Hohenschwangau.
Schloss Neuschwanstein.
Schloss Neuschwanstein.

Heilige-Geist-Kirche in Füssen.
Heilige-Geist-Kirche in Füssen.
Kloster Sankt Mang in Füssen.
Kloster Sankt Mang in Füssen.

Strecke:66,5 km
Fahrtzeit:3:36 h
Ø-Geschwindigkeit:18,4 km/h
Höchster Punkt:983 m
Steigend:1053 m
Fallend:945 m

zu Teil 2

Radtour 2014: Saar/Mosel/Rhein – Teil 8

Tag 8: Donnerstag, 19.06.2014

Eigentlich gibt es das Frühstück im Bergischen Hof erst ab 8:30 Uhr. Dank höflichem Fragen am Vortag stand es aber schon um 8 Uhr bereit, sodass ich um 8:45 Uhr auf dem Rad sitzen konnte. Geplant war auf dem letzten Teil der Tour eigentlich nur Radfahren bis ich irgendwann in Essen bin. Da das zeitlich natürlich nicht an einem Tag machbar ist, habe ich ab Köln den Zug genommen. Leider verpasste ich gleich zwei Züge ganz knapp, sodass ich eine Stunde warten musste. Um 14 Uhr war ich dann in Essen.

Kölner Dom
Kölner Dom

Aufgrund des Unwetters vor zwei Wochen fuhren zahlreiche S-Bahnen immer noch nicht. Zum Zielort waren es aber auch nur noch 10 Kilometer, sodass ich die Strecke locker fahren konnte. Unterwegs machte das Rad leider unschöne Geräusche. Grund war eine abgefallene Mutter, die das Schutzbleche mit dem Rahmen verband. Leider fand ich die Mutter nicht wieder und musste die Schraube entfernen, da sie am Reifen schliff. Das Schutzblech saß etwas locker, aber hielt noch.

Die letzten Meter regnete es dann leider auch noch etwas, was aber das einzige Mal auf der ganzen Reise war. Um 14:30 Uhr war ich dann am Zielort angekommen und meine Reise war beendet.

Strecke: 59,73 km
Dauer: 3:20:33 h
Schnitt: 17,87 km/h
Reisedauer: 6 h

Abschluss

Wie immer hat die Tour viel Spaß gemacht. Der Hintern tat nach zwei Tagen zwar weh, aber am vierten Tag ging es wieder. Pausen unterwegs sind immer wichtig und auf einer Tour schadet es nicht, auch mal nach zwei längeren Strecken, einen Tag mit einer kurzen Strecke einzuplanen.

Die Saar und die Mosel haben mir streckentechnisch mehr gefallen als der Rhein. Dieser ist einfach zu dicht besiedelt, sodass man nicht sehr viel Natur zu sehen bekommt (zumindest zwischen Koblenz und Köln).

Wie immer sollte man auch die geplanten Routen immer hinterfragen. Nicht immer ist der kürzeste Weg (durch den Wald) der beste. Und Umleitungen und Bauarbeiten zwingen einen sowieso von der geplanten Strecke abzuweichen. Das ist aber meist Dank der guten Ausschilderung oder Dank eines Navis kein Problem.

Die Vorabsuche von Unterkünften erspart später das Suchen vor Ort, selbst wenn man an Flüssen oft eine riesige Auswahl an Möglichkeiten hat. So weiß man aber auch gleich die Preise und sieht Bilder und kann eher entscheiden, wo man nächtigen will.

Radtour 2014, Gesamtstrecke: 620 km
Gesamtstrecke mit dem Rad: 620 km
(Copyright 2014 OpenStreetMap-Mitwirkende unter CC-BY-SA 2.0)

Hier noch einmal die Liste aller Einträge:

Radtour 2014: Saar/Mosel/Rhein – Teil 7

Tag 7: Mittwoch, 18.06.2014

Der vorletzte Reisetag begann wieder etwas früher, da es Frühstück schon ab 7 Uhr gab. So konnte ich auch schon um 8:15 Uhr auf dem Rad sitzen. Das Wetter war leider sehr trüb und auch recht kühl. Ein großer Teil des ersten Radweges von Koblenz aus (auf der rechten Rheinuferseite) war wegen der Bauarbeiten an der B42 leider nicht befahrbar und wurde über einige sehr holprige Pfade umgeleitet. Es wurde später aber besser.

Eigentlich wollte ich mir Andernach anschauen, habe das aber ausgelassen, da es auf der „falschen“ Uferseite lag. Stattdessen bin ich bis nach Bad Hönningen zum Schloss Arenfels gefahren. Leider gab es dort nicht sehr viel zu sehen, als eben das Schloss von außen.

Weiter ging es bis nach Linz am Rhein. Die Burg selbst liegt direkt in der Innenstadt und wirkt wie ein normales Gebäude. Die Folterkeller-Ausstellung war aber sehr interessant und ihre 2 Euro wert (wenn man sich für so etwas interessiert). Das Wetter war inzwischen dann auch schön sonnig und warm, sodass eine kurze Abkühlung in einem Keller ganz gut tat.

Schloss Arenfels
Schloss Arenfels
Rüstungen und Schandmasken im Folterkeller der Burg in Linz am Rhein
Rüstungen und Schandmasken im Folterkeller der Burg in Linz am Rhein

Um 13 Uhr war ich in Königswinter. Da ich mir hier die Drachenburg und Sea Life anschauen wollte, habe ich mir gleich schon ein Hotel gesucht. Untergekommen bin ich im Bergischen Hof, was recht zentral in der Altstadt liegt.

Zur Drachenburg und zum Drachenfels kann man laufen oder mit der ältesten Zahnradbahn in Deutschland fahren. Ich entschied mich für das Hochfahren. Es gibt verschiedene Kombi-Tickets, sodass man auch den Eintritt für Burg sowie die Reptilienaustellung oder Sea Life inklusive hat. Man kann aber auch alles einzeln bezahlen, je nachdem, was man sehen will.

Blick vom Drachenfels
Blick vom Drachenfels
Älteste Zahnradbahn Deutschlands
Älteste Zahnradbahn Deutschlands

Die Ruine Drachenfels ist frei begehbar und man hat eine schöne Aussicht von dort über den gesamten Rhein bis nach Bonn (zumindest gefühlt). Etwas tiefer liegt die Drachenburg, die man nur gegen ein Ticket betreten kann. Es gibt zwar Führungen, aber man kann auch so durch die Burg laufen und sich die einzelnen Räume anschauen. Insgesamt war es ganz okay, aber es gibt schönere Burgen, finde ich.

Drachenburg
Drachenburg
Drachenburg
Drachenburg

Etwas tiefer liegt die Nibelungenhalle (die leider wegen Restauration geschlossen war) mit der Drachenhöhle (ein kleiner Höhlengang mit einem Steindrachen) und der Reptilienzoo. Hier sieht man zahlreiche Schlangen, Echsen und Vogelspinnen. Es gibt kleinere Informationstafeln und wer solche Tiere mag, kann ruhig mal einen Blick hineinwerfen.

Drachenhöhle
Drachenhöhle
Kaiman im Reptilienzoo
Kaiman im Reptilienzoo

Gegen 16 Uhr war ich wieder in der Stadt. Daher war genügend Zeit für Sea Life. Mit 15 Euro ist die Ausstellung nicht sehr preiswert, aber zumindest mir hat es sehr gefallen. Besonders gefallen hat mir der Seestern-Streichelzoo, wo man Seesterne oder Anemonen (unter Beaufsichtigung und Anleitung natürlich) berühren konnte. Aber auch die aktuell laufenden Krabbenaustellung war sehr interessant. Für den Rundgang benötigt man aber nur ca. eine Stunde, sodass ich mich gegen 17 Uhr für zwei Stunden in die Sonne zum Lesen gesetzt habe.

Sea Life: Japanische Riesenkrabbe
Sea Life: Japanische Riesenkrabbe
Sea Life: Krebs
Sea Life: Krebs

Sea Life: Fisch
Sea Life: Fisch
Tag07_140618_12 584 Sea Life: Rochen
Tag07_140618_12 584 Sea Life: Rochen

Strecke: 62,01 km
Dauer: 3:41:20 h
Schnitt: 16,81 km/h
Reisedauer: 5 h

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Radtour 2014: Saar/Mosel/Rhein – Teil 6

Tag 6: Dienstag, 17.06.2014

Das Frühstück im Tümmelchen war sehr angenehm, da man auf der Sonnenterasse sitzen konnte. Auch wenn ich gerne länger sitzen geblieben wäre, habe ich mich gegen 9 Uhr weiter auf den Weg gemacht.

Die erste Pause war aber bereits nach 15 Minuten. Im Dortebachtal wollte ich mir den Wasserfall anschauen. Und so lief und lief ich und irgendwann war ich 200 Meter über der Mosel ohne gefallenes Wasser gesehen zu haben. Grund war, dass ich vorbeigelaufen bin, da der Bachlauf wohl aufgrund der Hitze so ausgetrocknet war, dass man nur noch etwas Wasser von der Wand tröpfeln sieht. Aber immerhin hatte ich so einen kleinen Spaziergang von einer Stunde.

Da ich auch langsam genug von der Mosel gesehen hatte, wollte ich auch mal ein paar Berge fahren. Da bot es sich an, die Burg Eltz zu besuchen. Nach 200 Metern Aufstieg stellte ich dann aber fest, dass der Weg doch wieder 170 Meter nach unten führte. Dann ging es wieder 50 Meter nach oben, dummerweise nur als Trampelpfad, über den ich das Rad aber schieben konnte. So angekommen, habe ich die Burgführung zur Erholung gerne mitgenommen. Schade ist, dass man in der Burg nicht fotografieren darf – und das für 9 Euro Eintritt. :(

Burg Eltz
Burg Eltz

Danach war es gar nicht so einfach, von der Burg wieder zur Mosel zu kommen. Es ging überall nur bergauf und der angedachte Pfad war mit einem Warnschild als „Alpiner Abstieg“ bezeichnet, sodass ich den nicht mit dem Rad nehmen wollte. Nach einigen kleinen Umwegen und Radschieberei bin ich doch wieder zur Mosel gekommen. Erst gegen 14 Uhr war an der Burg Thurant. Die wollte ich eigentlich auch anschauen, aber ich hatte irgendwie genug von Burgen vorerst und habe daher keinen Halt gemacht.

Weg von Burg Eltz zur Mosel
Weg von Burg Eltz zur Mosel
Burg Thurant
Burg Thurant

Dafür konnte ich um 15:30 Uhr in Koblenz sein und im Hotel Jan van Werth unterkommen. Das Hotel liegt sehr nah zur Altstadt, zum Deutschen Eck waren es nur 1,3 km. Da die Festung Ehrenbreitstein nur bis 18 Uhr auf hat, wollte ich diese auf alle Fälle noch anschauen. Ich war zwar erst um 17:15 Uhr oben, aber 45 Minuten haben ausgereicht, um alles grob anzuschauen. Beeindruckend war vor allem die Multimedia-Show in der Ausgrabungsstätte, wo Videobilder auf ursprünglichen Grundmauern der Festung projeziert werden.

Mit der Seilbahn ging es dann wieder zurück nach Koblenz, um dem Deutschen Eck und der Statue von Kaiser Wilhelm einen Besuch abzustatten. Weiter ging es dann zum Kurfüstenschloss und zum Schluss habe ich mir was zu Essen in der Innenstadt gesucht. Koblenz selbst ist eine junge Stadt (bezogen auf die Einwohner), was wohl an der Universität liegt.

Festung Ehrenbreitstein
Festung Ehrenbreitstein
Deutsches Eck
Deutsches Eck

Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Ehemaliges preußisches Regierungsgebäude
Ehemaliges preußisches Regierungsgebäude

Die gefahrene Strecke war recht kurz, dafür war ich aber im Dortebachtal auch fast eine Stunde laufen und in Koblenz mindestens auch so viel. Zusätzlich musste ich das Rad über eine Bergpfade schieben, was auch den „schlechten“ Schnitt erklärt.

Strecke: 61,40 km
Dauer: 3:56:28 h
Schnitt: 15,58 km/h
Reisedauer: 6,5 h

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Radtour 2014: Saar/Mosel/Rhein – Teil 5

Tag 5: Montag, 16.06.2014

Wie schon am Tag zuvor ist auch das Moselblümchen sehr radfahrerfreundlich, sodass man auch etwas zu Essen mitnehmen kann. Für die Tour standen an diesem Tag eigentlich nur 77 Kilometer an, da ich eine Zwischenstation vor Koblenz benötigte.

Um 8:30 Uhr ging es wieder los und der erste Halt war bei der Grevenburg in Traben-Tarbach. Von der Ruine steht nur noch sehr wenig, sodass man auch nicht so viel sehen kann. Aber der Fußweg zur Burg war eine nette Abwechslung zum andauernden Sitzen.

Ruine Grevenburg
Ruine Grevenburg
Brückentor in Traben-Trarbach
Brückentor in Traben-Trarbach

Mittags war ich auf der Marienburg in Pünderich. Die ehemalige Burg ist jetzt ein Hotel, sodass man nur außen umherwandern kann. Der Blick über die Mosel entschädigt die ca. 300 Stufen (grob beim Abwärtslaufen gezählt) dann immerhin.

Laut Routenberechnung sollte ich eigentlich in Pünderich mit der Fähre ans andere Moselufer übersetzen. Da aber der Hügel in der Moselschleife etwas kleiner war, habe ich so einfach etwas abgekürzt. Aufs andere Ufer musste ich dann dennoch, um die Burg Metternich bei Beilstein anzuschauen. Der Eintritt mit 2,50 Euro ist okay, von der Ruine gibt es noch Einiges zu sehen.

Blick von Schloss Marienburg
Blick von Schloss Marienburg
Burg Metternich
Burg Metternich

Die Tour endete gegen 15:15 Uhr in Cochem, welches von der Reichsburg dominiert wird. Aus dem Grund habe ich mich auch die Pension Villa Tümmelchen ausgesucht, da der Weg zur Burg so recht kurz war. Die Führung auf der Burg für 5 Euro war recht interessant, nur etwas zu kurz in meinen Augen. Die restaurierte Innenaustattung ist aber sehr interessant und man kann sie sich ruhig anschauen, wenn man in Cochem ist.

Reichsburg in Cochem
Reichsburg in Cochem
Wappentier der Burg
Wappentier der Burg

Wie zahlreiche andere Moselstädtchen gab es auch in Cochem zahlreiche Hotels, Pensionen und Gästehäuser. Blöd fand ich, dass es nur wenige (im Vergleich zu Bernkastel-Kues oder Saarburg) Restaurants gab. Es gab fast ausschließlich Weinausschank plus Käse. Nachdem ich dann doch noch etwas Leckeres zu Essen gefunden habe, bin ich zurück ins Hotel, um den Rest des Spiels Deutschland gegen Portugal anzuschauen.

Strecke: 72,56 km
Dauer: 4:16:20 h
Schnitt: 16,98 km/h
Reisedauer: 6,75 h

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Radtour 2014: Saar/Mosel/Rhein – Teil 4

Tag 4: Sonntag, 15.06.2014

Frühstück gab es im Hotel etwas später, sodass ich erst gegen 9 Uhr weggekommen bin. Sehr toll war, dass die Frage nach einem Brötchen für unterwegs nicht nur positiv beantwortet wurde, sondern die Bedienung mir auch noch ungefragt eine Plastiktüte hinlegte. So geht Service! :) Für Radfahrer ist das Wirtshaus zum Pferdemarkt also nur zu empfehlen.

Das Wetter war wieder etwas wärmer, nur der starke Wind aus Norden hat etwas genervt. Immerhin macht die Saar ja einige Schleifen, sodass der Wind auch mal von hinten oder zumindest der Seite kam.

In Zewen habe ich mir ganz kurz das Schloss Monaise angeschaut. Kurz nachdem die Saar in die Mosel fließt liegt das Schlösschen am Moselufer. Viel gab es dort aber nicht zu sehen, weswegen ich gleich weiter gefahren bin.

Schloss Monaise
Schloss Monaise

Gegen 11 Uhr war ich dann in Trier. Die Stadt ist sehr schön und es gibt sehr viel zu sehen. Aus dem Grund habe ich mir auch eine Stunde Zeit genommen, gemächlich bei einem Eis durch die Stadt zu schlendern. Gesehen habe ich dabei natürlich den Trierer Dom und das Porta Nigra. Trier lohnt sich definitiv für einen Wochenendausflug und die Stadtführung ist sicherlich auch interessant.

Der Trierer Dom
Der Trierer Dom
Porta Nigra in Trier
Porta Nigra in Trier

Ab Trier ging es dann fast ohne Halt bis zum Zielpunkt Bernkastel-Kues. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass ich vor 16 Uhr dort ankomme, aber dank „Happy Mosel“, für das die B52 zwischen Schweich und Reil auf 80 Kilometern komplett gesperrt und für Radfahrer geöffnet war, hat das doch geklappt. Die Aktion war mir natürlich nicht bekannt, aber als Hunderte von Radfahrern die Bundesstraße befuhren, dachte ich mir schon, dass ich ruhig auch den Radweg verlassen könnte. :)

Villa Urbana bei Longuich
Villa Urbana bei Longuich

Da in Bernkastel-Kues das erste Hotel, wo ich unterkommen wollte, nicht besetzt war, bin ich im Moselblümchen untergekommen, was sich als gute Wahl herausstellte. Das Hotel liegt sehr zentral in der Altstadt und auch sehr ruhig, sodass ich endlich einmal nicht von Straßenlärm geweckt wurde. Insgesamt hat man mit Zimmern in dem Ort weniger ein Problem, da jedes zweite Haus ein Gästezimmer-Schild an der Tür hängen hat. Nach der Dusche bin ich auch erst einmal in die Weinberge zur Burg Landshut gelaufen, da ich an dem Tag ja noch zu wenig Bewegung hatte. Die Burg wurde leider gerade saniert, aber die Aussicht über die Stadt an der Mosel ist sehr schön.

Bernkastel-Kues ist auch sehr schön. Zahlreiche Fachwerkhäuser und kleinere Gassen laden zum Verlaufen ein. Immerhin kommt man früher oder später in einem Weinberg oder an der Mosel raus, um sich neu orientieren zu können. Durch „Happy Mosel“ war bis 18 Uhr auch noch Stadtfest mit zahlreichen Buden am Moselufer, dennoch konnte ich mich dort hinsetzen und lesen. Zu Abend habe ich dann auch im Moselblümchen gegessen und diesmal den ersten Wein aus der Moselregion probiert.

Altstadt von Bernkastel-Kues
Altstadt von Bernkastel-Kues
Burg Landshut
Burg Landshut

Blick von der Burg Landshut
Blick von der Burg Landshut
Wasserfall in Bernkastel-Kues
Wasserfall in Bernkastel-Kues

Strecke: 95,14 km
Dauer: 5:12:35 h
Schnitt: 18,25 km/h
Reisedauer: 7 h

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Radtour 2014: Saar/Mosel/Rhein – Teil 3

Tag 3: Samstag, 14.06.2014

Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück ging es gegen 8:30 Uhr endlich die Saar entlang. Der Himmel war etwas bedeckt, was zum Radfahren aber ganz gut war. Zum Abend hin hätte ich mir dann aber doch etwas mehr Sonne gewünscht.

Erster Halt war die Völklinger Hütte. Das UNESCO-Weltkulturerbe zeigt auf einem großen Areal von 10 Hektar Fläche das ehemalige Stahlwerk, das man begehen kann. Sinnvoll ist es im Übrigen, wenn man sich vorher informiert, wann eine Sehenswürdigkeit aufmacht. So war ich eine halbe Stunde zu früh da. Die Stahlriesen sind schon sehr beeindruckend und geben Völklingen schon von der Ferne ein unverkennbares Bild. Für den Besuch sollte man ca. zwei Stunden einplanen, sonst kann man gar nicht alles mitnehmen, was es zu sehen gibt.

Die Völklinger Hütte im Gesamtbild
Die Völklinger Hütte im Gesamtbild
Erzschrägaufzug (links)
Erzschrägaufzug (links)

In Saarlouis habe ich nur kurz Pause gemacht, weil ich danach zum Emilianusstollen in St. Barbara wollte. Das Örtchen liegt auf einem kleinen Plateau abseits des Saar-Radweges, wodurch der Aufstieg recht ordentlich ist. Blöd war, dass der Stollen wegen Sanierungsarbeiten geschlossen war. Und auch so schien die Lage eher, dass man da maximal mit einer Voranmeldung reingelassen wird, denn der Stollen liegt mitten im Nirgendwo ohne Ticketstand oder ähnlichem.

Daher ging es ohne große Pause weiter nach Niedaltdorf zu einer Tropfsteinhöhle. Hier war das Ergebnis ähnlich unbefriedigend, denn eine Besichtigung ist nur noch für Gruppen per Voranmeldung vorgesehen. Insofern war der Umweg für diese beiden Attraktion völlig sinnlos. :(

Um 15 Uhr war ich an der bekannten Saarschleife angekommen. Ich hatte vorher die Wahl, die Burgruine Montclair im Inneren der Schleife anzuschauen oder lieber auf der äußeren Seite der Schleife zu fahren und daher den Aussichtspunkt Cloef mitzunehmen. Da ich schon zahlreiche Burgen gesehen hatte, wollte ich lieber die Aussicht genießen. Von der Saar aus geht es ca. 200 Meter im Zick-Zack auf einem kleinen Wanderweg bis hoch auf den Berg, wo man die Saarschleife wirklich schön sehen konnte. Sogar die Burg Montclair war von dort zu sehen. Ich bin dabei aber nur bis zum 30 m tiefer liegenden Aussichtspunkt gelaufen, weil die Zeit doch sehr fortgeschritten war.

Aussicht auf die Saarschleife
Aussicht auf die Saarschleife

Wegen der Zeit bin ich danach auch schnell nach Mettlach an den Bahnhof. Zufälligerweise kam der Zug nach Saarburg, wo ich übernachten wollte, auch innerhalb von fünf Minuten. So konnte ich mir zwar Mettlach nicht mehr anschauen, aber erst nach 17 Uhr eine Unterkunft suchen kann mitunter kritisch sein. Glücklicherweise hatte ich beim ersten Wirtshaus zum Pferdemarkt sofort Glück, auch wenn mich nur der Chefkoch reinlassen konnte, den ich zufälligerweise vor dem Gebäude traf. Bis zum Checkin (die Chefin war noch nicht da) fuhr ich auf die Burg hoch und genoss den Ausblick.

Abends bin ich dann den Rundgang durch Saarburg gelaufen und habe mir diverse Sehenswürdigkeiten angeschaut. Wie schon Wissembourg geht ein kleines Flüsschen (die Leuk) durch den Ort, sodass dieser beide Stadtteile durch verschiedene Stege verbindet. Sehr schön ist dabei der direkt im Ort befindliche Wasserfall, in dessen Geräuschnähe man auch sehr gut essen kann. Insgesamt besteht die Innenstadt von Saarburg fast durchängig nur aus Hotels und Restaurants. Man braucht wohl mindestens zwei Wochen, um jede Lokalität einmal getestet zu haben.

Blick auf die Saarburg
Blick auf die Saarburg
Wasserfall in Saarburg
Wasserfall in Saarburg

Strecke: 80,45 km
Dauer: 4:44:17 h
Schnitt: 16,97 km/h
Reisedauer: 8,5 h

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Stadtradeln 2014

Auch dieses Jahr gibt es wieder ein Stadtradeln, bei dem ich mitmache. Insgesamt 276 Städte und Gemeinden machen bisher deutschlandweit bei der Aktion mit.

Als Radler kann man sich einfach bei einem der Teams der eigenen Stadt anmelden oder gründet selbst ein neues Team. Dann trägt man für den eigenen Zeitraum einfach seine täglich geradelten Kilometer ein.

Hintergrund der Aktion ist das Auto möglichst oft stehen zu lassen und das Rad zu nutzen, um die Umwelt zu schonen. Dabei ist es egal, ob man das Rad auf dem Weg zur Arbeit, in der Freizeit oder im Urlaub nutzt.

via Eldorado